VERKEHR: Regionales


Über Bahnen im Raum Hagen (Fern- und Nahverkehr)


von Detlef Rothe aus Hagen in Westfalen



Manfred Streppelmann (,triebwagen394' bei YouTube) gewidmet!


„[...] endlich klingt ihm wieder die vertraute Sprechweise der Vaterstadt tief ins Innere hinein. Dann vom Bahnhof fort nach Hause! Hinauf auf die Plattform der ,Elektrischen'. Der Straßenbahnführer spricht gerade mit einem alten Bekannten. Wie vertraut alles klingt! Wer anders in unserem Talkessel spricht die Hagener Mundart noch so anheimelnd wie die Männer von der Kurbel?"
Walter K. B. Holz, Ein Jahrtausend, Hagen 1947 [siehe Lit.-Verz.], S. 5, Sp. 1

Am 25. April 2010 zeigte mein jüngerer Bruder Christof anläßlich eines gemeinsamen Frühstücks eine Sammlung von 26 kleinformatigen Schwarzweißfotos mit Wellenrand, welche er unlängst erstanden hatte; diese erweckten mein eingeschlafenes Interesse an die große Zeit der großen und kleinen Bahnen im Hagener Raum, denen ich zeitweise während meiner Jugend (angeregt vom Freundeskreis meines älteren Bruders) nachgegangen bzw. -gefahren bin. Im November 2011 wurde meine Neugier zudem durch nostalgisch wirkende Videos bei YouTube weiter gestärkt, und ich sage besonders Manfred Streppelman alias triebwagen394 herzlichen Dank für die gelungenen Erinnerungen und Anregungen!


Dieser Artikel, welcher unter anderem auf Fotos des Verfassers aus dem 1970er und 2000er Jahrzehnt basiert, ist freilich nicht speziell für ,Lokliebhaber' gedacht. train spotters werden gerne auf die Lokbildsammlung von Siegmar Peter verwiesen (einem Freund meines älteren Bruders); bitte in die dortige Suchmaske „Hagen" eingeben! Außerdem ist im September 2006 das Bilderbuch über die Eisenbahn (hauptsächlich Dampfloks betreffend) in Hagen von Michael Schenk erschienen. Zum Eisenbahnwesen Hagens insgesamt empfehlen sich die Aufsätze der Herren Dr. Horst Semmler und Walter K. B. Holz (siehe Literaturverzeichnis).



FERNBAHNEN

Eine Übersichtskarte von Walter K. B. Holz und Johann Janßen zeigt den Ausbau des Eisenbahnnetzes in Hagen bis zum Jahr 1947:
EU/D/NRW/HA/Sonderkarte_Eisenbahnen_Entwurf_Holz_Karte_JohannJanssen_(WalterHolz_RaumHagen_1947_Tafel20i)_DETAIL
Quelle: Holz 1947 [siehe Lit.-Verz. unter ,Hagen'], Tafel 20i

Auf dieser Übersichtskarte sind die Streckenverläufe bis zum Zweiten Weltkrieg ohne Berücksichtigung etwaiger Mehrgleisigkeit angegeben. Hinter (G.) ist die Inbetriebnahme des Güterverkehrs angegeben; die Jahreszahlen in Rundklammern geben die Bauzeit an. Kleinbahnen sind zum Teil als Straßenbahnen behandelt worden; siehe dazu die entsprechende Karte weiter unten!

Die Verlagsanstalt Thiebes & Co. veröffentlichte anno 1928 eine Tabelle der durch Hagen führenden Eisenbahnlinien:
EU/D/NRW/HA/1928_EU_D_NW_HA_Tabelle_der_ Linien_der_Hagener_Eisenbahn_nach_Thiebes



Hauptbahnhof

Der Bahnhof Hagen(-Wehringhausen) liegt im Nordostzipfel Wehringhausens (Richtung Altenhagen) und war bald nach seiner Entstehung von Fabriken eingerahmt. Die ersten Ansichten, wegen des Überblicks meistens von der Philippshöhe aus aufgenommen, wirken allerdings noch recht idyllisch - etwa diese von anno 1860: D/NRW/HA/Hagen/BerlinerPlatz/Hauptbahnhof/1860xxxx_Bahnhof

Nähres hierzu finden Sie in meinem Artikel über das Bahnhofviertel.



Harkorter Kohlenbahn

Auszug aus dem Tagebuch A, S. 38 - 41 (Text vom 9. Juli 1975):
Ich habe auch (in letzter Zeit) häufig Radtouren gemacht. Ich bin am 31.5. über Haspe, die Straße an der ehemaligen Kohlenbahn [Grundschötteler Straße] entlang, über die Autobahn (Kamen - Wuppertal) hinweg zur Müllkippe [Schlackenhalde an der Enerke], von mir ,Heile Welt' genannt [wegen der Straßennamen ,Heiler Straße' und ,Heiler Weg'], gefahren."

Der Kreuzungsbereich mit den Einmündungen der Straße ,An der Kohlenbahn' (das ist die südliche Fortsetzung der ,Grundschötteler Straße') und der ,Grundschötteler Straße' sieht nach dreißig Jahren völlig verändert aus. Hier die Ansicht von meiner Radtour:
EU/D/NRW/HA/Westerbauer/19750531_151(5)_06-25_Strasse_An_der_Kohlenbahn
Es folgt der Zustand der ehemaligen Straße An der Kohlenbahn anno 2005:
EU/D/NRW/HA/Westerbauer/20051028_1640_IMAG0043_An_der_Kohlenbahn
Bitte orientieren Sie sich an der Backsteinmauer am linken Bildrand - sonst ist einfach nichts mehr da! Bei den (sozusagen als ,Trostpflaster') abgebildeten Scheiben könnte es sich vielleicht eher um (Sensen-)Schleif- als um (wie auf einer Beschriftung angegeben) Mühlsteine handeln.
Der Bahnübergang über die Kölner Straße läßt sich durch eine Fotomontage nach Farbtafeln (auf S. 77 und 94) im Kohlenbahn-Buch von Michael Schenk (siehe Literatur unten) für die Zeit 1963(links)/1965(rechts) ergänzen:
EU/D/NRW/HA/Westerbauer/1963+1965_HA-Westerbauer_Kohlenbahn_verlaesst_Strasse_An_der_Kohlenbahn_auf_der_B7_Fotomontage Links sieht man auf der Enneper Straße eine Tram der Linie 7 - von Vogelsang kommend - auf den Weg in die Innenstadt.

Zum Vergleich der Gegend um Haus Harkorten und die Enneper Straße bei der Kohlenbahn folgt der Ausschnitt eines Plans der damaligen Stadt Haspe (mit eingezeichneten Straßenbauprojekten) aus dem Jahr 1913:
EU/D/NRW/HA/Westerbauer/1913xxxx_farbiger_Stadtplan_von_Haspe_DETAIL_Harkorten

Typisch als Ergänzung war für die Grundschötteler Straße bis zum Jahr 1963 - dem Datum der Still-Legung - die ,Harkorter Kohlenbahn', welche hier in einem älteren Foto in Erinnerung gerufen werden möge:
D/NRW/HA/Kueckelhausen/BerlinerStrasseWesterbauer/GrundschoettelerStrasse/19(6)xxxxx_EU_D_NRW_HA-Westerbauer_GrundschoettelerStrasse_gen_Sueden_mit_Kohlenbahn_(HASPE1982-14) (undatiert - Quelle: Haspe-Band des Hagener Heimatbundes 1982, S. 14)

Die Grundschötteler Straße führt seit dem Bau der Fernstraße über die Autobahn A 1 hinweg, wobei ich - kurz vor Erreichen der Schlackenhalde - auf meiner Tour vom 31. Mai 1975 ein Foto von der Brücke ostwärts in Richtung Vorhalle schoß:
EU/D/NRW/EN/Wetter/Enerke/19750531_OstrichtungA1VonAnDerKohlenbahn
Dieses Foto vom März 1975 wurde auf der Trasse der Kohlenbahn gemacht, deren Schienen freilich bereits 1965/66 entfernt worden waren; ein schöner Beleg dazu findet sich auf einem von Michael Schenk anno 2009 veröffentlichten Buch über die Kohlenbahn und Hasper Werksbahn (siehe Literatur unten):
EU/D/NRW/EN/Wetter/Enerke/196305xx_EN-Enerke_Autobahnbruecke_mit_Kohlenbahn-Zug_nach_Michael_Schenk Dabei ist das Foto nur zwölf Jahre älter!

Besonderes Interesse verdient die andere Seite der Enerke. Hier - im Ortsteil Grundschöttel der Stadt Wetter an der Ruhr - befindet sich das Gebiet „Am Stork“, dessen Flächen im Landschaftsschutzgebiet 3.2.1 „Silschede und Schmandbruch“ liegen. Außer einem Abschnitt der historischen Schlebusch-Harkorter (,Harkortschen') Kohlenbahn ist auch ein alter Meilerplatz erhalten. Eine Interessengemeinschaft bemüht sich um den Erhalt dieser Natur- und Kulturlandschaft, welche durch Planungen der Stadt Wetter zur Gewerbeansiedlung bedroht ist. Meines Erachtens könnten Gewerbe besser im Bereich der Schlackenabwurfhalde angesiedelt werden, wo die Naturlandschaft bereits zerstört ist und die Reste der Kohlenbahn beseitigt wurden!



Volmethalbahn

Durch die Begegnung mit Eisenbahnfreunden am Fichte-Gymnasium und meinen Beitritt im Hagener Heimatbund e.V. um das Jahr 1975 fand ich bald Gefallen am ,Entdecken' von Spuren vergangener Bahnepochen. Besonderes Interesse fand dabei auf Grund ihres Verlaufs die Strecke der Volmethalbahn zwischen Hagener Hauptbahnhof und dem Bahnhof Delstern, wobei ich letzteren von der Baustelle der Volmetalbrücke in Delstern aus photographierte (was mir einen Rüffel des Bauleiters einbrachte).

Das Thema ,Vergänglichkeit' spielte damals in meinem Leben bereits eine intensive Rolle, und so versuchte ich trotz steten Geldmangels, mittels Fotos überkommene Relikte zu dokumentieren und zugleich in einen Kontrast zu modernen Entwicklungen zu stellen (in diesem Falle: Autobahnzubringer versus Regionaleisenbahn).

Die Volmethalbahn spielte auf Grund des von 1906 bis 1910 erbauten Goldbergtunnels als naher Gegenstand des Verkehrs in meinem Heimatraum eine geradezu intime Rolle im Rahmen meiner Gefühls- und Erlebniswelt als Jugendlicher - und auch später noch, als die Verwaltungen von Hagen und Nordrhein-Westfalen längst ihren Unwillen angesichts meiner Ambitionen als Geschichtsforscher zum Ausdruck gebracht hatten. Durch die erzwungene berufliche Neuorientierung blieben meine historischen Untersuchungen allerdings bis heute rudimentär.

Hier folgen zunächst einige Versatzstücke (ähnlich wie bei der Kohlenbahn), welche als Bausteine einer eventuell späteren eingehenderen Darstellung dienen können.

Die Bezeichnung ,Schwenke' für die Einmündung der Elberfelder Straße in die frühere ,Kölner Straße', welche heute in etwa mit dem Graf-von-Galen-Ring und der anschließenden Wehringhauser Straße vergleichbar ist (tatsächlich aber eine direkte Verbindung zwischen den heutigen Verkehrwegen Fabrikhofstraße und Straße Am Hauptbahnhof darstellte), rührt daher, daß sich bis zum Jahr 1910 an dieser Stelle ein Bahnübergang befand. Hier schwenkte seit 1870/71 die Volmethalbahn vom Hauptbahnhof her in den Buscheyhang ein, um am Fuße des Buscheyhangs parallel zu Wilhelmstraße und Bergstraße am Fichte-Gymnasium vorbei den Bahnverkehr gen Oberhagen zu geleiten. Siehe dazu den Ausschnitt aus einer Karte der Gemeinde Wehringhausen, auf welcher links die Strecke der Bergisch-Märkischen Eisenbahn (vor dem Bau der Unterführung der Wehringhauser Straße, das heißt: mit der dem Lauf der Fabrikhofstraße folgenden Kölner Straße) und rechts die hier fälschlich als ,Ennepethal-Bahn' bezeichnete Strecke der Volmethalbahn dargestellt sind:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/18xxxxxx_D_NRW_HA_Wehringhausen_Gemeindekarte_Ausschnitt_mit_Bahnlinien_um_1870

Den Hagener Straßenbahnen bereiteten bis zur Jahrhunderdertwende die Überquerung der Eisenbahntrasse Probleme, in deren Folge die von Haspe (also von Südwesten her) kommenden Straßenbahnen an der Schwenke und nicht - wie es zu erwarten gewesen wäre - am Hauptbahnhof ihre Endhaltestelle fanden. Erst im Jahr 1901 kam es hier zu einer Lösung (siehe unten).

Aus dem Bereich zwischen Augusta- und Goldbergstraße sind mir nur Ansichten aus der Zeit nach der Verlegung der Bahnstrecke in den Goldbergtunnel bekannt. Der Streckenverlauf läßt sich dabei am besten an Hand eines Aufklärungsluftbildes der Allierten vom März 1945 verfolgen, dessen Kenntnis wir vor allem Ralf Blank verdanken:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/19450316_%281000%29_Luftbild_Buscheyviertel

Wir beginnen mit der Streckenverfolgung am Berliner Platz - am Hauptbahnhof:
EU/D/NRW/HA/Hagen/BerlinerPlatz/19750227_03_05_Berliner_Platz
(Foto: Detlef Rothe - 27. Februar 1975)
Dieses Bauwerk entstand erst im Zusammenhang mit der Neuordnung des Streckennetzes im 1900er Jahrzehnt (1901-1910); Endpunkt der Volmethalbahn war daher sein Vorgängerbau:
EU/D/NRW/HA/Hagen/BerlinerPlatz/SW-AK_EU_D_NW_HA-City_Hbf_mit_Hauptpostamt_19090717
(Im Juli 1909 gebrauchte Ansichtskarte)
Links im Bild das ,Kaiserliche Postamt', welches - gleichfalls um 1910 - das schon am ersten Bahnhof von 1848/49 stehende ,Hotel Lünenschloß' ersetzte.

Den Abschnitt der Volmethalbahn vom Hauptbahnhof bis zum Fichte-Gymnasium am Fuße des Goldbergs zeigt ein Stahlstich(?) von etwa 1880 - wiedergegeben nach dem Band 1 des Bildwerkes Hagen in alten Bildern von Richard Althaus, Hagen ²1988 (S. 93):
EU/D/NRW/HA/Hagen/Philippshoehe/Stadtpanorama/18xxxxxxx_EU_D_NW_HA_Hagen_Philippshoehe_Stadtpanorama_mit_Volmethalbahn_DETAIL

Hinter dem Postamt zweigte die Volmethalbahn von der Bergisch-Märkischen Hauptstrecke in Richtung Buscheyhang ab und überquerte dabei die Kölner Straße (heute vergleichbar: Verlängerung der Straße Am Hauptbahnhof durch das Soziale Rathaus und das Q-Park-Parkhaus (früherer Umschlagbereich der Deutschen Bundespost) an der Schwenke in Richtung auf die Wehringhauser Straße):
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Schwenke/SW-AK_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_Schwenke_KoelnerStrasse_gen_Hauptbahnhof_1907 EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Schwenke/SW-AK_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_Schwenke_Einmuendung_der_Elberfelderstrasse_1907
Ansichten zweier im Jahr 1907 gebrauchter Ansichtskarten - links die Kölner Straße, rechts die Elferfelderstraße.
Die Volmetalbahn kreuzte im Zuge der Kölner Straße an der Schwenke die Straßenbahnstrecke nach Haspe, deren Durchquerung der Schwenke durch die Eisenbahnbehörde zunächst verhindert wurde.
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Schwenke/1901xxxx_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_Schwenke_Bahnuebergang_Triebwagen_024
Ansicht vom Jahr 1901 - mit Tram 24 der Hagener Straßenbahn AG (Quelle: Jubiläumsheft Hagener Straßenbahn AG 1884-1984, S. 12)

Nach Passierung dieses Einmündungsbereiches der Elberfelder Straße führte die Volmethalbahnstrecke am Fuß des Buscheyhanges weiter in Richtung des Bahnhofes Oberhagen. Den Hangeinschnitt am Buschey unterhalb des Bergischen Rings (vormals Wilhelmstraße) photographierte ich im Februar 1975 mit Blick gen Augustastraße (von etwa Höhe Einmündung der Lange Straße):
EU/D/NRW/HA/Hagen/BergischerRing/197502xx_02-19_EU_D_NW_HA-Hagen_BergischerRing_-Volmethalbahnstrecke_im_Winkel_zur_Augustastrasse

Auf Höhe des späteren Willi-Weyer-Hallenbades (also zwischen Jugendheim und Fichte-Gymnasium) zeigte den ehemaligen Streckenverlauf ein Zeitungsfoto vom September 1941, welches im Hintergrund die damalige ,Mädchenschule' neben dem (ganz am Rand noch erkennbaren) ,Postgebäude' des Fichte-Gymnasiums zeigt:
EU/D/NRW/HA/Hagen/AmBuschey/WestfaelischeLandeszeitungRoteErde_Hagen_Seite_HagenerBeobachter_19410930_Sp3_Foto_Lehmacher
(Sensenmann am Buscheyhang, Foto von (Willy?) Lehmacher; Herrn F. Decker danke ich für den Scan aus der Westfälischen Landeszeitung Rote Erde, Lokalteil Hagen, Seite ,Hagener Beobachter', Folge 270, vom 30. September 1941)

Ein Verkehrsknoten, welcher schon frühzeitig Interesse fand, war der Bahnübergang am Fichte-Gymnasium, wie er hier auf einer undatierte Schwarzweiß- und einer im Jahr 1907 verwendeten colorierten Ansichtskarte dargestellt ist:
EU/D/NRW/HA/Hagen/Goldbergstrasse/Fichte-Gymnasium/Fichte-Gymnasium_1895-1910 EU/D/NRW/HA/Hagen/Goldbergstrasse/Fichte-Gymnasium/colorierte_AK_Hagen_Fichte-Gymnasium_1907
Zum Vergleich (zur Ansichtskarte von 1907) ein eigenes Foto vom März 1975:
EU/D/NRW/HA/Hagen/Goldbergstrasse/Fichte-Gymnasium/197503xx_03_08_Fichte-Gymnasium

Den Abschnitt der Volmethalbahn von der Goldbergstraße (Fichte-Gymnasium) bis zur Böhmerstraße (östlich der reformierten Kirche) zeigt eine Lithographie von etwa 1880 - wiedergegeben nach dem Band 1 des Bildwerkes Hagen in alten Bildern von Richard Althaus, Hagen ²1988 (S. 45):
EU/D/NRW/HA/Hagen/Goldberg/Stadtpanorama/18xxxxxxx_EU_D_NW_HA_Goldberg_Stadtpanorama
Es handelt sich um das typische Stadtpanorama-Postkartenmotiv, welches auch heute noch geläufig ist. Unten links an der Böhmerstraße ist der im 1920er Jahrzehnt verlegte jüdische Friedhof zu sehen, rechts davon ein Bahnübergang. Vor der reformierten Kirche dampft ein Zug heran.

Zum Vergleich die Darstellung einer im Jahr 1908 gebrauchten Ansichtskarte:
EU/D/NRW/HA/Hagen/Goldberg/Stadtpanorama/1908xxxx_EU_D_NW_HA_Goldberg_Stadtpanorama_DETAIL

Einen Dampfzug vor der reformierten Kirche zeigt auch das bei Der Westen gezeigte Startbild der Serie ,Historische Bilder aus Hagen' (Stand: 15. April 2012) - dieses ist wegen der im Hintergrund abgebildeten Marienkirche sicherlich jünger als - wie angegeben - ,um 1870'! (Für den Hinweis auf das Bild danke ich Herrn F. Decker.)

Im Frühjahr 1975 widmete ich mich der Inspektion des weiteren ehemaligen Trassenverlaufs bis zum im Zuge des Goldbergtunnelsbaus 1906/1910 errichteten Bahndamm. Hier sehen Sie die an der Böhmerstraße, Zur-Nieden-Straße und an der Ecke Berg-/Schulstraße unter schlechten Lichtverhältnissen gemachten Schnappschüsse:
EU/D/NRW/HA/Hagen/Boehmerstrasse/19750(3)xx_03-09_EU_D_NW_HA-City_Boehmerstrasse_Blick_entlang_ReformierterKirche_und_Arbeitsamt_gen_Fichte-Gymnasium EU/D/NRW/HA/Hagen/Boehmerstrasse/19750(3)xx_03-10_EU_D_NW_HA-City_Boehmerstrasse_ehemalige_Trasse_zwischen_Bergstrasse_und_Zur-Nieden-Strasse_gen_Oberhagen EU/D/NRW/HA/Hagen/Bergstrasse/19750(3)xx_03-11_EU_D_NW_HA-City_Bergstrasse_Ecke_Schulstrasse_ehemalige_Volmethalbahntrasse



NAHVERKEHR

Hagener Straßenbahnen

Die erste Hagener Straßenbahn-Gesellschaft wurde am 29. Juli 1884 gegründet, um in der Stadt Hagen eine Pferdebahn zu betreiben. Dazu schloß sie bereits am 2. August jenen Jahres mit der Stadtverwaltung einen Vertrag über den Bau und Betrieb einer solchen Bahn ab. Nach Probefahrten am 5. und 6. November erfolgte die Inbetriebnahme der Pferdebahn am 13. November 1884. Die zwei Kilometer lange Bahn führte vom Bahnhof der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft (dem heutigen Hauptbahnhof) über die Schwenke entlang der Elberfelder Straße zum Markt und über die Frankfurter Straße weiter zum Bahnhof Oberhagen. Bereits am 9. Februar 1885 konnte eine Verlängerung von eineinhalb Kilometern nach Eilpe in Betrieb genommen werden. Zwar wurde noch eine weitere Strecke von der Schwenke nach Kückelhausen eingeweiht, doch konnte diese nur ein paar Monate befahren werden, denn es kam auf Grund vorhandener Bahnübergänge zu Verzögerungen im Betrieb, so daß Fußgänger mitunter besser vorankamen. Besonders auch die fehlende direkte Verbindung zur ersten Strecke wurde bemängelt, so daß die zweite Strecke wieder stillgelegt werden mußte. Wegen des ausbleibenden Gewinns meldete die Straßenbahn-Gesellschaft am 30. Juli 1889 schließlich Konkurs an.

Das war aber nicht das Ende der guten alten Pferdebahn, denn der Konkursverwalter hielt den Verkehr aufrecht, und der Bau einer Straßenunterführung unter die rheinisch-märkische Eisenbahn im Zuge der Kölner Straße begünstigte die weitere Entwicklung. Zudem ließ die Stadtverwaltung auf eigene Kosten die Verbindung beider Strecken herstellen, so daß die Gewinnung der Rentabilität sichergestellt war. Im Jahr 1891 erwarb die Kölner Firma Hammacher & Co. die Gesellschaft, welche den Innenstadtring vom Markt über die Körnerstraße zum Hauptbahnhof vollendete.

Die damals noch selbstständige Gemeinde Eckesey gründete derweil - sicherlich angeregt durch die Verhältnisse im benachbarten Hagen - am 8. Juni 1894 eine eigene Straßenbahngesellschaft. Diese eröffnete am 7. Juli 1895 eine zweieinhalb Kilometer lange Strecke von Eckesey nach Altenhagen, wo sie mit der Hagener Straßenbahn-Gesellschaft Verbindung aufnahm.

Jetzt stand die Jahrhundertwende mit all ihren Neuerungen in Technik und Gemeindewesen vor der Tür! Doch die neue Zeit fiel nicht mit der Tür in's Haus, denn die Stadtverwaltung stemmte sich wegen der damit verbundenen Änderungen im Stadtbild (eine ähnliche Debatte wie heute bei den Windrädern!) gegen die Einführung von Oberleitungen zwecks Bahnelektrifizierung. Infolgedessen suchte man nach einer Alternative, welche man dann im Akku-Betrieb zu finden glaubte. Am 1. Juli 1896 erwarb daher die Firma Siemens & Halske (Siemens) die Pferdebahn und verlängerte sie am 18. November 1896 von Kückelhausen nach Haspe. Zusammen mit der Akkumulatorfabrik Hagen AG gründete das Elektro-Unternehmen die eigentliche Hagener Straßenbahn AG. Dazu lesen wir in einem von Gustav Stellhorn im Frühjahr 1898 herausgegebenen Stadtführer (S. 6 f.):
Strassenbahn.

Direktor Fuhrmann.
(Bureau Nordstr. 16.)
Für den Verkehr in der Stadt, nach Eilpe und [nach] Eckesey ist zur Zeit nur Pferdebahnbetrieb, dagegen auf der Strecke Wehringhausen (Schwenke) - Haspe nur elektr. Betrieb eingerichtet.
Dem Vernehmen nach wird zum 1. Mai vollständig elektr. Betrieb eingeführt und zwar derartig, dass | in der Stadt Accumulatoren, dagegen ausserhalb überirdische Leitung zur Anwendung kommt. Auch soll das Strassenbahnnetz noch bedeutend erweitert werden.

Fahrpreise.
Bahnhof - Eilpe (Pferdebahn).
Bahnhof - Markt 10 Pfg. Markt - Eilpe 10 Pfg. Kampstrasse - Oberhagen 10 Pfg. Bahnhof - Eilpe 15 Pfg. Eilpe - Kückelhausen 20 Pfg.

Kückelhausen - Bahnhof - Markt.
Kückelhausen - Bahnhof 1
[unleserlich; wohl 5] Pfg. Bahnhof - Markt 10 Pfg. Kückelhausen - Markt 15 Pfg. Kückelhausen - Eilpe 20 Pfg.

Bahnhof Hagen - Eckesey..
Bahnhof - Grünthalerweg 10 Pfg. Grünthalerweg - Bogen 10 Pfg. Bogen - Geitebrücke 15. Pfg.

Hagen - Haspe (elektr. Bahn) 20 Pfg.
Abfahrt von der Schwenke.
"

Offenbar bereitete damals (im Frühjahr 1898) die Überquerung der Eisenbahntrasse der Volmetalbahn noch Probleme, so daß die Straßenbahn an der Schwenke und nicht - wie zu erwarten gewesen wäre - am Bahnhof endete.

Was die Dampfeisenbahn für den Fernverkehr im Raum Hagen war, das stellte bald bezüglich des Nahverkehrs die elektrische Straßenbahn (kurz: die ,Elektrische' oder auch ,Tram') für die Stadt dar!

Da die Stadtverwaltung nur innerhalb des Stadtgebietes keine Oberleitungen haben wollte, wurde auf der am 12. April 1900 eröffneten Strecke von Haspe nach Gevelsberg der Oberleitungsbetrieb aufgenommen. Es stellte sich zunehmend heraus, daß die Akkumulatoren für einen Dauerbetrieb mit Steigungsstrecken zu schwach waren. Am 22. Oktober 1901 wurde durch den Regierungspräsidenten ein Erlaß herausgegeben, durch den Oberleitungen in der Innenstadt von Hagen zugelassen wurden. Einen Widerspruch durch die Stadtverwaltung wies das Ministerium für öffentliche Arbeiten am 11. März 1902 zurück. Am 20. Dezember 1902 waren die Oberleitungen in der Stadt installiert, und die ,Akkubahn' auf das Abstellgleis verbannt. Umständehalber wurde anno 1977 nach einer Idee Manfred Streppelmanns der Triebwagen 327 noch kurzzeitig als Akkufahrzeug eingesetzt - siehe dazu weiter unten -; dies blieb aber eine Ausnahme!

Die Eckeseyer Straßenbahn war bereits am 20. Oktober 1900 von der Hagener Straßenbahn AG erworben worden.

Im Jahr 1907, als der „Direktor Fuhrmann" sein „Bureau" bereits in der „Wehringhauserstr. 98" eingerichtet hatte, war man gemäß Stellhorns Führer mit der Nahverkehrsentwicklung sehr zufrieden (beides S. 13):
Der Verkehr hat sich durch Einführung der 10 Pfennig-Knipskarten bedeutend gehoben. Die Bahn ging im letzten Jahre in städt. Besitz über.
Durch die Oberleitung hat sich der Betrieb verbessert und wurden im letzten Jahre über 5 Millionen Fahrgäste befördert.
"
Auf die Wiedergabe der verschiedenen Strecken und Preise wird hier verzichtet. Hier seien nur die „Knipskarten auf den Linien Bahnhof-Eilpe, Markt-Delstern, Bahnhof-Eppenhausen, Eckesey-Herdecke, Kückelhausen 10 Pfg pro Fahrt. Bahnhof-Haspe 15 Pfg. pro Fahrt." zitiert, wonach es auch halbe 10-Pfg.-Fahrkarten zum Abknipsen gegeben haben müßte (eher natürlich 15-Pfennig-Karten!). Ein weiteres Zitat (auch S. 15) gemahnt an die heutige Flugverkehrspraxis:
Handgepäck über 5 Kilo 10 Pfg. pro Stück. (Mitnahme nur soweit gestattet, wie Platz auf dem Vorderperron vorhanden.)"

Nur Fliegen war (und ist) schöner, die Motoren waren bei den Flugapparaten aber noch recht schwach!

Die Stadtverwaltung erwarb am 6. Februar 1906 die Aktienanteile der Firma Siemens & Halske an der Hagener Straßenbahn AG und übernahm damit die maßgebliche Kontrolle über die weitere Entwicklung des Nahverkehrs im Raum Hagen.

Im Ersten Weltkrieg fand neben der Personen- auch eine Güterbeförderung auf dem Programm, wobei insbesondere Kohlenzüge verkehrten.

Im Jahr 1929 war die Hagener Straßenbahn AG im Besitz von insgesamt 54,49 Kilometern Strecke mit 74,05 Gleis-Kilometern. Auf diesem Netz betrieb sie elf Linien.

Anno 1931 ging die Kleinbahn Haspe-Voerde-Breckerfeld in den Besitz der Hagener Straßenbahn AG über. Nach dem Krieg galt diese unter der Nummer 11 geführte Linie als die schönste Straßenbahnstrecke Deutschlands. Nach ihrer Still-Legung als Bahnlinie im Jahr 1963 habe ich die Route im 1970er Jahrzehnt auf meinen ,Entdeckungstouren' als Jugendlicher nur noch per Fahrrad bereisen und dabei den Tram-Kiosk an der Hasper Talsperre bewundern können.

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs bestand das mehrfach umstrukturierte Netz der Hagener Straßenbahn AG aus neun Linien. Auf Grund kriegsbedingter Einschränkungen wurde nur die Strecke in Richtung Wengern 1942 eingestellt (diese diente dann als Ersatzteil-Reservoir). Zwei Bombenangriffe - am 1. Januar 1943 und am 15. März 1945 - zerstörten weite Teile des Gleisnetzes. Einzig die Linien in den Vororten wurden bis zum Einmarsch der Amerikaner am 14. April 1945 betrieben.

Eine Übersichtskarte von Walter K. B. Holz und Johann Janßen zeigt den Ausbau des Straßenbahnnetzes in Hagen bis zum Jahr 1947:
EU/D/NRW/HA/Sonderkarte_Strassenbahnen_Entwurf_Holz_Karte_JohannJanssen_(WalterHolz_RaumHagen_1947_Tafel20j)_DETAIL
(Quelle: Holz 1947 [siehe Lit.-Verz.], Tafel 20j)

Bis zum Jahr 1950 konnte das Straßenbahnliniennetz wiederhergestellt werden. Von in Angriff genommenen Neuplanungen wurden nur wenige umgesetzt. Ab dem 15. August 1949 begannen die Betreiber vielmehr, die Straßenbahn durch den Omnibus zu ersetzen. Zwar wurden weite Teile des Hauptnetzes modernisiert, und am 6. November 1966 konnte in Oberhagen sogar ein neuer und für damalige Verhältnisse moderner Straßenbahnbetriebshof eröffnet werden, doch die große Zeit des Schienennahverkehrs in Hagen neigte sich unweigerlich dem Ende zu! Anno 1971 war das Netz auf sechs Stadtlinien geschrumpft.

Gegen Ende des Jahres 1973 war das Straßenbahn-Gleisnetz der Hagener Nahverkehrsaktiengesellschaft bereits ziemlich ausgedünnt:
EU/D/NRW/HA/197312xx_EU_D_NW_HA_Hagener_Strassenbahn_AG_Gleisplan
(Quelle: Jubiläumsheft Hagener Straßenbahn AG 1884-1984, S. 50)

Der Film Hagener Straßenbahn AG. Bremsversuch. von YouTube-User ,triebwagen394' Manfred Streppelmann, einem ehemaligen Hagener Straßenbahner, zeigt Bremsversuche mit dem vierachsigen Triebwagen 55, welcher mit einer Federspeicheranlage ausgestattet worden war, um der anstrengenden ,Kurbelei' beim Bremsen vorzubeugen. Streppelmanns Kommentar dazu: „Die 2 u 4achser Triebwagen der Hagener Straßenbahn hatten alle als Feststellbremse eine Kurbelhandbremse, die an Haltestellen in einer Steigung dem Fahrer, vor allem bei Beiwagenbetrieb, sehr viel Kraft abforderte. Triebwagen 55 erhielt als erster eine Federspeicheranlage. Die Sechsachser waren schon vom Herstellerwerk mit 24V Solenoidbremsanlagen ausgerüstet worden. "

Das Video Hagener Straßenbahn AG stellt 1974 Beiwagenbetrieb ein. stammt gleichfalls von Manfred Streppelmann. Sein Kommentar dazu: „[Der] Rückgang der Fahrgastzahlen zwang zur Einstellung des Beiwagenbetriebs. Alle Linien, außer der 1 u 8 fuhren bis Anfang der 70ger Jahre in der Hauptverkehrszeit mit Beiwagen. Alle 25 waren umgebaut für Schaffnerlosen Betrieb. Wg.131 ist bei der Bergischen Museumsbahn in den Auslieferungszustand zurückgebaut worden."

Am 29. Mai 1976 fuhr schließlich zwischen Markt und Kabel letztmalig fahrplanmäßig eine Straßenbahn. Seit diesem Tag ist die Hagener Straßenbahn AG eine reine Omnibus-AG.

Ein weiteres Video bei YouTube.com von M. Streppelmann zeigt - fast schon handgreiflich - das Ende: Die Hagener Straßenbahn AG. Das Ende der Schienenbahn. Dazu sein Kommentar: „Wie sollte man die verkauften Triebwagen vom alten Depot Minervastraße zur Rampe im Güterbahnhof Kückelhausen bringen? Fahrleitung war nicht mehr vorhanden. Mit LKW die Rampe raufschieben? Da die Schienen und einige 2achser Triebwagen noch vorhanden waren, kam mir der Gedanke an einen Batteriewagen. Nach Absprache mit dem Betriebsleiter gab es grünes Licht. Die Batterien aus den Verkauften Wagen wurden in den Wg.327 gestellt, in Serie geschaltet und an den Hauptautomat angeschlossen. Mit 432 Volt fuhren ein Kollege und ich durch Hagens Innenstadt und wurden von Passanten ungläubig bestaunt, eine Straßenbahn ohne Fahrleitung? Der 327 hat sich bewährt und wird in Gera bei der GVB restauriert."
Für seine eindrucksvollen Filme (siehe auch weiter unten) danke ich Herrn Streppelmann sehr herzlich. Nicht nur die Tram, sondern auch die Szenen aus dem ,wilden Westen' Hagens der 1970er Jahre berühren mich tief!

Ein weiteres Video von M. Streppelmann zeigt die (vorübergehende) Rückkehr der Hagener Tram 337 (dem mittlerweile wohl berühmtesten Fahrzeug aus dem Bestand der Hagener Straßenbahn AG) von der Kohlfurth nach Hagen: 111 Jahre Hagener Straßenbahn AG. Dazu sein Kommentar: „1995 feierte die Hagener Straßenbahn AG ihr 111 jähriges Bestehen. Wg.337 wurde eingeladen und an der Stelle aufgestellt, wo er 1976 auf einen Culemeyer geladen und zum Straßenbahnmuseum Wuppertal-Kohlfurt transportiert wurde. Der 337 ist von den Museumsbahnern restauriert und in den Auslieferungszustand von 1956 zurückgebaut worden. Beim 125 jährigen Jubiläum 2009, ist der 337 [in Hagen] nicht mehr ausgestellt worden."

Nach der Rückkehr der Hagener Tram 337 in die Kohlfurth: als ,Einsatzfahrzeug' an der Haltestelle Petrikshammer (24. Mai 2010 - ca. 4,5 MB) Tube.gif. Das restaurierte ,Teil' hat immer noch Schneid, siehe die Bergfahrt des Triebwagens ebendort (am 24. Mai 2010 zwischen den BMB-Haltestellen Petriks- und Friedrichshammer aufgenommen - ca. 3,5 MB )!

Hagener Straßenbahnen fahren noch als Museumsfahrzeuge fahrplanmäßig in Wuppertal Tube.gif! Dazu mehr in meinem Artikel über das Bergische Straßenbahnfest zu Pfingsten 2010. Als Ergänzung (nicht nur für Nostalgiker!) empfehle ich das 16-Minuten-Video Hagener Straßenbahn AG. Sonderfahrt der Bergischen Museumsbahn 1975. von M. Streppelmann. Sein Kommentar: „Vor der Verladung zum Wuppertaler Straßenbahnmuseum, befuhr Tw.329 mit Bw.131 und den Museumsbahnern noch einmal die Strecken der Linien 2,3 u 7. Tw.329 wird restauriert und bekommt seine alte Nummer 323 wieder, Bw.131 wird 2012/13 mit Tw.337 in Betrieb gehen."




LINIEN

Die Linien der Hagener Straßenbahn AG orientierten sich stark an den geographischen Gegebenheiten (Täler und Hauptstraßen); darüber hinaus ist ein Bestreben erkennbar, die Strecken tatsächlich linienförmig in einer Art Stern von einem Vorort durch das Stadtzentrum in einen gegenüberliegenden Stadtteil zu führen (L+R1989, S. 37).

Die Numerierung der Linien wechselte in den ersten drei Jahrzehnten wiederholt; es gab jedoch nie mehr als elf Nummern (L+R1989, S. 38). Eine Liste der Straßenbahn- und Autobuslinien vom Jahr 1928 bietet die Hagener Seite von bbbahn.eu (zu finden rechts von ,VERKEHRSWESEN').

Die bei den einzelnen Linien vorangestellten Tabellen basieren auf Angaben von Löttgers und Reimann (1989, S. 37 ff.). Die Daten zur Betriebseinstellung der einzelnen Linien stammen im Wesentlichen von der erwähnten Hagener Seite von bbbahn.eu.

Die Verlagsanstalt Thiebes & Co. veröffentlichte anno 1928 eine Tabelle der Straßenbahnlinien:
EU/D/NRW/HA/1928_EU_D_NW_HA_Tabelle_der_Linien_der_Hagener_Strassenbahn_AG_nach_Thiebes



- 1 -

Einweihung: 13.11.1884 (Pferdebahn Hbf - Markt - Bf. Oberhagen); 9.02.1885 Verlängerung nach Eilpe

Jahr Streckenverlauf Länge in km Fahrtdauer in min Wagenfolge in min
1929 Haspe (Schützenhof) - Emst 48 20
1939 Haspe (Corbacher Str.) - Emst (Emster Str.) 29 10
1962/63 - - - -

Einstellung: 1968 (Haßley - Hohenlimburg); 29.05.1976 (Eilpe - Loxbaum)

Das Video Linie 1 Haspe Corbacherstr - Gevelsberg Vogelsang eingestellt 1975 von Manfred Streppelmann (YouTube-User ,triebwagen394') zeigt Aufnahmen vom Anfang des 1970er Jahrzehnts aus Haspe und Westerbauer, sowie vom Straßenbahndepot in Oberhagen. Das Video ist den Triebwagen 323 und 337 gewidmet. Kommentar des Autors (man vergleiche dazu das Porträtfoto am Filmende!): „DB Strecke Hagen-Altenvoerde, Hasper Hüttenwerk, Zwieback Brandt, sind längst Vergangenheit. Triebwagen 337 u 323 haben im BMB-Museum ein neues Zuhause gefunden."
Gezeigt wird unter anderem der beschrankte Bahnübergang in Niederhaspe, welcher auf Bahnfreunde wie ein Magnet wirkte.

Aus der Frühzeit der Straßenbahn - die Linie 1 in Niederhaspe:
EU/D/NRW/HA/Haspe/Niederhaspe/190x_EU_D_NW_HA-Haspe_KoelnerStrasse_Einmuendung_Haenelstrasse_Triebwagen_084 EU/D/NRW/HA/Haspe/BahnuebergangNiederhaspeUm1910 (Ansicht von etwa 1905 - mit Tram 84 der Hagener Straßenbahn AG - Quelle: Jubiläumsheft von 1984, S. 12 - und Ansichtskarte um 1910 - mit Triebwagen 83 - jeweils an der Einmündung der Haenelstraße mit dem großen Kandelaber)
Dem aufmerksamen Beobachter wird nicht entgehen, daß die eigentlich zweigleisige Strecke zum Passieren der Reichsbahngleise auf eine Spur reduziert wurde:
EU/D/NRW/HA/Haspe/Niederhaspe/teilgemalte_Scherz-AK_DETAIL_EU_D_NW_HA-Haspe_KoelnerStrasse_Einmuendung_Haenelstrasse_um_1905 (Detail einer Scherzpostkarte aus der selben Zeit.)


- 2 -

Einweihung:

Jahr Streckenverlauf Länge in km Fahrtdauer in min Wagenfolge in min
1929 Gevelsberg - Haspe - Hohenlimburg 84 10
1939 Gevelsberg - Haspe - Hohenlimburg 78 20
1962/63 Westerbauer (Nordstr.) - Haspe - Hohenlimburg 53 20

Einstellung: 31.05.1975 (Vogelsang - Haßley)

Das Video Hagener Straßenbahn AG eine eingerahmte Historie von Manfred Streppelmann steht gewissermaßen über der Linie 2.

Rahmenlose Szene am Hauptbahnhof (anno 1930 gebrauchte Ansichtskarte):
EU/D/NRW/HA/WHagen/BerlinerPlatz/SW-AK_EU_D_NW_HA-City_KoelnerStrasse_mit_Hbf_und_Tram_Linie02_1930 (Die Straße Am Hauptbahnhof war damals Bestandteil der Kölner Straße).

Auch nicht eingerahmt, aber gleichfalls eine ,viereckige Erinnerung':
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/197504xx_SP_0920_00013_von_Siegmar_Peter Sie sehen eine Aufnahme (Quelle) von Siegmar Peter (Schwerte) vom April 1975, ,geschossen' nahe der Einmündung der Wilhelmstraße (heute: Bergischer Ring) in die Wehringhauser Straße (unweit der Schwenke).

Ein Unfall in der Unterführung wurde gleichfalls unweit der Schwenke in der Wehringhauser Straße aufgenommen:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/HA-Wehringhausen_Wehringhauser_Strasse_Unterfuehrung_um_1970_(L+R1989-199) (Pressefoto vom 2. Juli 1970 gemäß Göbel u. Rudat 2009, S. 197)
Dieses Presse-Foto erscheint mir nicht ohne symbolischen Reiz, verdrängte doch zunehmend der Linienbus die gute alte Tram, welche sich trotz einer gewissen Tendenz zum ,Größerwerden' im Nahverkehr immer weniger durchsetzen konnte. Busse waren einfach flexibler einzusetzen und Schwebebahnen wohl zu teuer, denn selbst das in Hagen-Vorhalle erprobte Cabinentaxi-Projekt scheiterte!

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/1962xxxx_D_NRW_HA_Wehringhausen_WehringhauserStrasse_Einmuendung_Weidestrasse_von_ReinhardtTodt(GoebelRudat2009S72unten) Triebwagen 337 als Linie Zwei in der Wehringhauser Straße an der Einmündung der Weidestraße - aufgenommen vor dem Kahlschlag anläßlich des Nichtverlegens der Bundesstraße 7 anno 1962 (Foto von Reinhardt Todt anno 1962 - bei Göbel u. Rudat 2009, S. 72, Abb. unten.

Eine ,Großraumtram' an der Kreuzung der Rolandstraße mit der Berliner Straße - ein Blick zurück gen Hördenstraße mit der Rolandstraße vorne rechts im Bild:
D/NRW/HA/Kueckelhausen/BerlinerStrasse/19631101_EU_D_NRW_HA-Haspe_Berliner_Strasse_Einmuendung_Rolandstrasse_mit_Tram_(L+R1989-146) (1. November 1963 - Quelle: L+R1989 [s. Lit.-Verz. unter ,Hagen'], S. 146)

EU/D/NRW/HA/Haspe/19750531_WestrichtungBerlinerStrasseZumBunker Die Zwei am Hasper Kreisel (Haltestelle Corbacher Straße) im Mai 1975 (Foto: Detlef Rothe)


- 3 -

Einweihung:

Jahr Streckenverlauf Länge in km Fahrtdauer in min Wagenfolge in min
1929 Herdecke - Oberdelstern 51 20
1939 Breckerfeld - Emst 90 60
1962/63 Westerbauer (Nordstr.) - Emst (Bissingheim) 44 20

Einstellung: 26.07.1953 (Haspe - Gevelsberg); 31.05.1975 (Haspe - Bissingheim)

Das Video Die Linien 2 u 3 der Hagener Straßenbahn AG 1975/73 von Manfred Streppelmann. Sein Kommentar dazu: „Gevelsberg, Schützenhof und Emst wurden Anfang der 50ger Jahre mal von der L.2, mal von der L.3 angefahren. Einige Jahre bediente die L.3 auch Breckerfeld. Hohenlimburg war immer der L.2 vorbehalten. Eine L.2a verkehrte um 1950 kurzzeitig zwischen Hagen-Hauptbahnhof und Emst."

Von der Linie 3 gibt es eine Aufnahme von Siegmar Peter vom März 1975, aufgenommen vor der Einmündung der Rehstraße in die Wehringhauser Straße:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/19750317_SP_0916_00014_von_Siegmar_Peter (Quelle)
Das alte Straßenbahndepot (welches durch ein moderneres in Oberhagen ersetzt worden war) befand sich damals übrigens etwas links hinter der Bahnüberführung im Hintergrund.

Dank Siegmar Peter läßt sich hier auch eine kleine Retrospektive auf die Haltestelle Schwanenstraße vom November 1974 ergänzen:
D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/197411xx_SP_0904_00009_von_Siegmar_Peter (Quelle)
Die Haltestelle lag zwischen der Unterführung der Wehringhauser Straße und der Villa Post; die Einmündung der Fabrikhofstraße befindet sich im Hintergrund des Fotos.


- 4 -

Einweihung:

Jahr Streckenverlauf Länge in km Fahrtdauer in min Wagenfolge in min
1929 Wengern - Wetter - Oberdelstern 51 20
1939 Wengern - Ambrock 77 60
1962/63 Herdecke - Selbecke 42 20

Einstellung: 15.08.1949 (Herdecke - Wetter - Wengern); 1956? (Oberdelstern - Ambrock); 1964 (Abzweig Eilpe - Felsenstraße); 25.05.1974 (Eilpe - Herdecke)

Die Videos Linie 4 der Hagener Strassenbahn AG 1974 (1) und Linie 4 der Hagener Straßenbahn AG Fortsetzung von Manfred Streppelmann. Sein Kommentar: „Die Linien 4 + 5 wurden 1974 eingestellt. Es kamen 2achser mit Beiwagen, 4achser und 6achser zum Einsatz. Nachvertonte Szenen aus dem 30 Minuten Film: Die Linien 4 + 5 der Hagener Straßenbahn AG. Die Linien 4 + 5 befuhren ab Weststraße die selbe Strecke bis Eilper Denkmal. Die 5 kam von Vorhalle West, ab Eilpe dann weiter bis Oberdelstern ( Firma Wippermann)"


- 5 -

Einweihung:

Jahr Streckenverlauf Länge in km Fahrtdauer in min Wagenfolge in min
1929 Vorhalle - Ambrock 57 20
1939 Vorhalle - Selbecke 40 20
1962/63 Vorhalle - Volmeburg (- Oberdelstern) 38 (40) 20

Einstellung: 1958 (Felsenstraße - Selbecke); 25.05.1974 (Oberdelstern - Vorhalle)

Die Videos Linie 5 der Hagener Straßenbahn AG 1974 (1) und Linie 5 der Hagener Straßenbahn AG 1974 (2) von YouTube-User ,triebwagen394' Manfred Streppelmann. Dazu sein Kommentar: „Nach dem Beschluß der Hagener Straßenbahn AG von 1972, wurden 1974 die Linien 4 u 5 am 25.05.1974 eingestellt."

Bild 14 der Bildergalerie Historische Fotos der Hagener Straßenbahn von ,Der Westen' zeigt anno 1901 die Endstation an der Waggon- und Lokomotivbeschlagteilefabrik Carl Steinhaus in Kabel.


- 6 -

Einweihung:

Jahr Streckenverlauf Länge in km Fahrtdauer in min Wagenfolge in min
1929 Boele (Amtshaus) - Selbecke 53 20
1939 - - - -
1962/63 - - - -

Einstellung: ?


- 7 -

Einweihung:

Jahr Streckenverlauf Länge in km Fahrtdauer in min Wagenfolge in min
1929 Kabel - Selbecke 58 20
1939 (Kabel -) Boele - City (Markt) 32 20
1962/63 Kabel - Boele - City (Markt) 31 10

Einstellung: 29.05.1976 (Markt - Kabel)

Die Tram, wie wir sie kannten:
EU/D/NW/HA/197605xx_SP_1027_00015_EU_D_NW_HA-Boelerheide_Triebwagen_82_an_der_Haltestelle_Stennesufer_von_SiegmarPeter
Ansicht des Triebwagens 82 an der Haltestelle ,Stennesufer' in Boelerheide - Foto von Siegmar Peter (Schwerte) (Mai 1976) - Quelle.

Das Video Die 1+7 letzte Linie der Straßenbahn in Hagen von Manfred Streppelmann.

Das Video Linie 7 der Hagener Straßenbahn AG Szenen mit Beiwagen 1973/74 Manfred Streppelmann.

Das Video Die Linie 7 der Hagener Straßenbahn AG Mai 1976 - der Abschied Manfred Streppelmann.


- 8 -

Einweihung:

Jahr Streckenverlauf Länge in km Fahrtdauer in min Wagenfolge in min
1929 Haspe (Schützenhof) - Emst 48 20
1939 Wehringhausen (Franklinstr.) - Höing (Gneisenaustr.) 17 10
1962/63 Wehringhausen (Franklinstr.) - Höing (Gneisenaustr.) 17 10

Einstellung: 1963 (Sparkasse - Gneisenaustraße); 25.05.1969 (Schwenke - Franklinstraße)


Startpunkt einer nostalgische Wanderung über die Lange Straße in Hagen-Wehringhausen wäre die Endhaltestelle Franklinstraße, von welcher ich aber kein eigenes Foto beisteuern kann. Hingewiesen sei vielmehr auf das Bild 13 der Bildergalerie Historische Fotos der Hagener Straßenbahn von ,Der Westen' (Foto von Manfred Krause).

Meine Bildreise reicht von der Pauluskirche bis zur Feuerwache Mitte:


An der Pauluskirche:

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/1969xxxx_D_NRW_HA_Wehringhausen_LangeStrasse_Tram_vor_der_Pauluskirche_von_Helmut_Thunig(GoebelRudat2009S157)_Detail (Ausschnitt eines Fotos von Helmut Thunig anno 1969 aus dem Buch BITTE EINSTEIGEN von D. Göbel u. J. Rudat, S. 156)
Die Strecke zwischen Franklinstraße - der etwas provisorisch wirkenden Endhaltestelle - und Pelmkestraße (Michaeliskirche) verlief eingleisig.

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/19660605_HA-Wehringhausen_Lange_Strasse_Tram_und_Pauluskirche_(L+R1989-149) (zum Vergleich: anno 1966 - L+R1989-149 - s. Lit.-Verz.)
Man beachte: Je nach Fahrtrichtung hielt die Linie 8 an anderer Stelle!

Aus gebührendem Abstand ein etwa vierzig Jahre älterer Blick auf die evangelischen Pfarrkirche:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/SW-AK_Langestrasse_mit_Pauluskirche_und_Strassenbahn (1. H. 20. Jh. - mit Dank an Siegmar Peter für den Scan!)


An der Michaeliskirche:

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/19660605_HA-Wehringhausen_Lange_Strasse_Tram_und_Michaeliskirche_(L+R1989-62) (1966; L+R1989-62 - s. Lit.-Verz.)

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/KircheStMichael+Langestrasse_um_1950 (Nachkriegsüberblick mit Michaeliskirche im Focus)


An der Bachstraße:

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/19660605_D_NRW_HA_Wehringhausen_Langestrasse_von_Bachstrasse_aus_aufwaerts_von_WRReimann(GoebelRudat2009S141unten) (Foto: Wolfgang R. Reimann vom 5 Juni 1966 - Quelle: BITTE EINSTEIGEN von D. Göbel u. J. Rudat, S. 141, Abb. unten) - ein Blick von der Bachstraße her auf die Kreuzung der Langestraße mit der Pelmkestraße (rechts liegt die Kohlenhandlung Fritz Grote; vor uns ,liegt' die Tram; man beachte auch links die gerade erneuerte Laterne und den Warenautomaten am Ladeneingang). Zum Vergleich empfehle ich Bild 8 der Bildergalerie Historische Fotos der Hagener Straßenbahn von ,Der Westen'. Das Foto von Dirk Göbel zeigt im rechts das kleine Tapetengeschäft Schröder oberhalb der Kohlenhandlung Grote. Im Mittelpunkt steht der zweiachsige Triebwagen 338 der Linie 8 auf dem Weg zur Emster Straße (undatiert - um 1970).

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/19640905_D_NRW_HA_Wehringhausen_Langestrasse_Tram_passiert_Kreuzung_Bachstrasse_von_WolfgangRReimann(GoebelRudat2009Seite105oben) September 1964 (Foto: Wolfgang R. Reimann - ein qualitätsreduziertes Bild aus dem hervorragenden Bildband BITTE EINSTEIGEN von Dirk Göbel und Jörg Rudat, S. 105) - An dieser Stelle kreuzten sich lange Zeit (was schon im Bild Geschichte war) die Linien 8 und 9 - hier die Linie 8.


An der Bleichstraße:

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/SW-AK_HA-Wehringhausen_Langestrasse_Kreuzung_Bachstrasse_mit_Michaeliskirche_um_1935 Rückperspektive (und Retrospektive) gen Bachstraße auf Grundlage einer Ansichtskarte von etwa 1935.


Am Wilhelmsplatz:

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/SW-AK_Lange_Strasse_von_Wilhelmsplatz_westwaerts_etwa_um_1925 Hier sehen Sie Triebwagen 41 vor dem ursprünglich ,Heidelberger Faß', später kurz ,Im Fäßchen' genannten Lokal an der Einmündung der Roonstraße auf einer Ansichtskarte von etwa 1925 (rechts befindet sich heute die Viktoria-Apotheke).


An der Feuerwache:

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/Hagen/Wehringhausen/Langestrasse/EU_D_NW_HA-Wehringhausen_LangeStrasse_Ost-Ende_um_1950_(Frenz+Reimann2008S10ul) (Quelle: Eckehard Frenz u. Wolfgang Reimann, Tram-Tour Ruhr. Straßenbahnen im Ruhrgebiet der Nachkriegsjahre, Freiburg 2008, S. 10, Abb. unten links)
Nach den starken Zerstörungen im Krieg waren Instandsetzungen auch bei der Straßenbahn-Linie 8 erforderlich, wie hier vor der Feuerwache, wo der Dienstwagen Nr. 363 zum Einsatz kam.
Man vergleiche dazu Bild 16 der Bildergalerie Historische Fotos der Hagener Straßenbahn von ,Der Westen' (Foto von Manfred Krause).

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/196905xx_D_NRW_HA_Wehringhausen_Langestrasse_von_der_Wilhelmsstrasse_aus_von_HelmutThunig(GoebelRudat2009S154mitte) (Foto: Helmut Thunig - Mai 1969 - Quelle: Göbel u. Rudat 2009, S. 154)

Hier, am nordöstlichen Ende der Lange Straße, liegt auf der Bergseite die Feuerwache mit der unvergessenen ,heulenden Kurve' der Straßenbahnen davor, dort wo diese sich zur damaligen Wilhelmstraße - heute Teil des Bergischen Rings - hinabschwenkten, um wenig später die wahre ,Schwenke' zu erreichen. Hierzu siehe das Bild 11 der Bildergalerie Historische Fotos der Hagener Straßenbahn von ,Der Westen' (Probefahrt einer Großraumtram anno 1963 mit der neuen Tankstelle - heute: Auto Brink - im Hintergrund).


EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/Hagen/BergischerRing/196905xx_D_NRW_HA_Wehringhausen_Wilhelmsstrasse_von_der_Langestrasse_aus_von_HelmutThunig(GoebelRudat2009S153oben) (Foto: Helmut Thunig anno 1969 - Quelle: Göbel u. Rudat 2009, S. 153 - Ein Blick vom Ende der Lange Straße die Wilhelmstraße hinab gen Schwenke. Hinweis: in dem als Bildquelle genutzten Band gibt es weitere hervorragende Aufnahmen von der Lange Straße zu sehen, darunter Fahrversuche mit einer Großraum-Tram!)

Die Tram der Linie 8 wurde längst durch moderne Stadtbusse (zunächst Linie {5}14 - jetzt {5}28) ersetzt; die Betreiberin heißt gleichwohl noch Hagener Straßenbahn AG (ob man sich auch hier die Bahn zurückwünscht?):
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/20100911s1310_PICT0258_EU_D_NRW_HA-Wehringhausen_LangeStrasse_an_der_Einmuendung_Sternstrasse_gen_Soedingstrasse (September 2010 - Foto: Detlef Rothe)
Und die Linie 8 lebt! Zumindest bei YouTube dank des Straßenbahners ,triebwagen394' Manfred Streppelmann. Ein herzliches Dankeschön vom tramfrei gebliebenen Kuhlerkamp! (Da lieb' ich die gleichfalls steile Kohlfurth-Gegend in Wuppertal!)
Kommentare zur Linie 8 von M. Streppelmann: „Bis 1963 Gneisenau-Str - Franklin-Str. 1963 bis 1969 Hagen Markt - Franklin-Str. Teilweise Emster-Str - Franklin-Str." - „2 Probefahrten nutzte ich, mal mit einem 6achser die Langestrasse zu befahren. Nur 2 u 4achser wurden auf der Linie eing[e]setzt. Im Film sieht man einen 2achser durch die Innenkurve an der Feuerwache fahren. Das war eine Unbekannte für mich und einen 6achser. Es hat aber keine Probleme gegeben, so konnte mein Kollege Manfred Krause diese einmaligen Fahrten [vom Mai 1969] im Bild festhalten."
Herr Streppelmann hat übrigens eine erweiterte Fassung seines Linie-8-Videos hochgeladen, welche auch die Fahrversuche mit der Sechsachser-Tram zeigt; den laufenden Bildern wurden Fotos von Dirk Göbel und Manfred Krause zugefügt.




- 9 -

Einweihung:

Jahr Streckenverlauf Länge in km Fahrtdauer in min Wagenfolge in min
1929 Wehringhausen (Franklinstr.) - Altenhagen (Alexanderstr.) 22 10
1939 Wehringhausen (Minervastr.) - Höing (Gneisenaustr.) 14 10
1962/63 - - - -

Einstellung: 09.10.1955 (Kampstraße - Buscheystraße - Minervastraße)

Die Hagener Straßenbahn Linie 9 existierte nur von 1927 bis 1955, war aber wegen ihrer Erschließung des Buscheyviertels von höherer ,Warte’ aus als die Linie 8 (die spätere Buslinie [5]14) sehr wichtig. Häufig wird das Fehlen eines Nahverkehrsmittels beklagt, welches die Steigungen zwischen Langestraße und Buscheystraße (und höher bis zum Waldrand) bewältigt. Leider haben zwei Unfälle um 1948 dem Ansehen dieser Linie schwer geschadet. Über sie wird leider gewöhnlich nur fehlerhaft berichtet, und es wäre eine nähere Betrachtung an Hand von Archivalien (u.a. Zeitungsartikel) notwendig. Auf Grund der Beschriftung endete die Strecke in der Nachkriegszeit an der Haltestelle Corbacher Straße, führte also durch die Minervastraße am Depot vorbei zur Wehringhauser Straße. Die Tram wurde von Schülern des Fichte-Gymnasiums und von Hasper Schulen stark frequentiert (kostenlose Schülerfahrkarten gab es damals aber noch nicht!), das zeigen die Nachkriegsbilder deutlich – Trittbrettfahrer...

Rolf Löttgers und Wolfgang Reimann bildeten im Jahr 1989 ein Foto in ihrem bekannten Buch Rund um Hagen ab (S. 26, Abb. 40), welches eine Straßenbahn der Linie 9 um das Jahr 1947 zeigt, wie sie ein rechtwinklig zu ihr verlaufendes Gleis - vermeintlich der Linie 8 an der Kreuzung der Bachstraße mit der Lange Straße - überquert:
EU/D/NRW/HA/Hagen/Kampstrasse/194(7)xxxx_D_NRW_HA_Kampstrasse_Kreuzung_ElberfelderStrasse_Strassenbahn_Linie_9_(LoettgersReimann1989S26or)
Hierbei handelt es sich allerdings um eine Ansicht der Kampstraße mit der Ecke des damaligen ,Hansahauses' zur Elberfelder Straße hin; dies zeigt ein Vergleich je einer Aufnahme der Kampstraße in Richtung Goldberg von der Kreuzung aus - mit den Fichte-Gymnasium im Hintergrund - vor und nach dem Zweiten Weltkrieg (um 1935 und um 1945):
EU/D/NRW/HA/Hagen/Kampstrasse/SW-AK_D_NRW_HA_Kampstrasse_von_der_Elberfelder_Strasse_aus_Detail_um_1935 EU/D/NRW/HA/Hagen/Kampstrasse/Kampstrasse_Ecke_Elberfelderstrasse_Richtung_Goldberg_um_1950_PaulClassen_bild28 Im linken Eckhaus befand sich vor dem Krieg das ,Hansa-Haus', im rechten das Kaufhaus Lampe (heute: Galeria Kaufhof); Krüger-Ansichtskarte und Foto Paul Classen.
Zum Vergleich noch eine Aufnahme des Verfassers vom 18. Juli 2010:
EU/D/NRW/HA/Hagen/Kampstrasse/20100718s1109_PICT0053_D_NRW_HA_Kampstrasse_von_ElberfelderStrasse_aus_gen_Goldberg In dem -Hansa-Gebäude befinden sich ,randstad', ,Bijou Brigitte' und ein ,TUI Reisecenter'.
Die Ruine dahinter im Straßenbahnfoto zeigt das heutige ,Reformhaus'. Gegenüber befindet sich die ,Galeria Kaufhof' - mehr zu dieser Örtlichkeit finden Sie unter Hagens Spardose wurde geschlachtet!
Immerhin veranschaulicht das Straßenbahn-Foto aus der unmittelbaren Nachkriegszeit, wie leicht es nach dem Zweiten Weltkrieg zu Unfällen kommen konnte! In dem Buch ,Rund um Hagen’ ist übrigens auf Seite 46 ein weiteres Foto zu finden, welches den Triebwagen 358 der Linie 9 in der ,Kleinen’ Kampstraße (dem Verbindungsstück zwischen Elberfelderstraße und Friedrich-Ebert-Platz) zeigt
EU/D/NRW/HA/Hagen/Kampstrasse/19500701_SW-Foto_EU_D_NW_HA-City_Kampstrasse_nahe_ElberfelderStrasse_Tram_Tw358_(L+R1989-61) (Foto: N.N. - 1. Juli 1950 - Quelle: L+R1989-61)
Im Hintergrund ist dort die Ruine des Kaufhauses Lampe zu sehen, welche den Vorläufer des Kaufhofs darstellt. Diese Aufnahme verdeutlicht die Aufnahmesituation bei dem anderen Foto dieser Zeit.

Über die Wiedereinführung der Straßenbahnlinie 9, welche der für ,Tramverhältnisse' steilen Bachstraße (wir sind ja nicht in San Francisco) folgte, würde sich wahrscheinlich manche in Ehren ergraute Person freuen - und manches ,kurzbeinige' Kind wohl auch:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/193(8)_Strassenbahn_Linie_9_Bachstrasse_Ecke_Langestrasse
Das Foto entstand im Blick von unten aus der Bachstraße aufwärts in die Lange Straße, wo sich an der Westecke der Kreuzung mit der Bachstraße die Kohlenhandlung Fritz Grote befand. Das Bild stammt wohl aus der Vorkriegszeit, nicht aber aus dem Zweiten Weltkrieg selbst, da der Scheinwerfer nicht verdunkelt ist. Es stammt offensichtlich aus einer Zeitung und ist von sehr schlechter Qualität. Die Fortsetzung der Bachstraße gen Buscheystraße ist nicht zu sehen, da diese mehr links hinter der dortigen Gebäudeecke liegt, welche auf dem Foto gleichfalls fehlt. Die Kohlenhandlung Grote lag an der Westecke der Kreuzung, wo sich heute (seit vielleicht zwanzig Jahren) Wohnbebauung befindet. Schräg gegenüber der unteren Bachstraßeneinmündung befand sich in der Lange Straße eine Metzgerei mit wandgefliestem Geschäftsraum, welcher zuletzt leerstand. Das Geschäft ist zwischen Straßenbahn und Grote-Schild zu erkennen.

Großes Aufsehen erregten zwei Straßenbahn-Unfälle 1948/49 an der Kreuzung der Bachstraße mit der Buscheystraße, wo die vom Fichte-Gymnasium kommende und am Allgemeinen Krankenhaus am Buschey vorbeiführende Tram-Linie 9 in Richtung Lange Straße hinabführte; die Straßenbahn krachte jeweils an die der Kreuzung zugewandte Ecke von Haus Bachstraße 40.
Der erste Unfall mit Wagen 77 der Hagener Straßenbahn AG vom 22. März 1948 (14:23 Uhr) verlief insofern glimpflich, da es bei zwanzig Verletzten (davon drei Schwerverletzte) blieb:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Buscheystrasse/19470202_D_NRW_HA_Wehringhausen_Buscheystrasse_Ecke_Bachstrasse_Unfall_Linie9_WK19801016 (Foto aus dem Hagener Wochenkurier, Ausgabe vom 16. Oktober 1980) - EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Buscheystrasse/19480322_D_NRW_HA-Wehringhausen_Buscheystrasse_Tramlinie9_Unfall_Ecke_Bachstrasse EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Buscheystrasse/19480322_D_NRW_HA-Wehringhausen_Buscheystrasse_Tram-Unfall_an_Bachstrasse40_Blick_bachabwaerts (Fotos aus dem Hagener Wochenkurier, Ausgabe vom 22. März 2008)
Zehn Monate später - also wohl im Januar 1949 (anderen Angaben zur Folge fand das zweite Ereignis bereits am 2. Februar 1947 statt - hier besteht offenbar noch Klärungsbedarf, zumal auch die Fotos mitunter verwechselt werden) - wiederholte sich der Vorgang weitgehend:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Buscheystrasse/19480322_D_NRW_HA_Wehringhausen_Buscheystrasse_Tram-Unfall_an_der_Kreuzung_Bachstrasse(GoebelRudert2009S29oben) (Foto aus dem Erinnerungsbuch von D. Göbel und J. Rudat BITTE EINSTEIGEN, S. 29, Abb. oben)



- 10 -

Einweihung:

Jahr Streckenverlauf Länge in km Fahrtdauer in min Wagenfolge in min
1929 Kückelhausen - City (Kampstraße) 14 10
1939 - - - -
1962/63 Haspe (Schützenhof) - Haspe (Corbacher Str.) 8 10

Einstellung: ?


- 11 -

Einweihung:

Jahr Streckenverlauf Länge in km Fahrtdauer in min Wagenfolge in min
1929 Breckerfeld - Haspe - City (Markt) 81 40
1939 - - - -
1962/63 Breckerfeld - Haspe - City (Markt) - 76 60

Einstellung: 06.03.1963 (Haspe - Breckerfeld)

Bei der Linie 11 handelte es sich ursprünglich um eine Kleinbahn mit Güter- und Personenverkehr, welche zwischen Haspe und Breckerfeld verkehrte. Am 20. April 1907 reichte das Gleis vom Kleinbahnhof Haspe aus bis Ennepetal-Oberbauer. Die Eröffnung der kompletten Trasse - bis zur Endstation Breckerfeld - fand am 30. September 1907 mit einem Sonderzug statt. Der Warentransport motivierte einst wesentlich den Bau der Strecke durch die dünn besiedelten Gebiete; die Elektrifizierung erfolgte allerdings erst im Vorfeld der Weltwirtschaftskrise. Am 29. Mai 1931 ging die damals hoch verschuldete Kleinbahn Haspe-Voerde-Breckerfeld nach deren Liquidation in den Besitz der Hagener Straßenbahn AG über und wurde von ihr als Linie 11 weitergeführt. 12,6 Kilometer vom Hasper Bahnhof entfernt hat sich noch ein ,Kilometerstein' aus der Anfangszeit erhalten - siehe bei tramtracks.de. Zitat aus der dortigen Seite ennepetal_oberbauer.htm: „Besonders der Mangel an Fahrgästen machte der Kleinbahn zu schaffen. In der Wirtschaftskrise 1931 fuhren die Wagen nur noch alle zwei Stunden, was wiederum die Folge hatte, dass noch weniger Menschen die Bahn benutzten. Nach 1933, als die zuvor als eigenständige Gesellschaft geführte Vorortbahn in den Besitz der Hagener Straßenbahn AG übergegangen war, konnte der 40-Minuten-Takt die Nutzerzahlen wieder steigern. [...] Die Überlandbahn, die den Zweiten Weltkrieg ohne größere Schäden überstanden hatte, erlebte in der Notzeit nach 1945 einen ungeahnten Andrang. Die Hagener nutzten die Linie 11 intensiv für Hamsterfahrten, um bei den Bauern ihre Habseligkeiten gegen Essbares einzutauschen."
Im November 1963 wurde die Strecke aufgegeben, nachdem sich der Güterverkehr bereits zum 1. Juli 1954 in den Ruhestand versetzt sah und für die Personenbeförderung zuletzt (ab 1958) Großraumstraßenbahnwagen zum Einsatz gekommen waren. Anno 1964 wurden die Gleise demontiert. Auf der genannten Website werden die verbliebenen Relikte - wie zum Beispiel Fundamente von Strommasten - an Hand von Fotos vorgestellt. Wenn man den jeweils unten rechts angegebenen Links folgt, erhält man auch weitere Details zur Geschichte der Kleinbahn.

Das Video
Linie 11 der Hagener Straßenbahn AG 1963 des Elektrikers und Fahrers Manfred Streppelmann zeigt die Bahn in ihrer Endzeit. Sein Kommentar: „Einen Dienst auf der L.11, das war der Hammer. Erst die Stadtfahrt vom Markt bis Haspe in dem Verkehrsgewühl, dann ab Schützenhof in die Natur, davon träume ich heute noch. Jede Jahreszeit hatte ihren Reiz, im Winter konnte es sehr ungemühtlich werden, die alten Triebwagen hatten keine Fahrerheizung, Filzstiefel und Mäntel bis auf die Schuhe waren angesagt, Salzbeutel und Eiskratzer für die Frontscheibe unbedingt erforderlich. Frühmorgens, bei vereister Fahrleitung, wurde das Hasperbachtal zum bläulichem Schauspiel. Im Sommer waren oft Rehe Standbilder am Gleis. Was soll ich noch berichten, der Dienst in der Werkstatt, der Fahrdienst, es war eine tolle Zeit, gerne erinnere ich mich an sie."
Der Film ist meiner Meinung nach besonders sehenswert - zeigt er doch die Strecke, welche einst als schönste Straßenbahnlinie Deutschlands galt! (Ende Januar 2012 gab es bereits über tausend Aufrufe bei YouTube.com!)




LINKS

Allgemeines


Öffentlicher Verkehr (Busse, Bahnen, Züge) weltweit

Busse und Bahnen - Museumsbahnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz



Nahverkehr


tram-info.de - Die Straßenbahn-Website

tramtracks.de dokumentiert die Relikte stillgelegter Tram-Strecken an Rhein, Ruhr und Wupper

Bestandslisten über Busse und Straßenbahnen aus Nordrhein-Westfalen

tram-aktuell.info - Straßenbahnen hauptsächlich im Ruhrgebiet



Bergische Museumsbahnen e.V. - Straßenbahnmuseum Kohlfurth (BMB)


Homepage der Bergischen Museumsbahnen Wuppertal

Bergisches Straßenbahnmuseum (BSM) bei de.wikipedia.org

Museumsseite bei webmuseen.de

Bergisches Straßenbahnfest in Wuppertal zu Pfingsten 2010 (2. Juni 2010 - eigener Beitrag).

Seite Bergische Museumsbahn Wuppertal



Harkortsche Kohlenbahn (Silschede - Haspe)

Die Kohlenbahn bei eisenbahn-en.de
(Mein Dank für die Korrektur geht an D. Wiemann nach Ennepetal!)

Die Kohlenbahn bei der wikipedia.org

Die Kohlenbahn aus der Sicht der IG Stork
(Interessengemeinschaft Stork in Wetter an der Ruhr)



Hagener Straßenbahn AG

Offizielle Website der Hagener Straßenbahn AG

Die Hagener Straßenbahn AG bei der wikipedia.org

Die Hagener Straßenbahn AG bei der uni-protokolle.de (eine Adresse für Ausbildung, Studium und Beruf).

Übersichtsseite zum Hagener Nahverkehr mit diversen Bilddokumenten und einer Tabelle der Linienstillegungen.

Bildergalerie Historische Fotos der Hagener Straßenbahn von ,Der Westen'.




LITERATUR

Ruhrgebiet allgemein


Hellmut Hartmann, Straßenbahnen im Ruhrgebiet. Das Netz, das 20 Städte verbindet, Düsseldorf, 1. Aufl. 1975 - ISBN 3-87094-312-2

Andreas Halwer, Torsten Haunert, Torsten Rack u. Jürgen Wischnewski, Eröffnung der Ruhrbrücke in Hattingen - Die Mülheimer Straßenbahn - Aktuelles aus dem Betriebsgebiet und der Umgebung - Reiseberichte, in: Verkehrshistorische Arbeitsgemeinschaft BOGESTRA e. V. (Hg.), Auf Draht, 7. Jahrgang, Heft 2, Bochum 2002 (Juni), S. 1 - 32. (Download-Link)

Eckehard Frenz u. Wolfgang Reimann, Tram-Tour Ruhr. Straßenbahnen im Ruhrgebiet der Nachkriegsjahre, Freiburg 2008 - ISBN 978-3-88255-849-4



Hagen


Gustav Stellhorn (Hg.), Führer durch Hagen, Altenhagen und Eckesey. Mit dem neuesten Plan, Hagen i. W. 1898 (Vorwort vom März 1898).

Gustav Stellhorn (Hg.), Führer durch * Hagen * und Umgegend. Mit dem neuesten Plan, Hagen i. W. 1907 (4. Auflage; Vorwort vom Juli 1907).

Walter K. B. Holz, Ein Jahrtausend Raum Hagen (Hagen einst und jetzt, hg. v. d. Stadt Hagen, Bd. 1, 5. Lieferung), Hagen 1947.

Horst Semmler, Hagen und seine Eisenbahn, in: v. d. Linnepe Verlagsgesellschaft (Hg.), Hagener Heimatkalender 1972. Beiträge zu Kultur und Literatur, Geschichte und Entwicklung von Hagen und Umgebung (= Jg. 13), Hagen 1971, S. 97 - 106.

Walter K. B. Holz, Hagen und die deutsche Eisenbahngeschichte. Die verkehrsgeschichtliche Abteilung des künftigen Stadthistorischen Heimatmuseums / Eine Konzeption, in: v. d. Linnepe Verlagsgesellschaft (Hg.), Heimatbuch Hagen + Mark. Hagener Heimatkalender 1983 (= Jg. 24), Hagen 1982, S. 52 - 59.

Hagener Straßenbahn AG (Hg.), Hagener Straßenbahn AG 1884 - 1984, Hagen 1984.

EU/D/NRW/HA/RolfLoettgers+WolfgangReimann_Rund_um_Hagen_1989 Rolf Löttgers u. Wolfgang R. Reimann, Rund um Hagen, Wuppertal 1989 [Das bildreich ausgestattete Buch behandelt die Straßen- und Vorortbahnen im Raum Hagen bis zur Einstellung des Tram-Verkehrs. Hier verwendetes Kürzel "L+R1989", gefolgt von einem Bindestrich und der Abbildungsnummer.]

EisenbahnHagen_von_Schenk.jpg Michael Schenk, DIE REIHE AUF SCHIENEN UNTERWEGS. DIE EISENBAHN IN HAGEN, Erfurt 2006 (September). (ISBN 3-86680-003-7)

Axel Ladleif u. Wolfgang R. Reimann (Redaktion und Gestaltung), Lebendige Museumsstücke. Die Fahrzeuge der Bergischen Museumsbahnen e.V., Wuppertal 2007

EU/D/NRW/HA/Haspe/MichaelSchenk_HarkortscheKohlenbahn+Werksbahn_HasperHuette Michael Schenk, Die Harkort'sche Kohlenbahn und die Werksbahn der Hasper Hütte, Erfurt 2009 (September) (ISBN 978-3-86680-466-1) [aus der Reihe Auf Schienen unterwegs; vor dem 29. September 2009 erschienen; enthält unter anderem interessante Farbtafeln]

Dirk Göbel u. Jörg Rudat, Mit der Straßenbahn quer durch Hagen. Bitte einsteigen [eigentlicher Titel: BITTE EINSTEIGEN - Mit der Straßenbahn quer durch Hagen], Hagen, 1. Aufl. 2009 (November) - ISBN13 978-3-932070-95-2

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/JuergenZarnke_Wehringhausen_Bilder_und_Dokumente_201011xx Jürgen Zarnke, WEHRINGHAUSEN. BILDER und DOKUMENTE [so auf dem Deckblatt], Hagen 2010 (November), herausgegeben im Selbstverlag [enthält unter anderem zahlreiche Postkartenrepros - darunter solche mit Straßenbahndarstellungen]

Hinweis: Für die Aktualität, Richtigkeit und Funktionalität der angegebenen Links leiste ich keine Gewähr!




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20120429 15:32