11.12.1992
ARCHÄOLOGIE: Speläologisches


Besprechung von „Die Bedeutung der eisenzeitlichen Höhlenfunde des Hönnetals", verfaßt von Wilhelm Bleicher

von Detlef Rothe aus Hagen in Westfalen (Author: Detlef Rothe)


Wilhelm Bleicher, Die Bedeutung der eisenzeitlichen Höhlenfunde des Hönnetals. Ein Beitrag zur Ur- und Frühgeschichte des nördlichen Sauerlandes (ALTENAER BEITRÄGE. Arbeiten zur Geschichte und Landeskunde der ehemaligen Grafschaft Mark und des Märkischen Kreises, Band 19, herausgegeben im Auftrag des Vereins der Freunde der Burg Altena e. V. von Rolf Dieter Kohl), Altena 1991 (ISBN 3-923262-04-3).

Das oben genannte Werk behandelt in der Hauptsache solche natürlichen Höhlen, welche im Hönnetal - innerhalb des Märkischen Kreises (im Bezirk Arnsberg, Nordrhein-Westfalen) - während der Eisenzeit als Kultstätten für vermutlich wenigstens zeitweise in der Region lebende Menschen dienten. Das mit einem roten Pappeinband versehene Buch umfaßt 354 Seiten; davon enthalten 22 Fundzeichnungen (S. 277 - 296 u. 325 f.), 3 Tabellen (S. 297 - 299), 2 Übersichtskarten (S. 300 - 301), 23 Höhlenpläne und -profile (S. 302 - 324), 29 mehr oder weniger historische Außen- und Innenansichten von Höhlen sowie Fotos von einzelnen Fundobjekten (S. 325 - 354). Der Textteil besteht aus den Kapiteln »VORWORT« (S. 9 - 11), »METHODISCHE VORBEMERKUNG« (S. 17 f.), »ZUR GEOGRAPHIE DES GEBIETES« (S. 19 - 22), »Die Erforschung der Eisenzeit des Hönnetales« (S. 23 - 29), »Fundorte und Befunde« (S. 31 - 72), »Die Höhlenfunde im archäologischen Kontext« (S. 73 - 140), »DIE INTERPRETATION DES FUNDMATERIALS DER HÖNNETALHÖHLEN« (S. 141 - 185) und »Die eisenzeitliche Bedeutung der Hönnetalhöhlen« (S. 187 - 200). Ergänzt wird dieser Text durch einen hauptsächlich Informationen zu einzelnen Höhlen des Hönnetals beinhaltenden »Katalog« (S. 201 - 233), die alle Legenden zu den zahlreichen Abbildungen enthaltenden »Erläuterungen« (S. 235 - 247), sowie durch ein recht umfangreiches »Literaturverzeichnis« (S. 249 - 275). Das »INHALTSVERZEICHNIS« (S. 13 - 15) ist ausführlich und erleichtert den Zugang zu dem umfassenden Werk sehr, zumal auf ein Orte-, Personen- und Sachenregister verzichtet wurde. Eine Zusammenfassung, durch welche sich Interessenten vorab über die wichtigsten Untersuchungsergebnisse informieren können, liegt nicht vor.

Das neue Buch sollte nach Ansicht des Rezensenten (Rez.) nicht nur wegen seines ungewöhnlich günstigen Preises von gerade mal 25 DM eine große Beachtung finden, sondern auch in Kenntnis weiterführender Literatur kritisch gelesen werden. Die vom Verfasser (Verf.) angesprochene Thematik ist - zumal im Hinblick auf die Kulturgeschichte im nordrheinisch-westfälischen Raum und im Vergleich zur archäologischen Erforschung der Alltagsgeschichte in der Weise, wie sie in Nordrhein und in Westfalen betrieben wird -, zweifellos sehr wichtig. Neben der Frage nach geschichtlich relevanten Aussagen der "Höhlenfunde" für die Region steht gleichwertig diejenige nach der Rolle der Höhlen selbst als "Träger" der Überlieferung. Der Buchtitel berücksichtigt zwar mehr die Bedeutung der eisenzeitlichen Fundstücke, doch zeigt der Inhalt des Werkes konsequent, daß es - über die recht ausführliche Betrachtung der archäologischen Hinterlassenschaft hinaus - in wenigstens gleichem Maße um die Höhlen als Fundstätten, also letztlich um ihre Funktion für die Menschen geht, welche ja schließlich - nach Mortimer Wheeler (Moderne Archäologie. Methoden und Technik der Ausgrabung, Reinbek 1960
, S. 7) - im Mittelpunkt der modernen Archäologie stehen sollten. Während Verf. auf einen detaillierten Katalog der Fundstücke selbst verzichtet hat, ist ein solcher im Hinblick auf die Fundplätze durchaus vorhanden. Bei der Interpretation stehen folgerichtig Höhlentypen (Kriech-, Opferschacht- und Versammlungshöhlen), nicht so sehr Fundklassifizierungen, im Vordergrund.

Als wichtigster Zugang zu den einzelnen Fundplätzen, wie sie in dem Buch behandelt werden, hat wohl der Katalog zu gelten. Dieser ist allerdings nicht sehr übersichtlich gegliedert, wobei seine einzelnen Nummern ohne Hervorhebung aneinandergereiht sind. Die Suche nach bestimmten Höhlen ist erst mittels Markierungen der Namen durch den Leser mühelos möglich, zumal diese - soweit es den Katalog betrifft - im Inhaltsverzeichnis nicht eigens aufgeführt werden. Der Katalog listet nicht nur Höhlen auf, denn in ihm hat auch dasjenige Platz gefunden, was man eher in einem (hier nicht vorhandenen) Anhang erwartet hätte. Der Inhalt einiger Nummern geht außerdem über das Thema des Buches hinaus; ein Zusammenhang mit den Höhlen des Hönnetals, welcher eine Aufnahme im Katalog hätte gerechtfertigt erscheinen lassen, läßt sich hier nicht ersehen: »Aufstellung über wichtige Funde im Hohlen Stein bei Kallenhardt« (S. 226 -228), »Eisenerzanalysen von Felsenmeer, Sonderhorst und [Letmather] Burgberg« (S. 229), »Bericht von J. C. Fuhlrott über die Martinshöhle« (S. 229), »Mitteilungen Noeggeraths (1856: 342 u. 346 f.) über das Hollenloch bei Rösenbeck« (S. 230), »R. A. Maier über die Nutzung der Schachthöhlen der Frankenalb« (S. 230 f.) und »Texte zu Funden aus der Byci-Skálá-Höhle in Mähren (Tschechoslowakei)« (S. 231).

Die zahlreich vorhandenen (schwarzweißen) Fotoabbildungen sind, obgleich es sich vielfach um historische Ansichten handelt, fast durchweg von guter Qualität, auch wenn ihre Wiedergabe mitunter etwas blaß wirkt. Auch die monochromen Fundzeichnungen sind deutlich wiedergegeben; allerdings wurde bei ihnen kein einheitliches Schema eingehalten, denn die Gefäßprofile wurden unterschiedlich stark schraffiert, unschraffiert gelassen oder schwarz ausgefüllt. Warum die Tafel VII (S. 283) sowohl ausgefüllte wie auch schraffierte und weiß gelassene Profile von Gefäßresten enthält, wird nicht erläutert. Bei manchen vollständig gezeichneten, ziemlich schematisch wirkenden Gefäßdarstellungen, deren Profil weder schraffiert noch ausgefüllt ist (zum Beispiel S. 279, Taf. III, Abb. 19, u. S. 284, Taf. VIII, Abb. 2), dürfte es sich um das Ergebnis von interpretativen Ergänzungen handeln. Bei der entsprechenden Darstellung eines wohl schon kupferzeitlichen Riesenbechers (S. 291, Taf. XV, Abb. 7) aus der Sonderhorst-Spaltenhöhle in Iserlohn-Dröschede (Märkischer Kr.) geht wenigstens aus dem Text hervor, daß es sich bloß um eine Rekonstruktionszeichnung handelt, welche keine Angaben zu den tatsächlich vorhandenen Gefäßresten enthält, siehe S. 90, Pkt. a: »zahlreiche, teils fingerdicke, rötliche, grob kalkspatgemagerte mit Fingerdellenringen verzierte Wandscherben eines steinkupferzeitlichen bzw. frühbronzezeitlichen Riesenbechers von ca. [sic!] 38,5 cm Höhe und über 20 cm Bauchumfang sowie 5,4 cm [breitem] Standfuß (vgl. T.XV,7)«. Verf. meint zwar zu diesem Tongefäß, »daß die Höhe des Riesenbechers aus der Spaltenhöhle im Grünetal (T.XV,7) im Original 38,5 cm beträgt« (S. 239), doch heißt es an anderer Stelle, das »rekonstruierte Gefäß« sei »nach [einer] Zchng. d. Verfassers rekonstruiert« worden (S. 90, Anm. 167), so daß die Angaben zur Höhe des Gefäßes sich letztlich auf die Rekonstruktionszeichnung beziehen und daher einer Interpretation unterliegen. Dieses Gefäß verdient hier - auch wenn seine Reste nicht im Hönnetal geborgen wurden - wegen seines Alters besonderes Interesse, denn es gehört zu den wenigen erkennbaren Objekten, welche die These von einem Fortdauern der kultischen Nutzung von Höhlen im Sauerland von der Jungsteinzeit (Rössener Kultur) bis in die Eisenzeit zu stützen vermögen.

Die Qualität der Zeichnungen erscheint bei originalen Fundstücken gut, auch wenn mitunter größere Maßstäbe als - in der Regel - 1 : 3 wünschenswert sind. Die Angaben zum Maßstab der einzelnen Fundzeichnungen reichen allerdings - global betrachtet - nicht aus, wenn nämlich einige Zeichnungen offenbar »wegen der Größe der Gefäße vorher schon verkleinert werden« mußten (S. 239, zu »Angaben zum Maßstab der einzelnen Tafelabbildungen«: »Zeichnungen der Tafeln XV und XIV, Nr. 15 und 16« bzw. »der Tafeln XIV (15 u. 16) und XV«, deren Objekte »jetzt im Maßstab ca. 1:4 abgebildet sind«; bei der ebenda vorher genannten »Ausnahme« fehlt der Hinweis auf den abweichenden Maßstab zu Taf. XV; für Taf. XX »gilt der Maßstab 1:2,2«). Vertrauenswürdiger wäre es gewesen, auf den Tafeln selbst - möglichst schon bei der Anfertigung der Zeichnungen - Maßstäbe einzufügen, auch wenn dies in der Fachliteratur zur Prähistorie noch längst nicht üblich ist.

Angedeutete Gefäßergänzungen gehen teilweise weit über das eigentlich zulässige Maß hinaus (S. 278, Taf. II, Abb.1; S. 279, Taf. III, Abb. 18 u. 20; S. 281, Taf. V, Abb. 22; S. 283, Taf. VII, Abb. 9, 11 u. 12; S. 284, Taf. VIII, Abb. 1, 5, 6 u. 8; S. 285, Taf. IX, Abb. 3 u. 10; S. 288, Taf. XII, Abb. 13; S. 290, Taf. XIV, Abb. 16; S. 291, Taf. XV, Abb. 1 Abb. 1; S. 293, Taf. XVII, Abb. 1) und vermögen auf diese Weise Gefäßformen zu suggerieren, welche nicht nachgewiesen sind (dies gilt vor allem bezüglich der Gefäßböden bzw. Standflächen). Die Hinzufügungen erwecken zudem - vielleicht unnötigerweise - den Eindruck, Verf. habe die von ihm vorgeschlagenenen und vorgenommenen Rekonstruktionen bei seinen Datierungen herangezogen; man betrachte hierzu die bis ins Detail gehende Stufeneinteilung der Tabelle »Nutzungsphasen bzw. Kulturrelikte der nordsauerländischen Höhlen von urgeschichtlicher Zeit bis in die frühe Neuzeit« (S. 297, Taf. XXI), auf deren Entstehen Verf. im Text nicht näher eingeht! Sie wurde bereits im Jahr 1988 entworfen (S. 239, zu Taf. XXI).

Im Abschnitt »Erläuterungen« (S. 235 - 247) wird zwar der Aufbewahrungsort der abgebildeten Gegenstände genannt, doch fehlen dort in der Regel Angaben zum Material der Funde, welche man überdies in einem Fundkatalog erwarten würde. Auf Grund des Fehlens eines solchen Kataloges, welcher die Beurteilung der vom Verf. gezeichneten und erwähnten Fundobjekte zweifellos erleichtert hätte, sind die Aussagen des Verf. zur Funktionsdeutung und zur kulturellen Einordnung (welche eine zumindest "grobe" Datierung voraussetzt) teilweise kaum nachzuvollziehen. Sie können daher im Rahmen dieser Besprechung auch nicht näher behandelt werden.

Hinsichtlich der Fotoabbildungen fehlen zumeist Größenangaben zu den abgebildeten Gegenständen. Maßstabsangaben fehlen bedauerlicherweise auch bei vom Verf. gezeichneten, ansonsten qualitativ gut wiedergegebenen Höhlenplänen: Burghöhle (S. 303, Abb. 5), Karhofhöhle (S. 308, Abb. 10), Höhle im Hohlen Stein bei Kallenhardt (S. 318, Abb. 20, u. S. 319, Abb. 21 a) u. Veledahöhle (S. 320, Abb. 22 b).

Die Übersichtspläne, welche über die geographische Lage der einzelnen (bedauerlicherweise nicht aller) behandelten Höhlen im Süden Westfalens Auskunft geben (S. 300 f., Abb. 1 f.), sind recht anschaulich. Zum Hönnetal liegen zwei Pläne von unterschiedlicher Verwendbarkeit vor, welche einander ergänzen (S. 300, Abb. 1 - Detailplan -, u. S. 301, Abb. 2); diese beiden Karten weisen allerdings wiederum keinen Maßstab auf und sind - abgesehen von der Erstreckung der zahlreichen Steinbrüche (auf welche zum Teil Höhlenverluste zurückgehen) - auch nicht so informativ wie der Lageplan der Höhlen im Hönnetal von Heinrich Streich aus Dortmund, welchen Verf. im Jahr 1980 in einer Publikation zur Ur- und Frühgeschichte des Tals verwendet hat. Die Studie des Verf. setzt gute Kenntnisse hinsichtlich der regionalen Geographie voraus, so daß Karten im Maßstab 1 : 25.000 bei der Ortsbestimmung häufig nicht ausreichend sind. Angesichts des brisanten und bewegenden Themas ist mit einem Leserkreis zu rechnen, welcher wenigstens zum Teil nicht über die sogenannten "Meßtischblätter" der Region verfügt. Ihnen wird eine geographische Orientierung mangels brauchbarer Übersichtspläne (Detailkarten) und einer systematischen Bezugnahme auf das regionale Höhlenkataster bedauerlicherweise etwas erschwert.

Verf. behandelt in erster Linie ein religionsgeschichtliches Thema; mit Prof. Dr. Otto Huth kann man »sagen, die Religionsgeschichte der Menschheit ist seit dem Jungpaläolithikum zu einem wesentlichen Teil eine Religionsgeschichte der Höhle«, denn »die Höhle ist die Unterwelt und diese steht mit der Oberwelt in polarem Zusammenhang« (s. Literaturverzeichnis unten). Höhlen stellen somit wie Opferbefunde im Hinblick auf das Menschsein bewegende Motive archäologischer Forschung dar. Dies gilt um so mehr, wenn - wie hier - beide Themen zusammentreffen. Verf. darf daher mit einer interessierten und auch kritischen Leserschaft rechnen.

Als Prähistoriker ist Verf. kein Unbekannter, behandelte er doch beispielsweise die Metallzeiten in einem 1982 bis 1984 erschienenen mehrbändigen Handbuch zur westfälischen Geschichte. Als nebenamtlich tätiger Leiter des Museums der Stadt Hagen (Stadtkr. Hagen) im Schloß Hohenlimburg ("Museum Hohenlimburg") in den Jahren 1975 bis 1985 baute er die Abteilung Ur- und Frühschichte als Nachfolgeeinrichtung des "Städtischen Museums für Vor- und Frühgeschichte (Sauerländisches Vorgeschichtsmuseum)" neu auf. Verf. bemühte sich seit 1975 um eine neue Zusammenstellung (und Erläuterung) von Fundstücken archäologischer und auch geologischer Art, und zwar besonders im Hinblick auf die Eisenzeit im Raum zwischen Volme und Hönne, wobei zahlreiche Fundstücke aus Höhlen in das Museum in Hagen-Hohenlimburg gelangten. Nach Aufgabe der Museumsleitung im Jahr 1985 gelangten weitere "Höhlenfunde" hauptsächlich in das "Haus der Heimat" zu Iserlohn. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, daß das übrige, vom Verf. gesichtete eisenzeitliche Fundmaterial (soweit bestimmbar) über viele Museumssammlungen verteilt ist und eine Nachsuche auch an weiteren Orten stattfand, so daß Verf. schon deshalb die zahlreichen darauf gestützten Publikationen hoch anzurechnen sind. Bei dem vorliegenden Werk konnte Verf. sich unter anderem auf den eigenen Aufsatz »ZUR UR- UND FRÜHGESCHICHTE IM HÖNNETAL BEI BALVE« aus dem Jahr 1980 sowie auf seine 1987 als Manuskript gedruckte Dissertation stützen. Letztere stimmt in ihrem Inhalt trotz des gemeinsamen Haupttitels nicht mit der vorliegenden Arbeit überein und kann darum nunmehr vernachlässigt werden. Als weitere Monographie des Verf. ist hier eine bereits im Jahr 1981 erschienene Arbeit über die Burghöhle im Hönnetal zu erwähnen (vgl. Literaturangaben unten).

Ein zusammenfassendes Werk über ein spezielles Forschungsgebiet enthält in der Regel einen ausführlichen Beitrag zum Forschungsstand, in welchem auch auf einzelne Entwicklungen eingegangen wird. Verf. schrieb zu diesem Zweck das Kapitel »Die Erforschung der Eisenzeit des Hönnetales«, welches sich in die drei Abschnitte »Der fossile Mensch«, »Zur Geschichte der Eisenzeitforschung im Hönnetal« und »Das Fundgut in den Museen« gliedert. Es umfaßt sieben zum Teil nicht vollständig bedruckte Seiten (S. 23 - 29) und zeigt recht deutlich, daß Verf. bei seiner Behandlung des Themas bedauerlicherweise nicht viel an der Forschungsgeschichte in und außerhalb Westfalens und an den sich daraus entwickelnden Forschungsansätzen gelegen war. Der erste Abschnitt läßt immerhin erkennen, daß die Eisenzeitforschung im Sauerland ursprünglich eine Folgeerscheinung paläontologisch orientierter Bemühungen war und bis ins 1930er Jahrzehnt hinein weitgehend in einem Zusammenhang mit Untersuchungen zum Paläolithikum und Mesolithikum Westfalens erfolgte. Die vom Verf. angesprochene »Suche nach dem "fossilen Menschen"« (S. 24) spielte dabei jedoch stets eine Nebenrolle und begann auch erst nach der Entdeckung des "Neandertalers" in der Kleinen Feldhofer Höhle (welche zumeist - romantisch, aber dennoch falsch - als "Grotte" bezeichnet wird) im Düsseltal bei Erkrath-Hochdahl (Kr. Mettmann) im Jahr 1856 (Bergisches Land). Die Erforschung der sauerländischen Höhlen zur Gewinnung neuer Erkenntnisse zur Geschichte des Menschen reicht wenigstens bis in das zweite Viertel des 19. Jahrhunderts zurück; damals unternahm dort vor allem der Geologe Prof. Dr. Johann Jacob Nöggerath Ausgrabungen.

Nach einer letzten zusammenfassenden Darstellung des Prähistorikers Dr. Klaus Günther vom Jahr 1961 war die Bedeutung der südwestfälischen Höhlen als metallzeitliche Fundplätze in der gesamtdeutschen Forschung weitgehend in Vergessenheit geraten. Verf. hat im Jahr 1981 in seinem Band über die Burghöhle überregional wieder auf diese Funktion aufmerksam gemacht. Verf. darf außerdem als der erste Prähistoriker gelten, welcher im Rahmen von Publikationen von der Auffassung abrückte, daß die betreffenden Höhlen im Großen und Ganzen zu Bestattungs- und Siedlungszwecken dienten, denn er meinte schon im Jahr 1980, daß die bislang bevorzugte Deutung der Karhofhöhle und der Burghöhle als "Wohnhöhlen" zumindest beim erstgenannten Fundplatz des Hönnetals nur mit Einschränkung gelte. Bestimmte Funde von Menschenschädeln in der Karhofhöhle ließen ihn diesbezüglich damals - in Anlehnung an die bedauerlicherweise nur unzureichend publizierten Ergebnisse von bereits im Jahr 1891 unternommenen archäologischen Untersuchungen des Geologen Dr. Emil Carthaus - auf einen besonderen "Bestattungs- bzw. Totenkult" schließen; allerdings deutete er die hohe Zahl der Spinnwirtel der Eisenzeit aus der Burghöhle noch einseitig als Indizien für die Bedeutung dieser Höhle als immer wieder kurzfristig aufgesuchte "Schutz- und Wohnhöhle", wie sie Prof. Carl Fuhlrott postuliert hatte.

Die im Katalog vorhandenen Zitate aus heutzutage zum Teil nur schwer zugänglichen Forschungs- und Fundberichten, und zwar sowohl aus älteren Veröffentlichungen als auch aus unpubliziertem Aktenmaterial, mögen - soweit sie das eigentliche Thema betreffen - nützlich sein; sie geben aber teilweise nur Einzelaspekte wieder. Als Beipiel sei hier auf die Darstellung von C. Fuhlrott zur am 18. September 1869 erfolgten Besichtigung der - von ihm »Klusensteiner Höhle« genannten Burghöhle in Hemer-Klusenstein (Märkischer Kr.) anläßlich einer »Ferienexcursion« hingewiesen (S. 206, Kat.-Nr. 5, Pkt. 11.a); die im Anschluß an die zitierten Feststellungen geäußerte Deutung des Fundplatzes als Wohnung durch C. Fuhlrott - noch unter dem Eindruck des Besuchs - hielt Verf. offenbar einer Wiedergabe nicht für würdig.

Die Deutungen im Sinne des Wohnens und Begrabens sind heute - nach nur einem Dutzend Jahren - zwar im Hinblick auf die Eisenzeit unwiderruflich überholt (wenn man einmal von möglichen Ausnahmehandlungen absieht). Dagegen ist die seinerzeit neue Deutung beispielsweise der Burghöhle als "Kulthöhle" - welche Verf. im Jahr 1980 nur unter Bezugnahme auf einen Informationstext im damaligen Landesmuseum für Vor- und Frühgeschichte zu Münster ansprach und dabei zurückhaltend in eine rhetorische Frage kleidete sowie auf eine Phase der "Hallstattzeit" beschränkt sehen wollte - dank der wissenschaftlichen Untersuchungen von Hartmut Polenz bis heute aktuell geblieben. Die Bemühungen von Dr. habil. H. Polenz, Privatdozent und Leiter des Referats Schausammlung des Westfälischen Museums für Archäologie zu Münster, um die Deutung der eisenzeitlichen Funde und Befunde aus den sauerländischen Höhlen im nationalen und internationalen Vergleich hätten wenigstens in kurzen Sätzen gewürdigt werden sollen, bevor Verf. seine eigenen Ansichten zur Diskussion stellt.

Eine gewisse Entschädigung für die recht kurz geratene und ziemlich einseitig auf das in Sammlungen verfügbare Material bezogene Darstellung der Forschungsgeschichte stellt das ausführliche Literaturverzeichnis dar, auch wenn hier wichtige Werke - wie beispielsweise zur Paläobotanik und Religionsgeschichte - bedauerlicherweise fehlen. Das Verzeichnis ist übrigens alphabetisch nach Verfassernamen geordnet - wie es immerhin üblich geworden ist - und vermag daher keinen chronologischen Überblick zu bieten, wie es bei einer Ordnung nach Erscheinungsjahren der Fall gewesen wäre.

Bedauerlicherweise läßt Verf. bei seinen die sauerländischen Höhlen betreffenden Deutungen im Sinne von Kulthandlungen eine dem Thema angemessene Sorgfalt vermissen; präzisere Angaben hätten sicherlich geholfen, wenigstens Mißverständnisse zu vermeiden. Als kennzeichnendes Beispiel sei hier die Kückelhäuser Kluterthöhle in Hagen-Hörden (Stadtkr. Hagen) herangezogen, welche in einem "Klutert" genannten Gelände unter einer Sportanlage zwischen den größeren Stadtteilen Hestert und Kückelhausen liegt, nicht aber in Wehringhausen und überdies weit westlich abseits vom Hönnetal. Sie ist von Ortsunkundigen leicht mit der Ennepetaler Kluterthöhle in Ennepetal-Milspe (Ennepe-Ruhr-Kr.) zu verwechseln, welche ebenfalls am rechtsseitigen Rand des Ennepetals in einem Berg namens "Klutert" liegt (siehe dazu jetzt: Das Klutert-Buch. Altes und Neues über einen der höhlenreichsten Berge Deutschlands, hg. v. Lutz Koch, Hagen 1992).
Verf. führt »die Osterkulte an der Wehringhauser Klutert in Hagen« ernsthaft als eines der »Argumente« für »einen Fruchtbarkeitskult - ob mit oder ohne Kannibalismus -« an (S. 195, Abs. 14/16). Hier bleibt zunächst festzuhalten, daß es sich nach heutiger Kenntnis um keinen eisenzeitlichen, ja nicht einmal urgeschichtlichen Fundplatz handelt, siehe: JOHANN JANSSEN, Die Kluterthöhle in Hagen-Wehringhausen, in: HAGENER HEIMATKALENDER 1960, Hagen 1959, S. 129 - 131; Ulrich Westhoff, Materialien zur KLUTERT - HÖHLE / HAGEN - KÜCKELHAUSEN, in: DER ANTIBERG. Mitteilungen zur Karst- und Höhlenkunde, Heft Nr. 23, Hemer 1981 (15. Juli), S. 3 - 17. Das angesprochene Osterbrauchtum (unter anderem "Eierbicken" zu Ostern im Rahmen eines Volksfestes vor der Höhle, an welchem anscheinend hauptsächlich männliche Personen teilnahmen - falls die durch Trunkenheit geförderten Schlägereien nicht ein falsches Bild erwecken) ist erst für die Jüngere Neuzeit belegt, und über die Zeit seines Entstehens kann nur spekuliert werden; Hinweise auf eine frühere Lage des Höhleneingangs angeblich in einem Steinbruch sind dabei nicht sehr ermutigend. Rez. hält es derzeit für nicht angebracht, das Brauchtum - soweit es bekannt ist - als »Osterkulte« zu deuten, denn eine solche Interpretation setzt magische oder religiöse Absichten bei den Handelnden voraus; Verf. hätte daher nach Ansicht des Rez. vorsichtiger - auf diese Weise magische und religiöse Aspekte nicht ausschließend - "Osterbräuche" schreiben und auf dieses Argument für einen in der Eisenzeit geübten Fruchtbarkeitskult vor bzw. in Höhlen des Hönnetals verzichten mögen.

Auch wenn man das einzelne, vom Rez. willkürlich ausgewählte (im Textzusammenhang beim Verf. eher beiläufig behandelte) Beispiel für nebensächlich halten möchte, so zeigt letztlich doch die Summe der Argumente für die These des Verf. von dem Zweck der in Höhlen des Hönnetals vollzogenen eisenzeitlichen Kulthandlungen ein unbefriedigendes Ergebnis. Ohne nachgewiesene Darstellungen von Gottheiten in Form von Abbildungen oder Beschreibungen läßt sich die Existenz von personenhaft gedachten höheren Wesen natürlich nicht nachweisen, auch wenn man auffällige "Gaben" herauszustellen vermag (z. B. Menschenhände, -schädel und -zähne oder unbrauchbar gemachte Schmucksachen und Arbeitsgeräte einschließlich Waffen). Solche "Opfer" (dazu gehört auch die Vernichtung von Nahrungsmitteln) lassen sich nämlich auch magisch deuten. Nach Ansicht des Rez. sollten daher - um sicher zu gehen - nur solche personenhaften Darstellungen als Wiedergaben höherer Wesen verstanden werden, deren Behandlung oder Charakter deutlich von denen menschlicher abweichen, oder wenn nicht andere Zeugnisse (zum Beispiel einschlägige "Attribute", welche über die Betonung von Geschlechtsmerkmalen und gewöhnlichen Gebrauchsgegenständen hinausgehen) eine solche Interpretation - ohne Berücksichtigung der Herkunft - nahelegen (sonst müßten etwa im Sauerland nicht einheimische, im Freiland geborgene ägyptische und römische Bronzestatuetten unberücksichtigt gelassen werden). Personenartige Figuren wurden in sauerländischen Höhlen bis heute nicht gefunden oder nicht als solche Fundstücke bekannt gemacht. Auch Stalagmiten können nach Ansicht des Rez. nicht als Ersatz für "Götterbilder" gelten.

Verf. deutet die Kulthandlungen in und vor den Höhlen des Hönnetals religiös, wobei er - wie bereits angesprochen - die Bewirkung von Fruchtbarkeit betont; sein Fazit lautet daher (S. 198, Abs. 14):
»Damit kann man ohne Zweifel eine chthonische Gottheit (Totenreich), eine Fruchtbarkeitsgöttin des Typs Erdmutter, Große Mutter, dazu eine jungfräuliche Variante des Typs der Liebesgöttin, der Nymphen, der Geburtshelferinnen etc. und männliche Begleiter im Sinne des Pan, Apollo, Hermes, Pluto etc. im eisenzeitlichen Hönnetal annehmen.«
- Verf. orientiert sich bei dieser Interpretation offensichtlich an Idealbilder wie "die" »uralte [sic!] Große Mutter«, welche »schon in der Jungsteinzeit angebetet und immer wieder dargestellt« worden sein soll, wie Gisela Graichen in ihrem 1988 erschienenen Buch über "alte" Kultplätze in Deutschland betonte (DAS KULTPLATZBUCH. Ein Führer zu den alten Opferplätzen, Heiligtümern und Kultstätten in Deutschland, Hamburg 11988, S. 109, Abs. 4).
Sie setzte dabei vorbehaltlos voraus, daß in (bildlichen bzw. figürlichen) Darstellungen vorchristlicher Zeit vielfach im Grunde die selbe - oder wenigstens die gleiche - weibliche Gottheit ((»wie die klassischen [= altgriechischen] Göttinnen Demeter und Gaia oder die ägyptische Isis«) gemeint gewesen sei (»Verkörperung einer in allen Kulturen verehrten urzeitlichen Muttergöttin, der Erd-Mutter«; ebenda, S. 109, Abs. 4) und von der Jungsteinzeit bis in die Eisenzeit von Europa bis Afrika der Anbetung gedient habe (ebenda, S. 64, Abs. 4): »So mögen die Gaben und Riten in den Kulthöhlen Thüringens, Bayerns, Niedersachsens und Westfalens, dort, wo Mutter Erde ihren Schoß dazu auftat [sic!], vergleichbaren Göttinnen gegolten haben: Göttinnen, die der jetzt seßhaften Bevölkerung für die Fruchtbarkeit der Felder verantwortlich waren, die Leben und Tod regelten.«

Die geschilderten Auffassungen von G. Graichen - welche letztlich auf Thesen des Prähistorikers Prof. Dr. Günter Behm-Blancke aus dem 1950er Jahrzehnt zurückgehen - wirken zwar sehr populär, haben aber mit Wissenschaft herzlich wenig zu tun! Gleichwohl knüpft Verf. offensichtlich an sie an, wenn er beispielsweise schreibt (S. 198, Nr. 6): »Das weltweite Anliegen von opfernden Frauen in den Höhlen ist [...] die Fortpflanzung der Menschheit, das Erbitten eines Mannes, das Erflehen eines Kindes und einer glücklichen Geburt.« - Der Hinweis des Verf. auf mögliche »männliche Begleiter« einer weiblichen Gottheit mag dabei berechtigt sein, doch muß neben der Frage nach der Bevorzugung des eigenen Geschlechts bei der Verehrung etwaiger personenhafter Wesen ebenso diejenige nach der Dominanz von Frauen bei solchen vermuteten Handlungen derzeit noch offen bleiben. Bezüglich der von G. Graichen angesprochenen Frauenfigürchen, die aus dem Sauerland überhaupt noch nicht vorliegen, müßten in jedem Fall auch andere Interpretationsmöglichkeiten diskutiert werden, welche unter anderem die unterschiedlichen Gestaltungen zu berücksichtigen haben, bevor sie als Sinnbild einer Art "Urglauben" angesprochen werden können.

Die Vorstellungen des Verf. bezüglich der rituellen Vorgänge in den Höhlen sind sichtlich von personenhaft gedachten Gottheiten geprägt; von anderen Mächten ist kaum die Rede; allerdings fehlt nicht ein Hinweis auf die »Magie als wirkkräftige Symbol- bzw. Kulthandlung, die als Teilpraktik auf ein größeres Ganzes wirken soll« , als »ein logisch-interpretatives Postulat« (S. 196, Abs. 8). Damit ist immerhin eine Frage angesprochen, welche eine nähere Untersuchung verdient hätte: sind die offensichtlichen Kulthandlungen eher magisch als religiös, also unmittelbarer, zu deuten? Spielten nicht gedachte höhere Wesen, sondern verstorbene Menschen die Hauptrolle im Kult in und vor den Höhlen? Hier eröffnen sich Perspektiven, welche vielleicht zu einem wesentlich besseren Verständnis der Vorstellungen und Absichten derjenigen Menschen geführt hätten, die in der Eisenzeit das Hönnetal mit seinen zahlreichen, vielfach verborgenen Höhlen aufsuchten!

Speläologen vermittelt das neue Buch zur Bedeutung der Höhlenfunde aus der Eisenzeit im Hönnetal einen sicherlich tiefen Eindruck von der Diskussion um archäologische Fundsachen in natürlichen Hohlräumen, und es unterstreicht die Wichtigkeit des Schutzes der vielfach noch in Höhlenablagerungen verborgenen Relikte menschlicher Kultur (oder was man dafür hält), zumal wenn man bedenkt, daß die prähistorische Forschung (mit archäologischen und anderen - z. B. naturwissenschaftlichen - Mitteln) bei der Ermittlung menschlicher Handlungsweisen im Zusammenhang mit Höhlen im Sauerland auch nach ihrem hundertjährigen Jubiläum (unter Bezugnahme auf E. Carthaus 1891) noch nicht sehr weit vorangekommen ist. Die Sicherung des Kulturgutes in den Höhlen verdient daher oberste Priorität! Wenn man neue - noch nicht abgeschlossene - Untersuchungen der Überreste des berühmten Neandertalers aus dem Düsseltal (zumal der Kalottenschale) in die Betrachtungen einbezieht, so zeigt sich glücklicherweise, daß auch viele Jahrzehnte nach dem Herausreißen archäologischer Objekte aus ihrem "Fundverband" in den Höhlen unter Umständen noch wichtige Erkenntnisse zur geistigen Entwicklung des Menschen - durch Erfassung seiner Handlungen - gewonnen werden können, wobei aber bedauerlicherweise viele neue Fragen mangels einer brauchbaren Dokumentation der geographischen Zusammenhänge anläßlich ihrer Zerstörung offen bleiben müssen. Dies gilt auch für die "Höhlenfunde" aus dem Hönnetal. Verf. hat letztlich neues Leben in die westfälische Forschung gebracht, wofür wir ihm zu Dank verpflichtet sind.

Abschließend sei hier wenigstens noch die wichtigste zusätzliche Literatur zum Thema genannt:

Heinz Behaghel, Die Eisenzeit im Raume des Rechtsrheinischen Schiefergebirges, Wiesbaden 1943 [21949].

Karl Bertsch u. Franz Bertsch, Geschichte unserer Kulturpflanzen, STUTTGART 21949.

KLAUS GÜNTHER, Höhlen und Mensch. Vorgeschichtliche Funde aus den westfälischen Höhlen, in: Stadt Hagen (Hg.), Hagener Beiträge zur Geschichte und Landeskunde, Heft 3: Karst und Höhlen in Westfalen und im Bergischen Land (Jahreshefte für Karst- und Höhlenkunde, hg. v. Verband der Deutschen Höhlen- und Karstforscher, Jahrgang 2), Hagen (München) 1961, S. 261- 283.

Otto Huth, Die Kulthöhle. Zur Religionsgeschichte der Unterwelt, in: Arbeitskreis für Erdstallforschung (Hg.), Der Erdstall. Beiträge zur Erforschung künstlicher Höhlen, Nr. 3, Roding 1977, S. 5 - 29.

Wilhelm Bleicher, ZUR UR- UND FRÜHGESCHICHTE IM HÖNNETAL BEI BALVE, in: HARALD POLENZ, ZUR GESCHICHTE DES EHEMALIGEN AMTES UND DER STADT BALVE, Balve 1980, S. 57 - 80.

Wilhelm Bleicher, Die Große Burghöhle im Hönnetal (14. Beitrag zur Landeskunde des Hönnetals, hg. v. Verein der Freunde und Förderer des Städt. Museums Menden e. V.), Menden 1981.

Hartmut POLENZ, Überlegungen zur Nutzung westfälischer Höhlen während der vorrömischen Eisenzeit, in: Verband der Deutschen Höhlenforscher e. V. München (Hg.), KARST und HÖHLE, 1982/83: Beiträge zur Karst- und Höhlenforschung in Westfalen, MÜNCHEN 1983, S. 117 - 120.

Detlef ROTHE, Ur- und frühgeschichtliche Funde in südwestfälischen Höhlen, in: Verband der Deutschen Höhlenforscher e. V. München (Hg.), KARST und HÖHLE, 1982/83: Beiträge zur Karst- und Höhlenforschung in Westfalen, MÜNCHEN 1983, S. 95 - 111.

Hartmut Polenz, Hallstattzeitliche »Fremdlinge« in der Mittelgebirgszone nördlich der Mainlinie, in: OTTO-HERMAN FREY, HELMUT ROTH u. CLAUS DOBIAT (Hg.), MARBURGER STUDIEN ZUR VOR- UND FRÜHGESCHICHTE, BAND 7: GEDENKSCHRIFT FÜR GERO VON MERHART zum 100. Geburtstag, Marburg/Lahn 1986, S. 213 - 247 u. Taf. 4 - 5.

Dieter W. Zygowski, Bibliographie zur Karst- und Höhlenkunde in Westfalen (unter Einschluß des Bergischen Landes) (Abhandlungen aus dem Westfälischen Museum für Naturkunde, hg. v. Westfälischen Museum für Naturkunde / Landschaftsverband Westfalen-Lippe, 50. Jahrgang - 1988 - Beiheft), Münster 1988.

Hartmut Polenz, Opferhöhlen der vorrömischen Eisenzeit im südlichen Westfalen, in: THOMAS HÜLSKEN, JÖRG NIEMEYER u. HARTMUT POLENZ, HÖHLEN. WOHN- UND KULTSTÄTTEN DES FRÜHEN MENSCHEN IM SAUERLAND, Münster 1991, S. 33 - 71.

Eine ausführliche Behandlung des besprochenen Buches und Stellungnahme zur Bedeutung der sauerländischen Höhlen in den Jahrhunderten um Christi Geburt für Religion und Magie hat der Rez. in einer umfangreichen Schrift mit dem Titel »Zur Bedeutung der Höhlen im Sauerland während der Eisenzeit. Gedanken, Hinweise und Quellen zu einem neuen Buch« erstellt (mit zahlreichen Anmerkungen, Literaturangaben und Registerstichworten), ist aber mangels Interesse von Seiten Dritter unveröffentlicht geblieben.


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