REGIONALES: Hagen

Kückelhausen im Spannungsfeld zwischen Haspe und Wehringhausen.

von Detlef Rothe aus Hagen in Westfalen (Author: Detlef Rothe)




Zum Vergleich der Ausschnitt eines Plans der damaligen Stadt Haspe (mit eingezeichneten Straßenbauprojekten) aus dem Jahr 1913:
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EINFÜHRUNG

Wie dies' alles begann: Kückelhausen in einer Lithographie von Eduard Schulte dargestellt (anno 1849); im Hintergrund links die Klutert, im Zentrum die Rolandshöhe (dazwischen der Hördenbach) und rechts die Hestert:
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Zwei kleine Fabriken im Vordergrund (links und in der Mitte) kündigen die Industrialisierung an - aber die Eisenbahn (ganz links im Mittelgrund) versteckt sích hier noch! Im Vordergrund die Firma C. Lange & Co. am nördlichen Ende der Spiekerstraße an der Ennepe (die Brücke befindet sich außerhalb des Bildausschnitts - man vergleiche mit dem nachfolgenden Plan!). Zwischen Klutert und Rolandshöhe führt die Hördenstraße aufwärts. Die Hauptmasse der Häuser reiht sich entlang der Berliner Straße, deren Chaussee-Charakter trotz des Verlustes zahlreicher Allee-Bäume hier noch zur Geltung kommt.

Kückelhausen vermochte um 1900 offenbar nicht viel bieten, wenn man einem Gustav Koepper Glauben schenkt. Dieser schrieb einen Aufsatz Durch das Ennepethal, welcher 1899 in Leipzig in dem von Ludwig Schröder herausgegebenen Band ,Aus Westfalen. Bunte Bilder von der roten Erde' (S. 318 - 327, hier S. 320, Abs. 3) erschien: „Gleich vor den Thoren Hagens liegt Kü[c]kelhausen, das auch dem bescheidensten Wanderer nicht viel zu bieten vermag. Das Thal hat hier eine ganz ansehnliche Breite und gewährt in seiner Feiertagsruhe einen idyllischen Anblick. Dichte Waldungen ziehen sich an den Bergen empor; das gelblichgrüne Laub der Birke hebt sich scharf ab von dem dunklen Schatten der Tanne, und die Eiche, die kaum begonnen hat sich zu belauben, bringt einen rostbraunen Ton in das anmutige Bild. Freundlich schauen aus ihren Baumverstecken am Bergeshang jene kleinen Häuschen, die für diese Gegend so charakteristisch sind."

Drei Jahrzehnte später hatte sich das Bild noch nicht sehr gewandelt, wie ein Zeppelin-Luftbild aus dem Jahr 1927 verdeutlicht, bei dem sich der Focus in Folge dessen auf den Bahnhof Kückelhausen der Ennepet(h)albahn und die benachbarten Betriebe richtete:

Während der Jugendzeit in Wehringhausen im 1970er Jahrzehnt lag mein Lebensraum zwischen Hasper Talsperre und Hagener City, und zwar vor allem entlang der Buschey- und Eugen-Richter-Straße:
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Kückelhausen etwa um 1960 vom Goldberg aus gesehen (Quelle: Haspe-Band des Hagener Heimatbundes 1982, S. 226)

Zum Vergleich folgt hier je eine Aufnahme des Verfassers vom 15. Juli 1975 und 30. Oktober 2016:
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Zur weiteren Einführung: YouTube-Video einer Fahrt durch Kückelhausen am 15. Juni 2011, beginnend am Bahnhof Heubing, entlang der Straße Am Hasper Bahnhof zum Hasper Hammer, dann über die Tückingstraße an der Feuerwache vorbei bis zur Bundesstraße 7, schließlich dieser folgend bis zum Baumarkt B1 - nicht mehr weit von Wehringhausen:


Die Bundesstraße Sieben im Tal der Ennepe wurde von mir - und gegebenenfalls Begleitern - nur auf etwas weiteren Strecken (welche ich meistens mit dem Fahrrad zurücklegte) benutzt und wegen des Kraftfahrzeugverkehrs möglichst durch Gebrauch von Nebenwegen gemieden. Auf diese Weise war Kückelhausen für mich eher eine Durchgangsstation, wobei ich allerdings zeitweise Bahnübergänge (an der Hördenstraße und am Rehsieper Weg - vgl. dazu Siegmar Peter!) und Bachmündungen an der Ennepe (Spiekerbach) gezielt aufsuchte:
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Blick vom Bahnübergang am Rehsieper Weg auf einen Zug von Köln nach Hannover - Foto: Siegmar Peter, 27. Februar 1975 (Quelle)

Der Bahnübergang an der Hördenstraße zog mich als Schüler und Passant geradezu an - wie heute noch die Fußgängerüberführung an dieser Stelle:


Bereits im 1960er Jahrzehnt erlebte Jürgen Zarnke Kückelhausen ähnlich ,verkehrsnah' - allerdings mehr aus Hasper Perspektive:
Der Rehsieper Weg führte an der Villa Mayweg in Haspe vorbei Richtung Bergisch-Märkische Bahn, dann entlang des alten Blechwalzwerkes zum Sportplatz. Hier wurde es gefährlich; hinter dem östlichen Tor, aber vor den alten Hoffmannhäusern, lag die Grenze. Die Grenze zwischen Haspe und Wehringhausen. [...] Am Ziegelhaus neben der Tankstelle von Sager standen sie dann, die Vertreter der Wehringhauser Jugend. [...] Die nächsten Besuche in Wehringhausen begannen deshalb mit einem Marsch entlang der Wehringhauser Straße; und nie zur gleichen Zeit. [...] An eine Fahrt mit der Straßenbahn war aus Kostengründen nicht zu denken, alle Wege wurden zu Fuß zurückgelegt. [...] Oft legte ich diese Strecke von Haspe nach Hagen [sic!] zweimal am Tag zurück, abwechselnd mit der Strecke entlang der Ennepe, vom Hasper Spieker bis zum Straßenbahndepot. [...] Ich lernte noch kleine Geschäfte kennen, die später den großen Supermärkten zum Opfer fielen."
(Zitat aus dem Wehringhausen-Bildband vom November 2010, „Anstelle eines Vorwortes" - S. 5)

Die Berliner/Enneper/Kölner/Wehringhauser Straße (Bundesstraße 7 - kurz: B 7) war einst die wichtigste Straßenverkehrsader in Hagens - gemeint ist das heutige Stadtzentrum - westlicher Nachbarschaft.

Der Bereich entlang der Wehringhauser Straße wies früher weitgehend einen schon als großstädtisch zu bezeichnenden Charakter auf, während die Gegend westsüdwestlich davon, im Zuge der Berliner Straße - etwa von der Einmündung der Rehstraße bis zur Preußerstraße -, bis in die Nachkriegszeit hinein einen teils dörflichen teils industriellen Charakter ausstrahlte. Dies war vor allem der Kleineisenindustrie geschuldet, welche eine einschlägige Infrastruktur hervorbrachte und noch heute Bedingungen bzw. Prägungen bewirkt, welche mittlerweile einerseits Speditions- (Schenker Deutschland AG - Geschäftsstelle Hagen - Berliner Straße 14, Robert Schmitz Spedition GmbH - Spiekerstraße 7 - vgl den ,Hasper Spieker'!) und andererseits Handelsunternehmen (als bekanntestes ist hier die Nordwest Handel AG - Berliner Straße 26/36 - zu nennen) - aber auch Autohäuser (Daimler: Jürgens, Ford: Könneker) und -werkstätten (u. a. an der Preußerstraße), sowie Tankstellen (Jet, Shell) - als typisch erscheinen lassen.

Eine kleine Foto-Session aus Liebe zu den Details.

Posted by Kückelhausen on Dienstag, 7. April 2015



Die Bahnüberführung an der oberen Spiekerstraße
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und die benachbarten Brücken der sich an der Ennepe kreuzenden Eisenbahnstrecken haben mich als Jugendlicher wohl am meisten angezogen; gerne hielt ich mich überdies an beschrankten Bahnübergängen auf. Zu den erstgenannten Zielen entstand mein Rückschau haltendes Video vom 21. Januar 2014. Dazu gibt es eine kleine Ergänzung (Hammergraben an der Ennepe / Schrebergartenanlage ,Schlangenburg') vom 23. Januar 2014:


Am 3. Oktober 2014 unternahm ich dann eine weitergehende Wanderung durch Kückelhausen in Richtung Hesterthardt (und weiter zur Hasper Talsperre), zu der ein Raumbildfilm verfügbar ist:


Vierzehn Tage später erkundigte ich (unter anderem) das Gelände am Rehsieper Weg und südlich davon auf einer weiteren ,Retro-Tour':


Hierzu ergänzend ist die Fotogalerie ,27.10.2014 Im Westen Wehringhausens' erschienen, welche allerdings nur Wehringhausen betrifft.

Im Frühjahr 2016 machte ich mich wieder von der Tückinger Höhe auf den Weg in das tiefe Tal der Ennepe und die Hänge hinauf an der Klutert und in die Gegend zwischen Egge und Hesterthardt:

Eine an die letzte Wanderung (Klutert, Eugen-Richter-Tum) angelehnte Wanderung, bei der es in erster Linie um Hnweise...

Posted by Detlef Rothe on Samstag, 26. März 2016

Das Gelände zwischen Karl-Jellinghaus-Weg und Hestertstraße läßt mich noch nicht los. Langsam - aber sicher - wachsen...

Posted by Detlef Rothe on Sonntag, 10. April 2016


Zur Wanderung vom 10. April 2016 ist auch ein Stereofilm verfügbar:


Am 20. April 2016 beendete ich meine Begehungen in Sachen Hohlweg- und Abbauspuren rund um den Karl-Jellinghaus-Weg zwischen Klutert und Im Deerth:


Am 21. Januar 2017 hielt ich mich auf der linken Ennepe-Seite auf und verfolgte die stillgelegte Strecke der Rheinischen Bahn vom Spiekerbach flußaufwärts bis zum Hasper Hammer; dazu habe ich ein Fotoalbum bei Facebook erstellt.

Zu Kückelhausen gehört die kleine Bergkuppe Klutert - früher eher Kluter genannt -, deren Entstehung wohl wie die benachbarte Rolandshöh(e) der geologischen Ennepe-Störung verdankt wird. Dort befindet sich ein Sportplatz namens Kampfbahn Klutert und Gelände des Kleingartenvereins Klutert e.V.. Höher im Gelände - das heißt: im Wald bis hinauf zu Im Deerth - befinden sich zahlreiche Altwege (eben und "hohl"), sowie Suchgräben und Pingen links und rechts vom Karl-Jellinghaus-Weg. Diese Tagebauspuren gehen vermutlich auf Unternehmungen der bekannten Reidemeister-Familie Harkort zurück. In einem dieser kleinen Steinbrüche wurde - im 17. Jahrhundert vermutlich - eine Höhle entdeckt, welche nach dem Gelände den Namen Kluterthöhle erhielt und nicht mit der Ennepetaler Kluterhöhle zu verwechseln ist. In den letzten Jahren wurde dort intensiv geforscht - dazu eine kleine Besprechung:

Wegen Darstellungsproblemen wiederhole ich hier den Text: Ich habe die neue Monographie von Lothar Kruse, Stefan Voigt und Ulrich Brämer über ,Die Kückelhauser Kluterthöhle in Hagen. Speläologische Monografie" (AntiBerg 72 - Sonderausgabe) gelesen (Ennepetal 2016 - ISBN 978-3-00-054452-1) und möchte in aller Kürze meinen Eindruck festhalten: A) Bin total begeistert B) Freue mich, daß es trotz Abwasserdrainage in die Höhle nicht so schlimm gekommen ist (wird aber Zeit, davon Abstand zu nehmen!), wie ich es kürzlich in einem YouTube-Video geäußert habe C) Ärgere mich, nicht ausreichend informiert gewesen zu sein (andere Sorgen...) D) Herzlichen Dank für das Engagement des Arbeitskreises Kluterthöhle e.V. und nachträgliche Gratulation zum Vierzigjährigen! E) Da ich mich im Rahmen meiner abgebrochenen Promotion auch mit der Höhle beschäftigt habe, möchte ich betonen: 1.) Die Höhle liegt in einem kleinen, trichterförmigen Steinbruch (man vergleiche die Höhlenskizze von Bannehl) - allem Anschein nach handelt es sich um eine der Pingen, welche es in der Gegend (links und rechts vom Karl-Jellinghaus-Weg südlich von Im Deerth) häufiger vorkommen und deren Existenz vermutlich auf Erzgewinnungsversuche der Harkorts zurückgehen - es wäre kaum verkehrt, die Entdeckung der Höhle in das 17. Jahrhundert zu datieren (siehe den abgedruckten Harkort-Brief) - 2.) Daraus folgt, daß es sich um keine germanische Kultstätte handelt (Letzteres hatte ein gewisser StD Wilhelm Bleicher im Rahmen seiner Dissertation ins Spiel gebracht - der Glaube an eine germanische Göttin Herta geht aber auf Karl "Confusius" Schaub zurück). 3.) Die Nutzung der Höhle im Rahmen einer Karfreitagsprozession ist naheliegend (Grab Jesu - vgl. Externsteine) und kann auf späte Antireformationsbestrebungen zurückgehen. F) Der hohe Radon-Gehalt in Teilen der Höhle kann eventuell therapeutisch genutzt werden (wie mir in Österreich wohl bei Gastein in einem Bergwerk bekannt). Wir hätten in einem solchen Fall zwei Kluterthöhlen als Heil- (nicht: Kult-)stätten im Tal der Ennepe! Eine Zusammenarbeit beider wäre wünschenswert. (14. Februar 2017, 14:51 Uhr)

Die neue Klutert-Monographie war Anlaß für eine Wanderung am 15. Februar 2017 mit darauf basierendem YouTube-Stereovideo:


Zehn Tage später ging es am Hilgenbach (zwischen Klutert und Rolandshöhe) aufwärts zu einer Bergklippe bei Im Deerth, wo anscheinend Steingewinnungsarbeiten stattfanden:


Im März und April 2017 hielt ich mich hauptsächlich zwischen Klutert, Hestert und Deerth auf, um nach weiteren Relikten früherer Waldnutzung zu suchen:


Am 12. März 2017 suchte ich die Bergklippe bei Im Deerth erneut auf. Diese nannte ich zunächst ,Hörden', da eine hinführende Straße entsprechend benannt ist; allerdings bezieht diese sich vielleicht mehr auf den Hördenbruch. Interessanter wäre die Geländebezeichnung ,Katzenstein', welche auf der betreffenden Deutschen Grundkarte (DGK5) etwas nordwestlich unterhalb der Klippe angegeben ist.

Bei meiner Wanderung benutzte ich den Karl-Jellinghaus-Weg und stattete anschließend dem Kaiser-Friedrich-Turm einen Besuch ab:


Weitere Untersuchungen zu den Hohlwegen und Pingen in dieser Gegend sollten meines Erachtens eigentlich viel mehr Interesse finden - aber Heimatkunde ist ja nicht mehr so gefragt (Seufzer!). Vielleicht haben wir bei der mit einem kleinen Steinwall gesicherten Fläche an der Klippe einen Rückzugsort aus den Kriegszeiten des 17. Jahrhunderts vorliegen oder aus dem Zweiten Weltkrieg? (Möglicherweise besteht irgendein Zusammenhang mit dem Holzenergiehof oder gar der Drogenklinik, welche früher als Kinderheim diente.) Unterhalb der Klippe unweit des zum Hilgenbach gehörenden Quellsiepens fand ich den Rest eines Eisengegenstandes (ein im Zweiten Weltkrieg von Himmel gestürztes oder vor Ort gesprengtes Objekt?), welches Anlaß zu weiteren Untersuchungen bot:


Dazu ein Detailfoto (vom 12. März 2017):
EU/D/NRW/HA/HagenerStadtwald/Hilgenbachtal/20170312w1544_DSC_3694_EU_D_NW_HA_Stadtwald_ImDeerth_Klippe_Eisenfussrest_AUSSCHNITT_1200x0819


Neigte ich zunächst dazu, mich der Meinung von Horst Klötzer anzuschließen, wonach es sich um den Fuß einer Stehlampe gehandelt haben könnte, schließe ich jetzt - nach dem Fund eines Benzinkanister-Fragments in der Nähe - auch eine ehemalige Funktion als Tellerminenoberteil nicht mehr aus. Man vergleiche dazu die interessante Webseite zur Wohnsituation in der Nachkriegszeit - hier ganz unten die aus Rüstungsobjekten hergestellten Gebrauchsartikel.

Um weitere Filme und Fotos zu machen, suchte ich die Klippe nordwestlich des Hilgenbachsiepen am 16. März 2017 abermals auf. Zwei Filme berichten davon (beim zweiten geht es um Kalksteine mit Fossilien aus einem tiefer gelegenen Abschnitt des Bachtals):


Wegen ungelöster Probleme mit meinem Internetzugang stelle ich derzeit (Ostern 2017) nur noch ein Video (vom 27. März 2017 - einzige Monofilmszene des Tages) zur Verfügung, und zwar direkt zu im Hilgenbachtal gefundenen Kalkbrocken: Tube.gif (2 Min.) (Bitte beachten Sie meine Urheberrechte!)

Dazu das Detailfoto (vom 19. März 2017) eines schneckenartigen Befundes auf einem der eingesammelten kleineren Kalkbrocken:
EU/D/NRW/HA/HagenerStadtwald/Hilgenbachtal/20170319w0811_DSC_3800_EU_D_NW_HA_Stadtwald_OberesHilgenbachtal_Kalkbroecken_2_DETAIL_Stein_Schneckiges_1200x0916

Mit diesen Informationen zum Komplex Im Deerth / Hilgenbachtal / Klippe will ich es für's Erste belassen, denn nähere archäologische Untersuchungen lohnen sich nur auf der Grundlage von Bodenmodellen nach engmaschigem Laserscanning (LiDAR).



JUGENDERINNERUNGEN


1966 - 1969

Tagebuch B, S. 10 f. (verfaßt am 1. Januar 1976): „Auf der Volksschule - der damaligen Hindenburgschule, heutige Grundschule Wehringhausen zwischen Siemens-, Gutenberg-, Lange- und Pelmkestraße - hatten die Lehrer(innen) [in den Grundschuljahren 1966 bis 1969] ziemlich rasch gewechselt. [...] Irgendwann in dieser Zeit mußte ich [...] einen Kurs mitmachen, der mein Sprechen verbessern sollte. Der Unterricht fand [dazu] in der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule in Haspe an der Bebelstraße statt. Ich fuhr mit einigen Gleichaltrigen mit einem Linienbus dorthin, die Fahrscheine bekamen wir in der dortigen Schule. Damals muß ich noch sehr jung gewesen sein, | denn wir pflegten die Fahrscheine zum Teil noch während der Fahrt [auf der geraden Strecke der Eugen-Richter-Straße zwischen Reh- und Hördenstraße] aus dem Fenster zu werfen. Wer hatte damals schon an einen Kontrolleur gedacht?"

Ansichten vom Hasper Stadtbad bei Facebook

Tagebuch B, S. 13 f. (Text vom 1.1.1976): „Im Sommer 1969 wechselte ich auf das Fichte-Gymnasium [...]. Nebenbei mußte ich - es kann aber auch etwas später gewesen sein - zum orthopädischen Schwimmen ins Hasper Hallenbad. [...] Dienstags nach Schulschluß ,tingelte' ich dann zunächst nach Hause [= Eugen-Richter-Straße 5 in Wehringhausen] und dann weiter, die Eugen-Richter-Straße entlang, die Hördenstraße hinab, die Bebelstaße entlang und schließlich am Heilig-Geist-Krankenhaus | vorbei Richtung Schwimmbad. Eine Zeitlang fuhr ich auch mit dem Bus. Einmal hatte ich ihn verpaßt, stieg auf mein Fahrrad und jagte zum Hallenbad. Ich kam zur gleichen Zeit wie der Bus an der Haltestelle an. (Kunststück, weil der Bus ja über die Hestert muß). Um 14.30 Uhr war Schluß. Auf dem Rückweg, ich ging immer [mit der genannten Ausnahme] zu Fuß, mußte ich fast immer am Bahnübergang Hördenstraße warten. Manchmal war ich auch etwas eher da, so daß ich ein wenig wartete, bis gegen 14.45 Uhr. Dann brauste dort einer der ersten Intercitys mit der neuen 103 (damals noch E 03 genannt) vorbei."



Dazu gibt es noch ein Foto, welches am Rehsieper Weg zwischen Hörden- und Rehstraße aufgenommen wurde, und zwar im Februar 1975 von Siegmar Peter:
EU/D/NRW/HA/Kueckelhausen/RehsieperWeg/19750227_SP_0913_00035_EU_D_NW_HA-Kueckelhausen_Intercity_am_Rehsieper_Weg_von_Siegmar_Peter_1200x0776
Im Bildhintergrund sehen sie rechts beim Signal (das in dieser Form heute nicht mehr existiert) den damals gerade erst gebauten ,Langen Oskar', das im Jahr 2004 beseitigte Sparkassenhochhaus der Stadt Hagen. (Quelle)


1974

EU/D/NRW/HA/19740930_SP_0901_00020_Klaus_Rothe_von_Siegmar_Peter_BEARBEITET
Klaus Rothe, 30.09.1974 - Quelle: Siegmar Peter
(wohl am Rehsieper Weg photographiert)

S. 20 - 22 (verfaßt am 1. Januar 1976, bezugnehmend auf die Zeit um 1974): „Durch Klaus freundete ich mich mit Volker [..] an, er ging mit ihm in eine Klasse. Als sich Klaus immer mehr für die [...] Eisenbahn interessierte und andere Freunde fand (Martin und Siegmar [vergleichen Sie dazu die einleitenden Bemerkungen von Siegmar in seiner Eisenbahnfotodatenbank!]), unternahm ich mit ihm alleine alles mögliche. | [...] Wir waren oft an der Ennepe, schauten dort [zwischen Spieker- und Kuhlebachmündung] Zügen nach und paßten auf, daß sie auch ja pünktlich kamen. Wir machten uns einen Spaß daraus, einem kleinen Bach [= den Spiekerbach; gemeint: an seiner begradigten Mündung in die Ennepe unterhalb der Eisenbahnunterführung der Oberen Spiekerstraße] immer wieder seinen natürlichen Lauf zurückzugeben, und Kindern(?), die unser Werk zerstörten, die stärkere Ausdauer zu zeigen. Auch am Rehsieper Weg und am Bahnhof Heubing waren wir oft und genossen unseren Frieden. [...] Im August 1974 fing Volker zu arbeiten an (bei Hill)[,] und ich habe ihn kaum noch gesehen. Durch den Urlaub auf Fehmarn [wo ich mich in ein Mädchen aus dem - für mich damals fernen! - Paderborner Land verliebt hatte (im Sommer 1974)] war ich ziemlich verwandelt, ging jetzt alleine an die Ennepe (bei Kückelhausen), jener schönen Gegend, die einen als uriges Gestrüpp umwebte, einen völlig in sich aufnahm und einem Ruhe vor der hektischen Umwelt gab. Und das am stinkenden Fluß. | Hier war ich alleine, hatte meinen Frieden, konnte mit Gedanken spielen [Reisepläne schmieden...], mich erholen. Kaum ein Mensch kam in diese schmutzige (was nicht stimmte) und trostlose Gegend (weil der Fluß [nach Hochwassern] voller Müll war)."

Oft mit dem Fahrrad passiert: Die um 1980 abgebrochene Fußgängerbrücke über die Ennepe in der Verlängerung der Spiekerstraße:
D/NRW/HA/Kueckelhausen/BerlinerStrasse/Spiekerstrasse/Fussgaengerbruecke/197xxxxx_EU_D_NRW_HA-Kueckelhausen_Spiekerstrasse_Ennepe-Bruecke_(HASPE1982-35)
(undatiert - Quelle: Haspe-Band des Hagener Heimatbundes 1982, S. 35)


1975

Tagebuch A, S. 38 (Text vom 9. Juli 1975): „Ich habe auch (in letzter Zeit) häufig Radtouren gemacht. Ich bin am 31.5. über Haspe, die [Grundschötteler] Straße an der ehemaligen Kohlenbahn entlang, über die Autobahn (Kamen - Wuppertal) hinweg [...] gefahren."
Demnach fuhr ich von der Dömbergstraße aus über die Eugen-Richter-Straße gen Westen bis zur Einmündung in die Hördenstraße in Kückelhausen. An der Einmündung schoß ich ein Foto heimwärts:
EU/D/NRW/HA/Kueckelhausen/19750531_EinmuendungEugenRichterStrasseInHoerdenstrasse

Zum Vergleich dazu ein dreißig Jahre jüngeres Foto von 2005:
EU/D/NRW/HA/Kueckelhausen/20050328_1404_DSCI0003

Der Hördenstraße folgte ich abwärts - über den Bahnübergang hinweg - bis zur Kreuzung Berliner Straße (Bundesstraße 7):
EU/D/NRW/HA/Kueckelhausen/19750531_KreuzungHoerdenstrasseBerlinerStrasseVonSued

Anno 2005 ist das aus einschlägiger Literatur bekannte Fachwerkhaus längst vernichtet:
EU/D/NRW/HA/Kueckelhausen/20050328_1353_DSCI0004

Um 1930 waren die Straßenverhältnisse an dieser Stelle noch übersichtlicher, wie eine Abbildung des unter Hauskundlern sehr bekannten Kraßhauses (mit Benzinfässern davor) von Wilhelm Claas zeigt:
EU/D/NRW/HA/Kueckelhausen/WilhelmClaas_Haus_BerlinerStrasse_um_1930

Ergänzend ein wohl etwas älteres Foto, welches von einer Stelle weiter östlich aufgenommen wurde (man beachte den Hinweis auf den Benzin-Verkauf am Gebäude rechts!):
D/NRW/HA/Kueckelhausen/BerlinerStrasse/EU_D_NRW_HA-Kueckelhausen_Krasshaus_an_der_Kreuzung_Hoerdenstrasse_mit_BerlinerStrasse_etwa_um_1920_(HASPE1982-40)
(Quelle: Haspe-Band des Hagener Heimatbundes 1982, S. 40)


Dazu noch ein Foto, welches die Längsseite des Kraßhauses entlang der Hördenstraße zeigt (aufgenommen wohl um 1960):
D/NRW/HA/Kueckelhausen/Hoerdenstrasse/EU_D_NRW_HA-Kueckelhausen_Hoerdenstrasse_Kreuzung_BerlinerStrasse_Krasshaus_Laengsseite_etwa_um_1960_(HASPE1982-69)
(Quelle: Haspe-Band des Hagener Heimatbundes 1982, S. 69)

Im Freilichtmuseum technischer Kulturdenkmale (,LWL-Museum') im Mäckingerbachtal wurde der Giebel des Kraßhauses in einem anderen Zusammenhang wiederaufgerichtet; immerhin blieb so ein Stück Kückelhausener Geschichte erhalten!

Ich folgte im Jahr 1975 der Berliner Straße westwärts in das Hasper Zentrum, wovon an anderer Stelle berichtet wird.



DIE BERLINER STRASSE

Zwischen Reh- und Hördenstraße

Auf der Bundesstraße 7 erreicht man kurz nach der Einmündung der Rehstraße - von Wehringhausen kommend - den Ortsteil Kückelhausen - hierzu das Video einer Autofahrt auf der Wehringhauser und Berliner Straße vom ehemaligen Straßenbahndepot (ALDI-Filiale) aus durch die Bahnüberführung bis zum Verwaltungsgebäude der Nordwest Handel AG im Übergang der B7 zur Preußerstraße (03.01.2010, 12:28 Uhr - ca. 20 MB) - auch als YouTube-Version verfügbar:


Das südwestlche Eckhaus an der Rehstraße, einst als Schuhhaus Pelka stadtbekannt, wurde zu Gunsten eines vorgesehenen Kreisverkehrs abgerissen, welcher eine Ortsumgebung Haspes (über die Rehstraße) mit einer Hauptbahnhofshinterfahrung (entlang der Ennepe) herstellen soll, während das Areal der Hagener Stadtwerke AG als Firmengelände der Mark-E (bzw. ,Enervie') zunächst fortbesteht; aber auch diese Firma wird verschwinden und auf die sogenannte ,Haßleyer Insel' - an der Autobahn Sauerlandlinie in die Nähe des Staplacks - verlegt werden, so daß an der Wehringhauser Straße eine weitere Brache entsteht (und der Abriß des einst als Denkmal bürgerlichen Wohnens bemerkenswert gewesenen ,Schuhhauses Pelka' überflüssig wird!).

Während ich im 1970er Jahrzehnt auf meinen Radtouren die B 7 zwischen Rehstraße und Hördenstraße - und auch westlich der Hördenstraße - wegen des hier bereits starken Straßenverkehrs und wegen des Kopfsteinpflaster-Straßenbelags mied, haben Freunde der Hagener Straßenbahn AG (Siegmar Peter, Wolfgang R. Reimann, Jörg Rudat und andere) auch diesen Bereich der Berliner Straße durch Fotos für die Nachwelt dokumentiert. Es ist mir eine Freude, darauf zurückgreifen zu können!
Man beachte etwa eine Aufnahme von Siegmar Peter vom März 1975, welche die Straßenbahnhaltestelle an der Einmündung der Rehstraße mit der Eisenbahnunterführung der Wehringhauser Straße nahe dem Straßenbahndepot zeigt:
D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/19750317_SP_0916_00014_von_Siegmar_Peter
(Quelle)

Im März 2009 - nach Abbruch des Pelka-Schuhhauses:
D/NRW/HA/Wehringhausen/Rehstrasse/20090329-1208s_DSCI0015_HA-Wehringhausen_Rehstrasse_Einmuendung_in_die_Wehringhauser_Strasse_ehemaliges_Pelka-Haus
(Foto vom März 2009)

Nunmehr mutet die Situation an der Einmündung der Rehstraße etwas unwirklich an - was hoffentlich nur vorübergehend so bleibt -:
D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20090329-1152s_DSCI0005_HA-Wehringhausen_WehringhauserStrasse_Einmuendung_Rehstrasse_von_Westen

Etwas weiter westlich - bei der Hagener Autohaus K. Könneker GmbH & Co. KG (Ford Könneker, Berliner Straße 19 - 21) wird hier die Situation im Oktober 1977 an Hand zweier Fotos von Siegmar Peter in einer Fotomontage dargestellt:
EU/D/NRW/HA/Kueckelhausen/BerlinerStrasse/197710xx_SP_1078_00034+35_von_Siegmar_Peter_Fotomontage
(Rechts am Straßenbahnwagen sehen Sie übrigens Jörg Rudat.)

Anno 2009 stellt sich die Situation - in einem etwas größeren Überblick auf Grund der erhöhten Position am PODI-Möbelmarkt - wie folgt dar:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20090329-1151s_DSCI0002_HA-Wehringhausen_WehringhauserStrasse_von_Marken-Moebel-Discount_PODI_westwaerts

Zum Vergleich eine Aufnahme vom 28. Juli 1964 von Wolfgang R. Reimann, welche an der Stelle des heutigen B1-Discount-Baumarktes noch die Federnwerke Schmitz & Steffen erkennen läßt - rechts auch hier das Schenker-Gebäude:
D/NRW/HA/Kueckelhausen/BerlinerStrasse/19640728_D_NRW_HA_Kueckelhausen_BerlinerStrasse_vom_WRReimann(GoebelRudat2009S119mitte)
(Quelle: Göbel u. Rudat 2009, S. 119, Abb. mitte)

Dazu ein kleines Sonntags-Video (3,5 Megabytes), welches beim Polster-Discounter PODI an der Nahtstelle zwischen Kückelhausen und Wehringhausen aufgenommen wurde (29. März 2009) - auch als YouTube-Version verfügbar:

Es zeigt zunächst rechts das Verwaltungsgebäude der mittlerweile zur Deutschen Bahn AG gehörenden Schenker-Spedition, dann die Wehringhauser bzw. Berliner Straße im Schwenk zur Einmündung der Rehstraße neben dem Haus Nummer 113, wo das Pelka-Schuhhaus an der Straßenecke gegenüber der Mark-E abgerissen wurde; weiter östlich erkennt man dann noch die Bahnüberführung über die Wehringhauser Straße.

Der Landwirt vom Hof Becker bei ,Café Halle' (Auf der Halle) wies mich im Januar 2014 darauf hin, daß die in Westerbauer an der Kreuzung der Bundesstraße 7 mit der Grundschötteler Straße präsentierten runden Steine „bei Jürgens" gefunden wurden. Der Fundort liegt unweit vom Autohaus Jürgens auf dem Grundstück Berliner Straße 35.

D/NRW/HA/Westerbauer/20051028_1640_IMAG0043_An_der_Kohlenbahn
(Foto: Detlef Rothe - 28. Oktober 2005)

Es handelt sich offensichtlich um Sensenschleifsteine, nicht um Mühlsteine!

Vor der Kreuzung der Berliner Straße mit der Hördenstraße weicht auf Höhe des Verwaltungsgebäudes der Nordwest Handel AG die Bundesstraße 7 auf die Route der Preußerstraße aus, siehe das winterliche Video einer Autofahrt über die Preußerstraße - an der Shell-Station, dem Bürogebäude der Nordwest Handel AG und an der Burgerking-Filiale vorbei - (20.12.2009, 11:54 Uhr - 11 MB) - auch als YouTube-Version verfügbar:


In diesem Bereich spielen Autohäuser, Kraftfahrzeug-Werkstätten, Speditionen und Handelshäuser eine wichtige Rolle, während Industriebetriebe in ihrer Bedeutung - ähnlich wie in Haspe - im Vergleich zu Altenhagen und Wehringhausen zunehmend zurückfallen und Einzelhandelsfilialen und Wohnhäusern weichen müssen.
Vor der Kreuzung Hördenstraße (im Hintergrund) eine westwärts gerichtete Ansicht aus der Zeit etwa um 1910:
EU/D/NRW/HA/Kueckelhausen/BerlinerStrasse/EU_D_NRW_HA-Kueckelhausen_BerlinerStrasse_Kreuzung_Hoerdenstrasse_gen_WSW_etwa_um_1910_(HASPE1982-60)

An der Kreuzung der Berliner Straße mit der Hördenstraße angekommen ein Blick zurück gen Rehstraße gemäß einer alten Postkarte aus dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts (zur Orientierung beachte man das Benzin-Hinweisschild am linken Bildrand!):
D/NRW/HA/Kueckelhausen/BerlinerStrasse/SW-AK_EU_D_NRW_HA-Kueckelhausen_BerlinerStrasse_Kreuzung_Hoerdenstrasse_gen_ONO_etwa_um_1910_DETAIL_(HASPE1982-41)
(etwa um 1910 - Quelle: Haspe-Band des Hagener Heimatbundes 1982, S. 41)

Mit der Häuserzeile der Hausnummern 47 bis 55 (und Eckhaus Hördenstraße 11) habe ich mich auf einer Wanderung vom 13. Juni 2015 näher befaßt und einige Fotos bei Facebook veröffentlicht:

Die Häuser-Gruppe an der Berliner Straße westlich der Hördenstraße (zwischen den Nummern 47 und 49 befindet sich ein...

Posted by Kückelhausen on Freitag, 19. Juni 2015

Auf meiner Wanderung zum Kaiser-Friedrich-Turm und zum Riegerberg durchstreifte ich Kückelhausen und machte nahe der Hö...

Posted by Kückelhausen on Freitag, 19. Juni 2015



Zwischen Hörden- und Rolandstraße

An der Kreuzung Hördenstraße - beim ,alten Wulvershof', also an der SSW-Ecke - befand sich einst eine „Schenkwirtschaft" (Gaststätten reihten sich an der alten Chaussee wie Perlen an einer Schnur!):
D/NRW/HA/Kueckelhausen/BerlinerStrasse/EU_D_NRW_HA-Kueckelhausen_BerlinerStrasse_Kreuzung_Hoerdenstrasse_Schenkwirtschaft_beim_Wulvershof_wohl_um_1910_(HASPE1982-41)
(etwa um 1900 - an der Hördenstraße links ist das Eckhaus mit der Gastwirtschaft von Fritz Höh - siehe oben! - im Bau - Quelle: Haspe-Band des Hagener Heimatbundes 1982, S. 41)

Im Jahr 1975 befuhr ich die Berliner Straße von dieser Stelle aus bis ins Hasper Zentrum:
EU/D/NRW/HA/Kueckelhausen/19750531_WestrichtungBerlinerStrasseVonHoerdenstrasse
Zum Vergleich je ein Foto aus dem Jahr 1912 und 2005:
EU/D/NRW/HA/Kueckelhausen/1912xxxx_WestrichtungBerlinerStrasseVonHoerdenstrasse EU/D/NRW/HA/Kueckelhausen/20050328_1349_DSCK0001_WestrichtungBerlinerStrasseVonHoerdenstrasse

An Hand von weiteren Fotos läßt sich die Berliner Straße im Zustand vor dem Ersten Weltkrieg gut westwärts verfolgen (hier nur ein Beispiel):
EU/D/NRW/HA/Kueckelhausen/BerlinerStrasse/EU_D_NRW_HA-Kueckelhausen_BerlinerStrasse_nahe_Einmuendung_der_Hofstrasse_gen_WSW_etwa_um_1910_(HASPE1982-60)


Etwa an der Kreuzung der Rolandstraße mit der Berliner Straße wird es dann ,hasperisch' - das Gelände gewinnt an städtischem Gewicht! Ein Blick zurück gen Hördenstraße mit der Rolandstraße jeweils vorne rechts im Bild:
D/NRW/HA/Kueckelhausen/BerlinerStrasse/19(8)xxxxx_EU_D_NRW_HA-Haspe_BerlinerStrasse_gen_Osten_mit_Rolandstrasse_rechts_um_1980_(HASPE1982_S2)
(um 1980 - Quelle: Haspe-Band des Hagener Heimatbundes 1982, S. 2)

D/NRW/HA/Kueckelhausen/BerlinerStrasse/19631101_EU_D_NRW_HA-Haspe_Berliner_Strasse_Einmuendung_Rolandstrasse_mit_Tram_(L+R1989-146)
(1. November 1963 - Quelle: L+R1989 [s. Lit.-Verz.], S. 146)

Bei meiner Radtour vom 31. März 1975 machte ich gegen 14.30 Uhr vor der nicht mehr existierenden Aral-Tankstelle (neben der Einmündung der Rolandstraße) Pause und bannte die links davon befindliche Fachwerkhaus-Gruppe (rechts Haus Nr. 89 der Berliner Straße) auf den Film:
EU/D/NRW/HA/Kueckelhausen/BerlinerStrasse/19750531_14(30)_06-19_Gebaeude_neben_ARAL-Tankstelle
Zum Vergleich eine Aufnahme vom Oktober 2005:
EU/D/NRW/HA/Kueckelhausen/BerlinerStrasse/20051018_1425_IMAG0021_Haus_Berliner_Strasse_89_in_Kueckelhausen
In diesem Zusammenhang verweise ich auf ein Tankstellen-Foto aus dem Jahr 1956 bei Facebook:

(Auch die anderen Fotos dort möchte ich ausdrücklich empfehlen!)



AN DER ENNEPE

Die Ennepe und ihre Zuflüsse stellten schon in vorindustrieller Zeit eine wichtige Energiequelle dar, wie diverse Hammerwerke und -gräben verdeutlichen. Auch nördlich des Ennepe-Flusses - in Richtung ,Auf der Halle' - wurde schon früh gesiedelt (worauf diverse Hohlwege und Fachwerkhäuser hinweisen). Heute gibt es noch ein Eisenwerk in der Geweke, während andere Rohstoffbetriebe - wozu auch Ziegeleien zählen - längst verschwunden sind. Ein sentimentales Video vom 22. Juni 2014 (Geburtstag meines verstorbenen Vaters) mag davon ein Zeugnis ablegen (darüber hinaus auch vom Verlust der Rheinischen Strecke der Deutschen Bahn):


Zu diesem Sonntagsausflug ist auch ein Album bei Google+ erschienen.


FAZIT

Vermag die Berliner Straße heute streckenweise nur ein weitgehend trostloses Bild zu bieten, so bleibt doch wenigstens die Hoffnung, daß es sich nach Fertigstellung der südlichen Ortsumgehung Haspe wieder zum Positiven wandeln wird, auch wenn schon viel von dem historisch bedingten Lokalkolorit als verloren gelten muß.

Nachbemerkung: Text und Fotos unterliegen dem Copyright des jeweiligen Urhebers (Verfasser bzw. Photograph). Sofern ein solcher nicht angegeben ist, stammen Text und Foto vom Verfasser oder sind derzeit unbekannt. Bitte kontaktieren Sie vor einer Weitergabe Autor oder Publizierer!



LINKS


Foto-Galerien und Filme



Meine YouTube-Playlist zu Kückelhausen



Klutert - Im Deerth - Hesterthardt


Informationsseite zu Im Deerth und Umgebung unter Berücksichtigung von Bauplanungen

Beitrag der Arbeiterwohlfahrt zum Gefängnis-Projekt bei Im Deerth


Meine YouTube-Playlist zum Hagener Stadtwald (Die Filme überschneiden sich teilweise mit denen der Kückelhausen-Liste.)



,Industriekultur'


Märkische Technikstraße

Route Industriekultur

Siegmar Peter (enthält Lokbildsammlung mit Suchfunktion)



Unternehmen

Schenker Deutschland AG, Berliner Straße 14

Hagener Autohaus K. Könneker GmbH & Co. KG (Ford Könneker), Berliner Straße 19 - 21

Nordwest Handel AG, Berliner Straße 26 - 36

Autohaus Jürgens, Berliner Straße 41 (heutiger Standort)

Robert Schmitz Spedition GmbH, Spiekerstraße 7



LITERATUR


Allgemeines


EU/D/NRW/HA/Haspe/HASPE_Eine_Stadt_im_Wandel_(1982)
Alfons Rehkopp u. Michael Eckhoff (Red.), Haspe - Eine Stadt im Wandel (Band IX der Schriftenreihe „Hagen einst und jetzt", hg. v. Hagener Heimatbund e.V.), Hagen 1982.

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/JuergenZarnke_Wehringhausen_Bilder_und_Dokumente_201011xx
Jürgen Zarnke, WEHRINGHAUSEN. BILDER und DOKUMENTE [so auf dem Deckblatt], Hagen 2010 (November), herausgegeben im Selbstverlag.
Hinweis: In der Stadtbücherei sind auch Bände zu Haspe (u.a. Kückelhausen) des selben Autors zu finden.



Nahverkehr


RolfLoettgers+WolfgangReimann_Rund_um_Hagen_1989
Rolf Löttgers u. Wolfgang R. Reimann, Rund um Hagen, Wuppertal 1989 [Das bildreich ausgestattete Buch behandelt die Straßen- und Vorortbahnen im Raum Hagen bis zur Einstellung des Tram-Verkehrs. Hier verwendetes Kürzel "L+R1989", gefolgt von einem Bindestrich und der Abbildungsnummer.]

Dirk Göbel u. Jörg Rudat, Mit der Straßenbahn quer durch Hagen. Bitte einsteigen [eigentlicher Titel: BITTE EINSTEIGEN - Mit der Straßenbahn quer durch Hagen], Hagen, 1. Aufl. 2009 (November) - ISBN13 978-3-932070-95-2 [Dieses Buch ist sicherlich nicht nur für Liebhaber des Hagener Nahverkehrs ein Genuß!]

In dem vom Hagener Heimatbund e. V. herausgegebenen und im ,ardenku'-Verlag Hagen erschienenen ,HagenBuch 2015. Impulse zur Stadt-, Heimat- und Kulturgeschichte' (November 2014) wurde von Reinhard Kolwe je ein Aufsatz zu den Autohäusern Jürgens und Könnecker veröffentlicht: ,Hagener Autohaus Könneker: Mit Henry und Konrad auf der Erfolgsspur' (S. 7 - 12) und ,Pioniergeist im Sternehaus. Jürgens ist bis heute lebendig' (S. 15 - 19).




DANKSAGUNG


DEN ENGAGIERTEN MITARBEITERN DES STADTARCHIVS HAGEN DANKE ICH FÜR DIE BEREITSTELLUNG SELTENER FOTOS BEI FACEBOOK, WELCHE AUCH MEINE ARBEIT IN VIELEM FÖRDERN!

Hinweis: Für die Aktualität, Funktionalität und Korrektheit der angegebenen Links erfolgt keine Gewähr!



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21.04.2017 19:16