REGIONALES: Alles aus Hagen

Der Stadtgarten zu Hagen in Westfalen. Ein vernachlässigtes Kleinod.

von Detlef Rothe aus Hagen in Westfalen


Der Hagener Stadtgarten wurde im Jahre 1884 von Hagener Bürgern im Rahmen einer Aktiengesellschaft unter der Bezeichnung Hagener Stadtgarten gegründet und als durch Mauern umschlossenes Gelände am unteren Goldberghang in angemessener Entfernung zum Friedhof am Buschey, zum Rathaus der Stadt Hagen und zur Waldlust im Wehringhauser Bachtal angelegt. Im Jahr 1900 erhielt die Verwaltung der Stadt Hagen den Park als Geschenk der Aktionäre, offenbar weil der an den Eingängen erhobene Eintritt für den Unterhalt nicht ausreichte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte er sich zu einer Oase zwischen den expandierenden Wohnvierteln und stellt seitdem eine Verbindung zwischen dem Stadtzentrum und dem für den Sauerland-Tourismus wichtigen Hagener Stadtwald her. Von der Erhebung von Eintrittsgeldern wurde Abstand genommen, da die Verantwortlichen der Stadt den Park richtigerweise als wichtigen Beitrag zur Naherholung einschätzten.

Das in den Gründerjahren entstandene Buscheyviertel in Wehringhausen - nordöstlich der Bachstraße (Wehringhauser Bachtal) und nordwestlich der Buscheystraße gelegen - wurde im 1920er Jahrzehnt durch ein Villen-Viertel südöstlich der Buscheystraße ergänzt, so daß am nördwestlichen Hang des Goldberges gewissermaßen ein fließenden Übergang zum Stadtgarten südlich des Buscheys entstand: EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Aussichten_vom_Goldberg/192xxxxx_Panorama_von_oberhalb_der_Stadtgartenallee
Wie der Ausschnitt einer Luftaufnahme (wohl das Resultat einer Zeppelin-Luftfahrt) vom Jahr 1926 zeigt, war das Gelände um Villen, Allgemeines Krankenhaus und Stadtgarten am Goldberg-Hang damals eine grüne Oase: EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/1926xxxx_Luftaufnahme_Hagen_Detail_Wehringhausen

Zum abschreckenden Vergleich ein annähernd genordetes Luftbild von den nördlichen Ausläufern des Goldbergs unmittelbar nach dem letzten allierten Großangriff auf Hagen im März 1945: EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/19450316_(1000)_Luftbild_Buscheyviertel

Der Hagener Stadtgarten mit dem neu errichteten Parkhaus blieb nach den Weltkriegen ein beliebtes Spazier- und Tummelgelände für die Bevölkerung, wobei im 1970er Jahrzehnt der Zugang - nach dem Ausbau des unteren Abschnitts der Buscheystraße zu einem Bestandteil des Bergischen Rings - durch eine Fußgängerbrücke am Fichte-Gymnasium erleichtert wurde. Diese Brücke stellt zudem eine Verbindung zu den Grünanlagen im Zuge der ehemaligen Volmetalbahn (hinter dem Stadtbad Willi Weyer) her und vergrößert gewissermaßen den Stadtgarten zum Stadtzentrum hin. Um die Jahrtausendwende verwahrloste das Gelände jedoch wegen Geldmangels, und das Zuwuchern des Schwanenteichs wurde sogar als ökologisch wertvoll begrüßt!

Angesichts einer wieder zunehmenden Bedeutung nahtouristischer Ziele für die Volkserholung bleibt zu hoffen, daß Bürger und Bürgervertretung in Hagen sich wieder mehr auf den Zweck dieser Anlagen besinnen und weitere Verbesserungen statt ,Verwässerungen' schaffen.



Ansichten


Vom oberen Teil des Stadtgartens, also etwa vom Parkhaus aus, hat man seit der Entstehungszeit einen weitläufigen Blick auf die Hagener City, wie ein Postkarten-Panorama vom Jahr 1902 veranschaulicht: D/NRW/HA/Hagen/Goldberg/190xxxxx_Stadtgarten-Panorama_19020517

Damals, um die Wende des 19. zum 20. Jahrhundert, bestand das Allgemeine Krankenhaus am Buschey noch nicht: EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Stadtgartenallee/Ausschnitt_Ansichtskarte_18990906
Immerhin existierte seinerzeit in der Grünstraße bereits die Augenheilanstalt:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Gruenstrasse/Augenheilanstalt_an_der_Gruenstrasse_1885-1944
Die Augenklinik wurde kurz vor ihrer 1944 erfolgten Vernichtung noch dem Krankenhaus angegliedert.
Heute befindet sich an der Stelle der Augenklinik - nördlich des Westzugangs zum Stadtgarten - der Haupteingang der Klinik und ein Dialyse-Zentrum: D/NRW/HA/Hagen/BergischerRing/20041202_15xx_DSCI0032_Eingangsbereich_AKH_Gruenstrasse
Weiter südlich - dem Stadtgarten unmittelbar benachbart - liegt das Urologie-Gebäude. Von dort hat man einen schönen Blick auf den Stadtgarten, wo am zur Elfriedenhöhe zu gelegenen Hang im schmelzenden Schnee unterhalb des Gefallenen-Mahnmals die Spuren vergangener Rodelvergnügen gerade noch sichtbar sind D/NRW/HA/Wehringhausen/Stadtgarten/20041120_1246_DSCI0028 (November 2004).
Eine ähnliche Perspektive - unter anderen klimatischen Bedingungen - bietet übrigens eine im Juli 1926 beschriebene Postkarte, welche neben dem Mahnmal das schöne Blumenbeet am Stadtgartenaufgang zeigt: D/NRW/HA/Wehringhausen/Stadtgarten/Gefallenen-Mahnmal_19260718



Geschichtliches


Es dürfte nur noch wenigen Bürgern bekannt sein, daß es sich bei der Betreiberin des Stadtgartens ursprünglich um eine Aktiengesellschaft handelte. Der Ausbau wurde mit viel Enthusiasmus betrieben, und so ließt man in Stellhorns Stadtführer vom März 1898 folgenden Bericht (S. 25 f.):
"
Das Königl. Amtsgericht befindet sich Kirchstrasse 6-8, das Gymnasium Goldbergstrasse 20. Ueberschreiten wir hier das Geleise der Volmethalbahn und wenden uns r., nach 59 Schritt l., so | gelangen wir zu dem abwechslungsreichen Stadtpark, vor welchen wir l. die altkath. Kirche und die Villa des Bankiers E. Osthaus erblicken. Der Weg l. im Stadtgarten führt zur Restauration, r. zu dem höher gelegenen Plateau, woselbst demnächst ein grosses, geräumiges Konzerthaus erbaut werden soll. Das Restaurationslokal (Inh. Becker) ist eine nach der Stadtseite hin offene, geräumige Halle. Neben derselben sind unter Linden schattige Ruheplätze angebracht. Ausserdem gewähren noch zahlreiche Grotten und Lauben angenehmen Aufenthalt. Von der Halle, wie auch von dem höher gelegenen Plateau hat man eine herrliche Aussicht auf die Stadt [...]. Zahlreiche Pfade führen durch die hübschen Anlagen, welche durch einen, mit einem Springbrunnen versehenen Teich noch sehr an Reiz gewinnen. Letzterer wird auch im Winter als Tummelplatz für Schlittschuhläufer benutzt. Auch für Kinder ist ein mit Schaukel, Rundlauf etc. versehener Spielplatz angelegt. Bisher durfte der Stadtpark, da er Eigentum von Aktionären war, nur gegen ein mässiges Eintrittsgeld betreten werden, jedoch wird das in Zukunft fortfallen, da dieses schöne Fleckchen Erde durch die Liebenswürdigkeit der Aktionäre wohl in nächster Zeit in den Besitz der Stadt gelangen wird.
Nach Nord-Westen hin führt die Grünstrasse aus dem Stadtgarten, an welcher die weithin sichtbare Prov. Augenheilanstalt errichtet ist. Der obere, westliche Ausgang führt uns durch eine schattige Allee nach der herrlichen Waldlust (12 Min.)
"

Ergänzend dazu liest man in einem 1910 entstandenen Reiseführer der Stadt Hagen:
"
Nirgends in der Welt findet man jedoch eine Industriestadt, in deren unmittelbarer Nähe, teilweise nur wenige Minuten vom Geräusche der Großstadt entfernt, so stille, idyllisch gelegene Waldwinkel und Plätze zum Ausruhen von harter Arbeit sich bieten, nirgendwo ist neben den Vorzügen der Großstadt die Möglichkeit zu Naturgenuß | und reizenden Spaziergängen mit wundervollen landschaftlichen Szenerien, herrlichen Rund- und Fernblicken gegeben, wie in unserem Hagen." (S. 5 f.)
"
An der Front des Gymnasiums vorbeischreitend, sehen wir vor uns die hochgelegene altkatholische Kirche, wenden uns rechts und gelangen hinter dem Eingangstor der Villa Elfriedenhöhe zum Stadtgarten-Aufgangsweg.
Der Hagener Stadtgarten und der angrenzende Hagener Stadtwald ist zweifellos der schönste Schmuck in Hagens Städtekrone; ein Besitztum, um das Hunderte von Gemeinwesen - und nicht nur Industriestädte - uns beneiden können.
" (S. 38)
"
Du steigst von der Buscheystraße den kleinen Aufgang hinan und befindest dich gleich mitten zwischen schattigen Bäumen, umduftet von dem würzigen Geruche alten Laub- und Nadelholzes und | bunter Blumenbeete. Auf weichen, wohlgepflegten Pfaden kannst du rechts oder links zur kleinen Anhöhe steigen; breite Wiesenflächen laben das Auge; Baumpflanzungen und Ziersträucher aller Art geben Ge-|legenheit zu botanischen Studien, bequeme Ruhebänke laden zur Rast. Dabei läßt sich lange dem idyllischen Spiele der Schwäne zuschauen, die in dem malerischen Teich hin und her ihre Kreise ziehen. [D/NRW/HA/Wehringhausen/Stadtgarten/Schwanenteich/colorierte_AK_EU_D_NRW_HA_Stadtgarten_Schwanenteich_etwa_um_1910 Ansichtskarte von circa 1910] Oder du freust dich mit dem heiteren Spiel der | Kinder, die lachend und jugendfroh den Teich [D/NRW/HA/Wehringhausen/Stadtgarten/Schwanenteich/190xxxxx_colorierte_AK_Stadtgartenteich_vom_Vorgelaende_des_Parkhauses_aus_19081007 Ansichtskarte vom 7.10.1908] umschwärmen, von der Brücke [aus] die lustige Entenschar füttern oder im sommerlichen Pavillon ihr Frühstück verzehren. Nicht lärmend und rauschend wie bei den Massenansammlungen der Großstädte, aber auch belebt genug, um nicht das Gefühl der Einsamkeit aufkommen zu lassen, sind solche Stunden im Hagener Stadtgarten wirkliche Erholungen und Erfrischungen für Körper und Geist.
Und steigst du dann weiter hinauf - es ist kaum ein nennenswertes Steigen, - so lädt dich oben das Parkhaus EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Stadtgartenallee/Parkhaus/Parkhaus1910 zur Rast; ein stimmungsvoller, hübsch in die Landschaft hineinkomponierter Bau, der innen mit ruhiger, vornehmer Eleganz ausgestattet ist. Hier sitzt an schwülen Sommerabenden oder an heißen Sonntagen Hagens Bürgerschaft auf weiten schattigen Terrassen oder in den luftigen Hallen und lauscht den Weisen des städtischen Orchesters. Hier läßt sich aber auch ohne Musik | welt- und leidvergessen träumen, über Vergangenes nachsinnen und zu Neuem Mut und Kraft schöpfen.
" (S. 38 - 42)

Ganz in der Nähe des Stadtgartens und des Parkhauses (welches heute ein mongolisch-chinesisches Restaurant namens Kota Radja beinhaltet), und zwar im Bereich des Parkplatzes an der Stadtgartenallee, erstreckte sich übrigens vor dem Zweiten Weltkrieg ein beliebter Dahliengarten, welcher heute durch einen Parkplatz ersetzt ist: EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Christian-Rohlfs-Strasse/ehemaliger_Dahliengarten_Christian-Rohlfs-Strasse

Einen gleichfalls ausführlichen Artikel zum Stadtgarten schrieb der Stadtoberinspektor Dipl. rer. pol. Karl Wenderoth in der Hagen-Monographie von 1928 (siehe Literaturverzeichnis - hier auf S. 30 u. 32 - 33), welchen ich hier gleichfalls - gewissermaßen als non plus ultra - zitieren und mit den beigefügten Fotos garnieren möchte:
"
Der Glanzpunkt der gärtnerischen Anlagen der Stadt Hagen (Westf.) ist der
S t a d t g a r t e n.
Es ist eine große, am sanft ansteigenden Hange des Goldberges malerisch gelegene Park- und Gartenfläche. Sie liegt in unmittelbarer Nähe der Stadt und ist vom Rathaus als Mittelpunkt der Stadt in 5 Minuten zu Fuß zu erreichen. Der Stadtgarten ist im Jahre 1884 von Hagener Bürgern, die eine Aktiengesellschaft unter der Firma ,Hagener Stadtgarten' gegründet hatten, angelegt und im Jahre 1900 der Stadtgemeinde Hagen (Westf.) geschenkt worden. Er weist einen guten Bestand schöner Waldbäume auf. Auch ausländische Baumsorten sind vertreten. Daneben sind die gärtnerischen Anlagen reich an den verschiedensten Arten von Sträuchern, Zierbüschen, Stauden und allerlei sonstigen Blütenpflanzen. Unweit des Haupteinganges des Stadtgartens von der Buscheystraße aus
[gemäß heutigen Sprachgebrauchs: gegenüber dem oberen Ende der Fußgängerbrücke am Bergischen Ring unweit des Fichte-Gymnasiums] empfängt den Besucher ein wohlgepflegtes farbenprächtiges Blumenbeet. Ungefähr in der Mitte des Parkes liegt malerisch schön ein Teich, auf dem sich Enten und Schwäne || tummeln D/NRW/HA/Wehringhausen/Stadtgarten/Schwanenteich/SW-Foto_Hagen_Stadtgarten_Schwanenteich_mit_Schwaenen_SteinHA1928S30 und aus dessen Mitte eine siebenstrahlige Leuchtfontäne aufsteigt. D/NRW/HA/Wehringhausen/Stadtgarten/Schwanenteich/SW-Foto_Hagen_Stadtgarten_Schwanenteich_mit_siebenstrahliger_Leuchtfarbfontaene_SteinHA1928S29 Gut angelegte, teils sanft ansteigende, teils eben verlaufende, schattige Wege durchziehen den Stadtgarten.
Die eigentliche Stadtgärtnerei mit den Gärtnereigebäuden, Gewächshäusern und dem Wohngebäude des technischen Betriebsleiters des Stadtgartens liegen im Nordosten des Gartens nach der Böhmerstraße zu.
[Heute Gärtnerei Albrecht am Goldberg, Am Waldhang 4] Die Gärtnerei liefert die zum Bepflanzen der Beete und die für Schmuckanlagen der Stadt Hagen erforderlichen Blumen.
Einen Hauptanziehungspunkt für unsere Kleinen, für die Kinder, bildet der im Stadtgarten versteckt und etwas abseits liegende große Kinderspielplatz mit Spiel- und Turngeräten, Sandkästen und dergleichen mehr. Hier ist der jüngsten Jugend reichlich Gelegenheit gegeben zu gesunder Bewegung im Freien.
Im nördlichen Teile des Parkes am oberen Rande der großen hängenden Wiese (dem Haupteingange des Stadtgartens gegenüber) befindet sich das vom Stadtverbande der Hagener Kriegervereine zum Andenken an die im Weltkriege Gefallenen errichtete Denkmal. D/NRW/HA/Wehringhausen/Stadtgarten/SW-Foto_Hagen_Stadtgarten_Ehrenmal_nach_Foto_von_Roemer_SteinHA1928S28
Zur Abhaltung und zur Veranstaltung von Konzerten, Musikfesten und Tagungen aller Art hat die Stadtverwaltung vor Jahren im Süden des Stadtgartens ein schönes und weiträumiges Restaurationsgebäude, ein schmuckes Parkhaus, errichtet, in dessen Garten im Sommer das Städtische Orchester regelmäßig Konzerte veranstaltet.
Seit vielen Jahren bildet der Hagener Stadtgarten in seiner ausgezeichneten landschaftlichen Lage mit dem saftigen Grün seiner Rasenflächen, den herrlichen Strauch- und Baumgruppen, den schönen Blumenbeeten, mit seinen gepflegten Spazierwegen und seinem Gesundheitsborn, dem Licht-, Luft- und Sonnenbad, einen außerordentlich angenehmen und gesunden Aufenthaltsort, eine Erholungsstätte für alle die, die nach des Tages Mühen und Lasten, nach Siechtum und Krankheit neue Kraft, neuen Mut in Gottes freier Natur suchen. Er ist das verlockende Ziel vieler auswärtiger Ausflügler und unserer Jugend. |
An den Stadtgarten, mit ihm verbunden durch eine herrliche, 500 m lange, schattige Allee, schließt sich der etwa 370 ha große
S t a d t w a l d
an. Es wird selten eine Industriestadt geben, die in ihrer unmittelbaren Umgebung solche landschaftlichen Schönheiten und Reize aufzuweisen hat wie die Stadt Hagen in ihren bewaldeten Bergen, Höhen und lieblichen Flußtälern sie besitzt.
[...] Hagens Ruf als Eingangspforte in das schöne sauerländische Gebirge ist fest gegründet. Der Hagener Stadtwald führt in das sauerländische Gebirgsland unmittelbar hinein."

Hier geht es weiter zur Waldlust!



Privates


Wie die Wehringhauser Waldlust gehört der Stadtgarten zu den von mir schon als Kleinkind erkundeten Arealen in Goldberg-Nähe. Meine Mutter mochte er an das berühmte Rosarium in ihrer Heimatstadt Sangerhausen (am Südharz) erinnern - mir machte es einfach nur Spaß, mit meinem zwei Jahre älteren Bruder Klaus dort im Sommer wie im Winter herumzutollen, sofern der Weg zum Goldberg-Gipfel etwas zu weit erschien. Das ging so lange gut, bis ich im Jahr 1969 an das Fichte-Gymnasium zu Füßen des Gartens wechselte und mein Horizont sich dadurch deutlich weitete. Auf dem Nachhauseweg habe ich gleichwohl gerne den Abstecher durch den Stadtgarten genommen, um den lauten Verkehr entlang der Buscheystraße zu entgehen.

Hier folgen - chronologisch geordnet - einige im Stadtgarten erstellte Schnappschüsse, welche in der Regel mein Vater - † 2006 - (ersatzweise meine Mutter) fertigte:


Sommer 1959

D/NRW/HA/Stadtgarten/19590xxx_FA0009_Hagen_Stadtgarten_Der_stolze_Vater_von_Christa_Rothe
Der stolze Vater mit dem neugeborenen Sohn wohl am Blumenbeet neben dem Stadtgarten-Aufgang


Sommer 1960

D/NRW/HA/Stadtgarten/19600xxx_FA0020_Hagen_Stadtgarten_Mutter_mit_beiden_Soehnen_von_Wilhelm_Rothe
Die Mutter mit beiden Söhnen am Weg vor dem Schwanenteich im Stadtgarten


Sommer 1961

D/NRW/HA/Stadtgarten/19610xxx_FA0022+23_Hagen_Stadtgarten_Gehuebungen_am_Schwanenteich_Fotomontage
Die Mutter mit beiden Söhnen am Schwanenteich - erste Gehübungen (eine Fotomontage!)

D/NRW/HA/Wehringhausen/Stadtgarten/19610xxx_FK060_Klaus_Rothe_im_Stadtgarten
Klaus Rothe am Schwanenteich


Winter 1965/66

D/NRW/HA/Stadtgarten/19660xxx_FA0120_Hagen_Im_Stadtgarten_mit_Klaus_und_Mutter_oberhalb_des_Eingangs_Gruenstrasse
Die Mutter mit den beiden älteren Söhnen (und Kinderwagen des Jüngsten) oberhalb des Eingangs Grünstraße (Foto: Wilhelm Rothe). In der linken oberen Bildecke ist der westliche Seitenflügel des Parkhauses zu erkennen.


Sommer 1967

D/NRW/HA/Stadtgarten/19670xxx_FA0131+132_Hagen_Stadtgarten_Drei_Soehne_mit_Mutter_am_Schwanenteich_Fotomontage
Die Mutter mit jetzt drei Söhnen am Schwanenteich (Fotomontage nach 2 Aufnahmen von Wilhelm Rothe).

D/NRW/HA/Stadtgarten/19670xxx_FA0133_Hagen_Stadtgarten_Drei_Soehne_mit_Vater_auf_der_Bank_am_Schwanenteich
Der Vater mit den Söhnen auf einer Bank am Schwanenteich (Foto: Christa Rothe).

D/NRW/HA/Wehringhausen/Stadtgarten/Schwanenteich/19670xxx_FA0134_Hagen_Stadtgarten_Die_Mutter_mit_dem_Juengsten_am_Schwanenteich
Die Mutter mit dem Jüngsten am Schwanenteich (Foto: Wilhelm Rothe).




Links

Gärtnerei Albrecht am Goldberg, Am Waldhang 4

Mongolisch-chinesisches Restaurant Kota Radja am Stadtgarten, Parkhaus 1 (geöffnet täglich von 11:30 bis 24:00 Uhr)



Literatur

Gustav Stellhorn (Hg.), Führer durch Hagen, Altenhagen und Eckesey. Mit dem neuesten Plan, Hagen i. W. 1898 (Vorwort vom März 1898).

OffiziellerFuehrerHagen1911.png Westfälische Verlagsanstalt Decker & Co. (Bearb. u. Hg.), Offizieller Führer durch Hagen i. W. und Umgegend, Hagen in Westfalen o. J. (erschienen im Zeitraum Dezember 1910 bis März 1911)

Karl Wenderoth, Die gärtnerischen Anlagen und der Stadtwald, in: Erwin Stein (Hg.), Monographien deutscher Städte. Darstellung deutscher Städte und ihrer Arbeit in Wirtschaft, Finanzwesen, Hygiene, Sozialpolitik und Technik, Band XXVI: Hagen (Westf.), Berlin-Friedenau 1928, S. 28 - 35.

Hagener Heimatbund e.V. (Hg.), Wehringhausen. Landschaft - Geschichte - Menschen (Hagen einst und jetzt, Sonderreihe "Die Hagener Stadtbezirke", Band V), Hagen 1979. (einziges mir bekanntes Werk für den gesamten Stadtteil)

Willy Timm, Hagen in alten Ansichten aus der Bildersammlung des Stadtarchivs Hagen, Zaltbommel (Niederlande) 1979 (4. Aufl. 1991). (ISBN 10-288-5604-1) (enthält wichtige Bilder von Kückelhausen und Wehringhausen)
.
Ilse Oberegge, Hagen - wie es einmal war. Das Parkhaus, in: Hagener Heimatbund e.V. (Hg.) HAGENER IMPULS, Heft 19, Hagen 1997 (Juli), S. 21 - 25.

Hagen_Reihe_Archivbilder.jpg Hagener Heimatbund e.V. (Hg.), DIE REIHE Archivbilder. HAGEN, Erfurt 2002 (September). (ISBN 3-89702-477-2). (kann als Fortsetzung des Bandes von Willy Timm angesehen werden; inzwischen ist ein zweiter Band erschienen)




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