REGIONALES

Schwelm an der Schwelle zum Rheinland - meine Heimat 1998 bis 2004

von Detlef Rothe aus Hagen in Westfalen

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Die Kreisstadt Schwelm (zuständig für den Ennepe-Ruhr-Kreis) kann auf eine traditionsreiche Geschichte mit zweimaligem Stadtwerdungsprozeß im Mittelalter zurückblicken. ,Schuld' daran ist die günstige geographische Lage an der Schwelme zwischen Wupper- und Ennepetal. In der Neuzeit war der ,Schwelmer Brunnen' beim Haus Friedrichsbad berühmt auf Grund seines Vitriolwassers. Im Zuge der Industrialisierung mit daraus resultierender Rohstoffgewinnung (die Roten Berge waren für ihre Eisenvorkommen bekannt) versiegte die Quelle jedoch.

Durch die Erschließung per Eisenbahn seit Mitte des 19. Jahrhunderts und die Anbindung an die Bundesstraße 7 profitierte Schwelm schon früh von zunehmender Warenherstellung und -vermittlung. Erwähnt sei hier nur die Klavierfabrik Ibach in der Nähe des Schwelmer Bahnhofs.

Heute ist Schwelm mit 28.600 Einwohnern (nicht einmal soviel wie sie Hagens Vorort Haspe hat) vorwiegend Verwaltungsmittelpunkt, und nach bereits erfolgter Schließung von Einzelhandelshäusern wie Karstadt und Praktiker kämpfen andere Warenhäuser und Baumärkte zeitweise um das nackte Überleben. Schwelm hat - schon angesichts der Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs - viel von seinem früheren Charme verloren. Die Besucher von Haus Martfeld mit seinen Genüssen für Leib und Seele werden dieses verbliebene Kleinod besonders zu schätzen wissen!

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Ansicht des Stadtzentrums von Osten nach einem Ölgemälde von Johann Gustav Lange aus dem Jahr 1836.

Auf der Abbildung ist links die evangelische, rechts die katholische Pfarrkirche zu erkennen; etwas weiter rechts - noch hinter der katholischen Kirche - befindet sich im Hintergrund (an der Straße nach Langerfeld) offenbar der Göckinghof, ein im 20. Jahrhundert bereits verschwundenes Adelshaus, während sich das Schloß Martfeld rechts außerhalb des Bildausschnittes mehr im Vordergrund befindet.


Vom Oktober 1998 bis zum September 2004 wohnte ich in Schwelm (Ennepe-Ruhr-Kreis), und zwar in der Sedanstraße 42 (2. Etage):
EU/D/NRW/EN/Schwelm/20030504_1033_Sedanstrasse42 (rückseitige Ansicht von der Straßenbrücke über den Bahneinschnitt aus - Foto: Detlef Rothe - 4. Mai 2003)
EU/D/NRW/EN/Schwelm/20040517_174x_Ausblick (Blick aus dem Fenster über den Bahneinschnitt hinweg - Foto: Detlef Rothe - 17. Mai 2004)

Vom September bis November 1998 war ich staatlich anerkannter Altenpfleger der Unternehmensgruppe Dr. Lohbeck in der Schwelmer Seniorenresidenz Am Ochsenkamp:
EU/D/NRW/EN/Schwelm/BahnhofSchwelmWest/20051126_1445_DSCI0009_Die_Schwelmer_Seniorenresidenz_am_Ochsenkamp_kommt_in_Sicht Unweit vom Bahnhof Schwelm-West passierte ich am 5. November 2005 die ,alte' Arbeitsstelle mit einem gewissen Abstand auf dem Weg zu einem langfristigeren Arbeitsort.

Im Herbst 2004 war ich bereits zurück nach Hagen gekehrt, und zwar in meine Heimatsiedlung Wehringhausen.

Erinnerungen an den Spätherbst 2005:
EU/D/NRW/EN/Schwelm/Hauptbahnhof/20051127_1345_IMAG0025_Einfahrt_in_Schwelm Der Hauptbahnhof in Schwelm wirkte wie das Werk eines Zuckerbäckers... (27.11.05; 13:45 Uhr)

EU/D/NRW/EN/Schwelm/Hauptbahnhof/20051126_1447_DSCI0012_Bahnhof_Schwelm_im_Schnee Wer das lesen könnt'! (26.11.05; 14:47 Uhr)

Weitere Winterbilder aus der Region sehen Sie unter Hagen - Barmen. Ein Wintermärchen.




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LITERATUR

Stadt Schwelm

Gerd Helbeck, Schwelm. Geschichte einer Stadt und ihres Umlandes, Band I: Von den Anfängen im Mittelalter bis zum Zusammenbruch der altpreußischen Herrschaft (1806), Schwelm 2. Aufl. 1995 (Dezember).

Martfeld-Kurier. Schriftenreihe des Vereins für Heimatkunde Schwelm e.V. - Die Bände 1 bis 32 wurden wiederabgedruckt in: Beiträge zur Heimatkunde der Stadt Schwelm und ihrer Umgebung. Jahresgabe des Vereins für Heimatkunde Schwelm, Neue Folge, 60. Heft: 2011, hg. v. Wolfgang Fenner, Schwelm 2011 (Dezember). ISSN 0343-2785.




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20120115 00:00