REGIONALES

von Detlef Rothe aus Hagen in Westfalen




Nordrhein-Westfalen, das ist viel Wehmut[,] und das sind viele enttäuschte Träume [...]."
Markus Brauck, in: Frankfurter Rundschau, Nr. 116 vom 21. Mai 2005, S. 10 - D/H/R/S)


VORBEMERKUNG



Der Verfasser dieser Regionalseite ist in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen - genauer: in dem Brei von Bergischem Land, Ruhrgebiet und Sauerland (gut gerührt, aber nicht geschüttelt - by the way: zweifellos ein magisches Dreieck moderner Musik -); meine Eltern sind hingegen als Zugereiste angekommen. Meine Vorfahren haben die Region überdies eher selten aufgesucht (vgl. das autobiographische Gedicht von Ernst Bloßfeldt) - Gott wird wissen, warum.

Diese Seite des Kommens und Gehens ist stark verkehrsorientiert; eigentlich braucht dies nicht eigens betont zu werden, denn irgendwie muß ich die einzelnen Orte ja erreichen Lachen.gif !



VERKEHR



Straßenbahnen in Nordrhein-Westfalen (31.12.2011).


Linktipps:

Ein von anicursor auf YouTube hochgeladener Film eines Fluges mit der ,guten, alten Tante Ju' (auf ca. 500 m Höhe) von Leverkusen über Düsseldorf nach Remscheid (14. September 2014):


Ein weiterer Flug dieser Art (Kanal von Cinelinox) führt auf ca. 700 m Höhe von Mönchengladbach nach Köln und zurück (hochgeladen am 18. Januar 2015):




FAHRTEN



Köln - Solingen - Wuppertal - Hagen (- Dortmund)

Linktipp:

Als Einführung empfehle ich eine Fahrt mit dem Intercity von Köln nach Dortmund, um meine nähere Heimat kennenzulernen. Es handelt sich im Folgenden um einen von ,Dieseltriebzug' auf YouTube hochgeladenen ARD-Beitrag einer Führerstandsmitfahrt vom 19. August 2009 (Abfahrt um 13.13 Uhr ab Köln Hbf mit Zug IC 2047 - ca. 70 Minuten, davon die ersten 15 jenseits der Abfahrt eher monoton):


Eine Fahrt mit dem Regionalexpreß (DB Regio) von Wuppertal-Oberbarmen bis Dortmund Hauptbahnhof (28, Mai 2015, Seitenblick nach links) bietet der etwa 45 Minuten lange Film des YouTube-Kanals ,Japan Train Viewing':


Sie wollen lieber mit der Straßenbahn fahren? Virtuell kein Problem, aber da muß ich Sie an den YouTube-Kanal von ,triebwagen394' (Manfred Streppelmann) verweisen. Er zeigt, wie man auch mit(!) der Straßenbahn fahren kann, hier sogar über die Autobahn A 1 von Wuppertal nach Hagen, siehe seinen anläßlich einer Jubiläumsveranstaltung anno 1995 aufgenommenen Film ,111 Jahre Hagener Straßenbahn AG'. Ein herzlicher Dank für den Link-Hinweis geht an meinen Bruder Klaus und weiter an Bernd Kneer!



Bochum - Dortmund - Hagen


Raumfilmdausschnitte von Bahnfahrten zwischen Hagen und Dortmund finden Sie als YouTube-,Playlist':


Eine Autofahrt von der Brockhauser Straße in Bochum-Stiepel am Bahnhof Blankenstein vorbei, weiter über die Autobahnen A43 und A1 von Witten-Herbede nach Wetter-Volmarstein und über die Grundschötteler Straße bis Hagen-Westerbauer, unternommen am 15. Juni 2011:



Linktipps:

Eine Fahrt mit dem Schienenbus von Bochum-Dahlhausen bis Hagen Hauptbahnhof (Führerstandsmitfahrt) auf der Ruhrtalbahnstrecke bietet der etwa einstündige Film des YouTube-Kanals ,lokuli2' wohl aus dem Jahr 2015 (3 Minuten Vorspann!):


Als aktuelleren Film steht ein Video vom YouTube-Kanal ,Trüffelschwein' bereit (welcher als östlichen Endpunkt den Vorhaller Bahnhof beinhaltet - keine Führerstandsfahrt):




Münster- Lünen - Hagen


Aus meinen Tagebuchaufzeichnungen (Einzelblatt-Ordner, zum 1. November 1980, Tatort Münster-Mecklenbeck):
Am Samstag, den 1.11.[19]80, stand ich [...] spät auf, wohl gegen 11 Uhr. [...] Gegen 13 Uhr stellte ich mich vor die Alternative, mit der Niederschrift meiner Geschichts-Hausarbeit zu beginnen oder - angesichts des herrlichen Wetters - mit dem Fahrrad nach Hagen zu fahren (über 100 km).[...]
Es dauerte noch etwa eine Stunde, bis aus meinem Entschluß eine Entscheidung geworden und alle Vorbereitungen beendet waren.
[...] Ich wollte wieder einen Abend in Hagen verbringen und nach Möglichkeit auch die Hohensyburg, die Wiege meiner Träume und Leidenschaften, aufsuchen, um neue Lebenskraft zu schöpfen. Der letzte Besuch bei meinen Eltern hatte nicht viel gebracht. Nicht zuletzt wollte ich mir durch eine vorher unerreichte Leistung beweisen, daß ich noch nicht lebensmüde war.
Punkt 14 Uhr fuhr ich also los, die Heroldstraße hinauf in Richtung auf den Cappenberger Damm. Sofort umgab mich eisige Kälte, die ich nicht vorausgesehen hatte. Durch sie ließ ich mich von meinem Vorhaben aber keineswegs abbringen, und so langte ich nur noch kräftiger auf die Pedalen. Und als ich mich unweit vom Alexianer-Krankenhaus hinter einer Kanalbrücke zum ersten Mal verfranzt hatte, war ich bereits am Schwitzen. Weiter ging es über das Venner Moor in Richtung auf Schloß Nordkirchen, das ich kurz vor 15.30 Uhr erreichte. Ich kramte meine Kamera hervor, und gerade als ich das malerische Prunkstück fotographieren
[sic (D.R.)] wollte, war die mächtige Fontäne in sich zusammengesunken und verschwunden. Kurz darauf war ich bereits auf dem Weg nach Lünen. Als ich diese Stadt hinter mir gelassen hatte und es bereits zu dämmern begann, entschloß ich mich kurzfristig, zum Römerlager Oberaden zu fahren. Nachdem ich mich erst einmal verfahren hatte, kam ich dort reichlich erschöpft und beinahe winselnd vor Freude an. Ich war einerseits enttäuscht, daß fast das gesamte Gelände eine stinknormale Wohnsiedlung war, anderseits geriet ich aber nicht wenig ins Staunen, als ich erkannte, welch eine gigantische Anlage das Lager gewesen sein mußte. Sie dürfte den Germanen kräftig Angst eingeflößt haben, so daß man gut verstehen kann, daß sich die Römer in Germanien bald wie die Herren im Lande fühlten, obwohl sie nur wenige - wenn auch große - Punkte besetzt hielten. [...] Die Lage der ehemaligen Befestigung im Gelände war nicht minder eindrucksvoll. Leider war es zum Fotographieren bereits zu spät, so daß ich nach einer kurzen Durchfahrt mehr oder weniger unverrichteter Dinge weiterzog. Wie oft hatte ich nicht das Gefühl, mich total verfahren zu haben, bevor ich dann mit Erleichterung feststellen konnte, daß dieses unberechtigte Gefühl nur durch irreführende Straßenschilder verursacht wurde! Das sehr häufige Sich-durch-einen-Blick-auf-die-Karte-vergewissern-müssen kostete mir viel Zeit, auch wenn mir diese kleinen Zwangspausen zur Erholung dienten. Im Dunkeln und bei stetig zunehmender Kälte ging es emsig weiter[,] und nur die Ampeln und unvorsichtige Autobediener konnten mich schließlich aufhalten. Als ich gegen 19 Uhr durch den Süden Dortmunds fuhr, manchmal - bei Steigungen - auch nur ging, und das Schild ,Hohensyburg' sah, wußte ich, daß ich es geschafft hatte. Was mich dann noch etwas enttäuschte, war die Tatsache, daß ich die Abfahrt in Richtung auf Syburg und Hagen nicht mehr wahrnahm und stattdessen die schöne Abfahrtstrecke nach Herdecke hinabraste. Ich war zu erschöpft, noch den Elan aufzubringen, um kehrtzumachen. So kam ich halberfroren in Herdecke an. Ich spürte meine Zehen nicht mehr, so daß ich mich möglichst bald aufwärmen mußte. Ich versuchte[,] mit Klaus zu telefonieren, der aber nicht zu Hause war, und als ich die Telefonzelle in Hagen-Eckesey verließ, war ich wieder etwas aufgetaut. Das nutzte ich aus und kam so im Eiltempo zum Elternhaus, wo ich gegen Viertel vor Acht abends ankam. Die Überraschung meiner Eltern und von Christof war sehr groß, besonders als sie erfuhren, daß ich auf dem Rad gekommen war. Ich kostete meinen Sieg aus[] und war trotz schmerzender Knochen glücklich.[...]
Bis Lünen (ca. 50 km) hatte ich einschließlich der Pausen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 25 km/h gehabt, ab Lünen (nochmals etwa 50 km) immerhin noch 15 km/h. Insgesamt war ich tatsächlich an die 100 km, wenn nicht noch mehr, gefahren, und das auf dem Fahrrad in fünfeinhalb Stunden! Das gibt eine Reisegeschwindigkeit von fast 20 km/h, wenn man die Aufenthalte unberücksichtigt läßt! Diese Leistung auf einem Fahrrad, welches nur eine Drei-Gang-Schaltung besitzt, und das mir bereits etwas zu klein geworden ist, kann einen trotz Erschöpfung schon mit Stolz erfüllen.
" (aufgeschrieben am 3.11.1980)



Schwerte - Hagen


Oft befahren, aber vorher nie dokumentiert - die Bundesautobahn 1 zwischen Schwerte-Lichtendorf und Hagen-West (mit der Hohensyburg in Dortmund-Syburg als Kulissenobjekt:




Wuppertal - Hattingen


Je eine Autofahrt von Wuppertal-Hatzfeld durch die Oberelfringhauser Schweiz in das Zentrum von Hattingen über die L433 (Am alten Zollhaus), L70 (Elberfelder Straße) und L924 (Felderbachstraße) - unternommen am 15. Juni 2011 - und eine Fahrt vom Autobahnkreuz Wuppertal-Nord über die BAB 43 nach Sprockhövel und weiter über die Querspange nach Hattingen - unternommen am 24. November 2015:




Hattingen - Sprockhövel - Hagen


Ein Abschied von der Stadt Hattingen in Form eines YouTube-Videos - Fahrt über die L651 (Bredenscheider Straße) gen Sprockhövel am 29. März 2011:


Vier Jahr später filmte ich die ganze Strecke von Hattingen (Bredenscheider Straße) bis Hagen (Tückingstraße) aus Beifahrersicht (Blick nach rechts) und orientierte mich dabei grob an der Bundesstraße 234:




Hagen - Wuppertal - Haan - Solingen - Opladen


Am Pfingstmontag, den 24. Mai 2010, zog es mich nach Haspe und gen Wuppertal. Über die Strecke der früheren Harkorter Kohlenbahn entlang der Grundschötteler Straße ging es über die Bundesautobahnen A1 und A46 zunächst bis nach Haan-Ost, wobei ich angesichts des herrlichen Pfingstwetters die Tour bis Wuppertal-Barmen durchgehend durch die Windschutzscheibe filmte:

Teilvideos der Autofahrt: von der Tückingschulstraße über die Preußerstraße in Kückelhausen zum Hasper Kreisel (24. Mai 2010 - ca. 100 MB), vom Kreisel über die Tillmannstraße zurück zum Kurt-Schumacher-Ring (ca. 10 MB), dann weiter über die Tillmannstraße und die Straße ,Büddinghardt', die Büddingstraße entlang und schließlich die Oedenburgstraße hinab zur Gründschötteler Straße (ca. 42 MB), dann über diese Straße zur Auffahrt Haspe/Volmarstein der A1 und auf dieser Autobahn bis zur Auffahrt auf die A46 (ca. 105 MB); auf der A46 geht es dann weiter bis zur Abfahrt Wuppertal-Barmen (70 MB) und weiter bis zur Anschlußstelle Haan-Ost (140 MB). Nachdem ich den Gedanken - mit dem ich angesichts des Wetters spielte -, ein wohl nur mir bekanntes antikes Schlachtfeld zu besichtigen, angesichts der bereits sehr üppigen Vegetation aufgab, fand ich mich in der Kohlfurth nahe der Wupper ein, wo das Bergische Straßenbahnfest des Jahres ,tobte' (Nummer 18). Dazu ein Video von der Anfahrt über Hahnerberg und Cronenberg (ca. 80 MB), welches unter anderem andeutet, daß auch seltene Straßenkraftfahrzeuge zum Stelldichein in der Kohlfurth anreisten (bei YouTube sehen Sie eine verbesserte Fassung):


Am 24. November 2015 versuchte ich mich in einer Seitenperspektive (nach rechts) auf der BAB 1 zwischen dem Anschluß Haspe/Volmarstein und dem Kreuz Wuppertal-Nord:


Die folgenden Filme entstanden mit dem Stereovideorecorder JAY-tech VideoShot 3D auf der Fahrt mit dem Regionalexpreß von Hagen nach Köln. Das erste Video habe ich am 19. September 2012 (08:41/09:14 Uhr) aufgenommen; es zeigt Ausschnitte der Reise bis Solingen auf der Fahrt in den Urlaub. Das zweite Video entstand am 27. August 2013 (gleichfalls auf dem Weg zum Flughafen Köln-Bonn) und zeigt die komplette Strecke zwischen Hagen Hbf und Bf Ennepetal (Gevelsberg), das dritte (auf derselben Fahrt) den Abschnitt Schwelm bis Opladen (RE7 nach Krefeld):



Heute schon gefröstelt? Hier gibt es vergangene Winter zurück: Hagen - Barmen. Ein Wintermärchen (Bilder vom November 2005, ergänzt durch Fotos und Videos vom Winter 2009/2010) - Schnee- und Eis-Impressionen von der Bahn, Autobahn und Bundesstraße! Die Strecke Hagen-Wuppertal bin ich berufsbedingt häufig gefahren; dabei wurde auch der Weg zurück - hier: Autobahnauffahrt Barmen bis einschließlich Grundschötteler Straße - gefilmt (29. April 2011):



Umständehalber fuhr ich am 22. April 2012 (in einem wenig märchenhaften Frühling Erroeten.gif) mit der S-Bahn von Hagen nach Wuppertal. Ein bearbeitetes YouTube-Video zeigt den linksseitigen Fensterausblick auf der Strecke von Wehringhausen nach Oberbarmen:



Dortmund - Iserlohn - Hagen


Auszug aus dem Tagebuch A, S. 58 f., Eintrag vom 19. Oktober 1975 (im Alter von 16 Jahren geschrieben): „Am Sonntag, den 21.9., besuchte ich mit den Teilnehmern des Arbeitskreises für Vor- und Frühgeschichte [im Hagener Heimatbund] vormittags das Museum in der Grüne (im Gasthaus ,Zur Post'). Es war sehr interessant. Ich war sehr beeindruckt, wie viel in den kleinen Räumen zusammengetragen worden war; selbst Skelette vom Höhlenbär und von einer Seekuh nebst Skelettreste[n] vom Mammut, Nashorn u. a. fanden darin Platz. Ich aß dort im Gasthof zu Mittag - das Essen war sehr gut - und beschloß, ins Schwerter Ruhrtalmuseum zu fahren. Ich hörte aber im Gasthof, daß es sonntags nur von 10 - 13 Uhr geöffnet sei[,] und fuhr deshalb nach Dortmund, und zwar zunächst mit dem Bus nach Iserlohn und dann mit der Bahn nach Dortmund HBF, von wo aus ich zu Fuß zum Historischen Museum [am Westwall] ging, | dessen Direktor ja Dr. Weißgerber ist. [...] Ich sah den Dr. zwar nicht, fand mich aber sehr gut alleine zurecht. [...] Als ich abends zurück nach Hause fuhr, hatte ich wieder ein[en] schönen Tag verbracht."



Hagen - Unna - Soest - Geseke - Niederntudorf - Paderborn


Aus meinen Tagebuchaufzeichnungen (hier: Tagebuch B) - den Text schrieb ich im Alter von sechzehn Jahren:

S. 67 - 71 (Eintrag vom 2. Juli 1976): „Ich bin heute [von Hagen-Wehringhausen aus] nach Niederntudorf gefahren. Ungefähr [um] 6 Uhr aufgestanden, fuhr ich 7.44 Uhr mit einem Zug nach Unna, wo ich 8.08 Uhr ankam. Ich hatte mein Fahrrad dabei. In Unna konnte ich mit keinem Zug weiter, es sei denn, ich ließ[e] mein Fahrrad stehen oder wartete über 5 Stunden. Ich wollte jedoch weder das eine, noch das andere. So schaute ich mich nach einer anderen Lösung um. Ich wartete zunächst [um zu überprüfen], ob der Zug 8.44 Uhr nach Soest zufällig einen Gepäckwagen anhängen [= angehängt] hatte. Da dies nicht der Fall war, machte ich mich mit dem Rad auf den Weg in Richtung Niederntudorf. Ich hatte sowieso Lust zu einer Gewalttour. Die Sonne lachte vom Himmel, [aber] noch war es einigermaßen kühl. Um 9 Uhr war ich am Ostring, [und] von dort sind es 16 km nach Werl - ich wollte dem Hellweg folgen. Um 9.35 Uhr war ich in Werl, [und] nach einer kurzen Pause fuhr ich um 9.40 Uhr von der Kreuzung Wickeder Straße [aus] weiter.
Ich war optimistisch. Die Tour habe ich nicht bereut. Ich gewann einen brauchbaren Eindruck von der Landschaft: Rechts und links gelbe und grüne Felder, dazwischen Büsche, Wälder und einige Häuser. Das Ganze machte den Eindruck einer fruchtbaren Steppe. Ich konnte an allen Seiten den Horizont erkennen.|Im Norden war die Luft leicht bräunlich verfärbt, im Süden jedoch vollkommen klar. Kein Wölkchen am Himmel. Ich fuhr auf einer sanft ansteigenden und wieder abfallenden Naht durch diesen Teil der Welt. Ich fühlte mich frei und ungebunden. Ärgern taten mich während der Tour nur die Autoabgase. Vorteilhaft wirkte sich jedoch der Sog der Fahrzeuge aus. Ich hatte nämlich Gegenwind. Ich fuhr anfangs nur im 3. Gang (Mein Fahrrad hat drei Gänge - ohne Leerlauf), später häufiger im zweiten. Fast jedes Städtchen begrüßte mich kilometerweit im voraus mit einem hochragenden Kirchturm, der fast immer direkt auf dem Hellweg zu stehen schien. Er zog mich
[jeweils] an, verführte mich zum Entspurt [= Endspurt]. Sah ich [dann] den nächsten Kirchturm, gewahrte ich hinter mir noch den letzten. Dieser letzte [Kirchturm] gab mir immer das Gefühl, daß ich überhaupt nicht voran kam.
Auf der Straße lag hier und dort totgefahrenes Getier. Ich zählte ungefähr fünf Vögel, zwei Igel und ein Mäuschen an meiner
[Straßen-]Seite. Ein Autofahrer hätte sie gewiß übersehen, [und] ein Fußgänger wäre längst nicht an allen vorbeigekommen. Während der Fahrt mußte ich ab und zu Ungeziefer abstreifen, [und zwar] kleine, schwarze, sehr schmale Käferchen, von ca. 2 mm Länge, die man oft|im Getreide findet. Ab und zu wollte ein dicker Brummer durch mich durch.
Mein Proviant bestand aus einer Banane und einer Stange Kekse. Ich hatte meine Fahrradflasche mit Tee gefüllt. Später trank ich noch mindestens 4 Dosen Fanta, 2 Dosen Coca Cola und 1 Dose Lift, insgesamt um die 3 Liter: Die Hitze machte sich bemerkbar. (Die Getränke gelten allerdings für den ganzen Tag).
Von Werl brauchte ich für die 14 km nach Soest 50 min,
[denn] 10.30 Uhr war ich dort am Bahnhof.|[...] 10.35 Uhr fuhr ich weiter. Die Geschwindigkeit nahm mit der aufkommenden Hitze ab. Nach 20 km war ich in Erwitte; langsam ging ich kapput [= kaputt]. Ab und zu lechzte ich nach Wasser, [und zwar dann,] wenn sich weit und breit kein Kiosk oder dergleichen fand. Aus diesem Grunde fuhr ich 11.40 Uhr, gerade angekommen, sofort weiter (65 min Fahrzeit). Die 12 km bis Geseke schaffte ich in 45 min. Ich hielt fast alle km einmal im Schatten eines Baumes. Der Kirchturm zog mich jedoch immer wieder weiter. Er täuschte wie die anderen immer wieder Nähe vor. Um 12.25 [Uhr] war ich dann in Geseke. [Ich machte hier] 10 min Pause. Dann fuhr ich vom Hellweg herunter, direkt nach Oberntudorf (über Heidemark). 13.30 [Uhr] war ich (nach 55 min) da.
Die Landschaft beeindruckte mich wie immer. Schöne Worte vermögen sie nicht zu beschreiben. Es war mein ,Wahl-Heim'. Weit und breit (um Heidemark) war kein Mensch zu sehen. Sah
[= Sähe] ich nicht, das [= daß] der Weg vor mir geteert war[] und die Welt um mich herum kultiviert, ich fühlte mich [dann] bestimmt als einzigster [= einziger] Mensch auf der ganzen Welt. Ich werde meine Radtour sicherlich wiederholen, [denn] sie tut mir gut. Nur meine Arme müßte ich auch einmal trainieren, [denn] sie sind so dünn wie Bohnenstangen. Von Kraft keine Spur. Beim Radfahren wirkt sich meine Gestalt bezüglich des Luft-|widerstandes jedoch positiv aus.
[...]
Um 16 Uhr bin ich wieder weggefahren, nachdem ich Niederntudorf inspiziert, mein Fahrrad ausgebessert und mich in der Wiege der Natur vergessen hatte. Um 17.05
[Uhr] fuhr mein Zug in Paderborn ab. Ich bin heute gut und gerne 100 km [mit dem Fahrrad] gefahren. Davon 80 km in 4 1/2 Std. auf dem Weg nach Tudorf. - Durchschnittlich fuhr ich von Unna nach Oberntudorf knapp 20 km pro Stunde. Ziehe ich die Pausen und Halte an den Ampeln ab, etwa 25 km. Ich bin zufrieden, [= ;] eine baldige Wiederholung der Fahrt ist gewünscht."



Hagen - Herdecke - Dortmund - Unna - Hamm


Auszüge aus dem Tagebuch G 19.5.77 - 1.6.77:
Eintrag vom 21. Mai 1977 in Hagen (im Alter von 17 Jahren geschrieben): „Nach der tagelangen Geistesarbeit [...] spüre ich heute (Sonnabend) [...] eine Müdigkeit beim Lesen eines Kommentarbandes zu Jean Anouilhs ,Antigone' [...]. Ich kann kaum noch einen klaren Gedanken fassen. Ich muß 'raus, muß. [...] Eine Radtour täte mir jetzt gut."
ebenda, Eintrag vom 23. Mai 1977 in Hamm: „Es ist gleich 15 Uhr. Ich sitze am Bahnhof Hamm und warte auf einen Zug, der mich und mein Fahrrad mit nach Hagen nimmt. Ich habe eine Radtour gemacht. Dazu bin ich heute morgen gegen 7 Uhr aufgestanden. Um 8.20 Uhr fuhr ich los. 8.50 [Uhr] hatte ich bereits Herdecke hinter mir und stand an der Weggabelung Richtung Wetter/Dortmund. Ich fuhr zunächst [in] Richtung Dortmund. Dazu mußte ich eine schnurgerade Steigungsstrecke hinter mich bringen. Um 9 Uhr machte ich dort auf halber Höhe vor dem Hotel Bonsmann's Hof für 2 Minuten Pause und sah mich um. Es war herrliches Wetter[,] und [ich hatte] klare Sicht. Es machte mir Spaß. Deddy Merx passierte gegen 9.05 [Uhr] die Autobahnauffahrt und ließ die Autobahn gegen 9.10 Uhr unter und hinter sich. Danach hatte ich eine schöne Strecke, die reinste Himmelfahrt vor mir. Es war eine Höhenstraße ohne Steigung mit weiter Aussicht. Es war eine schöne, schattige Allee; die Fahrbahn eben wie ein Spiegel. Ich glaubte[,] die richtige Route genommen zu haben. Ich wollte weiter nach Dortmund-Aplerbeck. 9.18 [Uhr] mußte ich vor Aplerbeck erstmals auf der schönen Strecke vor einer Ampel halten. 9.25 [Uhr] war [ich] in Dortmund-Berghofen und hatte zwei kurze Steigungsstrecken hinter mir. Ich fuhr wie im Fluge, [= ;] die reinste Himmelfahrt war das. (Ein paar Tage zu spät, ich weiß...). 9.30 [Uhr] fuhr ich durch Aplerbeck, blieb aber unangetastet. Auf der Köln-Berliner Straße schien ich dem Himmelreich immer näher zu kommen; es gab nun keine Schatten mehr. Die Sonne schien immer näher zu werden [= kommen], aber es ging bald wieder bergab. Um 10 Uhr war ich in Massen. Zwischen DO-Asseln und Wickede hatte ich Ärger mit der Straße - ich war inzwischen auf dem Hellweg angelangt -, da ich auf Pflaster zwischen Straßenbahnschienen balancieren mußte und entweder eine der Klingeling-Eulen [= Trams] vor oder hinter mir hatte. Ich hatte dann aber eine schöne Aussicht und machte in Massen 5 min Pause, um mich mit Flickzeug zu versorgen.
Um 10.25 Uhr war ich am Unnaer Bahnhof und spähte nach einem Time-Table. Gestern war Fahrplanwechsel.
[...] Um 10.35 Uhr fuhr ich weiter und fand mich [...] in einem Chaos vor. 10.50 Uhr hatte ich das Schlupfloch in Richtung Werl gefunden, erste ernste Anzeichen körperlicher Schwäche zeigend.
Ich schrieb alsbald (ich zitiere Notizen): ,Meine Beine tun bereits so weh, daß ich mich zu einer kurzen Pause entschlossen habe. Wenige Kilometer hinter Unna auf der B 1 Richtung Paderborn öffnet sich hier ein schöner Blick nach Westen über Norden nach Osten. Ich genieße ihn. Wie ein grüner Teich mit Dampfern und Bohrtürmen erscheint mir die nördliche Hellwegzone. Als ich glücklich auf die B 1 in Richtung Paderborn gefunden hatte, weckte eine (bereits bekannte) Umleitung erste Befürchtungen, die sich hoffentlich nicht bewahrheiten werden. Ich möchte auf den kürzesten Weg nach Obern- bzw. Niederntudorf, ohne Umwege. Es ist ohnehin schon weit genug. Jetzt spenden auch keine Bäume mehr Schatten.
[...] Übrigens, mit totgefahrenem Getier scheint es heute nicht so schlimm zu sein. Ich habe erst einen Hasen o. ä. und eine Maus o. ä. bisher gesehen.
Nun ist es schon 11.05 Uhr. Als ich weiterfahren will, rauscht ein Zug vor mir durch die Ebene. Er scheint auch Fernweh zu haben, dachte ich
[soeben].' - ,11.25 [Uhr]. Ich bin jetzt an der Abfahrt [der Bundesstraße 1] nach Westhemmerde und denke: Das gibt's doch nicht. Ich bin ziemlich fertig. Ich schwitze zwar nicht, aber meine Knochen rebellieren. Ich muß zugeben, daß ich mir einiges zuviel zugetraut habe. [...] 15 km/h muß ich schaffen. [...] Ich sollte trainieren. [...]' - ,Es ist 11.30 Uhr. Versuchen wir's noch ein wenig [sic (D.R.)]. Vielleicht schaffen wir es ja (mein Rad und ich).' - ,11.35 Uhr. Jetzt mache ich unter einer schattigen Kastanie schon wieder Pause. Wenn der Wind, der ja aus Osten weht, nur nicht so stark wäre! Nun esse ich erst 'mal etwas und trinke.' - ,11.45. Hm, das hat geschmeckt. Ich mag nicht mehr. Fahren wir weiter. Ich fahr' meilenweit für ein Fünkchen Hoffnung.' - ,[...] Von Werl noch keine Spur. Dabei ist es gleich zwölf (für mich schlägt's dreizehn). ,Werl 5 km', lese ich gerade. [...]' - ,12.15. Nun sitze ich hier in Büderich - seit über einer Viertelstunde -, ruhe mich aus und halte mein zweites Mittagessen. Ich frage mich ernsthaft, ob ich aufgeben soll. [...] Aber es fällt mir schwer, ein einmal gesetztes Ziel aufzugeben, besonders, wenn ich mich so lange darauf gefreut habe. [...] Fahren wir los?!' - ,12.30. Kurz vor Budberg setze ich mich auf die einsame Landstraße, deren Teer von der Sonne aufgewärmt ist, und lasse meinen Blick rings umher in die Ferne streifen. Zu beiden Seiten sind grüne Felder. Neben mir weiden ein paar Kühe. Schräg gegenüber hört man das monotone Schlagen einer Art Hammerwerk. Südöstlich von mir liegt Werl. Wie eine Leinwand [= Wie gemalt]. Davor bewegen sich Autos wie auf dem Band [...] hin und her. [...] Südlich von mir liegt Büderich. Südwestlich von mir sehe ich den Kirchturm von Hemmerde oder - weniger wahrscheinlich - von Holtum. Sonst überall Wiesen und Felder mit vereinzelten Wäldern oder nur Bäumen. Nordwestlich schwingt sich der Strom durch die hohen Drähte. Darunter liegt - zwischen Bäumen versteckt - das Dorf Budberg. Nur Dächer schauen zwischen den Bäumen hervor. Wäre das Hammerwerk nicht, würde man nur ab und zu das Dröhnen eines Flugzeuges hören oder eines Straßenfahrzeugs, das an mir vorbeijagt. Selbst die wenigen Wolken schleichen so, als ob sie sich Mühe gäben, so leise wie möglich zu sein. Das gefällt mir irgendwie. Heute lasse ich mir Zeit. Ah, das Hammerwerk hat - wie gerufen - aufgehört zu lärmen. Nun hört man nur noch das Grasen der Kühe, das Trillern und Zwitschern der zahlreich gegebenen Vögel und das Rauschen und Raunen der Gräser im Wind. Dazu der Duft der Natur, nur vereinzelt in seinem Frühlingston von den Abgasen eines vorbeifegenden Fahrzeugs veruntreut. Nun werde ich noch ein paar Minuten - bis 12.45 Uhr - genießen und dann weiterfahren, in Richtung Hamm. Ha, wie die Sonne auf dem Rücken brennt.'
Vor Hilbeck besichtigte ich den vermuteten ,Römerberg', war aber relativ enttäuscht. Seine Lage war nicht so besonders, wie sie mir vorgeschwebt war. Ich fuhr mit zwei Pausen bis Hamm und merkte, daß ich den toten Punkt so gut wie überwunden hatte. So mochte ich wohl noch gerne
[...] in Richtung Paderborn fahren, aber die Zeit reichte nicht mehr. [...] 13.50 Uhr in Hamm angekommen, holte ich mir erst einmal etwas zu trinken und fuhr dann zum Bahnhof. Ich entschloß mich [dazu], nach Hause zu fahren [...]. 16.12 [Uhr]"



Hagen - Iserlohn - Hönnetal - Sorpesee


Aus meinen Tagebuchaufzeichnungen (hier: Tagebuch B, S. 91) - den Text schrieb ich im Alter von siebzehn Jahren: „Am [...] Sonntag, den 22. Aug. [1976], unternahm ich eine Radtour zum Sorpestausee. Ich fuhr morgens um 8 Uhr [in Hagen-Wehringhausen] los und war nach 55 km um 10\25 am Campingplatz Nr. 3 angekommen. Ich erlebte ein paar schöne Stunden mit Baden und gegrillten Würstchen [...] und fuhr gegen 17\25 zurück nach Hause, wo ich 19.35 Uhr ankam. (Ich fuhr über Eppenhausen, Hohenlimburg, Öge, Letmathe, Iserlohn-Westig, Deilinghofen, Volkringhausen, Beckum, Langscheid). [...] Die Radtour habe ich nicht bereut."

Im November 2004 filmte ich als Beifahrer eine Autofahrt über die Autobahn A 46 von Hagen über Iserlohn nach Hemer und weiter durch das Hönnetal - aus Anlaß eines Ausflugs meines Vaters zum Sorpesee bei Langscheid - hier in memoriam Wilhelm Rothe (*1933 - †2006) der Zusammenschnitt der Fragmente als zwanzigminütiges YouTube-Video:



Linktipp:

Ein Jahrzehnt später dank
"Budoka83" eine weitere Fahrt (auf zum Großteil der selben Strecke) durch das Tal der Hönne:




Herford - Bad Oeynhausen - Bad Eilsen - Bad Nenndorf


Eine Autofahrt über die Autobahn BAB 2 nach Niedersachsen im Oktober 2011 diente unter anderem der Geländeerkundung - die Tour wurde in Ausschnitten zusammengefaßt zu einem zehnminütigen YouTube-Video:


Im Juli 2018 wurde auf dieser Route erneut gefilmt (Flatterband wegen eines zeitweisen Erscheinens des linken Randes des softwaremäßig nicht unterstützten Stereobildes):


Ausschnitte von der Rückfahrt Bad Eilsen - Herford im Oktober 2011 finden Sie hier:




Sichtflüge über Nordrhein-Westfalen habe ich fast nur - mit unterschiedlichster Software - mit dem Flugsimulator (von SubLOGIC, später MicroSoft) unternommen. Einmal hat mir mein Jugendfreund Heinz Lemmermann einen Flug von Hagen-Wahl nach Dortmund-Syburg und Herdecke spendiert, doch hatte ich keine Photographier-Erlaubnis (welche damals noch erforderlich war). Um so mehr freue ich mich, daß Flüge bei YouTube dokumentiert sind, so derjenige mit einer Cessna 172 von Arnsberg über Hagen nach Witten und Bochum von YouTube-User djgade (veröffentlicht im Juni 2012):


Sie wollen Flußfahrten? Ähem - also, tja, meine Rheinfahrten liegen schon lange zurück - da hammwa nix. Wie wär's dann mit 'ner Kanutour auf der Ruhr - das geht vielleicht. Aber Kamerafahrt, das geht mit der Ruhr dank Ruhrverband wirklich (Linktipp):




ÖRTLICHES



Aachen (Kreis Aachen)

Auf Grund verwandtschaftlicher Beziehungen bin ich im 20. Jahrhundert während meiner Kindheit und Jugend häufiger im Raum Aachen gewesen. Als ich mich zunehmend für die Frühgeschichte Mitteleuropas interessierte, kam ein weiterer Grund hinzu: "Sight Seeing"!

Aus meinen Tagebuchaufzeichnungen - hier: „Tagebuch 1979":

Am Donnererstag, den 26. Juli, ließ ich mir beim Aufstehen Zeit [...]. Als die Post kam, brachte sie mir ein Einschreiben mit, das meinen Ausmusterungsbescheid enthielt. [Jubel! Jubel! Jubel!] Da mein Vater selbst nach Aachen fuhr, beschloß ich, bei ihm auf der Lok mitzufahren, um zur Jahrestagung der Gesellschaft für Vorgeschichte zu gelangen. Während der Fahrt fotographierte [sic (D.R.).] ich meinen Vater, ließ mir einiges [Unbekannte] erklären und hatte so das Gefühl, als könnte ich meinen Alten ganz gut verstehen. [...] So gegen 17 Uhr kam ich in Aachen an.
Ich fuhr zunächst zum Colynshof
[Wikipedia-Artikel - abgerufen am 4.5.2019], [genauer: zu] der Jugendherberge im Süden der Stadt [YouTube-Video - abgerufen am 4.5.2019], zog mich dort um und fuhr zurück zum Polizeipräsidium. Gegen 18.30 Uhr traf ich im ,Hotel am Marschiertor' [TripAdvisor-Fotogalerie - abgerufen am 4.5.2019] ein, wo sich eine ganze Anzahl Mitglieder der Gesellschaft versammelt hatte.
Ich traf dort Herrn Dr. Korell, der mir die Druckvorlagen für mein Buch übergab, damit ich sie korrigieren konnte. Die Schrift
[,Die Hohensyburg im Lichte neuer Frühgeschichtsforschung'] stand demnach unmittelbar vor dem Druck. Ein Grund mehr zur Freude. Um meine Freude komplett zu machen - dem trug übrigens auch das Wetter hinreichend Rechnung -, lernte ich auch ein nettes, lebendiges, angeblich sechzehnjähriges Mädchen mit ihrem Opa kennen. Barbara [...] begleitete ihren Opa nur auf der Rückreise aus Belgien. [...] Nun gut, für Unterhaltung war [jedenfalls] gesorgt, und glücklich war ich [ja] zudem auch. Gegen 22 Uhr kehrte ich in die Jugendherberge zurück, wo ich mein Zimmer mit einer Handvoll schottischer Schüler teilte, mit denen ich mich noch bis gegen 23 Uhr unterhielt.
Am Freitag, den 27. Juli, stand ich um 7 Uhr auf, frühstückte um 7.30 Uhr und fuhr kurz nach 8 Uhr in die Innenstadt. Um 9 Uhr fand im weißen Saal des alten Rathauses die offizielle Begrüßung statt. Danach hörte ich mir eine Reihe von Vorträgen an, die meine Kenntnisse im Bereich der Vor- und Frühgeschichte sichtlich vergrößerten. Über Mittag sah ich mir die Altstadt an, von der ich begeistert war. So eine gepflegte Atmosphäre war mir lange nicht mehr begegnet. Mein Mittagessen nahm ich bei Mc Donalds ein, und zwar ein Big Mac mit einer großen Portion Pommes und dazu ein großes Bier.

Dienstag, 31. Juli 17.55
[= Aufzeichnungszeitpunkt]

Nach dem Essen traf ich Barbara vor dem Marktbrunnen
[Wikipedia-Artikel - abgerufen am 4.5.2019], die mir von einem Typen erzählte, der seinen Wagen bunt bemalt habe, davon lebe, Autos und anderes anzupinseln, schon ein paar Mal in Indien und Amsterdam war. Wir kamen zu dem Schluß, daß es möglicherweise ein ,Stoffhändler' ist. Zu allem Unglück hatte er Barbara für 23.30 Uhr eingeladen! Barbara meinte, daß sie glatt aus reiner Neugier der Einladung folgen würde, wenn sie nicht von vornherein wüßte, wie verrückt das sei. Während ich den Vorträgen beiwohnte, nutzte sie das herrliche Wetter aus und sonnte sich am Brunnen. Ich kam mir prompt alt vor. Ich sah sie dann noch ein paarmal [sic (D.R.)], bevor ich mich am Abend mit der Familie Korell im ,Haus des [Deutschen] Ostens' zusammensetzte und mich unterhielt. Gegen 23 Uhr ging ich zurück zur Jugendherberge.
Am Samstag, den 28. Juli 1979, stand ich wieder um 7 Uhr auf. Ich nahm mir viel Zeit und ging gegen 8 Uhr hinunter in die Stadt, wobei ich das angenehmee Gefühl genoß, durch eine schlafende Stadt zu wandeln und sie mit jedem Schritt ein wenig mehr zu wecken. Ich ging durch menschenleere Straßen und traf immer mehr Menschen an. In einem Kiosk holte ich mir eine Packung John Player's Special - meine Lieblingsmarke -, die 50 Zigaretten enthält. Ich hatte mir wieder angewöhnt, viel zu rauchen, wobei die reizende Barbara nicht ganz unschuldig war, die mir stets neue Zigaretten anbot. So hielten meine Zigaretten auch nur zwei Tage vor.
Ich traf Barbara wieder vor dem Brunnen und überredete sie, an einem Vortrag teilzunehmen. Sie war aber nicht sehr interessiert. Schließlich brachte sie es sogar fertig, mich aus dem Sitzungssaal zu entführen, wobei ich den Referenten wohl enttäuscht habe. Wir machten einen Stadtbummel, tranken in einem Café Cola und aßen anschließend bei einem Mac Donalds zu Mittag. Ich blieb bei meinem Gericht. Anschließend besuchten wir die Babylonier-Ausstellung in der Neuen Galerie und schauten uns ein paar Läden an. Ich war von dem Mädchen ganz fasziniert. Anschließend legten wir uns im Elisenpark auf die Wiese und versuchten zu pennen, weil wir von all den Eindrücken so ermüdet waren. Auch dort gab es viel Spaß, und zwar mit Hunden und Pennern.

Donnerstag, 2. August 1979 14.10
[= Aufzeichnungszeitpunkt]

Gegen 15 Uhr nahmen wir an der Stadtführung teil und besichtigten den Dom. Als es uns am Kaiserthron zu langweilig wurde, verließen wir den traurigen, dumpfen Ort der Geschichte und traten zurück ins Leben. Zunächst wandelten wir wieder durch die Stadt, dann aßen wir mit Babs Opa Eis in einem Café. Bis zum Abend gelang es uns, die Zeit zu vergessen. Dafür wurde der Abend um so öder. Zunächst wohnten wir der Jahreshauptversammlung bei, die aber kein Ergebnis zu bringen schien. Wir beschlossen daher, eine Diskothek zu suchen, was uns erst nach langem Umherlaufen gelang. Als wir endlich eine gefunden hatten, war die überfüllt und spielte überdies hoffnungslos blöde Musik. Babs lehnte sich am Eingang an die Wand und war nicht mehr ansprechbar. Ich fühlte mit ihr, daß sie am liebsten zu Hause bei ihrem Freund gewesen wäre. Ich selbst kam mir überflüssig vor und war leicht betreten. So brachte ich sie zurück ins Hotel, erfuhr dort von ihrem Opa, wie es um die Gesellschaft stand
[...], und setzte mich anschließend zu Korells, um über einige vor- und frühgeschichtliche Aspekte zu diskutieren. Gegen 22.30 Uhr ging ich zurück zur Jugendherberge, wobei ich mir die Patrizierhäuser anschaute und darüber nachsann, ob ich mich glücklich oder elend einschätzte. Ich kam zu keiner Lösung. Schließlich setzte ich mich im Dunkeln auf eine Bank an der breiten Allee und schaute auf die Schatten und Lichter der schweigenden Großstadt und rauchte mir noch eine Zigarette. Schließlich hatte ich nur noch das Bedürfnis zu schlafen und in einer neuen Welt aufzuwachen. So erreichte ich den Colynshof kurz nach 23 Uhr und fand im Zimmer nur noch schlafende und schnarchende Wesen vor.
Am Sonntag, den 29. Juli, war ich wieder etwas klüger. Ich stand bereits um 6.30 Uhr auf, packte meine Klamotten, aß und verließ die Jugendherberge gegen 7.45 Uhr. Gegen 8.15 Uhr kam ich am Bahnhof an, wo unsere Exkursion starten sollte.
[...] Babs schien sich zu freuen, als sie mich sah. Ich fühlte mich gleich besser. Unsere Exkursion wurde alles andere als langweilig. [...]

Samstag, 4. August 1979 10.10
[= Aufzeichnungszeitpunkt]

Gegen 18.30 Uhr erreichte der Reisebus wieder den Aachener Hauptbahnhof. Als ich kurz nach 19 Uhr nach Hause fuhr, begleiteten mich Babs und ihr Opa
[...]."


Auch während meines Studiums fand ich nach Aachen, wie ein Zitat aus einem Brief an Oma Jaeckel (Kreisstadt Sangerhausen, Bez. Magdeburg, DDR) vom 23. Juli 1981 veranschaulichen mag: „Am Wochenende habe ich an einer zweitägigen Exkursion nach Aachen, Lüttich, Monschau und Schleidengemünd teilgenommen, um im Rahmen der Volkskunde alte bäuerliche und bürgerliche Wohnungen zu studieren."



Altena (Märkischer Kreis)

MK/Altena/Burg/197(1)xxxx_FM1_23_3_EU_D_NW_MK_Altena_Burghof_Detlef_Rothe_1200x0821
,Burgenkunde' in Altena (Wikipedia-Artikel) um das Jahr 1971 (Foto: Klaus oder Wilhelm Rothe, Hagen in Westfalen)
(Zum Vergleich siehe das
Foto der Örtlichkeit!

Schon früh begeisterte ich mich für die gut erhaltenen oder rekonstruierten Ritterburgen im Raum Solingen/Hagen/Altena! Die Burg Altena (Wikipedia-Artikel) bildete da keine Ausnahme!



Altenbeken (Kreis Paderborn)

Altenbeken steht hier nicht nur für ,Regionales', sondern auch für ,Reisen', denn der Ort war bislang eine wichtige Eisenbahnstation auf meinen Reisen in die sogenannte ,Deutsche Demokratische Republik' und zuletzt noch auf den Weg ins Lippische, nämlich nach Detmold und Schieder. An Stelle weiterer Erläuterungen hier nur ein Hinweis auf das ,Vivat-Viadukt-leider-ohne-Viadukt-Video' von Georg Peter Landsiedel bei YouTube.com (Aufnahmen vom 3. Juli 2011), welches von mir unbeeindruckt vom schlechten Wetter - eigenartige At(h)mosphäre! - als eine Hommage an den Bahnhof und seine Züge verstanden wird:




Bochum (Stadtkreis Bochum)

Bochum - im vorindustriellen Zeitalter als Kuhbochum bekannt - verfügt neben teils sehr bekannten Fabriken (ich erinnere nur an Nokia und Opel, freilich nicht ohne Wehmut!) auch über interessante landschaftliche Details. Die Ruhr-Universität muß ich nicht eigens erwähnen. Interessant sind für mich vor allem Plätze wie der Dorfkirchhof von Stiepel, welchen ich am 15. Juni 2011 besucht habe. Er erinnert mich stark an den Peterskirchhof von Dortmund-Syburg, welcher - in Form von (nicht unmittelbar sichtbaren) Fundamentresten - eines der ältesten christlichen Gotteshäuser Westfalens birgt, aber zugleich - wie die Situation in Stiepel nahelegt - charakteristisch für südwestwestfälische Dorfkirchplätze der älteren Neuzeit zu sein scheint. Insofern beinhalten beide Friedhöfe auch Denkmäler von hohem Wert (Kirche, Grabsteine und Umfriedung):



Linktipps

Die offizielle Internetpräsentation der Stadt Bochum.

Der Wikipedia-Artikel zur Stadt Bochum.

Die Ruhr-Universität Bochum: menschlich - weltoffen - leistungsstark. (Das muß die WWU Münster ihr erst noch nachmachen!)




Bonn (Kreis Bonn)

Aus meinen Tagebuchaufzeichnungen (hier: Einzelblatt-Ordner) zu Montag, den 10. April 1978 (damals war ich 18 Jahre alt): „Am Nachmittag fuhr ich um 13.20 Uhr nach Bonn und sah mich in der Innenstadt um. Das Rheinische Landesmuseum in Bonn hatte [= war] geschlossen, wie ich vermutet hatte. Ich ging durch die Kaufhäuser, sah mir Spiegelreflexkameras und Stereo-Kompaktanlagen an. Ich fühlte mich [hier] elend [...]. Als ich gegen 19 Uhr wieder zurück war, ging ich in die ,Weste', wo ich einige Mitschüler traf. Bei Zigaretten und Alt begann ich, mich wieder normal zu fühlen."

Eigentlich wollte ich ja zum Studium nach Bonn umziehen - seinerzeit Bundeshauptstadt! -, da man dort - wie in Münster - Volkskunde (mitteleuropäische Ethnologie) studieren konnte, was ich mit Recht für sehr wichtig hielt. Die Wohnungssuche und relative Abgelegenheit - von Hagen aus gesehen Erroeten.gif - hielten mich aber letztlich davon ab, zumal ich nicht (wie ein ehemaliger Klassenkamerad) wegen günstiger Zimmermietpreise einer schlagenden Verbindung beitreten mochte.
EU/D/NRW/BN/197905xx_FA0445_EU_D_NW_BN_DetlefRothe+UdoKrivett_an_der_Uni_Bonn
An der Uni in Bonn (links im Bild - Ende Mai 1979)


Links

Wikipedia-Artikel zur Stadt Bonn




Borken (Kreis Borken)

Im April 1986 als Grabungshelfer des Westfälischen Museums für Archäologie im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) Grabungs- und Dokumentationsarbeiten im Bereich eines bronze- bis eisenzeitlichen Bestattungsplatzes in Borken-Grütlohn (auch unter Marbeck bekannt).




Bottrop (Stadtkreis)

Als Grabungshelfer des Westfälischen Museums für Archäologie - Amt für Bodendenkmalpflege - im März bis April 1985 Grabungs- und Dokumentationsarbeiten im Bereich eines bronzezeitlichen Bestattungsplatzes auf dem Donnerberg in Bottrop-Lehmkuhle (wissenschaftliche Leitung: Arno Heinrich / Grabungstechnik: Dieter Vienenkötter):
EU/D/NRW/BOT/Lehmkuhle/19850401_mi_D_NRW_BOT_Lehmkuhle_Urnenfeld_Donnerberg_DetlefRothe+ArnoHeinrich_RN19850402
Dokumentation des Grabes 214 am Donnerberg durch Arno Heinrich und Detlef Rothe am 1. April 1985 (Foto: Schwarz, in: Ruhr-Nachrichten, Lokalteil Bottrop, v. 02.04.1985, S. Bot 1).




Breckerfeld (Ennepe-Ruhr-Kreis)

Auszug aus dem Tagebuch A, S. 38, Eintrag vom 12. Juli 1975: „Heinz war mit mir, meinen Eltern und Geschwister[n] am Freitag [11.7.] an der Glörtalsperre schwimmen [vgl. Eintrag im Taschenkalender: „um 2 Uhr kommt Heinz"] und hat mir das [steinzeitliche] Werkzeug [von der Talbrückenbaustelle unterhalb von ,Am Roland' in Hagen-Delstern], welches leider [bedingt durch Baumaschinen] zerbrochen war und von dem ein Stück fehlte, gezeigt." (Das war der Ausgangspunkt für gemeinsame archäologische Prospektionen.)

Badesaison an der Glörtalsperre bei Breckerfeld, Teil 1 (02.08.2004, 13:49 Uhr) (3 MB) und Teil 2 (02.08.2004, 13:58 Uhr) (3,5 MB) - aus Anlaß der Wiedereröffnung der Badeanlagen an der Glörtalsperre bei Breckerfeld-Glör (in memoriam Christa et Wilhelm Rothe) - hier als YouTube-Zusammenschnitt:






Brühl (Erftkreis)

Auszug aus dem Tagebuch A, S. 61, Eintrag vom 20. Oktober 1975: „Erwähnen will ich nur kurz, daß ich am Sonntag, den 28. September, mit [meinen] Eltern und Geschwistern im Phantasialand bei Brühl gewesen war (zum 2. Mal). Es hatte mir sehr gefallen[,] und ich war erstaunt, was es dort alles Neues gab. Ich habe einen Steckbrief von mir anfertigen lassen und warte nun darauf, wann die $10.000 Kopfgeld kassiert werden."

Facebook





Detmold (Kreis Lippe)

Am 21. September 1980 besuchte ich - wohl zum ersten Mal - das Hermannsdenkmal, welches für mich wegen der zur Bauzeit vorherrschenden Überlegungen, in der betreffenden Gegend den Hauptkampfplatz der clades Variana (die Varusschlacht) zu sehen, von nicht geringem Interesse war. Heutzutage "verorte" ich den Schauplatz des Hauptgeschehens weiter nordwestlich (und nicht etwa in Niedersachsen!).

EU/D/NRW/LIP/Detmold/Hermannsdenkmal/19800921-1xxx_FA661_XIII-22_EU_D_NW_LIP_Detmold_Hermannsdenkmal_Kleinstatue_1076x1600

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Linktipps:

Startseite von ,hermannsdenkmal.de'

Startseite von ,hermannsdenkmal.net'

,Das Hermannsdenkmal' (Wikipedia-Artikel)

,Das Hermannsdenkmal - landesverband-lippe.de'




Dortmund (Stadtkreis Dortmund)


Seit 1975 (meine ersten Fotos von dort datieren vom März) interessierte ich mich für die Geschichte des Syberges am Hengsteysee. Bereits im Dezember 1975 entstand ein erstes Modell des Sybergs (Landschaftsmodellbau war ein Jugendhobby von mir):

REKONSTRUKTION DER SÄCHSISCHEN WALLBURG „SIGIBURG" aus der Zeit der Sachsenfeldzüge Karls des Großen

Es handelt sich um einen das Mündungsgebiet von Lenne und Volme beherrschenden Tafelberg, welcher seit dem 17. Jahrhundert Gegenstand von historischen Betrachtungen und mehr oder weniger einträglichen Grabungen war (,fränkische Pfennige' und anderes). Von 1975 bis 1977 nahm ich an einem von Willi Kuhlmann (seinerzeit eine bekannte Persönlichkeit ,vor Ort') geleiteten Arbeitskreis zur näheren Erkundung des Berges und seiner unmittelbaren Umgebung teil, wobei 1975/76 archäologische Untersuchungen, 1976/77 Auswertungen von Chroniken erfolgten. Zeitweise fuhr ich wöchentlich mit dem Fahrrad von Hagen-Wehringhausen aus auf diese Höhe.

Auszug aus dem Tagebuch G 19.5.77 - 1.6.77, Eintrag vom 30. Mai 1977 in Hagen (im Alter von 17 Jahren geschrieben): „Am Sonnabend [(28.5.1977)] war ich [...] zur Hohensyburg gefahren. Ich hatte dafür wie in alten Zeiten 35 Minuten gebraucht und war damit vollauf zufrieden (10 min brauche ich allein für das Stück Hengsteyseebrücke - Syburger Peterskirche). Vor der Kirche fand bereits an jenem Pfingstsamstag die traditionelle Pfingstkirmes statt, die ihre Ursprünge in der vorkarolingischen Zeit hat. Gegraben haben wir nicht - ich war mit Harald alleine auf dem Friedhof. Harald konnte es allerdings nicht lassen, einen halben Grabstein auszubuddeln, der allerdings genealogisch nicht zu gebrauchen ist. Haralds Instinkt für unentdeckte Funde ist beinahe unglaublich. Ein Stein, der ihn stört, wird beiseite geschafft, und schon legt es darunter einen anderen frei, der ihn alles andere tut als stören.
Gegen Abend versuchte er mich nach Dortmund zu entführen, aber es gelang mir, den entgegengesetzten Weg einzuschlagen, um nach Hause zu gelangen. Zuvor aber unterhielten wir uns an einem Wegesrand, an dem ich mich mit vollem Genuß den frühlingshaften Naturdüften und Haralds interessanten Worten widmen konnte. Dabei ertappte ich mich dabei, daß das Mädchen, um das Harald mich um Rat gefragt hatte
[...], mir immer näher kam, obwohl ich es noch nie gesehen und überhaupt gar nicht kennengelernt hatte. Harald meinte scherzhaft, daß er mir die Adresse auf keinem Fall nennen werde, als ich ihm meine Gedanken mitteilte. Wir beide verstanden uns recht gut. Ich werde daran erinnert, wie Karl Marx einmal an Heinrich Heine schrieb: ,Ich möchte sie gerne mit einpacken', und kann verstehen, warum mich Harald mit nach Dortmund schleppen wollte. Ich freue mich über dieses [für mich] neue Gefühl.
Ich wäre ihm gerne über Pfingsten
[..] nach Haltern gefolgt, worum er mich gebeten hatte. Ich sollte bei ihm [in Dortmund] übernachten und gemeinsam [mit ihm] dorthin radeln, um bronzezeitliche Scherben auf einem neu entdeckten Urnenfeld zu suchen. Er wollte mich [deshalb] gar nicht mehr nach Hause lassen; zum Glück wechselten wir das Gesprächsthema [...].
Gegen 20 Uhr fuhr ich zurück nach Hause
[in Hagen-Wehringhausen], wobei ich knapp 25 Minuten brauchte. Es war schon recht kühl, so daß mir die [vorherige] Hitze nicht zu schaffen machte; ein wenig fröstelnd kam ich [- je]doch schwitzend [-] zuhause an."

Über Syburg hinaus interessierte mich natürlich auch die alte freie Reichsstadt ,Tremonia' mit (immer noch unerforschter!) Königspfalz. Dazu stellvertretend (gewissermaßen symptomatisch) ein kleiner Auszug aus dem Tagebuch (A, S. 58 f., Eintrag vom 19. Oktober 1975) zum 21. September 1975:
Ich [...] fuhr [...] mit der Bahn nach Dortmund HBF, von wo aus ich zu Fuß zum Historischen Museum [am Westwall] ging, | dessen Direktor ja Dr. Weißgerber ist. (Unser Ausgrabungsleiter [auf der Hohensyburg].) [...] Dieses Museum war sehr gut eingerichtet. Schöne Modelle von verschiedenen Zeiten Dortmunds, der Reinoldikirche u. a. beeindruckten mich ebensosehr wie das Modell des Römerlagers Oberaden bzw. Beckinghausen, Funde daraus oder auch der Raum über die Geschichte der Vermessungskunde."

In den Jahren 1977/78, als für mich andere Themen an Bedeutung gewannen, hielt mein Interesse für den Stadtkreis Dortmund unvermindert an. Aus meinen Tagebuchaufzeichnungen:
Tagebuch L (28.9. - 24.11.77), zu Sonntag, den 16. Oktober 1977 (S. 81 f.): „[..] ich [..] fuhr nachmittags zu Harald nach Dortmund [...]. Mit ihm begann ich, eine Abfallgrube an dem Neubau der Stadtsparkasse, die er bereits im vorigen Jahr teilweise ausgeräumt hatte, [erneut] freizulegen. Abends wurde dann bei ihm zu Hause zusammen mit Dr. Boosen aus Münster, Herrn Abel, dem Ehepaar Kuhlmann|und Haralds Großmutter gefeiert. Gegen 23.30 verebbten die Gespräche langsam. Ich übernachtete bei Harald. / Am Vormittag des 17.10. half ich Harald beim Umbau seines neuen Fahrrads, und am Nachmittag setzten wir unsere Arbeit an der Abfallgrube fort. Der Bauleiter war so freundlich und überließ Harald [..] einen Preßlufthammer, so daß er eine Betonplatte entfernen konnte, die ihm bei der Weiterarbeit hinderte. Das zog sich dann bis zum Abend hin. 19.41 Uhr fuhr ich dann wieder nach Hause."
Tagebuch N (31.12.77 - 15.01.78): „Am Mittwoch, den 28.12.77, fuhr ich morgens zu Harald [..] nach Dortmund, den ich nach Wellinghofen begleitete. In der Kirche zeigte er mir die vermutlich karolingischen Fundamente, die er entdeckt hatte, und die Reste der anderen Vorgängerbauten der Wellinghofer Kirche, die vermutlich aus dem Hochmittelalter stammen. Die Ausgrabungen waren bereits am 16.12. abgeschlossen worden, obwohl die Rekonstruktion der vermutlich karolingischen Kirche selbst in ihrem Grundriß noch nicht möglich war. Am Nachmittag trieben wir uns in der Dortmunder Innenstadt herum, wobei ich wieder Gefallen daran fand, mir die Menschen anzuschauen und Vermutungen darüber anzustellen, was in ihnen wohl vorging. Wir besuchten das Stadtarchiv und unterhielten uns abends über seine (Haralds) neue Funde. Nebenbei verschlang ich einige ,Asterix'-Hefte, welche ich noch nicht kannte. [...]
Am Donnerstag, den 29.12.77, sah ich mir Haralds Kataloge der Stauferausstellung dieses fast vergangenen Jahres an, was mich den ganzen Vormittag über beschäftigte. Am Nachmittag wandelte ich wieder durch Trutmonias
[= Tremonias] Zentrum und besuchte mit Harald das Katasteramt.
Ich blieb auch über die Nacht zum Freitag, den 30.12., bei Harald und fuhr erst um 13.59 zurück nach Hause.
"

Aus den Untersuchungen "vor Ort" resultieren - was die Hohenyburg angeht - unter anderem zwei Aufsätze, welche für das Internet geschrieben wurden:

Ein mutmaßlicher Brandopferhügel auf der „Hohensyburg" (1992)

Hohensyburg im Wandel - Versuch einer virtuellen Gegenüberstellung (2005)

Der für mich völlig unverständliche Bau einer sogenannten ,Spielbank' auf dem Gelände der protohistorischen (und vermutlich prähistorischen) Wallanlage auf dem Syberg beendete mein Engagement bezüglich der Hohensyburg - wollte ich doch keine Werbung für ,Großkotze' und ihre Sympathisanten machen! Nach längerer Zeit, in welcher ich die Folgen meiner Altenpflege-Tätigkeiten zu verkraften hatte, suchte ich meine jugendliche Forschungsstätte allerdings im Februar 2015 wieder auf und erstellte einen Raumbildfilm, in dem ich alles Wesentliche zusammenzufassen versuchte (wobei mitunter der Zeitbezug fehlte):


Dortmund ließ mich auch nach meinem Wohnortwechsel anno 1979 nach Münster nicht los! Im März 1985 war ich als Grabungshelfer im Auftrag des Mittelalter-Referats des Westfälischen Museums für Archäologie im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ins Zentrum vorgestoßen, und zwar im Rahmen von Grabungs- und Dokumentationsarbeiten im Bereich der salier- bis stauferzeitlichen Siedlung und Stadtbefestigung (wissenschaftliche Leitung: Karl-Heinz Deutmann / Grabungstechnik: Lothar Trinkaus):
D/NRW/DO/Zentrum/1985031x_1xxx_AusgrabungenReinoldikirchhof
Archäologische Untersuchungen auf der U-Bahn-Baustelle an der Reinoldikirche Mitte März 1985 (Foto: Lothar Trinkaus, Dortmund)

Gegen Mitte des 1980er Jahrzehnts widmete ich mein Leben zwar der Archäologischen Forschung (theoretisch und ,im Feld'), doch verfolgte ich auch technische Entwicklungen (nicht nur in der Feldforschung - da faszinierte mich besonders das Caesium-Magnetometer Dr. Helmut Beckers), wobei den Lokführersohn vor allem Fortschritte in der Verkehrstechnik fesselten. In Hagen-Vorhalle (dort im Südwesten beim Rastplatz Funckenhausen an der BAB 1) bestand von 1974 bis 1979 eine zuletzt 1,9 km lange Versuchsstrecke des sogenannten ,Kabinentaxis' - einer für den Nahverkehr konzipierten Schwebebahn. Nachfolger wurde die sogenannte ,H-Bahn' in Dortmund, welche bis heute unterwegs ist. Dazu verweise ich auf einen Industriefilm von 1987 (die erste Minute kann man sich schenken) und einen Beitrag des YouTube-Users bzw. ,Kanals' Trüffelschwein von 2015:


Nach Aufgabe meiner Promotion - und damit des Berufswunsches Prähistoriker - widmete ich zwei Jahrzehnte meines Lebens vorwiegend dem Gesundheitswesen (Schwerpunkt Altenpflege). Im Frühjahr 2004 nahm ich im Westfalenpark an einer Kurzausbildung zum Berater für Produkte von Herbalife International teil:
D/NRW/DO/Westfalenpark/20040418_mit_Berater

Darüber hinaus bildete Dortmund - vor allem sein Hauptbahnhof - die ,Drehscheibe' für manche andere Unternehmung - siehe beispielsweise den Auszug aus dem Tagebuch Istrien Juni 2007: „Fr, 1.6.07 17:38 Abfahrt Dortmund. [Der] Zug stand noch im Betriebsbahnhof. Von der Ankunft des Zuges im Bahnhof einige Bilder mit Jenoptik-Kamera gemacht."
EU/D/NRW/DO/City/Hbf/20070601-1734_DSCI0001_D_DO_Hbf_Erscheinen_Urlaubsexpress EU/D/NRW/DO/City/Hbf/20070601-1734_DSCI0002_D_DO_Hbf_Ankunft_Urlaubsexpress

Ein weiterer Auszug - diesmal aus dem Tagebuch Istrien September 2007 - vom 14.09.2007 (17:37 Uhr): „Da sa ma wida! Unterwegs von Dortmund Hbf nach Rijeka, verabschiedet von einer grölenden Kulisse ganz wie zu Beginn der Fußballweltmeisterschaft anno 2006. Nur spielt diesmal BVB. Soll'n se doch. Wir entfliehen der Kälte (Temp. um die 14 Grad auf dem Tücking) und reisen an die Adria, meine Mutter und ich, bereits ein eingespieltes Team. Wird Meister, ganz sicher. Abfahrt laut Fahrplan 17:25 Uhr auf Gleis 18. Um 17:33 setzte sich der Zug in Bewegung, nachdem wir von Wagen Nr. 264 in Waggon 266 gebeten wurden. Soweit zu sehen, sind wir die einzigen Fahrgäste im hinteren Zugteil. Aber Dortmund ist bloß der Startpunkt des Urlaubsexpress'."

Anläßlich eines Termins bei dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen am 14. Dezember 2012 konnte ich die vorweihnachtliche Innenstadt von Dortmund in Augenschein nehmen, wobei ich auch die alte Grabungsstelle an der Reinoldikirche besuchte. Die bei Google Plus dazu und zu einem weiteren Termin (17. Januar 2013) gemachten Bilder-Serien wurden leider wie alle anderen beseitigt.


Links

LWL-Industriemuseum Zeche Zollern II/IV - Ankerpunkt der Europäischen Route zur Industriekultur (ERIH)

Wikipedia-Artikel zur Stadt Dortmund




Dülmen (Kreis Coesfeld)

Als Grabungshelfer im Fachreferat Mittelalter-Archäologie im Westfälischen Museum für Archäologie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) im Oktober 1990 Grabungs-, Dokumentations- und Bergungsarbeiten im Bereich der spätmittelalterlichen Stadtbefestigung von Dülmen, und zwar an der Ecke Haltener Straße / Mühlenweg auf der Baustelle eines Polizeidienstgebäudes. (Literatur: Detlef Rothe, Bericht über neuzeitliche Glas- und Keramikfunde aus dem äußeren Stadtgraben am Burgtorwerk in Dülmen, in: Heimat- und Verkehrsverein Dülmen (Hg.), Dülmener Heimatblätter, Jahrgang 1991 - Heft 1/2, Dülmen 1991, S. 13 - 28.)




Düsseldorf (Stadtkreis Düsseldorf)

Auszug aus dem Urlaubstagebuch Istrien Juni 2009 (Düsseldorf, 16. Juni 2009, 17:28 Uhr): „Die Juni-Istrien-Reise dieses Jahres läßt sich gut an. [...] Pünktlich um 17:02 fuhr [am Hagener Hauptbahnhof] der Regional-Express nach Düsseldorf ab, wo wir gegen 17:45 Uhr ankamen. Unterwegs schaute ich bei bedecktem, aber trockenem Wetter mir die Gegend an; Ennepetal, Schwelm, Wuppertal - es juckte mir in den Händen, [ich] saß aber zum Photographieren und Filmen zu ungünstig. Der Zug war voll - Feierabendverkehr!
In Düsseldorf angekommen gingen wir gleich zu Gleis 16; in der Unterführung roch es unangenehm - da mochte ich mich nicht aufhalten (abgestandene Luft mit Essensdüften - igitt!). Auf dem Bahnsteig
EU/D/NRW/D/Hauptbahnhof/20090616-1809s_PICT0001_Duesseldorf_Hauptbahnhof_Uhrturm
machte ich dann zwei Filmchen
[6 und 9 MB] mit meinem neuen Medion-Camcorder, welchen ich als würdigen Nachfolger meiner Medion-Digicam betrachte, welche auf dem Vojak ihren Geist aufgab. [Hier - bei YouTube - finden Sie einen Zusammenschnitt der beiden Einstellungen:
]
Gegen 18:21 Uhr ging es in den ICE nach München Hbf, der jetzt bei ruhiger Fahrt und leichtem Abendschein die Rheinterrassen hinaufrauscht."

Von Düsseldorf habe ich (trotz seines an eine Litfaßsäule erinnernden Schloßturms am Rhein, der ,Kö' und diverser Kunstwerke) seit meiner Jugend übrigens nicht viel gehalten - Altstadt und Alt hin oder her; die hier agierenden Regierungsbeamten genossen lange Zeit einen zweifelhaften Ruf (einen guten Freund von mir hat man auf Grund von Uneinsichtigkeit sogar dazu ,genötigt', nach Bayern auszuwandern!) - sie galten schlicht als ,dusseldoof' (wie wir als Kinder sagten).


Linktipp:

Erinnerungen an die Wirtschaftswunderjahre weckt das Video Doppel-8-Schmalfilm vom Düsseldorfer Flughafen von YouTube-User Trueffelschwein2012:





Duisburg (Stadtkreis Duisburg)

In Duisburg hat mich neben der archäologischen Hinterlassenschaft bis jetzt vor allem die Stahlindustrie interessiert - das Thyssenwerk war Ziel einer Jahrgangsstufenexkursion des Fichte-Gymnasiums zu Hagen kurz vor meinem Abitur anno 1979.


Links

Landschaftspark Duisburg-Nord - Ankerpunkt der Europäischen Route zur Industriekultur (ERIH)

Wikipedia-Artikel zur Stadt Duisburg

Bildergalerie des Photographen Christian Werner




Ennepetal (Ennepe-Ruhr-Keis)

Vom Dezember 1998 bis Juli 1999 war ich als staatlich anerkannter Altenpfleger (zunächst der Herz-Jesu-Kirchengemeinde, dann - im Anschluß - der Katholischen Betriebs-Trägergesellschaft mbH Hattingen) im Altenheim Haus Elisabeth tätig.

Am 7. April 2013 lud mich Christof in sein Auto, um den Bruder nach Ennepetal zu entführen. Dazu existiert bei Youtube ein Film:


Bei einer Mai-Fußwanderung anno 2016 gen Westen habe ich die interessante westliche Nachbarschaft meiner Heimatstadt Hagen - Ennepetal und Gevelsberg im Ennepe-Ruhr-Kreis - nur ansatzweise berührt; hier machte sich der Verlust meines Kraftfahrzeugs recht unangenehm bemerkbar (okay, Radfahren ginge auch):



Am 16. Juni 2019 gelang es mir nach mehreren "wegen Wetter" gescheiterten Versuchen, zu Fuß von meinem Wohnsitz auf dem Kuhlerkamp bis nach Enneptal-Voerde vorzudringen:



Das wird sicherlich nicht meine letzte Wanderung in die schöne Gegend Ennepetal gewesen sein (vielleicht bin ich auch 'mal wieder mit dem Radl da?).




Essen (Stadtkreis Essen)

Die mit rund 580.000 Einwohnern größte Stadt des Ruhrgebietes wurde 852 als Damenstift für die Töchter des Hochadels gegründet. Trotz schwerer Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg hat die rheinische Stahlstadt nichts an Attraktivität eingebüßt. Dazu ein Glückauf nach Essen! Die fast schon verloren geglaubte ,Tochter' - die ThyssenKrupp AG - ist in die Heimatstadt zurückgekehrt, wie der Großkonzern es in eigens beigefügten Beiblättern in regionalen Tageszeitungen am 30. Juni 2010 verkündete. Herzlichen Glückwunsch zu diesem beeindruckenden Schritt! ,Back to the roots' - das ist auch meine Devise, welche ich durch die Rückkehr nach Hagen (in den ,Wilden Westen' der Stadt) bereits im Sommer 2004 umgesetzt habe. Im ,Wilden Westen' des Ruhrgebiets (im Vergleich zu seinem beschaulicheren westfälischen Teil um Dortmund) hat also jetzt ThyssenKrupp Quartier bezogen - dort, wo im heutigen Stadtteil Altendorf anno 1819 die Gußstahlfabrik der Familie Krupp gegründet wurde und die Ruhrkohle quasi zu Hause ist. Ich wünsche dem neuen Quartier als Forum für neue Ideen und Ursprung nachhaltiger Entwicklungen das Beste und hoffe, daß bei der Hinwendung zu Naturwissenschaften und Technik nicht der eine oder andere Seitenblick auf Geisteswissenschaften und Kultur vergessen wird. Essen hat diesen mit seiner Archäologischen Sammlung (Überbleibsel eines aufgegebenen archäologischen Museums, welches ich anläßlich der Ausgrabungen in Gelsenkirchen-Horst besuchte) und der frühen Einrichtung einer Stadtarchäologie redlich verdient!


Links

Welterbe Zollverein - Ankerpunkt der Europäischen Route zur Industriekultur (ERIH)

Wikipedia-Artikel zur Stadt Essen




Gelsenkirchen (Kreis Gelsenkirchen)

Als Grabungshelfer im Fachreferat Mittelalter-Archäologie im Westfälischen Museum für Archäologie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) Grabungs- und Dokumentationsarbeiten am ehemaligen Ostturm und Westturm des Schlosses Horst (April - September 1990), Grabungs- und Dokumentationsarbeiten am ehemaligen Westturm und im Innenhof des Schlosses Horst in Gelsenkichen-Horst (März - September 1991); weitere Grabungs- und Dokumentationsarbeiten am Schloß Horst hauptsächlich im Bereich des Nordturms (April 1992 - August 1992):
D/NRW/GE/Horst/19920716_12xx
Abgestürzte Bauteile erleichtern die Dokumentation und die Rekonstruktion des im 3. Viertel des 16. Jahrhunderts im Emscherbruch bei Gelsenkirchen (Westfalen) auf Sand gebauten Schlosses Horst (Foto: Walter Böttger, Gelsenkirchen).

Nachdem ich seit 1990 im Rahmen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) am Schloß Horst archäologisch tätig war, wirkte ich dort noch vom Februar bis Juli 1994 für die Stadt Gelsenkirchen bei Bergungs-, Grabungs- und Dokumentationsarbeiten des Fachreferates Mittelalter-Archäologie des Westfälischen Museums für Archäologie im Bermenbereich, Innenhof und Sockelgeschoß von Schloß Horst:
D/NRW/GE/Horst/19940316_10xx
Am Nordostflügel des Renaissance-Schlosses Horst wurden Fragmente eines Kaiserbildnisses aus Ofenkeramik (Kölner Herkunft) geborgen!

Ausgrabungen in Gelsenkirchen-Horst 1990 - 1994

Der Horster Sturzbecher


Linktipp

Schloß Horst - Leben und Arbeiten im Zeitalter der Renaissance (Museumsausstellung).




Gevelsberg (Ennepe-Ruhr-Keis)

Vom September 1999 bis Januar 2000 war ich als staatlich anerkannter Altenpfleger des früheren Johannes Seniorendienste e.V. in der Außenstelle (ehemaliges evangelisches Krankenhaus) des ehemaligen Johanneshauses Hans-Sachs-Straße tätig, bis diese zu Gunsten des damals umgebauten Heimes in Wuppertal-Barmen wiederaufgegeben wurde.

Gevelsberg habe ich von September 1999 bis September 2019 nie - außer zur Arbeit - gezielt aufgesucht, auch wenn es ein geschichtlich heißes Pflaster (man denke nur an die Ermordung eines Erzbischofs!) darstellt. Berührt habe ich die Stadt allerdings per Rad, zu Fuß und bei Bahn- oder auch Autofahrten. Im Grenzgebiet zur Stadtgemeinde Wetter an der Ruhr wurde früher Kohle gemacht, und es fuhr sogar eine Kohlenbahn. Dazu findet man mehr unter Wetter.

Im Oktober 2019 unternahm ich dann eine Wanderung bis zum früheren Krankenhaus (und sie wird hoffentlich nicht die letzte bleiben):




Greven (Kreis Steinfurt)

Vom April bis Juni 1985 im Auftrag des Westfälischen Museums für Archäologie zu Münster - Amt für Bodendenkmalpflege - Grabungs- und Dokumentationsarbeiten im Bereich einer eisen- und merowinger-/karolingerzeitlichen Siedlung in Greven-Wentrup.



Hagen (Stadtkreis Hagen)

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Alles aus Hagen.



Haltern (Kreis Recklinghausen)

Als Grabungshelfer des Westfälischen Museums für Archäologie - Amt für Bodendenkmalpflege - Notbergungen im Bereich eines bronze- /eisenzeitlichen Bestattungsplatzes in Haltern-Markenkamp, Kreis Recklinghausen (23.08.1984) und Grabungs- und Dokumentationsarbeiten im Bereich der römerzeitlichen Befestigungsanlagen und Siedlungen (Februar - März 1992):
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Spitzgraben des augusteischen ,Feldlagers' vor der Baustelle des Westfälischen Römermuseums Haltern - Pressefoto - Verfasser mit ,geschulterter' Schaufel links im Bild



Hattingen (Ennepe-Ruhr-Kreis)

Herziges Hattingen - Resümee dreier Spritztouren 2010/2011 - eine sentimentale Rückschau angesichts der neuen Ruhrbrücke (1. Juli 2011).

Bevor ich die Innenstadt von Hattingen kennenlernte, habe ich - um das Jahr 1976 - bereits die Isenburg besichtigt, als in deren Ruinen Ausgrabungen stattfanden. Photographiert oder gefilmt habe ich damals dort nicht. Glücklicherweise war und ist der dortige Heimatverein sehr aktiv (dessen Film wurde am 21. April 2013 bei YouTube hochgeladen):




Herdecke (Ennepe-Ruhr-Kreis)

Die Stadt Herdecke habe ich seit meiner Kindheit besucht auf verschiedenen Spaziergängen am Harkortsee - von ,Berührungen' anläßlich von Bahnfahrten zum Dortmunder Zoo (oder auch Zentrum) und Radtouren (zur Hohensyburg oder weiter von/gen Norden) ganz abgesehen. In den seitdem vergangenen Jahrzehnten haben sich viele Bauvorhaben Raum verschafft, so daß es mir im 2010er Jahrzehnt anfangs schwerfiel, mich noch zurechtzufinden! Ein Besispiel nur: der Bahnhof Herdecke (Nord).



Link-Tipps:


Herdecke anno 2014 - Rückblickendes und Vorausschauendes von MrDDeffner.


Geschichtliches zum Bahnhof bis anno 2012 - präsentiert von MrDDeffner am 22.01.2013.

Seit dem Winter 2014/15 wurde der altehrwürdige und doch moderne Stifts- und Marktort zum Ziel meiner Wanderungen - ausgehend von meinem Wohnsitz auf der Tückinger Höhe, und zwar am 8.12.2014 und 16.02.2015 - die Bildergalerien dazu bei Google Plus wurden beseitigt.

Zu einer Bahnfahrt über den (das) Viadukt im März 2015 wurde bei Youtube ein Film erstellt:


Im September 2016 unternahm ich eine (zweite) Fußwanderung über Wetter an der Ruhr (Ergänzungen finden Sie dort!) nach Herdecke:


Darüber hinaus stattete ich im August 2016 der Altstadt einen Besuch ab:

Während dieses Video wegen des besseren Blickwinkels monovisuell gehalten ist, habe ich den Film über die betreffende Wanderung selbst vierdimensional ("3D") gestaltet:


Ende September 2016 unternahm ich eine achtstündige Tagestour durch das Ardeygebirge am Nordufer des Hengsteysees, welche mich bis zur Straßenbrücke über den Hengsteysee "führte":


Mitte Oktober 2016 ging es noch höher hinauf (vor allem in Wetter an der Ruhr):



Linktipp:

Wikipedia-Artikel zur Stadt Herdecke



Horn-Bad Meinberg (Kreis Lippe)

Am 21. September 1980 unternahm ich mit meinem ehemaligen Klassenkameraden Michael E. und seiner damaligen Freundin eine Autofahrt ins Lipper Land. Dabei besuchten wir auch die Externsteine, welche für mich wegen der damals noch anhaltenden Überlegungen, darin eine prähistorische Kultstätte zu sehen, von besonderem Interesse waren. Heute ist die Stätte als hochmittelalterliche ,Station'(mit kunstvollem Relief und nicht weniger religiösem ,Hintergrund') immer noch besuchenswert!

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Linktipps:

Externsteine-Infozentrum (anno 2011 eröffnet)

,Die Externsteine im Teutoburger Wald' (nicht zu verwechseln mit dem saltus Teutoburgiensis!)

,Die Externsteine' (Wikipedia-Artikel)

,Externsteine - landesverband-lippe.de'



Ibbenbüren (Kreis Steinfurt)

Im September 1986 im Auftrag des Westfälischen Museums für Archäologie zu Münster - Amt für Bodendenkmalpflege - Grabungs- und Dokumentationsarbeiten im Bereich eines bronze-/eisenzeitlichen Bestattungsplatzes in Ibbenbüren-Laggenbeck.



Isselburg (Kreis Borken)


Im Auftrag des Westfälischen Landesmuseums für Vor- und Frühgeschichte in Münster vom 9. bis 17. März 1981 Teilnahme an Ausgrabungen des Gebietsreferates Münster im Bereich einer römerzeitlichen („kaiserzeitlichen") Siedlung in Isselburg-Anholt:

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Bei Untersuchungen im Planum auf der römerzeitlichen Siedlungsfläche Ende März 1981 (Fotos: Birgit Mecke, Münster in Westfalen)




Köln (Stadtkreis Köln)

Mein liebes Köln! Aufenthalte in einer traditionsreichen deutschen Großstadt (2009)





Lengerich (Kreis Steinfurt)

Im Auftrag des Westfälischen Museums für Archäologie im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zu Münster vom Februar bis April 1984 (mit Unterbrechungen) Grabungs- und Dokumentationsarbeiten im Bereich einer merowinger- bis karolingerzeitlichen Siedlung in Lengerich-Hohne.




Lippspringe (Kreis Paderborn)

Als Grabungshelfer des Westfälischen Museums für Archäologie im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) Grabungs- und Dokumentationsarbeiten im Bereich eines ehemaligen Fachwerkhauses und einer eisenzeitlichen Siedlung an der Burgstraße 5 in Bad Lippspringe (Juni - Oktober 1990).



Lippstadt (Kreis Paderborn)

Als Grabungshelfer des Westfälischen Museums für Archäologie beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) Teilnahme an Grabungs- und Dokumentationsarbeiten des Fachreferates Mittelalter-Archäologie in spätmittelalterlichen bis neuzeitlichen Siedlungsbereichen an der Soeststraße 4 - 6 in der Altstadt von Lippstadt.



Lüdenscheid (Märkischer Kreis)

Auszug aus meinem Tagebuch E 3.4.77 - 6.5.77, Eintrag vom 27. April 1977 (geschrieben im Alter von 17 Jahren): „[...] am Sonntag, den 24.4., [unternahm ich] mit dem Arbeitskreis für Vor und Frühgeschichte (= V) des HHB [= Hagener Heimatbund e.V.] eine Exkursion nach Lüdenscheid [...]. [...] In Lüdenscheid besichtigte ich mit den anderen anwesenden Mitgliedern des Arbeitskreises das dortige Heimatmuseum, wobei ich von dessen Ausstattung beeindruckt war. Verglichen mit Lüdenscheid ist Hagen trotz seines Kunstmuseums [in dieser Hinsicht] eine Stätte der Kulturbanausen, was immer man sich auch darunter vorstellen sollte."

Linktipp:

Lüdenscheid (Wikipedia-Artikel)



Medebach (Hochsauerlandkreis)

Als Grabungshelfer im Fachreferat Mittelalter-Archäologie im Westfälischen Museum für Archäologie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) im Mai 1991 Grabungs- und Dokumentationsarbeiten an der mittelalterlichen Kirche des ehemaligen Augustinerinnenklosters in Medebach-Küstelberg.




Monschau (Kreis Aachen)

Zitat aus einem Brief an Oma Jaeckel (Sangerhausen, Bez. Magdeburg, DDR) vom 23. Juli 1981: „Am Wochenende habe ich an einer zweitägigen Exkursion nach Aachen, Lüttich, Monschau und Schleidengemünd teilgenommen, um im Rahmen der Volkskunde alte bäuerliche und bürgerliche Wohnungen zu studieren."




Münster (Kreis Münster)

Metropole Münster - über meine Aufenthalte in der Hauptstadt Westfalens - eine Rückschau (23. Juli 2011).






Nottuln (Kreis Coesfeld)

Als Grabungshelfer des Westfälischen Museums für Archäologie - Amt für Bodendenkmalpflege - Grabungs-, Dokumentations- und Prospektionsarbeiten mit Hilfe eines Protonen-Magnetometers im Bereich einer jungsteinzeitlichen Befestigungsanlage (August - September 1984).




Olpe (Kreis Olpe)

Schon bald nach seiner Eröffnung besuchte die seit 1965 fünfköpfige Familie Rothe dank der Frei- und Personalfahrscheine der Deutschen Bundesbahn im Sommerhalbjahr häufig den Biggesee im Sauerland:
EU/D/NRW/OE/Olpe/196(9)xxxx_FM1_36_EU_D_NW_OE_Olpe_Biggessee_von_WilhelmRothe_1200x0839
Foto: Wilhelm Rothe junior†

Im 1970er Jahrzehnt (1971 - 1980) kamen wir dann mit dem Auto (Opel Rekord). Mein Vater war begeisterter Angler und bevorzugte diesbezüglich den Sorpesee; den Biggesee erkundigten wir - als Christof in das geeignete Alter kam - in familiam mit dem Fahrrad. Von einem der ersten Aufenthalte (wohl vom Sommer 1969 - man beachte den gleichfalls noch jungen Baum) stammt folgendes Porträt von mir:
EU/D/NRW/HSK/Biggesee/196(9)xxxx_SW-Foto_EU_D_NW_OE_Biggesee_bei_Sundern_DetlefRothe_(Foto_WilhelmRothe)
Foto: Wilhelm Rothe junior†

Wohl aus der Zeit, wo die Sauerlandlinie noch nicht fertig war und wir bei Lüdenscheid-Süd die Autobahn verlassen mußten:
EU/D/NRW/HSK/Biggesee/197402xx_SW-Foto_EU_D_NW_HSK_Biggesee_Detlef_mit_Eltern_und_Christof_(Foto_KlausRothe)
Foto: Klaus M. Rothe, Hagen in Westfalen

Damals (Februar 1974) bevorzugten wir den Biggeseearm vor der Listertalsperre als Ausflugsziel, wo wir im Sommer auch badeten. Meine Eltern hatten für sich Klappräder erworben, da auf dem Dachgepäckträger unseres Opel Rekords nur Platz für drei Tourenräder war.


Linktipps:

Wikipedia-Artikel zu Olpe

Biggesee-Personenschif(f)fahrt




Ratingen (Kreis Mettmann)

Im Ortsteil Breitscheid der Stadt Ratingen (Wikipedia-Artikel) lag der Miniaturpark Minidomm. Dieser war eine europaweit bekannte touristische Attraktion des Rheinlandes, welche heute weitgehend vergessen ist. Ich habe ihn mehrfach in meiner Jugend besucht und damals einen ersten Eindruck von europäischen Stadtwahrzeichen und anderen Sehenswürdigkeiten gewonnen, welche ich im Laufe meines Lebens wenigstens teilweise im Original erleben durfte. Der Park wurde bedauerlicherweise im Jahr 1992 geschlossen.


Linktipps:

Wikipedia-Artikel zum Park

Sentimentale Erinnerungen an das 1960er Jahrzehnt weckt das Video Minidomm bei Breitscheid Doppel-8-Film von 1968 von YouTube-User Trueffelschwein2012:

(Hinweis: aus dem Schließungsjahr lassen sich bei YouTube mehrteilige Filme anderer User abrufen.)




Saerbeck (Kreis Steinfurt)

Vom Februar bis März 1984, sowie im Juni 1984, Grabungs- und Dokumentationsarbeiten als Grabungshelfer des Westfälischen Museums für Archäologie im Bereich einer jungstein-, eisen- und römer-/völkerwander(„ungs")zeitlichen Siedlung östlich der Bundesstraße 219.
EU/D/NRW/ST/Saerbeck/19840211_nm_D_NRW_ST_Saerbeck_Flurbereinigung_oestlich_der_B219_Grabung_mit_Maria_und_'Dill'_Michael_Rind_MZ_Greven_19840223 EU/D/NRW/ST/Saerbeck/19840211_nm_D_NRW_ST_Saerbeck_oestlich_B219_Putzen_der_fruehgeschichtlichen_Grube_mit_HerbertNeise_DieterVienenkoetter_MZ_Greven
Untersuchung jungsteinzeitlicher Siedlungsreste (rechts mein damaliger Kommilitone Michael M. Rind (Wikipedia-Artikel) - mittlerweile Professor für Ur- und Frühgeschichte, sowie Direktor des LWL-Museums für Archäologie!) und - ergänzend dazu - einer jüngerkaiser-/völkerwanderungszeitlichen Grube (Verfasser halbaufgerichtet hinten - in der Mitte hockend: Grabungstechniker Dieter Vienenkötter) unter der örtlichen Leitung von D. Vienenkötter am 11. Februar 1984 (Fotos: Münstersche Zeitung, Lokalteil Greven, Ausgabe vom 23.02.1984)


Im Mai 1984 Grabungs- und Dokumentationsarbeiten im Bereich eines alt-/mittelsteinzeitlichen Werkplatzes in Saerbeck-Sinningen.




Schieder-Schwalenberg (Kreis Lippe)

Tagebucheintrag vom 1. Januar 1976 (Band B, S. 8):
Ich erinnere mich [...] an vieles [...]. Zum Beispiel an meine Kur in Schida [sic!], an die ich mich allerdings ungern erinnere, da ich dort schlecht behandelt wurde. Meine Mutter [...] sagte, daß es im April 1965 war."
Man vergleiche hierzu den Wikipedia-Artikel zum Schloß Schieder! Einzelheiten hierzu finden Sie in meinem Artikel über Kinderheim-Aufenthalte.




Schwelm (Ennepe-Ruhr-Kreis)

Vom Oktober 1998 bis zum September 2004 lebte ich in Schwelm, und zwar in der Sedanstraße 42 (2. Etage), und zog dann zurück nach Hagen, woher ich ja stamme.

Mein Beitrag über diese garnicht so heimlich heimatliche Kreisstadt.



Selm (Kreis Unna)

Als Grabungshelfer im Fachreferat Mittelalter-Archäologie im Westfälischen Museum für Archäologie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) im Mai bis Juni 1991 Grabungs- und Dokumentationsarbeiten an der mittelalterlichen Burg Botzlar.

Als Mitarbeiter von Christoph Hellbrügge - Steinkonservierung (Befunduntersuchungen / Schadensanalysen / Restaurierungen) zu Lüdinghausen vom 27. Oktober bis 27. November 1992 Teilnahme an Grabungs- und Dokumentationsarbeiten des Fachreferates Mittelalter-Archäologie im Westfälisches Museum für Archäologie in der Prämonstratenser-Stiftskirche zu Selm-Cappenberg.




Sundern (Hochsauerlandkreis)


Aus meinen Tagebuchaufzeichnungen (hier: Tagebuch B, S. 87 - 91) - den Text schrieb ich im Alter von siebzehn Jahren:
Am Samstag, den 16. August 1976, fuhr ich mit Michael [..] zum Camping zum Sorpestausee im Sauerland. Michaels Vater brachte uns mit dem Auto zum Zeltplatz Nr. 3. Michael hatte sein Jugendzelt, ich ein Schlauchboot mit. Es hat mir sehr gefallen. Die Bekanntschaft mit einem schönen jungen Mädchen durfte nicht fehlen. [...] Sie [= Die Bekanntschaft] feiert im nächsten Monat ihren 15. Geburtstag. Sie kann sich, ohne mit den Wimpern zu zucken, mit 16jährigen Mädchen messen, viele [sogar] weit übertreffen. Doch was soll die Prahlerei. [...] Sie hat schwarzes Haar und dunkle Augen und einen Busen, um den sie von gleichaltrigen Mädchen nur beneidet werden kann.|[...] Spielen tat sie nicht. Stattdessen lag sie [...] trotz des schönen Wetters die meiste Zeit im Zelt und las. Sie war nicht gebräunt - die helle Farbe gab ihr aber nur einen selektiven [= besonderen] Reiz. Sie hatte stets einen Pullover an und ging selten schwimmen. [...] Wir [= Michael und ich] schwammen zusammen, spielten Federball und fuhren mit dem Schlauchboot. Anfangs hatten ich und Michael unser Zelt etwas abseits stehen. Dort wurden wir jedoch von zwei schrägen Vögeln, Peter und Gerd, schlecht behandelt und zogen um.|[...]|Ich und Michael lernten noch einen Jungen kennen, Rainer, der wie Michael 16 Jahre alt war und Koch werden wollte. Bei ihm - er hatte ein eigenes Jugendzelt - aßen wir bald mittags. Das Wetter am Sorpesee war herrlich - ganz anders als in Jugoslavien. Ich war schnell pleite, weil ich reichlich Durst hatte.
Abends spielten wir Karten: Ich lernte 17 + 14
[sic (D.R.)] und Knack. Ich lernte auch ein paar schöne, schmutzige Witze, die ich aber nicht gerne weitererzähle. Es waren schöne Tage, [aber] leider benahm sich Michael sehr kindisch,|warf mit Steinen und bekam mit Rainer am vorletzten Tag glücklich die Federballschläger kaputt. Mein Schlauchboot konnte ich noch retten, [doch] es hatte schon ein paar Löcher und wurde beinahe zum Objekt von Rainers und Michaels Zerstörungswut. Ob dies Bettina [...] imponiert hat, weiß ich nicht. Jedenfalls verstand auch sie, mit kleinen Steinen umzugehen. [...] Wie dem auch sei: Ich war traurig, daß [= als] ich am Samstag darauf (21.8.) wieder nach Hause mußte, aber auch froh, daß ich [dann] den kindischen Michael und [...] Rainer los war. Am Tage darauf, am Sonntag, den 22. Aug., unternahm ich eine Radtour zum Sorpestausee."




Warburg (Kreis Höxter)

Als Grabungshelfer im Fachreferat Mittelalter-Archäologie im Westfälischen Museum für Archäologie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) im Juli 1991 Grabungs- und Dokumentationsarbeiten in mittelalterlichen bis neuzeitlichen Siedlungsbereichen zwischen der Klockenstraße und der Josef-Kohlschein-Straße in der Altstadt von Warburg.


Keramik und Glasfunde der Preußenzeit aus der Altstadt von Warburg, Kr. Höxter (1991)





Wetter an der Ruhr (Ennepe-Ruhr-Kreis)

Einzelheiten zur Orthopädischen Klinik im Stadtteil Volmarstein aus familärer Sicht finden Sie in meinem Artikel über Kinderheim-Aufenthalte. Selbst besuchte ich - schon als Jugendlicher - die Burgruine Volmarstein, und zwar zunächst im Rahmen meiner heimatkundlichen Radtouren im 1970er Jahrzehnt.

Anfang Dezember 2014 zog es mich erneut nach Volmarstein. Von dieser an die Grenzen meiner Belastbarkeit gehenden Fußwanderung sehen Sie zwei Filme bei Youtube:



Der Harkortsee bei Wetter ist mir von den Angeltouren meines Vaters her (bei Zillertal am Harkortsee) ebenfalls schon früh gut bekannt gewesen!

Auf vielen Fahrten habe ich den Ausblick von der Brücke auf den Harkortsee genossen:


Wetter und Umgebung zogen mich in der Folgezeit immer mehr an. Davon zeugen mehrere Filme bei Youtube:

(Weitere Filme und Fotos finden Sie unter "Herdecke".)

Gerade noch im Radius möglicher Wanderungen - von meiner Wohnung aus - liegt das landschaftlich beeindruckende Gebiet ,Am Stork', welches neben verschiedenen älteren Verkehrswegen auch geschichtliche Besiedlungsspuren aufweist (Näheres dazu sollte eigentlich in meiner Dissertation zu lesen sein, wenn das nicht behördlicherseits vorsorglich verhindert worden wäre!). Da das Areal akut durch die Planung eines Gewerbegebiets bedroht ist (remember Hagen-Herbeck?), habe ich es im September 2010 wenigstens bildlich zu dokumentieren versucht; im Januar 2014 unternahm ich eine zweite Wanderung dorthin, im März 2015 noch eine dritte, um Anfang April bei Hinnenbecke jenseits der Deutschen Alleenstraße (hier: Bundesstraße 234) über die Trasse der Schlebuscher Kohlenbahn Friedrich Harkorts weiter vorzustoßen:


Der frühe Steinkohlenabbau (und auch andere archäologische Interessen) führte mich im Frühling 2015 nach Gut Steinhausen am Schlebuscher Berg und Umgebung:


Dazu gibt es eine Foto-Serie bei Facebook.


Linktipps

,Stork retten!'- Interessengemeinschaft Stork

Artikel zum geplanten Gewerbegebiet ,Am Stork' der IG STork

Ein Helikopterflug am 13.07.2013 bei Youtube (hochgeladen von dem User bzw. ,Kanal' womenhunter80) führt vom und zum Harkortberg über den Harkortsee, den Kaisberg, Volmarstein und Alt-Wetter:


Eine Bilderschau bei Youtube an Hand von Ansichtskarten etwa aus dem 3. Viertel des 20. Jahrhunderts:


Ausblicke von der Burgruine Volmarstein im August 2012 von Youtube-User Udo Heinl:





Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis)

Unter anderem bei gelegentlichen Radtouren zwischen Hagen und Münster (Alternativroute gen Norden zu der gen Süden bevorzugten Strecke über Herdecke oder Hohensyburg) habe ich Witten gewöhnlich als Durchgangsstation empfunden (Ausnahme: Museumsbesuche). Interesse fanden vor allem der Eisenbahnviadukt über der Ruhr und das Bahnhofsgebäude im Zentrum, hier zu sehen bei der Abfahrt auf einer Bahnreise gen Dortmund am 17. Januar 2013 (YouTube-Stereovideo):



Links

Wikipedia-Artikel zur Stadt Witten

Museen in Witten



Wuppertal (Kreis Wuppertal)

D/NRW/W/Barmen/20000xxx_nm_Der_Spaetdienst
1. September 2009: 10 Jahre im Service der Johannes Seniorendienste e.V. - erst in Gevelsberg (Evangelisches Krankenhaus), dann (ab Januar 2000) in Wuppertal-Barmen (Johanneshaus)!

Wuppertal erscheint aus archäologischer Sicht - trotz der Aktivitäten meines Jugendfreundes Harald Th. - noch recht trist. Das hätte sich spätestens mit meiner Dissertation geändert, welche dabei diesbezüglich ein besonderes ,Schmankerl' hätte aufweisen können. O tempores, o mores! In Wuppertal war ich nur als Altenpfleger tätig, aber auch das ist schon Geschichte - und die Römer bleiben noch unter der Erde EAnimGIFs/Objekte/Smileys/Augenverdrehen.gif. Widmen wir uns hier dem Medienzeitalter!

Die Wuppertaler Schwebebahn - geht ja, gibt's ja!

Wuppertal setzt Barmer Segel. Ein Viermaster am Ufer der Wupper.

Im Barmer Dschungel (24. Juni 2004) - mit einem Nachtrag (13. Juni 2010).

Straßenbahnen zwischen Bonn und Berlin im Zweiten Weltkrieg - behandelt neben Hattingen auch Wuppertal (28. April 2010).

Bergisches Straßenbahnfest in Wuppertal zu Pfingsten 2010 (02. Juni 2010).
Zu dieser Pfingstfahrt sind einige Videos von der Rückfahrt über Cronenberg, Hahnerberg, Erbschlö, Linde und Langerfeld verfügbar: auf der Bergerhauser Straße geht es im Zentrum von Cronenberg in die Lindenallee und dann weiter über die Hauptstraße in Richtung Hahnerberg (14:54 Uhr - 58 MB) - auf der Hahnerberger Straße entlang geht es nacheinander auf die L418, L417 und L419 an Erbschlö vorbei (15:05 Uhr - ca. 105 MB) - weiter von der L419 auf die B51 durch Wuppertal-Linde südwärts (15:08 Uhr - ca. 45 MB) - schließlich bei der Auffahrt Wuppertal-Süd auf die A1 und entlang dieser Autobahn gen Norden über Langerfeld bis zur Abfahrt Wuppertal-Nord (15:17 Uhr - ca. 105 MB).

Wie oben erwähnt fuhr ich am 22. April 2012 mit der S-Bahn von Hagen nach Wuppertal. Ein zweites bearbeitetes YouTube-Video zeigt die Ankunft in Barmen:



LINKTIPPS:


Nahverkehr in Wuppertal anno 1969 - präsentiert von dem YouTube-User Bogglesham:


Echt Wuppertal - Eine Zeitreise mit der Schwebebahn (1999) - die unausgesprochene Liebeserklärung des Westdeutschen Rundfunks an seine Geburtsstadt:



Zu Besuch im Wuppertaler Zoo von YouTube-User Trueffelschwein2012 - ein stereovisueller Film veröffentlicht am 17.05.2014:


Wuppertal@amazon.de




Xanten (Kreis Wesel)

Mein erster Fundbericht (1975)


Hinweis: Für die Aktualität, Funktionalität und Korrektheit der angegebenen Links erfolgt keine Gewähr!




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20.10.2019 15:40