REISEN: Opatijska rivijera
Bilder, Videos und Texte aus und über Rijeka (ital.: Fiume - deut.: St. Veit am Flaum) in Kroatien
von Detlef Rothe aus Hagen in Westfalen
"The view from the harbour at Fiume in the afternoon is delightful, the mass of Monte Syss on Cherso [= Insel Cres] guarding the entrance of the Quarnero [= Kvarner] on one side, while the many spurs of the Monte Maggiore [= Vojak] range on the other troop to the sea, blue in the shadow, and paling and lowering with greater distance."
Hamilton Jackson, The Shores of the Adriatic. The Austrian Side. The Küstenlande, Istria and Dalmatia, New York 1908, S.162
Von Rijeka (Sankt Veit am Flaum) gibt es schon aus dem letzten Viertel des 17. Jahrhunderts eine Darstellung, und zwar von Johann Weikhard Valvasor (slow. Janez Vajkard Valvasor - *1641 - †1693):

Rijeka habe ich im Sommer 1968 kennengelernt, als ich neun Jahre alt wurde. Für mich war es das Größte, durch die als grandios empfundene Stadt mit seinem Seehafen, dem altehrwürdigen Bahnhof
(anno 1915) mit dem modernen Silobau
(September 2006) im Hintergrund, sowie durch die breiten, von gründerzeitlichen Mietskasernen mit ihren Geschäften und Obstständen geprägten Straßen zu schlendern, und dabei die Kioske und Straßenbahnen zu bewundern. Verglichen mit Rijeka kam mir meine Heimatstadt Hagen wie ein Dorf vor!
Einen Überblick über die Ausdehnung von Rijeka geben zwei Aufnahmen eines Urlaubers aus Reinfeld (Holstein) vom 28. September 1960, welche hier nebeneinander dargestellt werden:

Hierher gehört auch ein nicht näher zuzuordnendes Foto vom Hafen in Höhe des Bahnhofs etwa aus der selben Zeit:
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Ein ähnliches Panorama ergab sich auf einem Familienausflug des Verfassers im Sommer 1968, welcher aus einer Bootsfahrt von Mošćenička Draga aus entlang der Riviera von Opatija über Rijeka nach Omisalj am Strand der Insel Krk bestand.
Rijeka war ohnehin in den Jahren 1968 und 1970 nur Zwischenstation auf dem Weg nach Mošćenička Draga, wo wir Camping machten. Wir übernachteten in einem hohen quadratischen Schlafzimmer, dessen Gardinen fast bis zum Boden reichten und mit Schmetterlingen geschmückt waren. Ich fühlte mich wie in einem Palast, und der Gastgeber - welcher uns im Bahnhof angesprochen hatte - war sehr zuvorkommend. So fühlte ich mich wie ein kleiner Prinz in einer sozialistischen Großstadt, ohne auch nur das Geringste von Politik zu verstehen. Wir - das heißt: meine Eltern und Geschwister - machten schlicht Urlaub in einer schönen, neuen Welt.
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Den besten Überblick über die Hafengegend gewinnt man wohl vom Burgberg Trsat (spätrömische Festung und jetzt Wallfahrtsort) aus, welchen ich allerdings noch nicht aufgesucht habe (Foto von circa 1955/1960; die Zuordnung zu Rijeka ist für mich mangels Identifizierung von Bauwerken fraglich).
Besondere Freude bereitete mir in Rijeka die Betrachtung der Schiffe im Hafen, und hier wurde ich etwas an die Vogelfluglinie bei Puttgarden (Insel Fehmarn) erinnert. Beim Anblick der Passagierdampfer kam leicht Fernweh auf - selbst in Jugoslawien!
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Ein jugoslawischer Passagierdampfer vor dem Auslaufen (circa 1955/1960). Die Aufschrift Mostar Ploèe auf dem Rettungsring weist übrigens auf eine dem Fluß Neretva folgende Route hin, so daß es fraglich erscheint, ob das Foto überhaupt in Rijeka entstand.
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Ein jugoslawischer Frachter an der Mole (circa 1955/1960)
Rijeka habe ich nach 1970 nur noch gelegentlich besucht. In heiter-fröhlicher Erinnerung verweilt immerhin die nüchterne, freundliche Atmosphäre der Mensa, wo wir preiswert essen konnten. Unvergessen sind auch die vielen Softeis- und Fruchtsaft-Automaten. Sonst blieb in meinen grauen Zellen fast nur noch der Hafen haften, und die Hochhäuser sah ich erst an meinem Urlaubsort allmählich aus dem Boden wachsen. Der graue Beton uferte an der fernen Küste in den Jahren immer mehr aus, und irgendwann hörte ich auf, am Strand die kleinen Türme vor der Gebirgskulisse zu zählen. Auf einem - leider wohl nicht mehr erhaltenen - Bild habe ich das Häusermeer gelb zwischen blauen Streifen für Himmel und Meer gemalt. Die Lichter von Rijeka verweilten in meinem Gedächtnis wie die Sterne am Firnament.
Aus dem Tagebuch-Band K (S. 10 - 12)
"Mošćenička Draga, 4.8.77
Den Nachmittag des 31. verbrachte ich am Strand [...]. Als es über Nacht wieder zu regnen anfing, entschlossen sich meine Eltern am nächsten Morgen zu einer Fahrt nach Rijeka. Ich begleitete sie mit Christof.
Wir verließen Motschenixda Drama kurz vor 10 Uhr mit dem Bus und ließen den Regen hinter uns.
Als wir in Lovran umgestiegen waren und ich mich der aufgeklärten Umgebung des Busses widmete, fiel mir ein | [...] Mädchen auf. Es hatte lange, blonde Haare und sah aus wie eine Fee.
Mošćenička Draga, 5.8.1977 (Fr[eitag])
Als ich sie aus einiger Entfernung musterte, viel [= fiel] mein Blick auch auf ihr Gesicht, aber ohne daß sie es selbst sehen konnte. Augenblicklich sah die Fee mich an. [...]
Durch diese Beobachtung ermutigt, schoß ich Amors Pfeile auch auf andere Mädchen ab, und in Rijeka wurde dies zu meiner Lieblingsbeschäftigung. In der Hafenstadt wimmelte es nur so von Menschen verschiedener Nationalitäten[,] und an Versuchsobjekten fehlte es deshalb keineswegs. Wo ich auch war, ob ich mit meinen Eltern duch die Straßen ging, im Restaurant zu Mittag aß, oder vor einem Laden wartete, jedes Mädchen, daß mir irgendwie auffiel, blickte ich bewußt an, ohne daß es das sehen konnte, und die meisten Schönen merkten es sofort. Manche Mädchen sahen mich zwar nicht an, aber sie strichen automatisch ihre Hände oder eine Hand übers Haar. Ich mußte schmunzeln. [...] Aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Als ich einmal mit Christof an einem Kiosk stand und wartete, daß meine Eltern ihren Einkauf im gegenüberliegenden Laden erledigten, blickte ich eine vielleicht Fünfundzwanzigjährige mit roten Haaren und leuchtend blauen Augen (was ich erst später bemerkte) an, die sich auf den Kiosk zubewegte. [...] Daraufhin brach ich meine Experimente ab. [...] |
[...]
Als es wieder heimwärts ging, fiel mir an der Bushaltestelle noch ein Mädchen auf, das ich natürlich eingehend mustern wollte. Dazu hatte ich genügend Zeit, denn unser Bus kam und kam nicht. Wer wissen möchte, was ein Verkehrschaos ist, der mache es mir nach. Ein Besuch in Rijeka zur Hauptverkehrszeit in der Hochsaison mit einem leidlichen Tief in der Höhe - ohne daß es weint - wirkt mehr als alle schönen Worte."
Aus einer Ansichtskarte meiner Mutter vom 2. August 1977 aus Mošćenička Draga:
"Gestern waren wir in Rijeka, die Stadt ist so verstopft, [wir] haben 2 Std. mit dem Bus bis hierher [zurück] gebraucht."
Nach all den Jahren des Hoffens und Bangens, welche mein Universitätsstudium in Münster ausmachten, hatte ich - nachdem dieser Ballast längst abgestreift war - mich im neuen Jahrtausend aufgemacht, zu meinen zarten Wurzeln in Rijeka zurückzufinden, jedoch - außer in Objekten wie den Bahnhof, Hafen und Silo dazwischen - habe ich das Gesuchte nicht wiedergefunden. Die Straße Korzo mit seiner alten Fußgängerzone
(Foto von etwa 1955/60) ist mir als Kind nicht aufgefallen. Auch die Straßencáfes - wie hier an der Straße Frana Supila
(Foto von etwa 1955/60) - waren nicht mein Metier. Die Erinnerungen verblaßten schließlich in dem lauten Lärm der Straßenschluchten zu einer Art Fata Morgana. Rijeka hat sich gewandelt wie viele andere Städte des Sozialismus auch, wobei ich hier vor allem an mein goldenes - als einst güllen verspottetes! - Prag denke.
Wenn ich heutzutage nach Rijeka reise, so interessiere ich mich für seine bewegte und bewegende Vergangenheit als Mittelmeerstadt, wobei ich nur zu gerne über seine römischen Wurzeln stolpere.

Frühe Ansichten des römischen Torbogens (Arco Romano) oberhalb des neuzeitlichen 'Stadtturms' (Torre Civica nahe 'Korzo' Corso).
(T[homas] G[raham] Jackson, Dalmatia / Quarnero and Istria with Cettigne in Montenegro and the Island of Grado, Band 1, Oxford 1887, S. 165, und Postkarte etwa um 1920)
Im Laufe des 2000er Jahrzehnts haben sich eine Anzahl monographischer Fotos (und Kleinvideos) von Rijeka angesammelt (für meine Stereoaufnahmen habe ich noch keinen passenden Darstellungsmodus für das Internet gefunden), welche ich hier in Auswahl wiedergeben möchte.
Schon im Jahr 2006 schaute ich vom Bahnhof aus sehnsüchtig Richtung Busbahnhof und Hafen
(Foto vom 16.09.2006, 14:54 Uhr), doch blieben mir damals für nähere Erkundungen keine Zeit, siehe den Auszug aus dem Tagebuch Istrien September 2006 zum 16.09.2006:
"14:37 [Wir sind im Bahnhof Rijeka] angekommen 
15:00 Da kein Taxi am Bf.-Eingang vorzufinden war, sind wir zur Bushaltestelle [gegangen], wollen mit der Linie 32 nach Lovran oder gleich weiter bis Medveja. Ich wäre lieber zum Busbahnhof gegangen und hätte nach einem Schnellbus Ausschau gehalten."
Anläßlich der Rückfahrt nach Hagen konnte ich dann wenigstens die unmittelbare Umgebung des Bahnhofs erkunden:
Im Tagebuch heißt es dazu:
"Sa[mstag,] 23.9.06 16:43
Wir sind gerade per Taxi in Rijeka
am Hauptbahnhof
eingetroffen [...].
Es ist nach wie vor herrliches Wetter, kaum ein Wölkchen am Himmel (diese meistens über den Bergketten).
[...]
Sa[mstag,] 23.9.06 18:11
Abfahrt in Rijeka war gegen 17:50 [...]."
Auszüge aus dem "Tagebuch Istrien Juni 2007":
"Sa., 2.6.07, 17:25 Nach einer Serie von Fotos in Matulji und am Meer kamen wir glücklich um 15:00 in Rijeka an; unser zuverlässiger Taxifahrer wartete schon, und in einer weiteren Fototour (mit Jenoptik-Kamera) ging es weiter nach Mošćenička Draga [...]: Um 16:15 Uhr waren wir auf dem Zimmer [...]. 17:28"
"So., 3.6.07, 16:49
[...] Allmählich klarte es sich soweit auf, daß man Rijeka sehen konnte. Ich erkundete den Ort - besonders die Hafengegend und das Kastell Trsat - mit meinem Fernrohr. Der Kirchturm des Wallfahrtsortes ragte deutlich hervor wie ein Leuchtturm im alltagsgrauen Meer. Schon nach der Ankunft in Rijeka verspürte ich Lust, die Hafenstadt näher zu erkunden, welche noch soviel sozialistischen herben Charme ausstrahlt. Jugosalgie? Eher Sehnsucht nach den Wurzeln in meiner zweiten Heimat! 16:57"
"Sa., 16.6.07, 17:24
[...] Gegen 16:00 Uhr kam unser Taxi pünktlich; [unterwegs entstanden unter anderem ein Video von der Fahrt durch Lovran und Ika (30 MB - 15:57 Uhr) und ein ,Roadmovie' entlang der Schnellstraße bei Opatija-Matulji mit Panorama-Blick in Richtung Opatija und zum Vojak (7,5 MB - 16:11 Uhr). Um] 16:30 [Uhr] trafen wir am Hbf von Rijeka ein [(Video von 16 MB - um 16:30 Uhr)]. Soweit klappte alles wie am Schnürchen. Mich hatte große Wehmut erfaßt, möchte nicht abreisen. Nur Hitze schreckt vom Bleiben ab. Ich schwitze wieder einmal aus allen Poren. 17:28"
Die Abfahrt des Zuges habe ich in einem weiteren Video dokumentiert (2,5 MB - 17:42 Uhr).
Dazu noch einige Fotos am Bahnhof:

Auszüge aus dem "Tagebuch Istrien September 2007":
"[15.09.2007]Wir hatten einen langen Aufenthalt in Ilirska Bistrica und Sapjane; kurz nach der Weiterfahrt rief ich den Taxifahrer an, der pünktlich gegen 15:10 bei unserer Ankunft [in Rijeka] auf dem Bahnsteig stand. Ich erkannte ihn nicht gleich; er war ganz in Blau gekleidet[,] und so dachte ich, es sei ein Bahnangestellter, der uns am Betreten der Gleise hindern wollte[,] als er rief und winkte. Die Freude war dann groß; es wurde erzählt; das Wetter war warm und sonnig mit etwas frischem Seewind. Die Autofahrt nach Mošćenička Draga verging fast im Flug; sehr eng und geschäftig war es in Lovran, sonst nur mäßig Verkehr. Nach der Ankunft [im Hotel Marina] ging es gegen 16:00 gleich zum Strand, wo es in Wassernähe noch sonnig war."
"[22.09.2007]Genau eine Stunde vor der fahrplanmäßigen Abfahrt des Autoreisezuges kamen wir am Bahnhof [von Rijeka] an (16:25 Uhr). Ich nutzte die Gelegenheit für eine Fototour zum Hafen, von welchem ich bereits viele Ansichtskarten seit der Zeit um 1900 besitze. Zufrieden kehrte ich gegen 17:10 Uhr zurück. Der Zug stand bereits am Bahnsteig bereit [...]. Es herrscht weiterhin ein herrliches Wetter. Sogar den Uèka konnte ich vom Hafen aus ablichten, allerdings mehr als Schattenriß. Dafür gibt es Stereoaufnahmen vom Hafen. Ich bin begeistert. 17:20"
Hier die Monoaufnahmen meiner Express-Tour:

Busbahnhof mit der Kappuzinerkirche (links) im Abendschein.

Kappuzinerkirche am Busbahnhof.

Ankunft im Hafen.

Hafen-Promenade.

Hafen-Kai.

Riva-Postkartenmotiv.

Hafenbahn.

Bahnübergang und Straßenunterführung zwischen Bahnhof und Hafen.
Auszug aus dem Tagebuch Istrien Juni 2008 zum 13.06.08
"M.D., 13.6.08, 9:09 (Freitag)
Der Bus nach Rijeka[, in den ich gerade - den Zielort meiner Tagestour (Pula oder Rijeka) zunächst dem Zufall überlassend - eingestiegen bin,] kam eher als der nach Pula (Abfahrt Opatija 9:20 Uhr); der Bus hatte nur ca. 5 Minuten Verspätung; der Fahrpreis beträgt 28 Kuna, etwas mehr als ich erwartet habe, aber die Spritpreise sind derzeitig auch auf Rekordniveau (ca. 135 Dollar pro Barrel). Das Wetter ist angenehm temperiert; leichte geschlossene Wolkendecke, etwas diesig.
Rijeka, 13.6.08, 12:05 (Freitag)
Nach einer flotten Fahrt [durch die westliche Vorstadt von Rijeka
] zum Busbahnhof in Rijeka (mit einigen Filmchen [z. B. 10:23 von der Vorbeifahrt mit dem Schnellbus am Bahnhof und 10:25 Uhr von der Ankunft am Busbahnhof] und Fotos mit meiner Jenoptik-Kamera) habe ich mich nach Fotos [= dem Photographieren] der Kappuzinerkirche in Richtung Ausgrabungsstätte
am römischen Stadttor [Korrektur vom 8. Juli 2009: in den Reiseführern ist von einem Tor zum römischen Praetorium die Rede] aufgemacht; zwischendurch reichlich Stereo- und Panorama-Fotos [geschossen]
. Das Museum ließ ich links liegen. Auf dem aufgelassenen archäologischen Feldforschungsgelände
war die römische Stadtmauer
, welche hier abknickt (90-Grad-Winkel
), noch gut zu erkennen. Auch diese wurde auf verschiedene Weise abgelichtet
. Die Mauer scheint nicht sehr breit gewesen zu sein, vielleicht einen Meter.
Anschließend habe ich mich zum Hafen aufgemacht. Hier auch viele Photographien erstellt
, zuletzt wieder ein Video mit der Digicam von Jenoptik. Die Uèka-Kulisse hebt sich gut vom Meer heraus, allerdings ist es noch diesig, so daß kaum mehr heraustritt als ein Schattenriß
.
Hier in Rijeka ist der Teufel los, viel Gehupe und Gequietsche mittels Personenkraftfahrzeugen. Der Sieg der kroatischen Fußballnationalmannschaft gegen die deutsche am Vortag scheint nachzuwirken. Hier am Hafen ist es - abgesehen von Bauarbeiten an der vorderen [gemeint: äußeren] Mole - ruhig, ja fast beschaulich. Hier mache ich meine Mittagspause.
[Unterwegs zum Museumsplatz (Muzejski trg) photographierte und filmte ich weiter:
13:02 školjiæ (Video)
13:12-13:20 Muzejski trg mit Muzej Hrvatskog primorja (Video)
]
Rijeka, 13.06.08, 13:26 (Freitag)
Ich bin vor dem 'Muzej Hrvatskog primorja'
angekommen, in dem anscheinend eine Antike-Ausstellung gezeigt wird. Ich habe mittlerweile Wadenschmerzen und keine Lust mehr, weiterzugehen. Es hat sich eingeregnet, glücklicherweise aber nur leichter nieseliger Schmierschauer. An der am Museum vorbeiführenden Hauptstraße herrscht ein [großer] Lärm und trotz Nieselregens auch ein staubiger Dreck, so daß ich mich an [das] güllene Prag erinnert fühle.
Keine Spur von titosozialistischer Gemütlichkeit mehr! Natürlich ist zu bedenken, daß es freitagnachmittags ist. Da ist gewöhnlich die Rush-Hour am ausgeprägtesten.
Die von früher bekannten Stätten á la Krefeld-Viereck habe ich noch nicht gefunden. Da konnte man unter großbürgerlichen Mietshausfassaden frisches Obst kaufen, den einen oder anderen Kiosk und die langen Busse bestaunen. Jugosalgie bei Gestank und Getröpfel!
14:20 Ich bin angesichts des Schmuddelwetters doch in das Museum (ehemaliger Gouverneurspalast) gegangen und habe es nicht bereut, auch wenn die eigentliche historische Ausstellung - angeblich wegen Renovierung - geschlossen war. Ich konnte mich immerhin für 150 Kuna mit Medien eindecken; einen Stadtführer werde ich [allerdings] in einer Buchhandlung erwerben müssen. Der Regen hat nachgelassen, so bin ich jetzt wieder auf dem Weg in das Stadtzentrum.
Rijeka, 13.06.08, 15:08 (Freitag)
Freitag, der Dreizehnte. Da ich es so ziemlich leid war wegen Lärm und Regen, habe ich mich zum Busbahnhof aufgemacht, um mit dem Bus Labin-Pula zurück nach M.D. zu fahren. Obwohl ich pünktlich war, konnte ich den Bus nicht finden. Kurze Zeit später traf der Gegenbus (Ankunft: 14:30 Uhr wie die Abfahrt des anderen) ein, doch der Fahrer konnte mir nicht weiterhelfen. Er zeigte auf die Ausfallstraße und begann, mit dem Handfeger den Gang zu putzen. Nema problema. Der nächste Bus fährt um 16:00 Uhr, wenn er fährt...
[15:19 Video vom Busbahnhof (mit_Kappuzinerkirche)]
16:30
Ich sitze im Bus nach Pula, Abfahrt 16:00 (offiziell), [das] Ticket [habe ich aber] im Ticket Office erst 16:17 gekauft. Der Bus steht noch - eben sehe ich den Schwarzen aus dem Liegewagen mit den beiden kleinen Kindern den Busbahnhof kreuzen. Rijeka ist klein! Das hätte ich nicht geglaubt. Daß das später als die Abfahrtszeit gekaufte Ticket noch nicht aktiviert ist, da der Bus noch nicht fährt, kommentiert eine freundliche junge Dame mit: 'That's Croatia'. Damit sprach sie auch an, daß der Bus bei der Anfahrt 'Zagreb' als Ziel nannte. Ich werde sehen, wo ich ankomme...
Rijeka, 13.06.08, 16:50 (Freitag)
Es ist bald 17:00 Uhr, aber wir sind noch in Rijeka. Zwar ist der Bus gegen 16:30 Uhr abgefahren, doch stehen wir auf Grund einer Baustelle an der Ausfallstraße (gleich oberhalb des Fußballstadions) im Stau wegen Straßenbauarbeiten; das kenne ich schon! Die rechte Straßenseite der hier nur noch zweispurigen Straße ist gesperrt. Eine Ampel regelt den Verkehr, die Geduld alles andere. Eben ein kleines Foto mit der Jenoptik-Kamera gemacht.
Ein unscheinbarer Angriff auf die Langeweile; die Literatur ist im Rucksack wohl verwahrt - besser nicht auspacken!
M.D., 13.6.08, 17:47 (Freitag)
Der Bus erreichte M.D. gegen 17:30 Uhr; wie schon unterwegs regnete es in M.D. recht stark, sozusagen Bindfäden - für mich etwas ungewöhnlich für hiesige Verhältnisse!"
Auszug aus dem Urlaubstagebuch "Istrien Juni 2009"
"Mošćenička Draga, 17.6.09, 09:57 Uhr
In Rijeka, wo wir pünktlich um 8:51 [Uhr] ankamen, wurden wir am Bahnsteig von unserem Taxifahrer erwartet; in zügiger Fahrt - mit einigen Filmchen [09:04 nach Verlassen des Bahnhofs hinter der Ulica Nikole Cara (15 MB); 09:06 Abzweigung in der durch Hochhäuser geprägten Vorstadt (7 MB)] - ging es nach M. D., wo wir um 9:50 Uhr ankamen."
Weitere Videos von der Fahrt finden Sie in diesem Link.
Während des Urlaubs im Juni 2009 hatte ich mich (erst zu vorgerückterer Stunde) mit dem Bus - statt nach Rijeka - zur Hafenstadt Pula aufgemacht - eine Fortsetzung der Erkundigung Rijekas ist für später geplant.
LINKS
Auf dem Weg nach Rijeka (Anreisen) - vom Verfasser
Rijeka bei Wikipedia
Rijeka-Tourismus (Turistićka Zajednica Rijeke)
Einführungsvideo Rijeka von crovideos.com (ca. 4 Min.)
MEDIEN
DVDs
Rijeka Hrvatska Croatia DVD-Video, hg. v. d. Turistićka Zajednica Rijeke, 2005 (enthält unter anderem einen im Jahr 2002 preisgekrönten Film)
5. Dimension
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20100123 20:44