REGIONALES: Alles aus Hagen


Der Hagener Stadtwald - ein geheimnisvolles und wunderbares Naherholungsgebiet


von Detlef Rothe aus Hagen-Wehringhausen (Author: Detlef Rothe)





Die Landschaft im Süden und Südosten von Hagen gehört durch ihr Relief und die in den Hanglagen geschlossene Waldbedeckung zweifellos zu den eindrucksvollsten [...]. Hier, am Rande des sich nach Norden abdachenden Schiefergebirges [...], sind Höhenunterschiede von wenigen hundert Metern bemerkenswert. [...] In diesem naturräumlichen Grenzraum sind die Ausläufer der Märkischen Hochfläche bereits stark zerschnitten. Diese Zertalung durch die zur Ennepe und zur Volme hin entwässernden, tief eingekerbten Bachsysteme ist im Hagener Stadtwald und besonders im Einzugsbereich des Selbecker Baches gut zu beobachten." - „Die [...] Landschaft trägt ein vielfältiges Gesicht: ausgeprägter Unterschied in der Struktur des Reliefs, des Gesteins und der Böden und eine entsprechend verschiedenartige Vegetation, klimatische Unterschiede und differenzierte Nutzungsformen durch die siedelnden und wirtschaftenden Menschen. Diese landschaftliche Vielfalt bringt es mit sich, daß auch der hier Heimische die Fülle von Beobachtungs- und Erkundungsmöglichkeiten kaum ganz auszuschöpfen vermag." (Prof. Dr. Herbert Kersberg, a.a.O., S. 2 u. 6)


Zur Veranschaulichung ergänze ich hier einen Ausschnitt aus der als Stadtplan vorgesehenen "gesüdeten" Farbskizze im Offiziellen Führer durch Hagen i.W. und Umgegend aus dem Jahr 1911 (bearbeitet und herausgegeben von der Westfälischen Verlagsanstalt Decker & Co. in Hagen):
EU/D/NRW/HA/Farbgraphik_EU_D_NW_HA_Stadtplan_(FuehrerHA1911_Anhang)_DETAIL_HagenerStadtwald_1200x1183


Mehr aus etwa dieser Perspektive finden Sie in meiner Annäherung an Wehringhausen.

Eine Herzensangelegenheit ist es mir, auf den Gesundheitsaspekt des Waldes bzw. von "Waldlandschaften" hinzuweisen, wobei ich mich auf eine im Jahr 2014 erschienene österreichische Studie stütze: Renate Cervinka, Jan Höltke, Laura Pirgie, Markus Schwab, Jennifer Sudkamp und Daniela Haluza: Zur Gesundheitswirkung von Waldlandschaften (B[undes-]F[orschungszentrum für ]W[ald, Naturgefahren und Landschaft]-Berichte 147/2014), Wien 2014, ISSN 1013-0713 / ISBN 978-3-7001-6098-4 - hier verwendete Abkürzung: Gesundheitswirkung 2014.

Waldbesuche fördern die körperliche Aktivität und tragen so zur Vorbeugung bewegungsassozierter Krankheiten wie z.B. Übergewicht bei. [...] Darüber hinaus können Waldspaziergänge die Immunabwehr stärken und die Schlafqualität von Personen mit Schlafstörungen verbessern. [...] Der Besuch von Waldlandschaften kann zur Steigerung positiver Emotionen führen und das Ausmaß negativer Emotionen verringern. [...] Ebenso können Waldlandschaften zur Verringerung von Anspannung und Angst beitragen. [...] Das Betrachten der Landschaft und das Spazierengehen wurden im Wald als wesentlich beruhigender und angenehmer empfunden als vergleichbare Aktivitäten in urbanen Landschaften [...]." (Gesundheitswirkung 2014, S. 34, Sp. 1 - 2)

Wollen wir uns den Tälern von Ennepe und Volme aus südlicher Richtung nähern (also von der ,Märkischen' bzw. Breckerfelder Hochfläche her), um den besten Überblick über Hagen (und seine westlichen Vororte) zu gewinnen, so geschieht dies am besten durch den Stadtwald - etwa über den Höhenweg (Kanzlerweg) oder den Selbecker Stieg:
EU/D/NRW/HA/HagenerStadtwald/SW-Ansicht_EU_D_NW_HA_HagenerStadtwald_WehringhauserBachtal_1928
Blick vom Höhenweg auf das Wehringhauser Bachtal - publiziert anno 1928

Mehr aus etwa dieser Perspektive finden Sie in meiner Annäherung an Wehringhausen.

Ergänzend ein Video-Tipp zur geographischen Situation (Luftaufnahmen von RC Brother´s):




Kindheitserinnerungen


Vergleichsweise beispiellos für den Hagener Raum ist das Naherholungsgebiet zwischen Eilper Berg und Hasper Talsperre ganz im Süden der Stadt:

EU/D/NRW/HA/Selbecke/SelbeckerStrasse/1950xxxx_SW-Foto_EU_D_NW_HA_Selbecke_AmDamm_Landstrasse528_(Lehrkind2007S163ru)
(Landstraße L528 anno 1950 bei Am Damm oberhalb von Am Hirsch - Quelle: Lehrkind a.a.O. S. 163)

Postkartenansichten vom Einmündungsbereich des Köttinger in das Selbecker Bachtal waren in der Zeit, als die Straßenbahn noch bis zur Höhwaldstraße fuhr, äußerst beliebt:
EU/D/NRW/HA/Selbecke/KoettingerBachtal/SW-AK_EU_D_NW_HA-Selbecke_Einmuendung_KoettingerBachtal_in_das_Selbecketal_um_1935_0800x1284
(Ansichtskarte aus dem 1930er Jahrzehnt)

Die Vortrefflichkeit der Gegend ,in der oberen Selbecke' wird besonders deutlich, wenn man von ,Zur Höhe' beim Kinderheim (rechts unten im Bild) in Richtung Köttinger Bachtal, Buscherberg und ,Blaue Donau' (entlang der Höhwaldstraße in Richtung Hinnenwiese) schaut:
EU/D/NRW/HA/Selbecke/Kinderheim/SW-AK_EU_D_NW_HA-Selbecke_ZurHoehe_Blick_zum_Buscherberg_mit_dem_Kinderheim_vorne_rechts_1958
(Einmündung des Köttinger Bachtals mit Buscherberg auf einer im Jahr 1958 ,gelaufenen' Ansichtskarte)

Mit dieser sogenannten ,Selbecker Schweiz' (dem Tal der Selbecke mit ihren Seitentälern) wurde ich schon als kleines Kind vertraut (anno 1963), als ich mich mit meinem zwei Jahre älteren Bruder kurz vor dessen Einschulung in dem dortigen Kinderheim am Riegerberg (westlich der Siedlung ,Zur Höhe') zur Stadtranderholung aufhielt (vgl. meine Seite Erfahrungen mit Kinderheimen):
EU/D/NRW/HA/Selbecke/Kinderheim/SW-Foto_EU_D_NW_HA_Selbecke_SiedlungZurHoehe_mit_Kinderheim_etwa_um_1960_(EilpeDelsternSelbecke1978S35o)
(Kinderheim und Siedlung ,Zur Höhe' wohl um 1965 - Quelle: Voß a.a.O. S. 35)


Eine frühe Begehung (vom April 1975) des südlich von Gold-, Hütten- und Riegerberg gelegenen Teils des Hagener Stadtwaldes zwischen Selbecke und Zurstraße fand Niederschlag in Form einer Fotostrecke und einiger Tagebucheinträge: Wanderung von Zurstraße nach Selbecke. Auszug aus Tagebuch A mit Film V (1975). Am 25. Mai 2014 - also fast vierzig Jahre später - unternahm ich in Rückbesinnung darauf eine ,Retro-Tour', und zwar ging es - wie zuvor - von Zurstraße aus über den Rafflenbeuler Kopf und an ,Auf dem Killing' vorbei zur Selbecke; zwei Videos bei Youtube zeugen von dieser Unternehmung:


Ergänzend dazu (mit einigen der alten Bilder) gibt es von mir das Album ,Im Hagener Stadtwald (25. Mai 2014)' bei Google+. Was es mit den beiden Höhlen auf sich hat, welche bei Killing einen gemeinsamen Eingang haben sollen (vgl. Voß a.a.O. S. 36), ist noch ungeklärt (Nachgrabungen zwecks Einrichtung eines Luftschutzraumes während des Zweiten Weltkriegs blieben bekanntlich erfolglos). Möglicherweise basiert die mündliche Überlieferung auf ein Bergbaustollensystem (Eisengrube).

Am Pfingstsamstag 2014 suchte ich zwei weitere Schauplätze früherer Spaziergänge (im 1970er Jahrzehnt - mit den Eltern und Geschwistern) oberhalb der Selbecke auf, gelangte am Rande des Freilichtmuseums im Mäckinger Bachtal bis nach Branten, um über Buddenkamp, Zurstraße, Möcking, Kötting, Am Damm und den Buscherberg (der eigentlich ,Selberg' heißt - vgl. Voß a.a.O. S. 35) nach Selbecke zurückzukehren:



Hierzu finden Sie Fotos in dem Album ,07.06.2014 Mäckinger und Köttinger Bachtal' bei Google+. Ergänzen möchte ich dazu, daß es von Interesse wäre, einmal zu untersuchen, ob es sich bei den beiden aneinanderliegenden Kratern zwischen Mäcking und Branten vielleicht um Kalköfen handelt (vgl. dazu Schaub a.a.O.), wobei dann eventuell neben dem Kalk-Bedarf für die Stahlproduktion (,Breckerfelder' Messer!) der Holzreichtum mit ausschlaggebend gewesen wäre.

Nachdem ich also - zunehmend gestärkt durch diesbezügliche heimatkundliche Literatur - den Hagener Stadtwald schon in meiner Jugendzeit unsicher gemacht habe (einmal sogar dort - genauer: unterhalb des Bismarckturms am Goldberg - als heimlicher Zigarettenraucher von einem Mitarbeiter des Forstamts erwischt wurde), trat er während meiner Studienzeit im Wesentlichen und auch nur selten als archäologische Fundgrube in Erscheinung. Davon zeugt etwa mein Aufsatz über mittelalterliche bis neuzeitliche Arbeitsspuren im Hagener Stadtwald vom Dezember 1993. Nach meinem Umzug von Münster nach Schwelm (anno 1998) und zurück nach Hagen rückte er - meinem neuen Wohnplatz am Kuhlerkamp südlich gegenüber gelegen - mir wieder deutlich näher.

Seit dem September 2004 wohne ich also wieder im ,wilden' Westen Hagens, und zwar an der Tückinger Höhe. Der unmittelbar benachbarte Tücking gehört bereits zum Hagener Stadtteil Haspe und weist ein eigenes waldreiches Gelände auf, welches vom Bremker Bach aus (an der Grundschötteler Straße) über die Halle ostwärts bis hinab nach Vorhalle reicht.

Von besonderem Wert erscheinen mir demgegenüber die Höhen im Süden des Tales der Ennepe. Hier zieht sich - ausgehend vom Goldberg - der Hagener Stadtwald über die Höhen, welche im Südwesten bis zum Klutertberg in Ennepetal-Milspe reichen. Schon in früher Jugend habe ich diese Höhen durchwandert, wobei der Drei-Türme-Weg eine Art Richtschnur bildete. An diesem Weg - durch den Fernmeldeturm auf dem Riegerberg jetzt viertürmig - orientierte ich mich auch im 2000er und 2010er Jahrzehnt - gerne ergänzt durch Abstecher über Waldplessen bis hin zur Hinnenwiese:


Endlich wieder eine Wanderung, auf der ich die Täler und Höhen an Ennepe, Selbecke und Volme genießen konnte! Nur das Wetter war zeitweise grausam.

Posted by Detlef Rothe on Samstag, 20. Juni 2015

Bloß vom Goldberg aus (allerdings auch dahin zurück) verlief eine Tageswanderung am 25. August 2015 - hier 'mal ganz grob nach den Hagener (= HA) Notruf-Punkten (von mir mitunter auch als ,Höhenpunkte' bezeichnet): H9-1, H9-2, H9-4, H9-3, G10-2, G10-3, F11-4, F11-3, F10-1, H9-2, H9-1 (Robert-Kolb-Weg bis zum Eilper Hangstieg, In der Hemke, Zur Höhe, Robert-Kolb-Weg bis fast zur scharfen Kurve, Eilper Hangstieg, Höhenweg, Eggenweg, Griebweg, Kaiser-Friedrich-Pfad, Försterpfad, Elsa-Brandström-Weg, Aloys-Brinkmann-Weg, Schlangenstieg, Sebastian-Kneipp-Weg, Kanzlerweg, Auf dem Goldberg):

Rund um den Fernmeldeturm auf dem Riegerberg

Bei meinen Erkundungen im Kettelbachtal und an der Hinnenwiese war ich nicht nur im 1990er Jahrzeht erfolgreich. Eine Wanderung vom 26. Juli 2015 bot gleich eine Vielzahl von Neuigkeiten, so daß der daraus resultierende Stereofilm den bei mir üblichen Rahmen sprengte:

Die Fotogalerie ,26.07.2015 Hesterthardt - Hinnenwiese - Im Kettelbach (Hagen/W.)' bei Google+ veranschaulicht in etwa, worum es geht. Als Ergänzung empfehle ich meine Bilderserie ,01.08.2015 Hinnenwiese - Am Damm - Auf dem Killing (Hagen/W.)', in welcher ich (leider nur monovisuell) die Befunde von der Hinnenwiese näher behandele und dann einen ,Sprung' zur ,alten Poststraße' zwischen Rafflenbeul und Selbecke wage. Dazu gehören zwei Filme (Stereo-/Monovision):



Wanderungen zur Hasper Talsperre gehörten früher zum Sonntagsausflugprogramm meiner Eltern. Unterwegs bildeten die Hinnenwiese und Haus Egge im oberen Kettelbachtal Etappenziele - hierzu gab es später eine nostalgisch angehauchte Tour:


Dieser Film verweist bereits auf den folgenden Textabschnitt.



Zwischen Zurstraße, Hinnenwiese und Hasper Talsperre


Zur Erinnerung an den Flugplatz-Besuch und meinen ersten - und bislang einzigen! - archäologischen Rundflug (23. Mai 1983) wurde das Album ,03.06.2014 Hagener Stadtwald' bei Google+ erstellt.

Zwischen Kaiser-Friedrich-Turm und Hinnenwiese - und zwar unweit des Parkplatzes Waldplessen - habe ich nach dem Kyrill-Sturm (von anno 2007) auf der Suche nach vorindustriezeitlichen Schlackenhügeln die Szenerie mittels Fotos und Videos bildlich festzuhalten versucht:


Schon leicht herbstlich war es auf meiner zweiten Jahrestour zur Hasper Talsperre am Tag der deutschen Einheit 2014:




Zwischen Eilpe, Hinnenwiese und Zurstraße


Am 14. Mai 2014 unternahm ich von der Hinnenwiese aus eine Wanderung über den Buscherberg nach Selbecke; dazu finden Sie Fotos in dem Album ,Im Hagener Stadtwald (14. Mai 2014)' bei Google+. Dazu gehört auch ein stereovisueller Film bei Youtube:


Einen Monat später ging es vom Selbecker Bach (Einmündung der Höhwaldstraße) das Köttinger Bachtal aufwärts, so wie es eine Abbildung (Quelle: Kersberg a.a.O. S. 3 - Detail) veranschaulicht:
EU/D/NRW/HA/Selbecke/SelbeckerStrasse/195xxxxx_EU_D_NW_HA_Selbecke_SelbeckerStrasse_mit_Buscherberg_KLEIN
(Einmündung des Köttinger Bachtals in das Selbecketal um 1955 mit Straßenbahn an der Haltestelle Höhwaldstraße - hier fanden zwischen den Weltkriegen auch Autorennen statt: Janßen a.a.O. S. 20)

EU/D/NRW/HA/Selbecke/KoettingerBachtal/SW-AK_EU_D_NW_HA-Selbecke_Einmuendung_KoettingerBachtal_in_das_Selbecketal_um_1935_DETAIL_RafflenbeulerKopf_1200x0647
(Unterer Bereich des Köttinger Bachtals mit dem Rafflenbeuler Kopf im Hintergrund - Detail einer Ansichtskarte aus dem 1930er Jahrzehnt; beachten Sie bitte den leicht gebogenen und - nach eigener Recherche - blind endenden Hohlweg oberhalb von Am Hirsch, zu sehen unmittelbar über dem Buscherberg-Hanggrat!)

Zu meiner Wanderung (unter anderem zur Eisengrube ,Georgia', siehe dazu Bonner a.a.O.) habe ich das Album ,13.06.2014 Am Hirsch (Hagener Stadtwald)' bei Google+ erstellt, dazu ein Stereo-Video bei Youtube:


Meine letzte Wanderung im Jahr 2015 führte in das Wehringhauser Bachtal aufwärts, dann am Wilhelm-Husemann-Weg und Försterpfad entlang zum Stern und weiter in Richtung Selbecke, wobei ich ,interessante Objekte sichtete', selbst auf dem Rückweg (Saupark):




Der Goldberg


Der Goldberg ist für die Hagener sicherlich Gold wert, auch wenn er manches von der ,Romantik' früherer Jahrhunderte verloren hat.

Haus auf dem Weg zum Bismarckturm um 1910. Digitale Kopie vom Originalabzug.

Posted by Hagen - Geschichte, Archäologie und Geologie on Freitag, 18. Dezember 2015


EU/D/NRW/HA/Hagen/Goldberg/Zufahrtsstrasse/20160101w1523_DSC_1810_EU_D_NW_HA_Goldberg_Strasse_Auf_dem_Goldberg_Wanderparkplatz_beim_Notrufpunkt_H9-1_HA_1200x090
(Geländezustand Neujahr 2016 - Foto: Detlef Rothe)

EU/D/NRW/HA/Hagen/Goldberg/Zufahrtsstrasse/SW-AK_EU_D_NW_HA_Goldberg_SW-AK_EU_D_NW_HA_Goldberg_Strasse_Auf_dem_Goldberg_mit_Bismarckturms_um_1910_1200x0800
(Ansichtskarte mit Darstellung der Gegenperspektive)

Besonders im Herbst lohnt sich ein Besuch - nicht nur zum Drachensteigenlassen:


Schon als Kleinkind wußte ich: „Die Waldwege am Goldberg sind megageil!"
D/NRW/HA/Goldberg/1960-61_FK063_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_Goldberg-Waldweg_mit_Mutter+Klaus_(Wilhelm_Rothe_junior)
Hier lernte ich richtig Laufen. (Foto: Wilhelm Rothe junior)


Schon früh standen die drei Aussichtstürme auf dem Goldberg, der Egge und der Hesterthardt im Mittelpunkt meines Interesses. Den Bismarckturm besuchte ich auf dem Goldberg, seit dem mich meine Füße trugen:
EU/D/NRW/HA/Goldberg/19610xxx_FA0048_EU_D_NW_HA_Stadtwald_Goldberg-Gipfel_Klaus+Mutter+Detlef_(WilhelmRothe)
(Mit der Mutter und dem älteren Bruder vor dem Turm - Foto: Wilhelm Rothe junior anno 1961)

EU/D/NRW/HA/Hagen/Goldberg/Bismarckturm/20161030w1421_DSC_3303_EU_D_NW_HA_Goldberg_Bismarckturm_DETAIL_Frontansicht_1200x0914
(eigenes Vergleichsfoto vom 30. Oktober 2016)

Bei aller Idylle - da war aber noch was (folgende SW-Fotos: Wilhelm Rothe junior):

Graphk/Texte/Mutter/19610xxx_FK088_EU_D_NRW_HA_Goldberg_Spielplatz_am_Bismarckturm_Detlef_Rothe_(WilhelmRothe)_DETAIL_Beschriftung

Angstmachen gelang nicht wirklich:
D/NRW/HA/Goldberg/19610xxx_FA0049_EU_D_NW_HA_Stadtwald_Goldberg-Gipfel_Spielgelaende_Mutter+Detlef_(WilhelmRothe)

Wir blieben EIN Herz und EINE Seele:
EU/D/NRW/HA/Goldberg/19610xxx_FA0050_EU_D_NW_HA_Stadtwald_Goldberg-Gipfel_Spielgelaende_Mutter+Klaus+Detlef_(WilhelmRothe)

Nun, bis zum Drachentöter hat es aber nicht gereicht...

Im Winter 1962/63 rodelte ich dann im Alter von drei Jahren in Begleitung meines (älteren) Bruders auf dem Goldberg:
EU/D/NRW/HA/Goldberg/196xxxxx_FA0075_EU_D_NW_HA_Stadtwald_Goldberg-Gipfel_Klaus+Detlef_am_Bismarckturm_1962-3(Winter)_(WilhelmRothe)_DETAIL_KLEIN

EU/D/NRW/HA/Hagen/Goldberg/Bismarckturm/20160101w1527_DSC_1811_EU_D_NW_HA_Goldberg_Strasse_Auf_dem_Goldberg_001_Bismarckturm_1200x900
(Der Goldberggipfel mit dem Bismarckturm zu Neujahr 2016 - Foto: Detlef Rothe)

Noch im Sommer 1964 tollte ich auf dem damaligen Spielgelände herum:
D/NRW/HA/Goldberg/19640xxx_FA0093_EU_D_NW_HA_Goldberg_DetlefRothe_Foto-Pause_beim_Purzelbaumschlagen_(WilhelmRothe)
Im Hintergrund ist übrigens die Piste des Hagener Skiclubs zu sehen, welche zeitweise sogar über einen Skilift verfügte.

(vorige Schwarzweißfotos: Wilhelm Rothe junior)


Heutzutage finde ich auch die Umgebung des Gipfels toll, wie ein weiter Film verdeutlichen möge. Interesse findet stets der Ausblick vom Gold- und Riegerberg auf das Tal der Volme, hier vor allem auf den Bereich der Emster Hochfläche wie in dem kurzen Film in Andenken an Kindheitserinnerungen:


Die Früchte meiner wissenschaftlichen Arbeit (1990er und 2010er Jahrzehnt) wurden teilweise am 7. Juni und 26. Dezember 2015 ,geerntet' - mit einem ,Nachschlag' vom Neujahrstag 2016:




Die Egge

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Aussichten_vom_Goldberg/20161030w1423_DSC_3316_EU_D_NW_HA_Goldberg_Bismarckturm_Ausblick_DETAIL_Egge_1200x0675
(Die Egge mit Volkssternwarte und Eugen-Richter-Turm vom Bismarkturm aus - 30. Oktober 2016 - Foto: Detlef Rothe)

Aufmerksamkeit widmete ich schon früh der Egge oberhalb unseres damaligen Schrebergartens (westlich der Henschelstraße in Richtung Rehsiepen - nicht mit ,Haus Egge' zwischen Hinnenwiese und Flugplatz Wahl zu verwechseln!). Obwohl der Eugen-Richter-Turm (Grundsteinlegung 9. Juni, Einweihung 22. Oktober 1911) in der Regel nicht bestiegen werden konnte, fand sich hier leicht ein Blick auf Wehringhausen und den Goldberg. Außerdem liegt nebenan die Sternwarte (Einweihung am 22. März 1962) der Arbeitsgemeinschaft Volkssternwarte Hagen e.V. mit einem bemerkenswerten Programm, und auch in der Umgebung findet sich leicht Interessantes:


Zum zweiten Film gibt es eine Fotogalerie: ,01.11.2014 Eugen-Richter-Turm-Tour'.

Auf der Egge besuchte ich als Jugendlicher die Volkssternwarte (Führung durch Albert Schäfer - die Aussichtsplattform des Turmes war damals leider unzugänglich), und auf der Hesterthardt bewunderte ich die Industrie und das lebendige Treiben (welches mich an eine Eisenbahnanlage erinnerte) im Tal der Ennepe - das galt ähnlich auch für das vom Bismarckturm aus bestaunte Stadtpanorama.

Mit der Egge (Volkssternwarte, Eugen-Richter-Turm und Waldwege) befaßte ich mich am 7. April 2014 etwas näher:


Während am Gold- und Riegerberg auf Grund der gruben- und grabenförmigen Vertiefungen, Steilwände und Halden eine wirtschaftliche Rohstoffnutzung offensichtlich ist, sind an der Egge die Befunde nicht so deutlich (Pingen und Bombentrichter sind hier - ähnlich wie am Goldberg - ohne nähere Untersuchungen nur schwer zu unterscheiden). Hinweise auf Trockenmauern, Hauspodien und Ofenreste fand ich am Wilhelm-Husemann-Weg beim Wildgehege (schräg oberhalb des Schützenheims) - eine nähere Bestimmung der Objekte steht aber aus:


EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Egge/Wilhelm-Husemann-Weg/20140407s1004_DSC_00009+0010_EU_D_NW_HA_Stadtwald_Egge_Wilhelm-Husemann-Weg_Bodenbefund_MONTAGE_KLEIN



Klutert und Hesterthardt


Auf Grund seiner versteckten Lage und des längeren Anmarschweges war der Hasper Turm für Kaiser Friedrich für mich lange Zeit der geheimnisvollste - zuletzt gehörte er allerdings zu den interessantesten:


Von der zweiten Unternehmung (6.8.2014) habe ich bei Google+ ein Fotoalbum erstellt. Beachten Sie bitte auch meine Aussichtsturm-Wanderung (zu Eugen Richter und Kaiser Friedrich) vom 19. Juli 2015 mit einer Fotogalerie und einem Film, in dem ich mich allerdings vorwiegend früheren heimatlichen Geschäftslokalen in Wehringhausen widmete, aber auch Eugen-Richter-Turm und die Hinnenwiese berücksichtige:


Auf der Nordseite des Elsa-Brandström-Weges - vor allem beim Karl-Jellinghaus-Weg - sind mir seit längerem Kuhlen und Hohlwege im Wald bekannt; am 19. Dezember 2015 ging ich diesen zwischen Im Deerth und Kaiser-Friedrich-Turm ,näher auf den Grund', und am 6. November 2016 schloß ich meine Untersuchungen zu Schürfstellen im spitzen Winkel des Karl-Jellinghaus-Weges oberhalb der Schrebergärten (bzw. des Parkplatzes) des Kleingartenvereins Klutert e.V. ab:


Zu meinen die Begehungen des Geländes zwischen Rehsiepen, Klutert, Egge und Hesterthardt betreffenden Mono- und Stereovideos habe ich bei YouTube eine "Playlist" erstellt (diese Filme fehlen auf der dem Hagener Stadtwald gewidmeten Liste):




Waldlust und Im Deerth

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Aussichten_vom_Goldberg/20161030w1423_DSC_3317_EU_D_NW_HA_Goldberg_Bismarckturm_Ausblick_OberesWehringhauserBachtal_1200x0675
(Das Mündungsgebiet des Wehringhausener Bachtals - mit ,Am Stern' im Hintergrund - vom Bismarkturm aus - 30. Oktober 2016 - Foto: Detlef Rothe)

Ein Thema für sich bildet die Waldlust im oberen Abschnitt des Wehringhauser (eigentlich: Wehringhausener) Bachtals, dessen Talsohle durch die Bachstraße gewissermaßen markiert wird. Die Ostseite des Tales durchstreifte ich nach langer Pause erstmals wieder am 31. März 2014:


Am 13. April 2014 ging es dann (von der Waldlust-Gegend aus und dorthin zurück) rund um den Riegerberg:


Die nächste Stadtwald-Wanderung am Ostersamstag - 19. April 2014 - nahm (von der Waldlust-Gegend aus und dorthin zurück) einen ähnlichen Verlauf, doch ging es zunächst zum Saupark und anschließend auf einen herrlichen Waldweg zwischen Eggenweg und Selbecker Stieg:

Anläßlich dieser Walking Talking Tour habe ich das Album ,Im Hagener Stadtwald (19. + 25. April 2014)' bei Google+ begonnen.

Am 25. April 2014 wanderte ich vom Schützenheim aus talaufwärts zum Wildgehege und Saupark, um anschließend noch die Gegend bei und unterhalb von Im Deerth näher zu erkunden:


Erst spät erkannte ich, daß auch der Bereich unterhalb von Im Deerth, also zwischen Katzenstein und Falkenhorst an der Hestertstraße einerseits - entlang der Quellen des Rolandbaches - und dem Harkortswald oberhalb der Hördenstraße andererseits von großer archäologischer Bedeutung im Hinblick auf Rohstoffgewinnung und Verkehrswesen ist (zumindest im Hinblick auf die frühe Neuzeit). Bis dahin genoß ich eher die Landschaft:

Aufschlußreich ist vor allem der erste zweier Filme zu dieser Wanderung:


Im Übrigen verweise ich auf meine Erkundungen an den Hängen von Goldberg, Krähnocken/Riegerberg und Egge!

Anläßlich des Jubiläums 60 Jahre Hagener Wildpark trieb ich mich am 19. Juni 2016 wieder zwischen Hesterthardt und Waldlust herum:


Am 21. Januar 2017 ging es über die Hestertstraße auf die Hesterthardt und Egge, anschließend durch das Wehringhausener Bachtal zurück in das Tal der Ennepe. Dazu habe ich ein Fotoalbum bei Facebook erstellt.



Riegerberg und Krähnocken

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Aussichten_vom_Goldberg/20161030w1423_DSC_3315_EU_D_NW_HA_Goldberg_Bismarckturm_Ausblick_Riegerberg_1200x0675
(Der Riegerberg mit Fernmeldeturm vom Bismarkturm aus - 30. Oktober 2016 - Foto: Detlef Rothe)

Am 3. Mai 2014 näherte ich mich der Selbecke über den Robert-Kolb-Weg (und einer Abkürzung) vom Goldberg her und kehrte über den Selbecker Stieg zurück auf die Höhen (Riegerberg und Goldberg):


Ich habe einige Fotos von dieser Wanderung als Album ,Im Hagener Stadtwald (3. Mai 2014)' bei Google+ hochgeladen.

Dem Robert-Kolb-Weg, der Straße ,Am Waldwege' und dem Eilper Hangstieg folgend erkundete ich das Gelände am 11. Juli 2014, also den Bereich zwischen Riegerberg, Oberhagen und Krähnocken, wobei ich am Eilper Hang wieder auf Hohlwegspuren stieß. Auch hierzu gibt es einen Stereofilm, ebenso von einer Wiederholung der Begehung vom 3. Mai - am 28. Juni 2015 -, bei welcher ich allerdings den Hemkebach zum Ziel hatte und unterwegs die Bergbau- und Altwegespuren näher erkundete


Die Fotos dieser beiden Wanderungen sind in dem Album ,11.07.2014 Oberhalb des Krähnockens (Hagener Stadtwald)' und ,28.06.2015 Bismarckturm - In der Hemke (Hagener Stadtwald)' bei Google+ zu finden.



Fazit


Für den Verfasser ist ,Hagen in Westfalen' die reichste Stadt der Welt, denn sie hat mit dem Stadtwald ein wahres Kleinod und dazu in ihrem Zentrum nicht nur einen Goldberg mit Aussichtsturm, sondern auch einen parkartigen Stadtgarten, aus dem zu allem Überfluß auch noch ein Silberbach hervorquillt. Schöne Aussichten (gegenwärtig und für die Zukunft) sind wichtig, und diese beiden bietet der Goldberg reichlich (wenn sie in der Vergangenheit auch nicht immer rosig waren). Sehen Sie abschließend das traditionelle Hauptpostkartenmotiv als vorösterliches Video (23. März 2012):

(auch direkt abrufbar (4 MB))




Literatur

Emil Bonner, Der Grund und Boden unserer Heimat. Die Gewinnung des Eisensteins in Eilpe, in: Hagener Heimatbund (Hg.), Eilpe - Delstern - Selbecke. Landschaft - Geschichte - Menschen (Band IV der Schriftenreihe Hagen einst und jetzt, Sonderreihe Die Hagener Stadtbezirke), Hagen 1978, S. 7 - 8.

Johann Janßen, Der Raum Eilpe/Delstern im Schnittpunkt alter und neuer Verkehrswege, in: Hagener Heimatbund (Hg.), Eilpe - Delstern - Selbecke. Landschaft - Geschichte - Menschen (Band IV der Schriftenreihe Hagen einst und jetzt, Sonderreihe Die Hagener Stadtbezirke), Hagen 1978, S. 16 - 23.

Herbert Kersberg, Der Grund und Boden unserer Heimat. Das Bergland im Süden des Hagener Raumes, in: Hagener Heimatbund (Hg.), Eilpe - Delstern - Selbecke. Landschaft - Geschichte - Menschen (Band IV der Schriftenreihe Hagen einst und jetzt, Sonderreihe Die Hagener Stadtbezirke), Hagen 1978, S. 2 - 6.

Karl Schaub (†), Der Grund und Boden unserer Heimat. Als noch Kalk- und Kohlenmeiler rauchten, in: Hagener Heimatbund (Hg.), Eilpe - Delstern - Selbecke. Landschaft - Geschichte - Menschen (Band IV der Schriftenreihe Hagen einst und jetzt, Sonderreihe Die Hagener Stadtbezirke), Hagen 1978, S. 9 - 10.

Armin Voß, Ein Streifzug durch das Selbecker Tal, in: Hagener Heimatbund (Hg.), Eilpe - Delstern - Selbecke. Landschaft - Geschichte - Menschen (Band IV der Schriftenreihe Hagen einst und jetzt, Sonderreihe Die Hagener Stadtbezirke), Hagen 1978, S. 34 - 37.

Ferdinand Lehrkind, Stadtteile im Wandel. Eilpe, Delstern, Selbecke - eine Zeitreise, Hagen 1. Auflage 2007 (November).



Links

Meine YouTube-Playlist zum Hagener Stadtwald

Im Grünen - die offizielle Website zum Hagener Stadtwald

Wandern in Hagen - Wegbeschreibungen mit Plänen, dabei eine Liste von Rundwanderwegen zum Stadtwald.

Eine (etwas ausführlichere) Liste von Wanderwegen zum Hagener Stadtwald bei www.berg-mark-wege.de.

Von der Abt. Hagen des Sauerländischen Gebirgsvereins e.V. markierte Wanderwege in Hagen

Der Drei-Türme-Weg im GPS-Wanderatlas Deutschland

Erste Etappe des Talsperrenwegs (Hagen - Ennepetalsperre) im GPS-Wanderatlas Deutschland

Ein Rundwanderweg (mit herunterladbarem Track) Hestert - Hinnenwiese - Selbecke bei GPSies.com.

Lutz Koch zu den Gesteinsarten und insbesondere zu Fossilienfunden des Mitteldevons im nordwestlichen Sauerland

Die Seite für den Wald - 300 Jahre Nachhaltigkeit! (Deutsche Forstwirtschaft)



Medien

Zum 3-Türme-Weg gibt es ein stimmungsvolles Herbstvideo von YouTube-User Bandit6685:




DANKSAGUNG


DEN ENGAGIERTEN MITARBEITERN DES STADTARCHIVS HAGEN DANKE ICH FÜR DIE BEREITSTELLUNG SELTENER FOTOS BEI FACEBOOK, WELCHE AUCH MEINE ARBEIT IN VIELEM FÖRDERN!

Hinweis: Für die Aktualität, Funktionalität und Korrektheit der angegebenen Links erfolgt keine Gewähr!



banner1
5. Dimension
Arbeitswelt
Archäologie
Biographie
Gesundheit
Impressum
Neuigkeiten
Regionales
Reisen
Verkehr
26.03.2017 21:02