ARCHÄOLOGISCHES

von Detlef Rothe aus Hagen in Westfalen (Author: Detlef Rothe)


Dies ist eine Schwäche des Menschen des zwanzigsten Jahrhunderts: das Fragmentarische und das von der Patina der Zeit Berührte zieht uns an."
(Jara Ribnikar, Jugoslawien - ein langer Sommer, Beograd (Belgrad) 1963, Einführung, S. VI)


Mein Interesse für die Ur- und Frühgeschichte und archäologische Methoden zur Erforschung derselben wurde um das Jahr 1975 durch den Hagener Heimatbund e.V. angeregt, in dessen Arbeitskreisen für Ur- und Frühgeschichte und Höhlenkunde ich tätig wurde. Durch eine Tagesexkursion nach Dortmund-Syburg wurde ich auch mit dem Hobbyarchäologenteam der Hohensyburg bekannt und nahm fortan an dessen Wochenendgrabungen teil. Dabei wuchs mein Interesse an kultischen Fragen und an den Umständen der Christianisierung der betreffenden Region. Ich beschloß in der Folge, Prähistoriker zu werden (mit Schwerpunkt Protohistorie!).

Der Pferdewagen-Urlaub in Irland im Sommer 1979 erleichterte mir die Abkehr von der Schulzeit und war bereits durch ein Interesse an archäologisch relevanten Relikten geprägt.

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Einen Überblick über archäologische Tätigkeiten während meiner Studienzeit - ein wichtig gewesener Beitrag zur Sicherung meines Lebensunterhaltes... - finden Sie hier: Praktische Arbeiten im Dienste der archäologischen Forschung während meiner Studienzeit, welche zugleich dem Lebensunterhalt dienten. Es handelt sich um die ergänzte Fassung eines Anhangs aus dem Studienbericht 1979 - 1994 (1997).

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht zu den von mir bereitgestellten Beiträgen zur europäischen Geschichte auf Grund archäologischer Tätigkeiten. Bitte berücksichtigen Sie: die hier versammelten Beiträge stellen weitgehend ältere Gelegenheitsschriftsätze dar!



1. Thema: Römerzeit-Archäologie

Teil 1: Am Rhein

Text A: Mein erster Fundbericht (1975)

Text B: Mein liebes Köln! Aufenthalte in einer traditionsreichen deutschen Großstadt


Teil 2: Zwischen Rhein und Weser

Text A: Media in Germania. Gedanken zu den römischen Bewegungen zwischen Rhein und Elbe in augusteischer Zeit (1990)

Text B: Zum Hellweg in frührömischer Zeit (1990)

Text C: Varus' späte Rache: Kalkriese gilt immer noch als Varusschlachtfeld (2009)


Angrivarierwall




Arbalo?





2. Thema: Neuzeit-Archäologie


Zur Einführung gedacht: Ein Artikel über die ,Probleme im spanischen Zeitalter' (nach Heinrich Lutz) aus dem Jahr 2003


Teil 1: Ausgrabungen in Schloß Neuburg am Inn

Text A: Kurzbericht über archäologische Untersuchungen im Schloß Neuburg am Inn im Jahr 1983


Teil 2: Ein Herz für Horst

Text A: Ausgrabungen in Gelsenkirchen-Horst 1990 - 1994

Text B: Besichtigung von Wismar im Oktober 1990


Teil 3: Prospektion im Hagener Stadtwald

Text A: Wanderung von Zurstraße nach Selbecke anno 1975.

Text B: Mittelalterliche bis neuzeitliche Arbeitsspuren im Hagener Stadtwald (1993)

[Als Ergänzung empfehle ich die bei Youtube bzw. auf meiner Seite zum Hagener Stadtwald aufgelisteten eigenen Filme, welche diverse Halden, Hausgrundflächen, hohle und flache Wege, Pingen, Quellfassungen, Steinkuhlen, Terrassen und Zweiter-Weltkrieg-Relikte behandeln; das gilt in gleicher Weise für die Halle zwischen Haspe und Vorhalle.]


Teil 4: Glas und Keramik der jüngeren Neuzeit in Westfalen

Text A: Keramik und Glasfunde der Preußenzeit aus der Altstadt von Warburg, Kr. Höxter (1991)

Text B: Zur Geschichte der Glas- und Keramikherstellung in Hagen während des 18. und 19. Jahrhunderts (1991/1994)

Text C: Der Horster Sturzbecher




3. Thema: Heimatgeschichte

Teil 1: Ur- und Frühgeschichte

Text A: Der Kaisberg weckt immer wieder die Interessen der Heimatforscher (1976)

Text B: Kultureinflüsse frühgeschichtlicher Funde des Mündungsgebietes von Ennepe, Volme und Lenne (1991)

Text C: Zur Eröffnung des Museums für Ur- und Frühgeschichte am Kaisberg bei Hagen-Vorhalle (2004)

Archäologie in Hagen - Facebook-Album der Stadt Hagen


Teil 2: Hohensyburg

Text A: Der erste - längst überholte - Artikel Rekonstruktion der sächsischen Wallburg Sigiburg (1975)

Text B: Die Felsvertiefung unter der Peterskirche auf der Hohensyburg (1981)

Text C: Ein mutmaßlicher Brandopferhügel auf der ,Hohensyburg' (1992)





4. Thema: Speläologie

Teil 1: Zur Bedeutung der südwestfälischen Höhlen in vorchristlicher Zeit

Text A: Ur- und frühgeschichtliche Funde in südwestfälischen Höhlen (1983)

Text B: Kurzbesprechung der Dissertation von Wilhelm Bleicher, Die Bedeutung der eisenzeitlichen Höhlenfunde des Hönnetals (1992)

Text C: 17. Juli 2015: Eine prominente Hagenerin wird vorgestellt! [Artikel von Birgit Ebbert passend dazu.]



5. Thema: Religion und Magie

Teil 1: Kultgegenstände

Text A: Der Diskus (sogenannte Himmelsscheibe) vom Mittelberg unweit Nebra (Gmkg. Ziegelroda, Stadt Querfurt, Saalekr., Sachsen-Anhalt, Bundesrepublik Deutschland)



6. Thema: Südliches und östliches Europa

Teil 1: Entlang der Riviera von Opatija (Opatijska rivijera, Ostküste Istriens, Kroatien)

Text A: Zur Siedlungsgeschichte der Riviera von Opatija mit besonderer Berücksichtigung der Gemeinde Mošćenička Draga


Teil 2: Südistrien (Umgebung von Pula, Südspitze Istriens, Kroatien)

Text A: Pula im Galopp. Bilder und Texte von einer Tagesfahrt nach Pula (Istrien) am 22. Juni 2009


Teil 3: Österreich

Text A: Eine archäologische Studienfahrt durch Österreich im Jahr 1983



7. Thema: Dokumentation und Darstellung

Teil 1: Methoden zur Erfassung mobiler und immobiler Objekte

Frühjahr 1982: D/BYL/SR/Kreuzbreite/19820331_1010_mit_CaesiumMagnetometer
Erforschung eines eisenzeitlichen Gräftenhofes in Straubing-Kreuzbreite (Bayern) mit Hilfe eines Caesium-Magnetometers
Foto: Dr. Helmut Becker, München

[Das Thema wurde nicht weiterverfolgt. Behandelt werden sollte unter anderem der Gebrauch diverser Meßinstrumente, vor allem für die Anwendung zerstörungsfreier Untersuchungsmethoden, da hierzulande selbst Probeuntersuchungen der Bodendenkmalpflege mangels geeigneter Anwendungen gewöhnlich Zerstörungen darstellen. Ersatzweise empfehle ich den ausführlichen Artikel ,Daten statt Spaten' von science.apa.at. Darüber hinaus gibt es eine informative Seite von Herrn Prof. Dr. Wolfgang Neubauer über zerstörungsfreie Untersuchungsmethoden der Archäologie am Beispiel der Römer-Metropole Carnuntum in Österreich.]


Teil 2: Präsentation von Fundzusammenhängen und immateriellen Überlieferungen (Lokalisierung überlieferter Sachwerte, Bezeichnungen und Verhaltensweisen)

Text A: Ein archäologischer Rundflug mit dem Microsoft Flight Simulator II über England mit dem Amiga 1000 anno 1994

Text B: Archäologische Projekte in der 5D-Welt

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LITERATUR


Regionale Archäologie



Michael Baales, Ralf Blank u. Jörg Orschiedt, Archäologie in Hagen. Eine Geschichtslandschaft wird erforscht, 1. Aufl. Essen 2010 (Oktober).

Hinweis: Dieses an für sich sehr ansprechende Buch sollte kritisch gelesen werden, da es den Südwesten des Sauerlandes weitgehend nur aus Westfalen heraus betrachtet (wie es wegen der Zuordnung zur ,LWL-Archäologie' auch naheliegend ist) und sein Inhalt gelegentlich ideologisch stark voreingenommen wirkt (zumal im Hinblick auf das, was als ,professionell' verstanden wird). Von den ,Seitenhieben' auf lokal engagierte Autodidakten und der schon von Mortimer Wheeler beklagten Bevorzugung naturwissenschaftlicher Aspekte in der ,modernen' Archäologie (etwa: Welche Art Haferschleim aß John Keats?) einmal abgesehen empfiehlt sich der Band sehr als Einstieg in die regionale Materie und besonders als Begleitlektüre vor und nach einem Besuch des in den Vordergrund gerückten Museums im Schloß Werdringen zu Hagen-Vorhalle. Dieses Werk versteht sich auch als literarische Basis zukünftiger Grabungsunternehmungen (auf deren Notwendigkeit beinahe schon so penetrant deutlich hingewiesen wird, daß das Werk vielleicht einmal als ,Bettelbuch' in die Geschichte eingehen wird). In Folge dessen ist mit weiterführenden Neuauflagen zu rechnen. Insbesondere ein in jüngerer Zeit entdeckter Spalt bei der sogenannten ,Blätterhöhle' - die vielleicht besser Orschiedt-Höhle hieße - läßt auf eine bessere Erschließung von für die Mentalitätsgeschichte wichtigen Fundzusammenhängen hoffen. +++ Sehr gelungen und herausragend ist der im Rahmen eines Vorwortes vorangestellte Überblick des Direktors der ,LWL-Archäologie' Michael M. Rind über die Organisation der westfälisch-lippischen ,Bodendenkmalpflege'! Darüber hinaus verdient das Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt besonderere Beachtung. Mit Recht wird hier auf den schon von Johann Friedrich Möller anno 1804 erkannten besonderen Charakter des Dreiflüssemündungsraumes hingewiesen, dessen Naturlandschaft mein einstiger Klassenlehrer am Fichte-Gymnasium - nämlich Dr. Karl-Ernst Stamm - bereits im Hinblick auf die Siedlungsgeschichte in seiner Dissertation Die Täler von Lenne, Volme und Ennepe als Lebensräume (erschienen 1964) grundlegend analysierte.

Am 28. Januar 2015 stellte Herr Dr. Ralf Blank sein neues Buch vor, in dem es vordergründig um das Wasserschloß Werdringen geht, welches inhaltlich allerdings den in letzter Zeit erfolgten Wandel in der Beachtung und Beurteilung der Archäologie des Vierflüssegebiets im Nordwesten des Sauerlandes und seines regionalen und überregionalen Umfeldes in eindrucksvoller Weise dokumentiert. Das broschierte Werk (passend und preiswert für Besucher zum Mitnehmen!) deutet an, daß mit weiteren wichtigen Anregungen, Forschungen, Fortschritten und Präsentationen zu rechnen ist:
Mein Beitrag zu diesem Werk ist nur winzig klein - die Summe der zu den Voraussetzungen dafür Beitragenden machen letztlich das von R. Blank gekonnt vorgetragene Ergebnis aus. Diesbezüglich möchte ich nur meinen Jugendfreund H. Lemmermann erwähnen, dem wir die auf Seite 20 gezeichnet gezeigten Fundstücke verdanken (und welche von mir seinerzeit im Rahmen der vorgesehenen Dissertation in einer Datenbank erfaßt, gleichfalls gezeichnet und auch photographiert wurden - vgl. Anm. 14 auf S. 134). Falls es zu einer Neuauflage des Buches kommt, wird es wahrscheinlich ein Literatur-Verzeichnis (die möglichen Titel mehren sich...) und einige zusätzliche kartographische Darstellungen (eventuell historische wie die zum Urkastaster gehörende Ansicht) geben. Schon in seiner jetzigen Fassung kann ich es - auch im Hinblick auf die wichtigen zeitgeschichtlichen Fragestellungen - uneingeschränkt empfehlen. Ich verlinke daher zur betreffenden Buchvorstellung des Verlags (Klartext).



LINKS


Vereine zur regionalen Archäologie

Archäologische Kulturlandschaft Ruhrgebiet e.V.

Ziele: Erforschung der archäologischen Denkmäler des Ruhrgebietes durch Förderung von Ausgrabungen, Auswertungen, Veröffentlichungen etc.

Arbeitsschwerpunkte: Projekte: Archäologische Wege durch das Ruhrgebiet, digitale Präsentationen von Ausgrabungsergebnissen, archäologische Veröffentlichungen und Bibliographien

Angebote von Vorträgen, Führungen, Exkursionen (allgemein): in jedem Winter mehrere archäologische Vorträge im Haus der Technik in Essen, 9 Exkursionen mit archäologischen Themen und Inhalten, Führungen über Ausgrabungen



Museen zur regionalen Archäologie



Bei einem geplanten Besuch des ,LWL'-Museums für Archäologie (LWL steht für den ,Landschaftsverband' Westfalen-Lippe) in Herne kann man sich mittels einer Smartphone-Applikation vorab informieren (natürlich geht das auch ohne Besuchsabsicht...). Die kostenlose ,App' bietet neben Informationen zu Anfahrt, Öffnungszeiten, Eintrittskosten, Kontaktmöglichkeiten, Führungen und ,Programmen' eine Auswahl von Audio- und Videobeiträgen über Fundstücke, Fundplätze und Austellungsexponate aus einer Viertelmillion an Jahren im Raum Westfalen (Westfalen selbst ist natürlich noch nicht so alt!). Die Android-Version kann im Google Playstore, die Apple-Version bei iTunes heruntergeladen werden.



DANKSAGUNG


DEN ENGAGIERTEN MITARBEITERN DES STADTARCHIVS HAGEN DANKE ICH FÜR DIE BEREITSTELLUNG SELTENER FOTOS BEI FACEBOOK, WELCHE AUCH MEINE ARBEIT IN VIELEM FÖRDERN!

Hinweis: Für die Aktualität, Funktionalität und Korrektheit der angegebenen Links erfolgt keine Gewähr!



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09.07.2016 20:13