REGIONALES: Hagen: Wehringhausen

Die Wehringhauser Straße.

von Detlef Rothe aus Hagen in Westfalen (Author: Detlef Rothe)


Vorbemerkung: Text und Fotos unterliegen dem Copyright des jeweiligen Urhebers (Verfasser bzw. Photograph). Sofern ein solcher nicht angegeben ist, stammen Text und Foto vom Verfasser oder sind derzeit unbekannt. Bitte kontaktieren Sie vor einer Weitergabe die jeweilige Bezugsquelle!

Die Wehringhauser Straße in Hagen (Bundesstraße 7 in Wehringhausen) war einst die wichtigste Straßenverkehrsader in Hagens - dem heutigen Stadtzentrum - westlicher Nachbarschaft.


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Detail einer Kopie der Übersichtskarte der Hülsberger Mark von 1750 - nach Lange 1979 (S. 91)

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Ausschnitt eines Übersichtsplans mit Wehringhauser Straße (als durchgehender Straßenzug sichtbar) von anno 1905 - nach Zarnke 2010 (S. 24)

Erkennbar sind unter anderem die ehemaligen Hammerwerke Harkort (oben links, damals bereits AFA bzw. ,Accu') und Post (oben rechts, Ecke Tauben-/Schwanenstraße) jeweils an der Ennepe, außerdem die Städtische Gasanstalt (unten links östlich der Einmündung der Rehstraße) und die Straßenunterführung unter die Hauptbahnstrecke vor der Schwenke (unten rechts).

Von seinem früheren Flair als Hauptgeschäftsstraße im Tal der Ennepe hat dieser Straßenverkehrsweg nach dem Zweiten Weltkrieg viel verloren (was schon im 1960er Jahrzehnt zu spüren war, ohne daß dem Konsequenzen im Sinne einer Trassenverlegung folgten), was nicht zuletzt an dem starken Verkehrsaufkommen unter beengten Verhältnissen lag und liegt; heutzutage (nach der Jahrtausendwende) dominieren in der Umgebung dieser Durchgangsstraße diverse Gewerbeflächen und weitgehend vernachlässigte Wohnhäuser.

Zur Einstimmung darf ich aus dem gelungenen Wehringhausen-Band von Jürgen Zarnke (November 2010) zitieren, wo die Verhältnisse der Zeit um 1965 von Südwesten gen Nordosten an der südlichen Straßenseite reflektiert werden („Anstelle eines Vorwortes" - S. 5):
An eine Fahrt mit der Straßenbahn war aus Kostengründen nicht zu denken, alle Wege wurden zu Fuß zurückgelegt. So lernte ich auch bald, Gerüche und Geräusche einzuordnen. [...] an der Ecke Rehstraße [] lagen noch zwei Kneipen mit Stehbierhalle, dem Außerhausverkauf. Der Geruch nach Bier und Schnaps war gut zu ertragen, im Gegensatz zu dem Gestank der immer frisch geteerten und mit Duftsteinen versehenen Pissoirs rechts unter der Eisenbahnbrücke. Die folgende Häuserzeile war zu dieser Zeit mit ihren Hinterhäusern teilweise schon sehr renovierungsbedürftig. Aus den Kellern kam stets ein muffiger Geruch, weil die Sonne bei der Bebauung keine Chance hatte. Links lag das Straßenbahndepot. Ein- und ausfahrende Bahnen verursachten ein Quietschen und Ächzen, welches die Geräusche der Personen- und Lastwagen auf der kopfsteingepflasterten Straße manchmal direkt leise erscheinen ließ. Vom rechtsseitigen Busdepot her roch es stets nach Öl und Benzin. Dieser Geruch wurde schnell abgelöst durch den des Schlachthofes. Immer begegnete man Treckern mit offenen Hängern mit Kühen oder Schweinen, die auf ihrem letzten Weg waren. Und man roch das Blut, wenn geschlachtet wurde. Auch nicht gerade anheimelnd war das Gebiet rund um den Bodelschwinghplatz, der zu dieser Zeit schon lange zu einem Parkplatz verkommen war. Die Autos waren hier aber auch nicht sicher abgestellt. Denn bei starkem Regen kam es vor, dass der verrohrte Wehringhauser Bach die Gullideckel hoch katapultierte und das Wasser in Strömen über die Hauptstrasse floss. Linksseitig [...] hatte in den 60er Jahren der Moloch ACCU sich ausgedehnt. Vor der abgrenzenden hohen Mauer hielt sich über Jahre ein Imbisswagen, der oft einen Hasper Gast hatte, der hier gegenüber, mit dem Haus Nr. 43, sein Ziel erreicht hatte. [...] Ich lernte noch kleine Geschäfte kennen, die später den großen Supermärkten zum Opfer fielen. Wirte, Bäcker, Metzger und Friseure waren Mieter der Erdgeschosse der meisten Häuser."

Um die frühere Bedeutung der Wehringhauser Straße angemessen würdigen zu können, ist es ratsam, zeitlich noch weiter zurückzugehen! Zwecks Überblick über eine noch ältere Vergangenheit folgen hier daher einige Ansichten, wobei südwestlich der ,Schwenke' begonnen wird. Diese Örtlichkeit wird übrigens in dem zitierten Bildband von J. Zarnke ebenso wie der Hauptbahnhof näher behandelt.

Als weiteren Ausgangspunkt - Geschichtsquelle und Einführung zugleich - dient hier ein von Gustav Stellhorn im März 1898 herausgegebener Stadtführer (S. 26 - 28):
"
Die [...] mit Linden versehene Koloniestrasse [= Christian-Rohlfs-Straße] führt uns l. über Langestrasse, Wilhelmsplatz, Bismarckstrasse | und Augustastrasse in den neuen Stadtteil Wehringhausen, welcher an den genannten Strassen viele herrliche Bauten aufzuweisen hat. Am [südwestlichen] Ende der Augustastrasse überschreiten wir auf der Bachstrasse die Berg.-Märk.- (Elberfeld) und die Thalbahn nach Vörde. Zur Linken haben wir den unscheinbaren Wehringhauserbach und etwas weiter das Wehringhauser Kriegerdenkmal. Jetzt sind wir in dem alten Wehringhausen angekommen und wenden uns bei der Restauration von A. Romberg, früher Heyden, nach links. Nach 1 Min. erblicken wir r. die alte Harkort'sche Besitzung und dahinter, etwas von der Strasse ab, an der Ennepe die Akkumulatorenfabrik (Akt.-Ges.). Die Besichtigung dieses Werkes ist, wenn man sich Erlaubnis erwirken kann, sehr zu empfehlen. Nach 2 Min. gelangen wir an die Werkzeugfabrik von R. & H. Vorster, vor welcher die Ladestation der elektr. Strassenbahn sich befindet. Der Harkort'schen Besitzung gegenüber biegt l. die Minervastrasse ein. Dieselbe führt zur Werkzeugfabrik von Beyersmann und zum Schlachthof. Der Schlachthof, aus Gasthof, Börsenhalle und Viehhallen bestehend, ist mittelst Geleise mit der Bahn verbunden. (Markt Montags.) Kurz hinter der rhein. und Thalbahn endigt mit der Rehstrasse und dem Rehsiepen das Gebiet des Stadtkreises Hagen und fängt hier Kückelhausen (Bahnhof für die Thalbahn) an, welches zu Haspe gehört.
Treten wir den Rückweg an, so gelangen wir da, wo die Wehringhauserstrasse nach r. schwenkt, an die Fabrik von Bechem & Post (Centralheizungen und Wasserstaub-Feuerung). Derselben gegenüber befindet sich im Park die Villa des verstorbenen Herrn Post. Geradeaus erblicken wir schon die Schlote der nahegelegenen grossen Fabriken von Eicken & Co. und Funcke & Elbers (Krimm.). Jenseits der Bahnunterführung fällt uns an der Neuen Friedrichstrasse
[= Södingstraße] ein | komischer Bau, Wunderbau genannt, auf. Derselbe ist von gefangenen Franzosen 1870/71 aufgeführt. Die kurz vor der Volmethalbahn gelegene Kur-Badeanstalt von Fr. Osthoff sei hier auch empfohlen".

Hinweis: Zu den erwähnten Bahnstrecken vergleiche man meinen Aufsatz über die Eisenbahnen Hagens!

Als Einführung empfehle ich ein Video aus der Fahrerperspektive einer Autofahrt über die Wehringhauser Straße zum Hauptbahnhof von YouTube-User mickyonline vom 9. März 2014 (aus der Zeit vor der Eröffnung des ersten Abschnitts der Bahnhofshinterfahrung):


Alternativ biete ich einen Spaziergang von der Einmündung der Fabrikhofstraße bis (über die Wehringhauser Straße hinaus) zur Fußgängerbrücke Im Ennepetal an - mit Abstecher durch die Bachstraßenunterführung zur Augustastraße:


Mehr Einstellungen zwischen Kuhlestraße und Wehringhauser Straße finden Sie in einem Stereofilm vom Februar 2017:



Um einen Überblick über den gewaltig erscheinenden Wandel in den letzten 200 Jahren zu gewinnen, folgen hier hauptsächlich bildliche Ansichten, wobei an der sogenannten Schwenke begonnen wird.



Schwenke

Da der Verkehrknoten an der Schwenke hauptsächlich unter „Bahnhofviertel" behandelt werden soll, finden Sie hier kontrastierend bloß einen Blick von der Einmündung der Södingstraße in Richtung Hauptbahnhof mit Einmündung der von rechts kommenden Elberfelder Straße anno 1939 (Foto von Johann Janßen):
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Schwenke/1939xxxx_Schwenke_von_der_Einmuendung_der_Wilhelmstrasse_(Bergischer_Ring)_in_die_Wehringhauser_Strasse_(J.Janssen)

Es folgt der Nachkriegszustand um 1945 (Farbdia von Otto Fernholz):
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/Wehringhauser_Strasse_von_Soedingstrasse_Richtung_Hbf_um_1945_OttoFernholz_img025
Der Graf-von-Galen-Ring entstand später rechts von der abgebildeten Verlängerung der heutigen Straße Am Hauptbahnhof (früher: Kölner Straße, danach: Ebertstraße und Adolf-Hitler-Straße) als Graf-von-Galen-Straße. Der Bereich der Kölner Straße wurde bei der Anlage der neuen Haupttrasse (Bundesstraße 7) durch den Lkw-Ladebereich der neuen Hauptpost überbaut, welcher jetzt als Parkhaus (Q-Park) dient. Dabei blieb die alte Straßenflucht bis zum Berliner Platz erhalten und wurde sogar teilweise überdacht! Man beachte, daß die Bundesstraße 7 (Wehringhauser Straße / Graf-von-Galen-Straße bzw. -Ring) heute rechts von der im Bild als Ruine noch erkennbaren B.V.-Tankstelle (Aral) vorbeiführt; seit 1963 befindet sich an Stelle der Tankstelle unter der Adresse Wehringhauser Straße 2 eine Mercedes-Vertretung (Auto Brink).

Die Situation an der Schwenke mit Blick gen Berliner Platz - an der Einmündung des Bergischen Rings (ehemalige Wilhelmstraße) aus heutiger Sicht sehen Sie auf folgendem Bild:
EU/D/NRW/HA/Hagen/Graf-von-Galen-Ring/20050605_1352_IMAG0035_Graf-von-Galen-_von_Bergischer_Ring
Den Lauf der Kölner Straße - alias Straße Am Hauptbahnhof - muß man sich als mitten durch das querliegende Verwaltungsgebäude führend vorstellen!

Folgen wir nun der Wehringhauser Straße in Richtung der Einmündungen Söding- und Sternstraße zur Unterführung (Aufnahme vom Januar 2017 mit Einmündung des Bergischen Rings - früher die Wilhelmstraße - links:
EU/D/NRW/HA/Hagen/Graf-von-Galen-Ring/20170113w1526_DSC_3529_EU_D_NW_HA-City_Graf-von-Ring_in_Richtung_WehringhauserStrasse_GERICHTET_1200x0886

Im Jahr 1999 war die Hagener Straßenbahn hier noch präsent - allerdings nur noch durch ihre Schienen (Foto dankenswerterweise bereitgestellt von Harald Groll):


Weiter geht's mit Aufnahmen vom Jahr 2004 und 2005:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20041120_1511_DSCI0040 EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Schwenke/20050605_1356_IMAG0045_NO-Ende_WehringhauserStrasse_von_Schwenke_aus

Ein Stücksken weiter gibt's 'ne Aufnahme von Siegmar Peter (Schwerte) vom April 1975:
D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/197504xx_SP_0920_00013_von_Siegmar_Peter
(Quelle)

Beliebt sind Fotos von der anläßlich der Aufgabe des Bürgersteig an der südlichen Straßenseite errichtete Fußgängerbrücke (am Sternstraßenende) auf den fließenden Verkehr; hier ein Blick in Richtung Schwenke vom selben Photographen (Quelle) - aufgenommen im Oktober 1974:
D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/19741021_SP_0902_00020_von_Siegmar_Peter

Zum Vergleich ein eigenes Foto vom 25. September 2009 (ein Jahrhundertdrittel später...):
D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20090925-1350s_PICT0092_HA-Wehringhausen_Wehringhauser_Strasse_Fussgaengerbruecke_Blick_zum_Hbf

Mehr Bilder gibt es hier:

Ein Hagener Verkehrsknotenpunkt aus der Sternstraßen-Perspektive betrachtet - in chronologischer Folge.

Posted by Detlef Rothe on Dienstag, 5. April 2016




Unterführung der Wehringhauser Straße


Zur Einstimmung empfehle ich einen Blick in das Video von der Fahrt durch die Unterführung zur Weidestraße anläßlich der Neujahrsnacht 2010 (28 MB). (Die Fortsetzung finden Sie übrigens unter ,Cooler Kuhlerkamp'. Den Zusammenschnitt finden Sie bei YouTube.com:


Auf die Einmündung der Södingstraße folgt diejenige der Sternstraße (mit Treppe zur B 7 und einer Fußgängerbrücke), dann schwenkt die Wehringhauser Straße nach rechts (Norden) zur Unterführung:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20050605_1410_IMAG0069_Einmuendung_Sternstrasse_in_WehringhauserStrasse
(Sommer 2005)

Zum Vergleich die umfangreichen Straßenerweiterungsmaßnahmen im Sommer 1959:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/19590xxx_D_NEW_HA_Wehrunghausen_WehringhauserStrasse_von_HansWehner(GoebelRudat2009S60unten)
(Foto von Hans Wehner - bei Göbel u. Rudat 2009, S. 60, Abb. unten)

Dazu die Detail-Studie eines Autofahrers zur (inzwischen veränderten) Hinterhof-Idylle neben der Södingstraße (früherer Name: Neue Friedrichstraße) anno 2005:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20050605_1410_IMAG0070_Blick_aus_Autofenster_von_B7_auf_Hinterhof-Idylle_Soedingstrasse
(5. Juni 2005)

Nicht immer waren sich Bus und Bahn hier grün:


EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/HA-Wehringhausen_Wehringhauser_Strasse_Unterfuehrung_um_1970_(L+R1989-199)
(Foto vom 2. Juli 1970 gemäß Göbel u. Rudat 2009, S. 197)

Das Ereignis ist nicht ohne symbolischen Reiz, verdrängte doch zunehmend der Linienbus die gute alte Tram, welche sich trotz einer gewissen Tendenz zum ,Größerwerden' im Nahverkehr immer weniger durchsetzen konnte. Busse waren einfach flexibler einzusetzen und Schwebebahnen wohl zu teuer! Gerade der ,Anderthalbdecker' - auch als ,Bulle' bekannt - war wegen seiner gemütlichen Ecken unten und der hervorragenden Aussicht oben sehr beliebt. Diverse Unfälle haben schließlich dazu geführt, daß anno 1971 die Straße im Unterführungsbereich nach Süden hin erweitert und der dadurch betroffene Bürgersteig durch eine über (bzw. durch) den Straßenstaub auf die andere Straßenseite führende Fußgängerbrücke ersetzt wurde.

Betrachten Sie hierzu das Video vom September 2009, welches ich in der Unterführung aufgenommen habe (ca. 14 MB):

Hier sollte man einmal Feinstaubwerte messen!

Beim Passieren mit der Eisenbahn ergibt sich folgendes Bild der Einmündungen von Fabrikhof- (rechts) und Schwanenstraße (weiter links) in die Wehringhauser Straße:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20051127_1325_IMAG0055_Ueberquerung_der_Wehringhauser_Strasse_mit_Einmuendung_Schwanenstrasse
(27. November 2005)

Zum Vergleich hierzu zwei - quasi tiefergelegte - Fotos, aufgenommen von der Wehringhauser Straße aus:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20090925-1355s_PICT0096_HA-Wehringhausen_Unterfuehrung_der_Wehringhauser_Strasse_mit_Einmuendung_Schwanenstrasse
(25. September 2009)

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20161026s1010_DSC_3298_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_WehringhauserStrasse_Ecke_Schwanenstrasse_1200x0882
(26. Oktober 2016)

Wie schwungvoll es auch nach dem Passieren der Unterführung zugeht, zeigt ein von der Einmündung der Fabrikhofstraße aufgenommenes Foto von 1964 (R. Löttgers/W. R. Reimann):
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/19640905_HA-Wehringhausen_Wehringhauser_Strasse_Ecke_Fabrikhofstrasse_(L+R1989-202)

Die Fortsetzung der Häuserfront zeigt eine Aufnahme von D. Waltking angeblich vom Sommer 1950 (1940?):
D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/19500701_HA-Wehringhausen_Wehringhauser_Strasse_Tram-HS_Schwanenstrasse_(D.Waltking)

Dank Siegmar Peter läßt sich hier eine kleine Retrospektive auf die Haltestelle Schwanenstraße vom November 1974 ergänzen:
D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/197411xx_SP_0904_00009_von_Siegmar_Peter
(Quelle)

Ein Blick vom Vorgelände der Villa Post (welche in dem Block zwischen Taubenstraße, Schwanenstraße, Wehringhauser Straße und Weidestraße steht) zurück zur Unterführung anno 2005:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20050527_1636_IMAG0030_Eisenbahnunterfuehrung_von_Villa_Post_aus
(Foto: Detlef Rothe, 27. Mai 2005)

Ursprünglich ging es von hier (hinten links liegt die Schwanenstraße) im Zuge der ,Kölner Straße' geradeaus über die heutige Fabrikhofstraße zum (Haupt-)Bahnhof (weiter links und hinter der Schwanenstraße liegt zur Ennepe hin die sogenannte ,Krimm'):
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20050527_1637_IMAG0034_Einmuendung_Fabrikhofstrasse EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20050527_1639_IMAG0038_zwischen_VillaPost+Groote-Center_nach_NO
(Fotos: Detlef Rothe, 27. Mai 2005)

Das Umfeld von Weidestraße und Wehringhauser Straße (Rheinische bis Bergisch-Märkische Eisenbahnstrecke) habe ich im Januar 2014 in einem stereovisuellen Film festgehalten, welcher unter anderem die Trasse der ,Bahnhofshinterfahrung' (neue Bundesstraße 7) berücksichtigt. Ein weiteres Video zeigt die am 11. Juli 2014 aktivierte Trasse mit dem Zweck, im Zuge der Bahnhofshinterfahrung die Weidestraße zu umfahren:


Zum Haus Wehringhauser Straße 34, welches an das zur Villa Post (Nr. 38) gehörende Parkgrundstück angrenzt, habe ich eine gesonderte Foto-Galerie bei Google+ erstellt.



Villa Post und Groote-Center

Um 1945 sah es an der Schwanenstraße - im Bereich der Krimm - schon recht unfreundlich aus, denn die (hier freilich recht intakt wirkende) Stahlfabrik (,Stahlwerke Südwestfalen AG' - früher ,Eicken & Co.' und ,Funcke & Elbers', zuvor schon ,Post'-Hammerwerk) dürfte wie die nahe Hauptpost und der Hauptbahnhof ein wichtiges Kriegsziel der Allierten im Zweiten Weltkrieg dargestellt haben:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Schwanenstrasse/Stahlwerke_Suedwestfalen_hinter_Schwanenstrasse_um_1945_OttoFernholz_img024
(Foto: Otto Fernholz)

Heute ist die Szene im Winkel zwischen Schwanen- und Fabrikhofstraße eher friedlich-idyllisch...:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Schwanenstrasse/20050527_1649_IMAG0048_Fabrikhof_Schwanenstrasse

Diese Gegend stand schon früh im Zeichen der Eisenindustrie; bekannt sind die der Familie Post gehörenden und von der Ennepe über einen Teich gespeisten Hammerwerke in der nordöstlichen Verlängerung der Taubenstraße (an der Ecke zur Schwanenstraße), welche ein Foto aus dem 1860er Jahrzehnt (etwa) darstellt:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/Taubenstrasse/186xxxxx_Wehringhausen_Taubenstrasse_Ecke_Schwanenstrasse_Hammerteich_Post_nach_Nordosten

Weiter südwestwärts steht - gewissermaßen als ruhiger Hafen am Rande des Verkehrsstroms - die restaurierte Villa Post, welche mittlerweile eine Volkshochschule ist. Die Fabrikanten-Villa in einem Postkartenausschnitt der 1930er Jahre:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/VillaPost/193xxxxx_Villa_Post_auf_einer_SW-AK_Wehringhausen_mit_4_Motiven_um_1935
(Scan gesponsort von Siegmar Peter)


Ein näherer Blick auf den Eingangsflügel läßt nichts Böses ahnen:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/VillaPost/20050527_1636_IMAG0032_Villa_Post_Eingangsbereich
(Foto: Detlef Rothe, 27. Mai 2005)

Leider verankerten sich einst auch hier die Zeichen einer neuen, zerstörerischen Zeit:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/VillaPost/19400xxx_Bombentrichter_vor_der_Villa_Postjpg
Ein früher Bombentrichter anno 1940!

Ansicht der 1892 erbauten Villa Post in Wehringhausen. Die Ansicht zeigt die Villa mit dem ehemaligen Gitterzaun, der...

Posted by Hagen - Geschichte, Archäologie und Geologie on Dienstag, 3. März 2015



Heutzutage zeigt sich die Villa - zumindest beim Blick von Westen her - weitgehend hinter alten Laubbäumen verborgen - zwei ,rush hour'-Motive an der Einmündung der Weidestraße:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/VillaPost/20050527_1639_IMAG0037_Villa_Post
(Foto vom 27. Mai 2005 von Detlef Rothe)

Dazu noch ein winterliches Panorama-Foto mit Blick sowohl auf die Villa Post als auch auf die Zufahrt des Groote-Centers:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20100103w1224_PICT0004_D_HA-Wehringhausen_Villa_Post_an_der_Einmuendung_der_Weidestrasse_in_die_Wehringhauser_Strasse
(Foto: Detlef Rothe, 3. Januar 2010)

Idyllischer mutet die Gartenseite an (was unter dem Rasen liegt, ignorieren wir geflissentlich):
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/VillaPost/20050527_1634_IMAG0029_Gartenseite_der_Villa_Post
(Foto: Detlef Rothe, 27. Mai 2005)

Hier finden Sie auch ein im Winter aufgenommenes Video (03.01.2010, 12:24-12:25 Uhr - 2,7 MB).

Abschließend noch zwei Ausblicke vom Groote-Center: die Villa Post mit dem Kuhlerkamp im Hintergrund:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/VillaPost/20101126w1150_PICT0212_EU_D_NRW_HA-Wehringhausen_Villa_Post_von_der_WehringhauserStrasse26b

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/VillaPost/20101126w1151_PICT0213_EU_D_NRW_HA-Wehringhausen_Villa_Post_von_der_WehringhauserStrasse26b
(Fotos: Detlef Rothe - 26. November 2010)

Die am Standort des Photographen gesuchte psychologische Praxis blieb unauffindbar, war wohl auch schon weg (wie das ,TanzCentrum' Wolfgang Stein, welches sich in der Wehringhauser Straße 25 b des Groote-Centers angesiedelt hatte, nunmehr aber in der Innenstadt residiert)!

Bei Facebook habe ich eine kleine Bilderfolge (,Album') zur Villa Post (Haus Nr. 38) publiziert:

Gesammeltes über eine einst bedeutende Fabrikantenvilla (Post'sche Hammerwerke im Winkel Schwanen-/Taubenstraße), welche jetzt Unterrichtszwecken der Volkshochschule Hagen dient.

Posted by Detlef Rothe on Dienstag, 5. April 2016


Der Villa Post gegenüber besteht - gewissermaßen als eigenes Kleinod Antikes mit Modernem beantwortend - im Groote-Center der Nachfolgekomplex der Süßwarenfabrik Grothe (früher Fabrik von Zentralheizungen und Wasserstaub-Feuerungsanlagen "Bechem & Post"):
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20050527_1634_IMAG0039_Groote-Center EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20050527_1640_IMAG0040_Groote-Center
(27. Mai 2005)



Die Einmündung der Weidestraße


Zwischen Schwanenstraße und Bodelschwinghplatz wies die Wehringhauser Straße (,Kölner Straße') früher einen geradezu als großstädtisch zu bezeichnenden Charakter auf:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/19xx_WehringhauserStrasseNaheBodelschwinghplatzRichtungWeidestrasse_20041205
(Ansichtskarte von 1905 oder etwas früher)

Dies blieb zum Teil - eingeschränkt wegen der Bombardierungen - bis lange nach dem Zweiten Weltkrieg so:


Man mag kaum glauben wollen, daß auch gutbürgerliche Etagenhäuser, welche der Krieg nicht wirklich ins Wanken brachte, modernen Abrißbirnen zum Opfer fielen und dabei bloß zugeteerte Flächen hinterließen, wie an der Einmündung der Weidestraße nach der anläßlich einer Straßenerweiterung erfolgten Beseitigung des Eckhauses; ein ähnlicher Fall wie beim Pelka-Haus an der Rehstraße, welches auch im Zuge der - schon 1959/1971 im Bereich der Bahnunterführung erkennbaren, dann westwärts fortschreitenden - Neigung zur Straßenausdehnung (statt -verlegung) vernichtet wurde:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/1962xxxx_D_NRW_HA_Wehringhausen_WehringhauserStrasse_Einmuendung_Weidestrasse_von_ReinhardtTodt(GoebelRudat2009S72unten)
(Foto von Reinhardt Todt anno 1962 - bei Göbel u. Rudat 2009, S. 72, Abb. unten)

Wie der Vergleich mit einer Aufnahme des Verfassers vom Mai 2005 zeigt, fielen die Etagenbauten an der Wehringhauser Straße einer Verbreiterung des Hauptverkehrsweges zum Opfer:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/VillaPost/20050527_1632_IMAG0028_Einmuendung_Weidestrasse

Ergänzend dazu zwei Ansichten des Verfassers vom 12. Mai 2010:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20100512s1153_PICT0016_D_NRW_HA_Wehringhausen_WehringhauserStrasse_Einmuendung_Weidestrasse_stadteinwaerts EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/VillaPost/20100512s1153_PICT0017_D_NRW_HA_Wehringhausen_WehringhauserStrasse_Einmuendung_Weidestrasse_stadteinwaerts

Ein retrospektiver Blick von der Ampelanlage an der Einmündung der Weidestraße auf die Häuserfront der Wehringhauser Straße (Oktober 2005):
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20051022_155x_IMAG0024_WehringhauserStrasse_gegenueber_Einmuendung_Weidestrasse

Ein ,Kunstwerk' für sich stellte der an der Einmündung der Weidestraße zeitweise installierte Schilder- und Ampelwald dar:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20100512s1153_PICT0018_D_NRW_HA_Wehringhausen_WehringhauserStrasse_Einmuendung_Weidestrasse_stadteinwaerts
(Foto: Detlef Rothe, 12. Mai 2010)

Die Wehringhauser Straße war schließlich zwischen Groote-Center und Villa Post vierspurig ausgebaut. In Richtung Bodelschwinghplatz und der darauf folgenden Einmündung der Minervastraße - also gen Westen - verengt sich die Bundesstraße weiterhin auf Grund der noch bestehenden gründerzeitlichen Bebauung (zwei eigener Aufnahmen vom 27. Mai 2005):

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse//EinmuendungWeidestrasse/20050527s1637_IMAG0033_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_WehringhauseerStrasse_Einmuendung_Weidesztasse_von_Osten_GERICHTET_1200x0876

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse//EinmuendungWeidestrasse/20050527s1636_IMAG0031_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_WehringhauseerStrasse_Einmuendung_Weidesztasse_von_Osten_GERICHTET_1200x0886

Zum Vergleich eine Aufnahme vom Sommer 1991 aus Hagens Stadtarchiv:


Starke Veränderungen bewirkte um das Jahr 2014 die neben der Weidestraße erfolgte Anbindung der Wehringhauser Straße an die Bahnhofshinterfahrung. Die ganze ,Landschaft' hat sich hier dadurch deutlich verändert:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20151110w1308_DSC_1291_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_WehringhauserStrasse_Weidestrasse_vom_Bodelschwinghplatz_aus_1200x0685
(Aufnahme vom November 2015)

Mit der Straßenbahn gab es im zweispurigen Bereich lange Zeit Probleme:


Die Bahnhofshinterfahrung wurde in diesem Bereich am 11. Juli 2014 freigegeben. Das heißt, daß der Hauptstraßenverkehr seitdem über eine eigene Trasse nördlich der Wehringhauser Straße geführt wird:


Heute weitgehend vergessen sind die Wohn- und Geschäftshäuser zwischen Groote-Center und Bodelschwinghplatz als Zeugen innerstädtischen Lebens - zu lange hat der Straßenverkehrslärm hier an dem Interesse (die Nerven...) zu einer näheren Betrachtung ,gesägt'. Hingewiesen sei diesbezüglich auf das Wehringhausen-Werk von Jürgen Zarnke. Erwähnt sei hier bloß Haus Nr. 39, welches vor dem Krieg die Einkaufsgenossenschaft Nord & Süd e.G. ,beherbergte':
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/039/SW-Foto_Briefkopf_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_WehringhauserStrasse039_NordSued-Einkaufsgenossenschaft_um_1930

Im Haus Nr. 45 befand sich über viele Jahrzehnte das Schreibwarengeschäft des ,Büromaschinenhändlers' Heinrich Hohendahl, welches zuletzt noch von seinen Töchtern betrieben wurde, bis es dann im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts aufgegeben werden mußte.



Bodelschwinghplatz

Der Abschnitt über diesen Platz, welcher in der Nazizeit ,Boelckeplatz' genannt wurde, wurde ausgegliedert.

Für den Überblick: Zu Anfang des Jahres 2010 entstand das Video einer Autofahrt auf der Wehringhauser Straße vom Bodelschwingplatz bis zur Einmündung der Minervastraße (03.01.2010, 12:26 Uhr - 5,6 MB).



Zwischen Fischer- und Dieckstraße

Ein Blick stadteinwärts von der Einmündung der Minervastraße:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20050528_1639_IMAG0096_Einmuendung_der_Fischerstrasse

Hier befindet sich unmittelbar westlich der Einmündung der (man kann schon sagen: ehemaligen) Fischerstraße als Haus Nummer 72 der Wehringhauser Straße ein altes, mit Schiefer verkleidetes Fachwerkhaus:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/072/20050528s1631_IMAG0075_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_WehringhauserStrasse072_ehemaliges_Simpl_1200x0900
(28. Mai 2005 - Foto des Verfassers)

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/072/20160902s1018_DSC_3114_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_WehringhauserStrasse072_1200x0675
(2. September 2016 - Foto des Verfassers)

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/072/20160902s1035_DSC_3119_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_WehringhauserStrasse072_ehemaliges_Simpl_1200x0675
(2. September 2016 - Foto des Verfassers)

In dem verfallenden Fachwerkgebäude befand sich (soweit beobachtet) im 1970er Jahrzehnt eine gemütliche Pinte (Gaststätte) namens Simpl, welche seinerzeit nicht nur wegen ihrer heißen Käsebrötchen berühmt war:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/072/19781104-2200_Fotoalbum0404_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_WehringhauserStrasse072_Theke_im_Simpl_1200x0812
(4. November 1978 - Foto des Verfassers)

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/072/19781104-2200_0R55_Fotoalbum0405_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_WehringhauserStrasse072_Simpl-Szene_1200x0864_Simpl-Szene_1200x0791
(4. November 1978 - Foto des Verfassers)

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/072/1979050x_12-27_Fotoalbum0427_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_WehringhauserStrasse072_Simpl-Szene_1200x0864
(Anfang Mai 1979 - Foto des Verfassers)


EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Simpl/197xxxxx_Werbung_Simpl_in_DieLupe65_19790529.jpg
(Anzeige vom Mai 1979, dem Monat meines Abiturs)

Von hier aus fällt ein Blick zurück in Richtung Bodelschwinghplatz, wo die Bachstraße endet:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/SW-AK_EU_D_NRW_HA-Wehringhausen_Wehringhauser_Strasse_an_der_Einmuendung_Minervastrasse_gen_Bodelschwinghplatz_um_1910 EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/193xxxxx_Detail_Wehringhauser_Strasse_von_Einmuendung_Fischerstrasse_einer_SW-AK_Wehringhausen_mit_4_Motiven_um_1935 EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20050528_1631_IMAG0076_WehringhauserStrasse_zwischen_Fischerstrasse+Bodelschwinghplatz
um 1910 (eine Postkarten-Ansicht) - um 1935 (ein Scan von Siegmar Peter) - 28.05.2005 (Foto: Detlef Rothe)

Ein Blick auf die Südostseite der Bundesstraße 7 zwischen Bodelschwinghplatz und der Einmündung der Minervastraße:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/SW-AK_EU_D_NRW_HA-Wehringhausen_Wehringhauser_Strasse_zwischen_Minervastrasse_und_Bodelschwinghplatz_um_1910 EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/193xxxxx_Detail_Wehringhauser_Strasse_mit_Einmuendung_Minervastrasse_einer_SW-AK_Wehringhausen_mit_4_Motiven_um_1935 EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20050528_1638_IMAG0093_Einmuendung_Minervastrasse_bis_Bodelschwinghplatz
um 1910 (eine Postkarten-Ansicht) - um 1935 (ein Scan von Siegmar Peter) - 28.05.2005 (Foto: Detlef Rothe)

Auf der nordwestlichen Straßenseite - hier bis zur Einmündung der Dieckstraße - stehen wieder sehenswerte Gründerzeit-Mietshäuser:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20050528_1633_IMAG0079_Dieckstrasse_Ecke_WehringhauserStrasse EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20050528_1633_IMAG0078_Dieckstrasse-Minervastrasse EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20050528_1633_IMAG0080_Einmuendung_Minervastrasse_in_WehringhauserStrasse EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20050528_1638_IMAG0094_Mietshaus_gegenueber_Minervastrasse
(28.05.2005 - Fotos: Detlef Rothe)



Gut Söding

Eine wechselhafte Vergangenheit zwischen Abbruch, Krieg und Frieden läßt sich vor allem im südlichen Winkel zwischen Wehringhauser Straße und Minervastraße beobachten:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/Gut_Soeding_vor_1875

Das - in einer älteren Lithographie noch mit zwei Treppengiebeln versehene - Gutshaus Söding (auch als ,Veme-Haus' bekannt gewesen) kann als früheres Ortszentrum Wehringhausens gelten:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/GutSoeding/1848xxxx_Gut_Soeding_in_Lithograhie_Eduard_Schulte

Es wurde bedauerlicherweise bereits im 1870er Jahrzehnt abgerissen, als das Interesse an archäologischen Untersuchungen noch gering war. Die aktuelle Situation im Winkel zwischen dem ehemaligen Busdepot (heute befindet sich hier eine IMO-Autowaschstraße nebst ALDI-Supermarkt), den Eisenbahnbrücken über die Minervastraße und der Südostseite der Wehringhauser Straße zeigen zwei weitere Fotos vom 28. Mai 2005:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20050528_1724_IMAG0154_Hofseite_Ecke_WehringhauserStrasse+Minervastrasse EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Minervastrasse/20050528_1724_IMAG0153_Blick_Richtung_WehringhauserStrasse+Dieckstrasse
Auch in diesem Bereich der Wehringhauser Straße gab es schon früh im Zweiten Weltkrieg ein ,bombiges' Intermezzo:

Das selbe Gelände nach diversen Reperaturen... (28. Mai 2005):
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20050528_1635_IMAG0082_WehringhauserStrasse_westlich_Einmuendung_Minervastrasse EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20050528_1637_IMAG0089_EU_D_NRW_HA-Wehringhausen_WehringhauserStrasse_Bushaltestelle_Minervastrasse

In diesem Bereich - westlich der Einmündung der Minervastraße - ,knubbelte' sich im 1950er und 1960er Jahrzehnt der Straßenbahnverkehr:

Straßenbahn-Haltepunkt 1957, hier unter anderem die Linie 2, in Hagen. Wenn jemand die Straße identifizieren kann, wäre das prima. Fotografie von Franz Gröl. Digitale Kopie vom originalen Negativ.

Posted by Hagen - Geschichte, Archäologie und Geologie on Mittwoch, 11. November 2015


Dazu eine eigene Aufnahme vom 28. Mai 2005 (vgl. die Abb. oben!):
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20050528_1733_IMAG0171_WehringhauserStrasse_mit_Einmuendung_Minervastrasse_und_Turm_Michaelskirche

Westlich der Minervastraße nähern wir uns allmählich der Überführung der Rheinischen Bahn über die B 7, welche zu diesem Zweck leicht eingetieft wurde:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20050528_1636_IMAG0087_WehringhauserStrasse_westwaerts_bei_Aldi EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20050528_1635_IMAG0085_WehringhauserStrasse+Eisenbahnbruecke_westwaerts EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20050528_1731_IMAG0166-168_Hagen_WehringhauserStrasse_Gelaende_des_ehemaligen_Strassenbahndepots
(Aufnahmen vom Mai 2005)

Zu letztem Foto ein Vergleichsbild aus dem Jahr 1964 und - man könnte fast sagen: natürlich - mit Straßenbahn:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/1964xxxx_D_NRW_HA_Wehringhausen_WehringhauserStrasse_gen_SW_vonWRReimann(GoebelRudat2009S119oben)
(Aufnahme von Wolfgang R. Reimann - Göbel u, Rudat 2009, S. 119, Abb. oben)

Weit im Hintergrund erkennt man hier jeweils soeben noch die Überführung der Rheinischen Bahnstrecke. Nordöstlich davon befand sich im 19. Jahrhundert das Hammerwerk der Familie Harkort, dessen Teich wie derjenige der Familie Post über einen Zuleitungsgraben durch die Ennepe gespeist wurde:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Dieckstrasse/EU_D_NRW_HA-Wehringhausen_Dieckstrasse_Hammerwerke_Harkort_um_1880
(Hammerwerk Harkort an der Dieckstraße etwa um 1880)

Nachfolgerin dieses Werkes wurde die Akkumulatorenfabrik AFA, welche die Wasserquelle geschickt zur Stromerzeugung nutzte.

Das 1887 gegründete Werk Hagen der Accumulatoren Fabrik AG in Wehringhausen. Lithografie von Hans Meyer, Leipzig, nach 1917.

Posted by Hagen - Geschichte, Archäologie und Geologie on Samstag, 29. März 2014


Die AFA (bzw. ,Accu') selbst soll hier nicht näher betrachtet werden, da sie ein Thema für sich darstellen würde und sicherlich einen berufeneren Verfasser fände. Ich verweise diesbezüglich auf das Link-Verzeichnis, auf die Facebook-Beiträge der Stadt Hagen (Geschichtsmuseum) und - darüber hinaus - auf den Wehringhausen-Band von Jürgen Zarnke!

Zwei Fotos des ehemaligen Verwaltungsgebäude der ,Accu' (errichtet kurz vor dem Ersten Weltkrieg) sollen hier aber nicht vorenthalten werden:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20140327w0955_DSC_0078_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_ehemaliges_Accu-Verwaltungsgebaeude_an_der_Dieckstrasse

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20150321w1046_DSC_1273_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_WehringhauserStrasse_ehemaliges_Accu-Verwaltungsgebaeude
(21. März 2015)

Starke Zerstörungen und zunehemender Straßenverkehr führten im und nach dem Weltkrieg zum Verlust von Bausubstanz auch in diesem Bereich:


Vor dem ehemaligen Verwaltungsgebäude der Akkumulatorenfabrik wurde die Bundesstraße im Jahr 2014 in eine neue Trasse verlegt. Zum Stand der Bauarbeiten entstand am 27. März 2014 ein stereovisuelles Video:


Den Stand der Bauarbeiten am 27. Januar 2015 (genau zehn Monate später!) zeigt ein weiterer Film:


Bei Facebook habe ich dazu eine kleine Fotogalerie ,gepostet'.

Hierher gehört auch ein Retro-Blick zum Werkstor der ,Accu' bzw. ,AFA':

Vor dem ehemaligen Verwaltungsgebäude der ,Accu' befand sich eine Straßenbahnhaltestelle, wie ein anderes Foto aus der ersten Hälfte des 1960er Jahrzehnts im Bereich der Dieckstraße zeigt (gemäß R. Löttgers u. W. R. Reimann von R. Todt):
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/196207xx_HA-Wehringhausen_Wehringhauser_Strasse_nahe_Dieckstrasse_Richtung_Minervastrasse_(R.Todt)

Heutzutage - genauer gesagt: am 27. März 2014 - sieht es hier so aus (Einmündung der Bahnhofshinterfahrung):
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20140327w0955_DSC_0075_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_Bahnhofshinterfahrungsbaustelle_zwischen_Dieckstrasse_und_WehringhauserStrasse_GERICHTET
(27. März 2014)

Die 60er-Jahre-Fotos dokumentieren übrigens auch, daß die Erinnerung von Jürgen Zarnke an das Straßenpflaster in diesen Bereich - im Gegensatz etwa zur Berliner Straße in Kückelhausen (der Fortsetzung der B 7; hier beispielsweise bei Ford Könneker) - trügt. Nicht die ganze Straßr, sondern nur die Tram-Trassen waren in der Wehringhauser Straße mit Pflaster ausgestattet, aber das war jedenfalls für Zweiräder schon gefährlich genug!



Depot der Hagener Straßenbahn AG

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Tramdepot/HA-Wehringhausen_Uebersichtsplan_der_Depots_der_Hagener_Strassenbahn_AG_1950_(L+R1989-244).jpg
(Grundrißskizze der Gleisanlagen entlang der Wehringhauser Straße um 1950 von R. Löttgers u. W. R. Reimann)

Dazu je ein das Depot wiedergebender Ausschnitt von Osten und Westen aus Luftbildern vom Juli 1963, welche im Hagener Stadtarchiv verwahrt werden:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/196307xx_HA-Wehringhausen_Wehringhauser_Strasse_Strassenbahn-Depots_Luftbild_von_O EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/196307xx_HA-Wehringhausen_Wehringhauser_Strasse_Strassenbahn-Depots_Luftbild_von_W

Zum Vergleich zur ersten Aufnahme ausschnittshaft ein Foto von Hans Blossey aus der Westfalenpost, Lokalteil Hagen, vom 8.10.2009:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/Farb-Foto_HA-Wehringhausen_Varta-Zentrum_WP20091008_von_Blossey_Ausschnitt

Ein Relikt früherer Herrlichkeit stellte südwestlich der Minervastraße zu beiden Seiten der Bundesstraße das Bus- und Straßenbahn-Depot der Hagener Straßenbahn AG dar. Während das Bus- und Vorortbahndepot auf der südöstlichen Seite der B 7 wegen der Zufahrt in der Beschreibung der Minervastraße behandelt wird, soll hier das größere Straßenbahndepot an der Nordwestseite in der Nachbarschaft der ehemaligen Akkumulatorenfabrik (,Accu') behandelt werden, zumal auch geschäftliche Beziehungen zwischen beiden Aktiengesellschaften bestanden (Akkumulatoren-Straßenbahn um 1900).

Eine Ansicht aus dem 1920er Jahrzehnt zeigt einen Teil des Depots mit der östlichen Zufahrt:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/Tramdepot/192x_HA-Wehringhausen_Wehringhauser_Strasse_Tramdepot_um_1926

Eine Nachkriegsansicht zeigt Veränderungen nur am ,Wagenpark':

Im Jahre 1948 wurden die ersten 5 neuen Straßenbahn-Triebwagen (TW380 - 384) nach dem Zweiten Weltkrieg angeliefert. Auf...

Posted by Hagen - Geschichte, Archäologie und Geologie on Montag, 9. März 2015


Die Einfahrt in die Wehringhauser Straße zeigt ein Nachkriegsfoto (um 1950) aus dem Buch von Rolf Löttgers und Wolfgang R. Reimann:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/Tramdepot/HA-Wehringhausen_Wehringhauser_Strasse_Tramdepot_um_1950

Streik der Straßenbahner in Hagen, um 1960. Fotografie von Willy Lehmacher. Digitale Kopie vom originalen Papierabzug.

Posted by Hagen - Geschichte, Archäologie und Geologie on Montag, 17. März 2014


Dazu noch eine Aufnahme von 1964 (R. Löttgers/W. R. Reimann):
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/Tramdepot/19640905_HA-Wehringhausen_Wehringhauser_Strasse_Tramdepot_Ausfahrt_Richtung_Minervastrasse_(L+R1989-235)

Schräg gegenüber dem Straßenbahndepot befand sich - im Bereich zwischen Autowaschstraße und Discounter - das Busdepot der Hagener Straßenbahn AG:

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/1956xxxx_Omnibustankstelle_Wehringhauser_Strasse
(Ansicht von 1956 aus dem Jubiläumsband der Hagener Straßenbahn 1984)





Bahnüberführung der Rheinischen Strecke

Weiter südwestlich gelangt man schließlich zur Bahnüberführung. Kurz vor dieser Überführung über die B 7 weckt der Anblick einer Mietshäuserzeile an der Südostseite der Wehringhauser Straße zuletzt nochmals Erinnerungen an die ,gute alte Zeit' der Gründerjahre um 1900, als die Straße noch ,erste Adresse' Wehringhausens war:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20050528_1732_IMAG0169_Suedseite_WehringhauserStrasse_oestlich_Bahnueberfuehrung

Das Gelände weiter südwestlich zeigt ein Foto von Siegmar Peter im Oktober 1974:
D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/19741012_SP_0902_00012_von_Siegmar_Peter
(Quelle)

Hinter der Bahnbrücke erreicht man an der Rehstraße den Ortsteil Kückelhausen, wo die B 7 etwa beim ehemaligen Schuhhaus Pelka als „Berliner Straße" fortgeführt wird (Blick von der Überführung):
D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20040214_1057_IMAGE18_WehringhauserStrasse_Ecke_Rehstrasse
(Foto vom 14. Februar 2004)

Früher befand sich hier die städtische ,Gasanstalt':
D/NRW/HA/Wehringhausen/Schlachthofstrasse/Vertikalofenanlage_der_Stadtwerke_in_Wehringhausen

Diese erfuhr anno 1962 weitreichende zeitgemäße Veränderungen:
D/NRW/HA/Wehringhausen/Schlachthofstrasse/1962_Abbrucharbeiten_Gasanstalt

Dazu ein respektiver Blick näher auf das erhalten gebliebene Direktionsgebäude der Stadtwerke, und zwar im Zustand zu Beginn des 20. Jahrhunderts:
D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/Stadtwerke/190xxxxx_Direktionsgebaeude_der_Stadtwerke_Wehringhauser_Strasse_105_etwa_um_1906

Als Ergänzung eine Detailansicht der Nordostfront des Direktionsgebäudes der Stadtwerke (vgl. das Foto von der Bahnüberführung):
D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/Stadtwerke/190xxxxx_Portal_des_Direktionsgebaeudes_der_Stadtwerke_Wehringhauser_Strasse_105_(NO-Seite)_etwa_1906

Von der Einmündung der Rehstraße bietet sich schließlich ein Blick zurück in Richtung Bahnüberführung über die B 7 an (31. März 2015/27. März 2005 - zehn Jahre Wandel!):
D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/Stadtwerke/20150321w1053+1054_DSC_1274+1275_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_WehringhauserStrasse_von_der_Einmuendung_Rehstrasse_aus_MONTAGE D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/20050327_1416_DSCK0013_WehringhauserStrasse_von_Rehstrasse_nach_O

Da soll eine weitere dreißig Jahre zurückliegende Aufnahme von Siegmar Peter vom März 1975 nicht fehlen:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/19750317_SP_0916_00014_von_Siegmar_Peter
(Quelle)

Ergänzend dazu wiederum ein Ansichtskartenfoto aus den Jahren vor 1911:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/SW-AK_EU_D_NRW_HA-Wehringhausen_WehringhauserStrasse_Einmuendung_Rehstrasse_vor_1911
Der Vorgängerbau des abgerissenen ,Schuhhauses Pelka' befindet sich hier bereits am rechten Bildrand neben der Einmündung der Rehstraße.

Abschließend noch eine Postkartenansicht vom Jahr 1908 mit Blick in die Gegenrichtung, also gen Kückelhausen:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/colorierte_AK_HA-Wehringhausen_Wehringhauser_Strasse_gen_Kueckelhausen_1908

Die beiden letzten und weitere Ansichten finden Sie übrigens (in besserer Qualität) im Wehringhausen-Band von Herrn J. Zarnke.

Zum Vorigen passend finden Sie ein Anfang des Jahres 2010 entstandenes Video einer Autofahrt auf der Wehringhauser und Berliner Straße vom ehemaligen Straßenbahndepot aus durch die Bahnüberführung bis zum Verwaltungsgebäude der Nordwest Handel AG im Übergang der B7 zur Preußerstraße (03.01.2010, 12:28 Uhr - ca. 20 MB):


Zum Abschluß noch ein Spaziergang (mit Unterbrechungen) durch den Abschnitt der Wehringhauser Straße zwischen Bodelschwinghplatz und Rehstraße am 21. März 2015:




Fazit

Vermag die Wehringhauser Straße heute streckenweise nur ein weitgehend trostloses Bild zu bieten, so bleibt doch wenigstens die Hoffnung, daß es sich nach Fertigstellung der sogenannten ,Bahnhofshinterfahrung' wieder zum Positiven wandeln wird! Der verkehrsberuhigte Bereich zwischen Weide- und Dieckstraße bietet - ähnlich wie an der Altenhagener Straße - Chancen zu einer Aufwertung des gesamten Bezirks durch verbesserte Parkanlagen, einladende Gastronomiebetriebe und interessante Ladenlokale!

Hier geht es auf der Bundesstraße 7 weiter durch Kückelhausen!



Numerisches


EU/D/NW/HA/CHinnerwisch_Adress-Buch_fuer_den_Stadtkreis_Hagen_i_W_1902_S100-102_WehringhauserStrasse_A_1200x1187

EU/D/NW/HA/CHinnerwisch_Adress-Buch_fuer_den_Stadtkreis_Hagen_i_W_1902_S102-103_WehringhauserStrasse_B_1200x1152

EU/D/NW/HA/CHinnerwisch_Adress-Buch_fuer_den_Stadtkreis_Hagen_i_W_1902_S103-105_WehringhauserStrasse_C_1200x0957

(Hagener Adreß=Buch 1902, S. 100 - 105)


29
EU/D/NW/HA/CHinnerwisch_Adress-Buch_fuer_den_Stadtkreis_Hagen_i_W_1902_SXLIX_Apotheke_Viktoria-
(Hagener Adreß=Buch 1902, S. XLIX)

33
EU/D/NW/HA/CHinnerwisch_Adress-Buch_fuer_den_Stadtkreis_Hagen_i_W_1902_SLXIII_DilletantenvereinFrohsinn
(Hagener Adreß=Buch 1902, S. LXIII)

39
EU/D/NW/HA/CHinnerwisch_Adress-Buch_fuer_den_Stadtkreis_Hagen_i_W_1902_SLIX_WehringhauserKriegerverein
(Hagener Adreß=Buch 1902, S. LIX)

EU/D/NW/HA/CHinnerwisch_Adress-Buch_fuer_den_Stadtkreis_Hagen_i_W_1902_SLXI_WehringhauserSaengerbund
(Hagener Adreß=Buch 1902, S. LXI)

EU/D/NW/HA/CHinnerwisch_Adress-Buch_fuer_den_Stadtkreis_Hagen_i_W_1902_SLX_WehringhauserTurnverein
(Hagener Adreß=Buch 1902, S. LX)

70
EU/D/NW/HA/CHinnerwisch_Adress-Buch_fuer_den_Stadtkreis_Hagen_i_W_1902_SLXI_GesangvereinTeutonia
(Hagener Adreß=Buch 1902, S. LXI)

82
EU/D/NW/HA/CHinnerwisch_Adress-Buch_fuer_den_Stadtkreis_Hagen_i_W_1902_SLXIII_BrieftaubenvereinBlitz
(Hagener Adreß=Buch 1902, S. LXIII)



Links...

...zum ehemaligen Bus- und Straßenbahndepot:

Tramtrack - Gleisarchäologie - Hagen - Betriebshof Minervastraße

Siegmar Peter (Schwerte) hat gemäß eines Hinweises vom 4.11.2006 an den Verfasser in seiner Fotodatenbank Bilder vom Oktober 1977 von der Verladung der Straßenbahnen von der Minervastraße nach Kückelhausen online gestellt. Es handelt sich um Tagesaufnahmen bei der Firma Schenker und Umgebung und um Nachtaufnahmen von der Ecke Wehringhauser Straße/Minervastraße. +++ Für seine Unterstützung danke ich Siegmar sehr herzlich! Seine hier wiedergegebenen Fotos stammen von der angegebenen Website. +++


...zur Bahnüberführung:

Tramtrack - Gleisarchäologie - Hagen - Betriebshof Wehringhauser Straße


...zur Villa Post (Volkshochschule), Wehringhauser Straße 38:

Volkshochschule Hagen

Märkische Technikstraße

Route Industriekultur

Seite im Internet-Portal ,www.hagen-58.de'



Literatur

Hagen

Gustav Stellhorn (Hg.), Führer durch Hagen, Altenhagen und Eckesey. Mit dem neuesten Plan, Hagen i. W. 1898 (Vorwort vom März 1898).

C. Hinnerwisch, Adreß=Buch für den Stadtkreis Hagen i. W.. 1902 nebst neuestem Uebersichtsplan, 11. Auflage, Hagen i. W. (o.J.) [Vorwort vom Januar 1902].

RolfLoettgers+WolfgangReimann_Rund_um_Hagen_1989
Rolf Löttgers u. Wolfgang R. Reimann, Rund um Hagen, Wuppertal 1989 [Das bildreich ausgestattete Buch behandelt die Straßen- und Vorortbahnen im Raum Hagen bis zur Einstellung des Tram-Verkehrs. Hier verwendetes Kürzel "L+R1989", gefolgt von einem Bindestrich und der Abbildungsnummer.]

Tycho Oberste-Berghaus u. Claus Thielmann, Ist der Zug hinterm Bahnhof abgefahren? Verpaßte Chance der Hagener Stadtentwicklung, in: Dierk Hobein (Hg.), Das Hagener Jahrbuch 3/1998. Aktuelles aus Kultur und Geschichte, Natur und Umwelt, Wirtschaft und Politik, Sport und Freizeit, Hagen 1997, S. 72 - 77. [Hier wird unter anderem die seitens der FDP anno 1983 initiierte Bahnhofhinterfahrung behandelt.]

Dirk Göbel u. Jörg Rudat, Mit der Straßenbahn quer durch Hagen. Bitte einsteigen [eigentlicher Titel: BITTE EINSTEIGEN - Mit der Straßenbahn quer durch Hagen], Hagen, 1. Aufl. 2009 (November) - ISBN13 978-3-932070-95-2 [Dieses Buch berücksichtigt die Straßen Wehringhausens in vorzuglicher Weise, nicht nur im Sinne des Nahverkehrs!]


Hagen-Wehringhausen

Herbert Lange, Die bäuerliche Welt unserer Vorfahren, in: Hagener Heimatbund e.V. (Hg.), Wehringhausen. Landschaft - Geschichte - Menschen. Band V der Schriftenreihe Hagen einst und jetzt / Sonderreihe: Die Hagener Stadtbezirke, Hagen 1979, S. 87 - 100.

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/JuergenZarnke_Wehringhausen_Bilder_und_Dokumente_201011xx
Jürgen Zarnke, WEHRINGHAUSEN. BILDER und DOKUMENTE [so auf dem Deckblatt], Hagen 2010 (November), herausgegeben im Selbstverlag.


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Manfred Möller, Die ,Akku' in Wehringhausen - Erfindergeist mit Kriegsschatten, in: Hagener Heimatbund e.V. (Hg.), HagenBuch 2012. Impulse zur Stadt-, Heimat- und Kunstgeschichte [= Band 6], Hagen 1. Aufl. 2011 (November) [ISBN 978-3-942184-21-2], S. 29 - 37.



DANKSAGUNG


DEN ENGAGIERTEN MITARBEITERN DES STADTARCHIVS HAGEN DANKE ICH FÜR DIE BEREITSTELLUNG SELTENER FOTOS BEI FACEBOOK, WELCHE AUCH MEINE ARBEIT IN VIELEM FÖRDERN!

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23.02.2017 15:33