REISEN: Opatijska rivijera
Lauschiges Laurana - Bilder von der alten Hafenstadt Lovran in Kroatien
von Detlef Rothe aus Hagen in Westfalen
„Genauso wie Sie heute Lovran betreten, betraten den Ort bereits vor ein paar Jahrtausenden zahlreiche Riemenschuhe und Sandalen, vielleicht weniger bequem und in größerer Eile. [...] Dass die des Schreibens und des Lesens unkundigen Illyrer keinerlei Zeugnisse über Lovran hinterlassen haben, wundert nicht weiter, aber dass die Römer genauso verfahren haben, wundert doch."
(Amir Muzur, Lovrans Vergangenheit in einem Atemzug..., in: ders., Dušan Peršić u. Silvano Raffaelli, Lovran, S. 2 - 39, hier S. 2 f.)
Lovran - das Hauptmotiv: Blick vom Alten Hafen zur Altstadt mit Georgskirche im Zentrum:
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(Ansichtskarten aus den Jahren 1905 und 1968, sowie Foto des Verfassers von anno 2007)
Als besonderes Schmankerl eine Stereo-Aufnahme von etwa 1900:

Sie vermissen da Farbe - okay, okay (da hilft bloß eine Farbpostkarte):

Lovran (lat. Laurana, byzt. Lauriana, arab. Al-Awranah, deut. Lovrana) scheint schon immer ein Geheimtipp gewesen zu sein. Von den alten Griechen reden wir hier freilich nicht, auch wenn diesbezüglich wegen des südlichen Endes der Bernsteinstraße(n) sicherlich interessante Aspekte zu beleuchten wären - man beachte diesbezüglich das Hafenstädtedreieck Triest - Pula - Rijeka, welches Istrien umrahmt. Der Ort am Quarner-Golf (lat. Flanaticus, ital. Carnero/Quarnero, deut. Kvarner, vgl. engl. ,corner' ) - genauer: an dessen am nördlichen Ende liegender Bucht von Rijeka (ital. Golfo di Fiume) - gehört jedenfalls zu den ältesten stadtartigen Siedlungen an der nordöstlichen Küste Istriens und lag vermutlich schon in der frühen Römerzeit an einer Straße, welche über Nesactium (lat.), Labin (lat. Albona, arab. Al-Bunah) und Plomin (lat. Flanona, ital. Fianona) Pula (lat. Pola) mit Rijeka (lat. vermutlich Ad Flumen, ital. Fiume, byzt. Vitopolis, deut. Sankt Veit am Flaum) und Trsat (lat. Tarsatica) verband. Auf vielen Abbildungen ist zu sehen, daß die nur wenige Meter über Normalnull liegende Hafenstadt von einem hohen Berg - dem Vojak (ital. Monte Maggiore) - überragt wird, dessen etwa fünf Kilometer von Stadtzentrum entfernter Gipfel mit 1401 Metern die höchste Erhebung der Halbinsel Istrien (ital. Istria) bildet. Dadurch ergibt sich von der Seeseite her ein beinahe atemberaubendes Panorama, welches sicherlich schon in der Antike Bewunderung fand. Von einem istrischen ,Olymp' (Bergheiligtum) ist mir allerdings nichts bekannt. Immerhin steckt die ganze Küstengegend voller Mythen (Donnergott ,Perun' bei Mošćenička Draga, Medea von Medveja, Ika-Quellen, Argonauten auf der ,insula aurea' Krk usw.), so daß hier vielleicht bloß eine Kenntnis- oder Überlieferungslücke vorliegt.
Lovran soll - so geht die Fama - als Wohnsitz Tusculum des römischen Strategen und Baumeisters Marcus Vipsanius Agrippa (63 - 12 v. Chr.) gedient haben, welcher unter seinem Schwiegervater Kaiser Augustus auch an der germanischen Front kämpfte. Dieser Ort liegt freilich - wie man dem Historischen Weltatlas von F. W. Putzger entnehmen kann - in Latium unweit von Rom. „Lauriana" wurde offenbar erstmals in der Merowingerzeit, und zwar vom sogenannten Geographen von Ravenna, erwähnt (7. Jh.), und der arabische Kartograph und Wegbeschreiber Al-Idrisi nannte es im Hochmittelalter „Al-Awranah" (12. Jh.).
Der Ort verfügt oder verfügte angeblich über römische Ruinen, welche schon früh auf Ansichtskarten dargestellt wurden (es könnte sich also bloß um ,Werbegags' handeln!), aber von mir bislang nicht weiter beachtet wurden:

Von Lovran gibt es schon aus dem 17. Jahrhundert eine Darstellung, und zwar aus dem Jahr 1689 von Johann Weikhard Valvasor (slow. Janez Vajkard Valvasor - *1641 - †1693):

Möglicherweise ist die schematisch anmutende Darstellung auf dem Marienaltarbild in der Sebastianskapelle zu Mošćenice älter, denn obgleich der Bilderrahmen barock ist, wirkt die Ansicht selbst noch der Renaissance verhaftet (man könnte den dargestellten Ort zwar auch für Mošćenice halten, doch erscheint die Gebäudegruppe dafür zu nah am Meeresufer):
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Quelle:
Riccardo Staraj (Red.), Općina Mošćenička Draga. slike sjećanja i života 1890. - 2006., Rijeka 2007, ISBN 978-953-219-329-9, S. 47
Lovran wurde im Jahr 1898 Kurort; zahlreiche Hotels, Pensionen, Villen und Arztpraxen entstanden; im Jahr 1911 wurde der Lungomare oder Lungo mare (= dem Meer entlang) genannte und für Spaziergänger bestimmte Uferweg nach Opatija fertiggestellt (Baubeginn 1894).
Einen Überblick über Lovran bietet ein Übersichtsplan aus dem Jahr 1912, welcher auf die Lage der damals neu errichteten Strandvillen abzielt:

Aus dem 1950er Jahrzehnt (1951/1960) verfüge ich über Fotos eines Oberarztes aus Reinfeld (Holstein), welcher mir namentlich nicht bekannt ist, da er sich selbst auf den Papierabzügen bloß „Ego" nannte (für diesbezügliche Auskünfte danke ich Hermann Morgott aus Nürnberg). Der Arzt unternahm drei Reisen nach Lovran, wo er mit seiner Gattin Ingrid im 1912 gebauten Hotel Beograd (heute Bristol - ursprünglich Excelsior) wohnte:
Front des Hotels mit seinem parkartigen Eingangsbereich auf zwei Ansichtskarten aus dem Jahr 1957.
Das Ehepaar nutzte das unmittelbare Umfeld zum Entspannen:
(beide Ansichten vom September 1956) -
(1.10.1960) -
(jeweils Mitte Juni 1955)
Der Arzt photographierte in der Altstadt (kroat. Starigrad, ital. Citta Vecchia) und auf Bootsausflügen, welche ihn - wie uns unser Familienausflug acht Jahre später - bis nach Omisalj (Insel Krk) brachten:
(28.9.1956)
Es folgt eine Serie von Bildern vom Juni 1955:
_08_Lovran_Starigrad_Laden_und_Schwibbogen.gif)
Zum sechsten Foto der kleinen Serie gibt es ein etwa fünfzig Jahre älteres Postkarten-Motiv als Vorbild:

In meinen Tagebüchern habe ich Lovran vor 2007 nur beiläufig erwähnt. Ich erinnere mich allerdings an einen größeren Trödelmarkt an der Hauptstraße Šetalište maršala Tita um das Jahr 1976, welcher viel Anklang fand. Heute wundere ich mich angesichts des engen Straßenzuges (vermutlich ursprünglich Römerstraße), wie er überhaupt hat stattfinden können! Wahrscheinlich erstreckte er sich mehr auf der benachbarten bergseitigen Parallelstraße Dr. Nilo Cara.
Zur Reise vom Sommer 1973 gibt es einen Bericht vom 1. Januar 1976 (Tagebuch-Band B, S. 25 f.):
„Auch nach Jugoslawien fuhren wir die ersten beiden Male [1968 und 1970] mit der Eisenbahn. Beim zweiten Mal hatte der Zug auf der Hinreise Verspätung, so daß wir den Anschluß nicht bekamen und übernachten mußten. Deshalb entschlossen wir uns, das nächste Mal [1971] mit unserem Auto zu fahren. Damals hatten wir unseren Opel älterer Bauart. Mein Vater kannte [1973] die Tücken der Küstenstraße noch nicht. Als es nach unserer Ankunft zu regnen begann - was uns bei den beiden Malen davor nie passiert war -, mischte sich das Regenwasser mit dem Salz und dem Öl auf der Straße, das die klapprigen PKWs und LKWs der Südländer verloren hatten.
Von diesen Vorgängen nichts ahnend, setzten wir uns in den Wagen, um in dem nahen Opatija Kaffee zu trinken... Klaus war damals glücklicherweise nicht mit. [...]
Wir fuhren also los, unter 40 km/h[,] und plötzlich [- wohl zwischen Kraj und Medveja -] verlor mein Vater die Gewalt über den Wagen; dieser rutschte seitwärts [auf] den Abgrund zu... - der hier glücklicherweise nur 3 m tief war. Uns hätte Schlimmeres passieren können. Unser Opel lag auf dem Rücken und streckte alle Viere (Räder) nach oben. Der Wagen hatte sich überschlagen[,] und wir saßen alle [im Innern] auf dem Dach. Ich war vor Schreck [richtig: auf Grund eines Schocks] ziemlich benommen und konnte meinen linken Arm nicht bewegen. Unser Wagen explodierte [trotz auslaufenden Benzins] gottlob nicht. Meine Eltern und Christof waren bis auf Hautabschürfungen unverletzt; ich wurde [durch hilfsbereite Einheimische oder Urlauber mit einem Privatauto] ins Krankenhaus gebracht. Die Ärzte im Lovraner Krankenhaus waren Spezialisten für [Knochen-]Brüche. Es stellte sich heraus, daß ich [durch den Schlag der Schulter gegen die vorspringende Armaturenbrettoberkante vor dem Beifahrersitz] einen Schlüsselbeinbruch hatte[,] und ich wurde am Oberkörper vollkommen mit Gips[binden] eingewickelt.
"
Aus dem Tagebuch-Band K (S. 10 f.)
„Mošćenička Draga, 4.8.77
Den Nachmittag des 31. verbrachte ich am Strand [...]. Als es über Nacht wieder zu regnen anfing, entschlossen sich meine Eltern am nächsten Morgen zu einer Fahrt nach Rijeka. Ich begleitete sie mit Christof.
Wir verließen Motschenixda Drama kurz vor 10 Uhr mit dem Bus und ließen den Regen hinter uns.
Als wir in Lovran umgestiegen waren und ich mich der aufgeklärten Umgebung des Busses widmete, fiel mir ein | [...] Mädchen auf. Es hatte lange, blonde Haare und sah aus wie eine Fee."
(Daß Lovran ausgesprochen hübsche Mädchen und Frauen aufzuweisen hat - vgl. dazu das oben wiedergegebene entstandene Laden-Foto des Arztes vom Juni 1955 -, ist mir auch im 2000er Jahrzehnt aufgefallen!)
Erste Fotos von Lovran habe ich im Juni 2004 gemacht, damals noch auf der Durchreise:
7.6.2004, 11:28 Uhr: Schnappschuß auf der Hauptstraße gen Süden (Šetalište maršala Tita) mit Blick ins Zentrum. Zum Vergleich die Darstellung einer im Jahr 1923 verwendeten colorierten Ansichtskarte:

7.6.2004, 11:29 Uhr: Die Fahrt durch den Ort führte nahe am neuen Hafen (Hotel Park) vorbei. Zum Vergleich eine etwa vierzig Jahre ältere Postkartenansicht mit dem Hotel rechts:

Besonderes Interesse fand bei meinen ,Fotosafaris' im 2000er Jahrzehnt die orthopädische Klinik, und zwar nicht nur wegen der ausgezeichneten ambulanten Versorgung meines Schlüsselbeinbruchs im Jahr 1973, sondern auch auf Grund der Tatsache, daß das Gebäude ursprünglich als Hotel errichtet worden war:
(Vgl. das Foto vom 18.09.2007, 12:19 Uhr!)
Im September 2006 heißt es dazu in meinem Tagebuch:
„Sa[mstag,] 23.9.06 16:43
Wir sind gerade per Taxi in Rijeka eingetroffen [...]. Unterwegs habe ich Fotos gemacht, von Kraj aus zum Meer; in Lovran (orthopädische Kinik u. a.) [...]"
Frontseite der Klinik (23.09.2006, 16:08 Uhr). Zum Vergleich wieder eine Ansichtskarte aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts:

Die Straßenbahnstrecke Lovran - Opatija wurde übrigens im Jahr 1908 gebaut, nachdem das schon 1896 initierte Projekt, eine Eisenbahn von Matulji bis Opatija zu bauen und durch eine elektrische Kleinbahn bis Lovran zu ergänzen, gescheitert war (Amir Muzur, in: ders., Dušan Peršić u. Silvano Raffaelli, Lovran, Lovran 2001, S. 15 f.).
Auszüge aus dem „Tagebuch Istrien September 2007"
„Di[enstag, ] 18.9.07
[...] Heute morgen ist das Wetter wieder durchwachsen - gemäß eines Satellitenfilms hat uns der Südzipfel eines aus Südwesten kommenden größeren Tiefs erwischt. Das zieht rasch vorbei. 8:07
10:29 10:27 in Lovran (Hauptplatz) nach kurzer Fahrt mit dem Schnellbus Pula-Rijeka [eingetroffen], was mich 16 Kuna kostete (normaler Transfer [kostet nur] 10 Kuna). Ich bin mitten im Zentrum angekommen; während es an der Bushaltestelle in M.D. noch regnete, scheint hier die Sonne. Alles ist klar. Vor mir läutet gerade die stadtbekannte Kirche [St. Georg]. Da ist ein Foto fällig. 10:30
[
10:34 Uhr: Kirche St. Georg und der an römische burgi erinnernde Wohnturm im Zentrum von Lovran. Die Gasse zwischen beiden Bauten - in gerader Verlängerung der Šetalište maršala Tita (vgl das Foto vom 7.6.2004, 11:28 Uhr) - ist möglicherweise römischen Ursprungs.
10:34 Uhr: Blick von der Altstadt auf die Šetalište maršala Tita gen Norden
10:34 Uhr: Blick von der selben Stelle in die Gegenrichtung der Šetalište maršala Tita mit Schwenk zu den Häfen. (Vgl. die in Gegenrichtung geschossene Bilderfolge vom 16. Juni 2008!). Zu einem Vergleich steht die colorierte Ansicht einer Postkarte aus der Zeit um 1920 zur Verfügung:

10:41 Uhr: vor der Kirche St. Georg das als Baudenkmal nicht minder berühmte Georgshaus im Stadtzentrum. Zum Vergleich wiederum die colorierte Ansicht einer Postkarte aus der Zeit um 1920:

10:44 Uhr: Meeresblick, Wohnturm und Wohnhaus im Zentrum von Lovran
10:54 Uhr: Feuerwache am Rande der Altstadt von Lovran
10:56 Uhr: Der Alte Hafen mit der Mole vor der Altstadt von Lovran - Blick zum Meer
10:56 Uhr: Blick vom Alten Hafen auf Rijeka
10:56 Uhr: Blick entlang der Hafenfront der Altstadt von Lovran gen Norden
10:58 Uhr: Blick entlang von Hotel Park gen Neuer Hafen und ,Südstrand'
11:00 Uhr: Blick vom Neuen Hafen zum ,Südstrand', dem südlichen Abschnitt der Küste bei Lovran
11:00 Uhr: Blick vom Neuen Hafen zurück zum Hotel Park
11:01 Uhr: alte Kapelle im Hafenbereich von Lovran
11:01 Uhr: Blick vom Neuen Hafen zur Insel Cres
11:02 Uhr: zwei Blicke vom Neuen Hafen aus zu den ,Südstrand'-Villen südlich vom Hotel Park
11:04 Uhr: Angler am Neuen Hafen mit Rijeka im Hintergrund
11:06 Uhr: Neuer Hafen mit der ,Marina' von Ičiči im Hintergrund
11:07 Uhr: noch ein Blick vom Neuen Hafen zum Hotel Park
11:08 Uhr: Die Mole des Neuen Hafens
11:13 Uhr: Blick vom Alten Hafen zu Hotels am ,Nordstrand'.
Zum Vergleich die Darstellungen auf annos 1909, 1930 und 1961 gebrauchten Ansichtskarten:

11:13 Uhr: ,Nordstrand'-Panorama mit der Orthopädischen Klinik im Focus
11:14 Uhr: Der Alte Hafen vor der Altstadt von Lovran
11:23 Uhr: Meeresblick am Alten Hafen mit Ičiči ganz links und Rijeka ganz rechts
11:32 Uhr: turmartiges Händler- oder Handwerkerhaus (mit Laden) in der Altstadt von Lovran]
11:40 Nach einem unergiebigen Stadtrundgang mit Anlauf zweier Tourist Offices jetzt in einem Kiosk fündig geworden, was eine Regionalkarte angeht. Leider ist die Ausführlichkeit sehr schlecht, insbesondere was die City von Lovran angeht; daher behelfe ich mich mit einem kopierten Plan mit Hinweis auf eine Buchhandlung, welchen ich im Tourist Bureau am Hafen erhalten habe. Nach zahlreichen [Stereo-]Fotos mache ich mich jetzt auf den Weg zu eben dieser Buchhandlung, zumal es in Lovran offenbar kein Museum gibt. [...] Der Straßenlärm hier ist enorm. 11:43
11:58 In der beschriebenen Buchhandlung bin ich dann fündig geworden, erhielt nicht nur die gewünschte Karte K-2, sondern auch einen Ortsführer zu Lovran
, über den ich sehr froh war. Jetzt schaue ich mich erst einmal weiter um. Ein Foto von der Post habe ich bereits gemacht. Zur Orthopädieklinik möchte ich als nächstes Ziel. 12:00
[
12:18 Uhr: Badeanlage am ,Nordstrand'
12:19 Uhr: Orthopädie-Klinik mit Badeanlage am ,Nordstrand'
12:19 Uhr: Blick von der Badeanstalt bei der Klinik am ,Nordstrand' auf die Bucht von Rijeka
13:05 Uhr: Eingangsbereich der Orthopädischen Klinik von der Hauptstraße aus
13:07 Uhr: Altbauten an der Hauptstraße gegenüber der Klinik
Nördlich der Klinik folgte ich einer nahe der Küste verlaufenden Seitenstraße, an der zahlreiche ältere Villen stehen, und kehrte dann über die Lungomare genannte Uferpromenade zur Altstadt von Lovran zurück. Unterwegs entstand eine Anzahl von Mono- und Stereofotos, welche angesichts des Wetters einen eher wildromantischen als lauschigen Eindruck hervorrufen, wie die folgende Auswahl veranschaulichen soll:
]
13:18 Ich habe eine Fototour vom Krankenhaus bis zum hinteren Ende des Villenviertels (Villa Magnolia) gemacht; die letzte Villa konnte ich wegen einer hohen Mauer nicht ablichten; jetzt geht es auf dem Weg dahinter hinunter zum Lungomare. Es beginnt wieder zu regnen. 13:19
[
]
14:27 Nach einer ausgiebigen Tour bin ich zurück an die Bushaltestelle gelangt, wo der Bus in 3 Minuten erscheinen soll. Ich war zuletzt dem Lungomare gefolgt.
14:42 Der Bus war pünktlich; ich bin schon zurück - etwas verschwitzt und mit nassen Schuhen, da ich mitunter zu nah am welligen Wasser war. Schöne Gischt! Und hoffentlich auch gute Fotos. 14:44"
Zwei Tage später unternahm ich einen Tagesausflug nach Opatija. Auf der Rückfahrt mit einem Ausflugsboot entstanden auch gute Fotos und eher bescheidene Videos von der Küste Lovrans.
13. Juni 2008, 10:06 (Freitag) - Bilder einer Busfahrt durch Lovran (Šetalište maršala Tita) nordwärts:
Vom Istrien-Urlaub im Jahr 2009 stammen zwei Videos von der Einfahrt in Lovran mit dem Taxi - beginnend an der Orthopädie-Klinik - (09:33 Uhr) (12 MB) und von der weiteren Fahrt entlang der die Altstadt nur berührenden Küstenstraße (09:35 Uhr) (16 MB) am 17. Juni.
Zu einem längeren Aufenthalt in Lovran mit dem Ziel, die Altstadt (Starigrad) näher zu erkunden, hat es leider auch in den Jahren 2009 bis 2011 noch nicht gereicht.
Angesichts des mittelalterlichen Charakters der Altstadt mit seinen Baudenkmälern verstehe ich übrigens nicht recht, weshalb Lovran kein Museum oder wenigstens eine ,Heimatstube' aufweist, in welchem bzw. in welcher interessierte Touristen Näheres zu den früheren Lebensumständen in der Stadt und ihrem Umland erfahren können. Auch frage ich mich, wie es um die archäologische Denkmalpflege vor Ort steht, denn daß hier wichtige Funde zu erwarten sind, steht wohl außer Frage.

Einzig eine Schautafel bietet grundlegende, aber bei weitem nicht ausreichende Informationen (Foto: Detlef Rothe, 18. September 2007).
LINKS
Allgemeines
deutschsprachige Website lauriana.de
englischsprachige Website tz-lovran.hr
deutschsprachige Informationen von kroatien-online.com
Johann Weichard Valvasor
Wikipedia
Wikisource
Istrianet (englisch)
MEDIEN
Literatur
Eduard Sies, Sommer- und Winterkurort Laurana, Lovran 1910
Ivo Bojanić-Čivić, Lovran. Reiseführer, Umag 1970
Amir Muzur, Dušan Peršić u. Silvano Raffaelli, Lovran, Lovran 2001 (April)
Videos
Video-Galerie der deutschsprachigen Website lauriana.de
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20120131 13:46