REGIONALES: Hagen
Ein Novemberspaziergang anno 2004 durch die Innenstadt von Hagen in Westfalen
von Detlef Rothe, Hagen in Westfalen
Pünktlich zum Totensonntag im Internet: ein stimmungsvoller Spaziergang durch die Innenstadt von Hagen etwa Mitte November 2004. Diese Fotogalerie zeigt drei Wegabschnitte vom 15. bis 20. November. Zunächst wurde am 15. die Innenstadt im Bereich des Finanzamtes ins Zentrum gerückt, um dann am Folgetag die Gegend an der Funcke-Brücke in Augenschein zu nehmen; am 20. November folgten Bilder von einer Tour vom Allgemeinen Krankenhaus (AKH) über die Kampstraße zum Friedrich-Ebert-Platz mit jüngst gestartetem Weihnachtsmarkt.
Das erste Foto zeigt den Märkischen Ring von der Kreuzung mit der Rathausstraße in Richtung Emilienplatz:
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Man vergleiche die Nachkriegsaufnahme von 1945/1950
und eine anläßlich des Frühjahrsbüchermarktes im CVJM-Gebäude aufgenomme Ansicht vom April 2010: 
(Am 24. April 2010 richtete sich mein Blick mehr nach Süden und Westen. Dazu ein Video vom 24.04.2010 (13:04 Uhr - 14 MB). Die alte Heyda-Fabrik
und die Rathausstraße - früher: Heidenstraße -
Fotomontage! - standen nun im Focus.)
Über den Bettermann-Parkplatz ein Blick in die Haldener Straße 
Zum Vergleich je eine Ansicht aus dem 1. Viertel des 20. Jahrhunderts
und vom April 2010
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Es folgt ein Schwenk zur Rembergstraße
.
Zum Vergleich eine Ansicht aus dem 1930er Jahrzehnt:
und vom April 2010
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Zwecks besserer Übersicht die beiden Fotos vom 24. April 2010 als Fotomontage:
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Dann fällt das Auge auf die gegenüberliegende Ecke an der Rathausstraße
(November 2004) -
(April 2010).
Auf dem weiteren Weg eine Rücksicht auf das Finanzamt und den Emilienplatz:
(November 2004). Diese Ansicht schenkte ich mir im Frühjahr 2010 und schaute mir lieber die Schürmannstraße an:
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Die Front des Finanzamtes wirkt - nicht zuletzt durch den expressionistischen Baustil mitbestimmt - recht düster, ja fast bedrohlich
;
um so lichter erscheint der Emilienplatz an den Einmündungen von Moll-, Bad-, Heinitz- und Zietenstraße
.
Die Eckskulptur am Finanzamt (Ecke Mollstraße am Märkischen Ring) fand im April 2010 bei mir besonderes Interesse:

Von Licht erfüllt erscheint im Nachhinein die Szenerie am Emilienplatz anno 1905 - also vor etwa100 Jahren - :
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Kontrastreich dazu das Ergebnis des Zweiten Weltkriegs in der Folgeaufnahme:
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Den Emilienplatz hat ein Video vom 24.04.2010 (13:01 Uhr - 10 MB) zum Inhalt.
Am Emilienplatz hat sich in den letzten dreißig Jahren nur wenig getan, wie ein Vergleich einer aktuellen Aufnahme
(Nachtrag vom März 2005) mit einer solchen vom April 1975
zeigt, jeweils von der Kreuzung mit Blick zum Finanzamt.
Als Kontrast dazu wieder eine Vorkriegs-Aufnahme, diesmal von etwa 1940: 
Eine andere Gegenüberstellung zeigt den Blick in die Badstraße:
(April 1975) - (Mai 2005) 
Über die Heinitzstraße führt der Weg zum Land- und Amtsgerichtsgebäude
, dessen idyllische Lage besonders auf einer Ansichtskarte kurz nach der Fertigstellung (anno 1925) zum Ausdruck kommt: 
Anmerkung: Hierzu gibt es das Video einer Autofahrt über die Autobahn A 46 von Hagen über Iserlohn nach Hemer (15.11.2004 - ca. 45 MB - weitere Abschnitte - einschließlich Hönnetal - siehe bei Regionales unter Hemer und Balve):
Wendet man sich von hier aus gen Westen, geht es über die Kreishaus-, Fleyer-, Ruhr- und Zehlendorfer Straße zurück zum Märkischen Ring, welchen man etwa auf der Höhe des Kegelzentrums erreicht. Von dort ist es nicht mehr weit bis zur Funcke-Brücke. (Man vergleiche dazu die Foto-Serie vom 31. März 2005: 'Auto Rothe' - die Werkstatt zieht um!)
Die bunte Herbstpracht zeigte sich am 16. November 2004 eindrucksvoll in der nördlichen Ecke des Hagener Feldes, welche Am Widey genannt wird, aufgenommen von bzw. an der Funcke-Brücke, welche die Neumarktstraße im Zentrum (hier: Hagener Feld) mit der Funckestraße im Drerup-Viertel (Bestandteil der Hagener Heide) verbindet. Aufgenommen wurden einige typische Bauten wie das
Arbeitsamt unweit der Altenhagener Brücke
,
die Villen jenseits des Märkischen Rings im Drerup-Viertel
- dazu als ,Beilage' eine Ansicht von 1948:
-,
die Funcke-Brücke selbst
- zum Vergleich wieder eine Nachkriegsaufnahme (1948):
-,
Wohnhäuser mit Parkhaus (Kegelzentrum) am Märkischen Ring
,
das Bürogebäude der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK)
,
die Neue Synagoge am Südufer der Volme
,
die Auffahrt zum Märkischen Ring nahe dem Arbeitsamt vor der Altenhagener Brücke
,
der Turm der Lutherkirche hinter dem Parkplatz an der Grabenstraße
(nach dem ersten allierten Großangriff auf Hagen im Oktober 1943 sah es hier einmal ziemlich fürchterlich aus...
)
und schließlich das Bürogebäude der Firma Vorwerk aus Wuppertal an der Neumarktstraße
.
Nach einem Wintereinbruch (der Täter wurde bislang nur auf Fotos gebannt bzw. gefaßt) mit etwa zehn Zentimeter hohem Schnee konnte der Spaziergang am 20. November fortgesetzt werden.
Ausgangspunkt war diesmal das Klinikum Allgemeines Krankenhaus oberhalb des Geländes Am Buschey am Fuß des Goldberges. Von der Urologie aus hat man einen schönen Blick auf den Stadtgarten, wo am zur Elfriedenhöhe zu gelegenen Hang im schmelzenden Schnee unterhalb des Gefallenen-Mahnmals die Spuren vergangener Rodelvergnügen gerade noch sichtbar sind
.
(Eine ähnliche Perspektive - unter anderen klimatischen Bedingungen - bietet übrigens eine im Juli 1926 beschriebene Postkarte
).
An meiner alten Penne (einst auf Postkarten als eine Zierde der Stadt bezeichnet [man vergleiche dazu die vom AKH aus getätigte Panorama-Aufnahme
und die Schulansicht
- beide vom Frühjahr 1975 - mit einer Ansicht der Schule aus der Zeit der Volmetalbahn vor 1911:
]) vorbei ging es über die Goldbergstraße zur Kampstraße, wo von weitem schon das Riesenrad des Weihnachtsmarktes den Blick auf sich zog:

Man vergleiche diese Ansicht mit der etwas farbloseren vom Jahr 2002:
und einer Schwarzweiß-Ansicht von vor etwa 100 Jahren:

In dieser Stichstraße zwischen Fichte-Gymnasium und Friedrich-Ebert-Platz (früher wegen der unterschiedlichen Straßenbreite aufgeteilt in Große und Kleine Kampstraße) wird - wie hier an der Kreuzung mit der Hochstraße - noch im November fleißig gewerkelt:

Auf diese Weise soll die Neue Mitte wohl bereits im Vorweihnachtshandel möglichst attraktiv erscheinen!
Zum Vergleich wieder ein Postkartenfoto vom Beginn des 20. Jahrhunderts:

Gewerkelt zu Gunsten einer höheren Attraktivität wurde an dieser Kreuzung schon vor etwa hundert Jahren, wie ein Foto aus dieser Zeit dokumentiert:

Zum Vergleich wieder ein Foto vom November 2002:
- ergänzt durch zwei Retrospektiven auf die unmittelbare Nachkriegszeit:
xxxx_D_NRW_HA_Kampstrasse_Kreuzung_ElberfelderStrasse_Strassenbahn_Linie_9_(LoettgersReimann1989S26or).gif)
Die an der Kreuzung der Kampstraße mit der Elberfelder Straße aufgenommenen Fotos zeigen unter anderem - rechts - eine Straßenbahn der Linie 9, welche noch bis zum Oktober 1955 - am Fichte-Gymnasium vorbei - den Buschey hinaufzufahren pflegte.
Das Riesenrad zwischen Solitär und Rathausturm ist an diesem Samstagnachmittag angesichts des Schmuddelwetters kaum in Gebrauch:

- dabei braucht man sich über einen Mangel an Rummel eigentlich nicht zu beklagen:

Zum Vergleich eine Aufnahme vom November 2002 von den Baumaßnahmen am Rathaus:
- zwei Jahre der Veränderungen!
In der Kampstraße selbst ist - wie ein Blick zum Allgemeinen Krankenhaus (mit Eugen-Richter-Turm im Hintergrund) zeigt - um diese Zeit schon mehr los:

Ein gleiches Bild - freilich mit größerer Baustelle (auch eine Art Rummel...) - bot sich vor zwei Jahren:

Ein Unterschied (Hagen baute auf
) zeigt sich erst recht im Vergleich zu Darstellungen aus dem 1950er
und 1970er Jahrzehnt
.
Das Fazit dieser Foto-Tour lautet: Hagen kann sich - auch im November-Schmuddelwetter - wieder sehen lassen! Man vergleiche dazu das Anfang Dezember 2004 vom AKH aus aufgenommene Video (3 MB)!
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20100718 21:31