VERKEHR: Regionales


Über Straßenbahnen im Raum Hagen


von Detlef Rothe aus Hagen in Westfalen (Author: Detlef Rothe)


1976 - 2016: VIERZIG JAHRE STADT HAGEN OHNE IHRE STRASSENBAHNEN!



Manfred Streppelmann (,triebwagen394' bei YouTube) gewidmet!


„[...] endlich klingt ihm wieder die vertraute Sprechweise der Vaterstadt tief ins Innere hinein. Dann vom Bahnhof fort nach Hause! Hinauf auf die Plattform der ,Elektrischen'. Der Straßenbahnführer spricht gerade mit einem alten Bekannten. Wie vertraut alles klingt! Wer anders in unserem Talkessel spricht die Hagener Mundart noch so anheimelnd wie die Männer von der Kurbel?"
Walter K. B. Holz, Ein Jahrtausend Raum Hagen, Hagen 1947, S. 5, Sp. 1


EU/D/NRW/HA/Eilpe/EilperStrasse/1907xxxx_SW-Foto_EU_D_NW_HA_Eilpe_Strassenbahn-Personal_(Lehrkind2007S69lo)
Schaffner (mit Geldtasche) und Fahrer (mit Kurbel) am Eilper Denkmal anno 1907
(Quelle: Ferdinand Lehrkind, Stadtteile im Wandel. Eilpe - Delstern - Selbecke - Eine Zeitreise, Hagen 2007, S. 69)

Vorbemerkung: Wegen Beschränkung auf die Hagener Stadtgrenze von 1975 bleibt hier die ,Westfälische Kleinbahnen AG' mit ihren Straßenbahnen unberücksichtigt; man achte aber diesbezüglich auf die älteren Karten!

Am 25. April 2010 zeigte mein jüngerer Bruder Christof anläßlich eines gemeinsamen Frühstücks eine Sammlung von 26 kleinformatigen Schwarzweißfotos mit Wellenrand, welche er unlängst erstanden hatte; diese erweckten mein eingeschlafenes Interesse an der beeindruckenden Epoche des Bahnverkehrs im Hagener Raum, welcher ich zeitweise während meiner Jugend (angeregt vom Freundeskreis meines älteren Bruders) nachgegangen bzw. -gefahren bin. Im November 2011 wurde meine Neugier zudem durch nostalgisch wirkende Videos bei YouTube weiter gestärkt, und ich sage besonders Manfred Streppelmann alias triebwagen394 herzlichen Dank für die gelungenen Erinnerungen und Anregungen!

Die erste Hagener Straßenbahn-Gesellschaft wurde am 29. Juli 1884 gegründet, um in der Stadt Hagen eine Pferdebahn zu betreiben. Dazu schloß sie bereits am 2. August jenen Jahres mit der Stadtverwaltung einen Vertrag über den Bau und Betrieb einer solchen Bahn ab. Nach Probefahrten am 5. und 6. November erfolgte die Inbetriebnahme der Pferdebahn am 13. November 1884. Die zwei Kilometer lange Bahn führte vom Bahnhof der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft (dem heutigen Hauptbahnhof) über die Schwenke entlang der Elberfelder Straße zum Markt und über die Frankfurter Straße weiter zum Bahnhof Oberhagen der Volmethalbahn. Bereits am 9. Februar 1885 konnte eine Verlängerung von eineinhalb Kilometern nach Eilpe in Betrieb genommen werden. Zwar wurde noch eine weitere Strecke von der Schwenke nach Kückelhausen eingeweiht, doch konnte diese nur ein paar Monate befahren werden, denn es kam auf Grund vorhandener Bahnübergänge zu Verzögerungen im Betrieb, so daß Fußgänger mitunter besser vorankamen. Besonders auch die fehlende direkte Verbindung zur ersten Strecke wurde bemängelt, so daß die zweite Strecke wieder stillgelegt werden mußte. Wegen des ausbleibenden Gewinns meldete die Straßenbahn-Gesellschaft am 30. Juli 1889 schließlich Konkurs an.

Das war aber nicht das Ende der guten alten Pferdebahn, denn der Konkursverwalter hielt den Verkehr aufrecht, und der Bau einer Straßenunterführung unter die rheinisch-märkische Eisenbahn im Zuge der Kölner Straße begünstigte die weitere Entwicklung. Zudem ließ die Stadtverwaltung auf eigene Kosten die Verbindung beider Strecken herstellen, so daß die Gewinnung der Rentabilität sichergestellt war. Im Jahr 1891 erwarb die Kölner Firma Hammacher & Co. die Gesellschaft, welche den Innenstadtring vom Markt über die Körnerstraße zum Hauptbahnhof vollendete.

Die damals noch selbstständige Gemeinde Eckesey gründete derweil - sicherlich angeregt durch die Verhältnisse im benachbarten Hagen - am 8. Juni 1894 eine eigene Straßenbahngesellschaft. Diese eröffnete am 7. Juli 1895 eine zweieinhalb Kilometer lange Strecke von Eckesey nach Altenhagen, wo sie mit der Hagener Straßenbahn-Gesellschaft Verbindung aufnahm.

Jetzt stand die Jahrhundertwende mit all ihren Neuerungen in Technik und Gemeindewesen vor der Tür, und damit auch ,die Elektrische'! Doch die neue Zeit fiel nicht mit der Tür in's Haus, denn die Stadtverwaltung stemmte sich wegen der damit verbundenen Änderungen im Stadtbild (eine ähnliche Debatte wie heute bei den Windrädern!) gegen die Einführung von Oberleitungen zwecks Bahnelektrifizierung. Infolgedessen suchte man nach einer Alternative, welche man dann im Akku-Betrieb zu finden glaubte. Am 1. Juli 1896 erwarb daher die Firma Siemens & Halske (Siemens) die Pferdebahn und verlängerte sie am 18. November 1896 von Kückelhausen nach Haspe. Zusammen mit der Akkumulatorfabrik Hagen AG gründete das Elektro-Unternehmen die eigentliche Hagener Straßenbahn AG. Dazu lesen wir in einem von Gustav Stellhorn im Frühjahr 1898 herausgegebenen Stadtführer (S. 6 f.):
Strassenbahn.

Direktor Fuhrmann.
(Bureau Nordstr. 16.)
Für den Verkehr in der Stadt, nach Eilpe und [nach] Eckesey ist zur Zeit nur Pferdebahnbetrieb, dagegen auf der Strecke Wehringhausen (Schwenke) - Haspe nur elektr. Betrieb eingerichtet.
Dem Vernehmen nach wird zum 1. Mai vollständig elektr. Betrieb eingeführt und zwar derartig, dass | in der Stadt Accumulatoren, dagegen ausserhalb überirdische Leitung zur Anwendung kommt. Auch soll das Strassenbahnnetz noch bedeutend erweitert werden.

Fahrpreise.
Bahnhof - Eilpe (Pferdebahn).
Bahnhof - Markt 10 Pfg. Markt - Eilpe 10 Pfg. Kampstrasse - Oberhagen 10 Pfg. Bahnhof - Eilpe 15 Pfg. Eilpe - Kückelhausen 20 Pfg.

Kückelhausen - Bahnhof - Markt.
Kückelhausen - Bahnhof 1
[unleserlich; wohl 0] Pfg. Bahnhof - Markt 10 Pfg. Kückelhausen - Markt 15 Pfg. Kückelhausen - Eilpe 20 Pfg.

Bahnhof Hagen - Eckesey..
Bahnhof - Grünthalerweg 10 Pfg. Grünthalerweg - Bogen 10 Pfg. Bogen - Geitebrücke 15. Pfg.

Hagen - Haspe (elektr. Bahn) 20 Pfg.
Abfahrt von der Schwenke.
"

Was die Dampfeisenbahn für den Fernverkehr im Raum Hagen war, das stellte bald bezüglich des Nahverkehrs die elektrische Straßenbahn (kurz: die ,Elektrische' oder auch ,Tram') für die Stadt dar!

Ein Blick auf den Verkehrknoten am Markt um 1900: rechts geht es in die Marktstraße (heute: Märkischer Ring; das Schuhhaus von Gustav Camnitzer hatte die Adresse ,Markt 1'); links neben dem ,Schuhhaus' sieht man die Mittelstraße, und hinter dem Photographen steht die Johanniskirche am Markt:

Blick auf die Kreuzung Marktstraße (heute Märkischer Ring), Frankfurter Straße (rechts) und Mittelstraße (links). Die...

Posted by Hagen - Geschichte, Archäologie und Geologie on Mittwoch, 9. März 2016


Da die Stadtverwaltung nur innerhalb des Stadtgebietes keine Oberleitungen haben wollte, wurde auf der am 12. April 1900 eröffneten Strecke von Haspe nach Gevelsberg der Oberleitungsbetrieb aufgenommen. Es stellte sich zunehmend heraus, daß die Akkumulatoren für einen Dauerbetrieb mit Steigungsstrecken zu schwach waren. Am 22. Oktober 1901 wurde durch den Regierungspräsidenten ein Erlaß herausgegeben, durch den Oberleitungen in der Innenstadt von Hagen zugelassen wurden. Einen Widerspruch durch die Stadtverwaltung wies das Ministerium für öffentliche Arbeiten am 11. März 1902 zurück. Am 20. Dezember 1902 waren die Oberleitungen in der Stadt installiert, und die ,Akkubahn' auf das Abstellgleis verbannt. Umständehalber wurde anno 1977 nach einer Idee Manfred Streppelmanns der Triebwagen 327 noch kurzzeitig als Akkufahrzeug eingesetzt - siehe dazu weiter unten -; dies blieb aber eine Ausnahme!

Die Eckeseyer Straßenbahn war bereits am 20. Oktober 1900 von der Hagener Straßenbahn AG erworben worden.

Im Jahr 1907, als der „Direktor Fuhrmann" sein „Bureau" bereits in der „Wehringhauserstr. 98" eingerichtet hatte, war man gemäß Stellhorns Führer mit der Nahverkehrsentwicklung sehr zufrieden (beides S. 13):
Der Verkehr hat sich durch Einführung der 10 Pfennig-Knipskarten bedeutend gehoben. Die Bahn ging im letzten Jahre in städt. Besitz über.
Durch die Oberleitung hat sich der Betrieb verbessert und wurden im letzten Jahre über 5 Millionen Fahrgäste befördert.
"
Auf die Wiedergabe der verschiedenen Strecken und Preise wird hier verzichtet. Hier seien nur die „Knipskarten auf den Linien Bahnhof-Eilpe, Markt-Delstern, Bahnhof-Eppenhausen, Eckesey-Herdecke, Kückelhausen 10 Pfg pro Fahrt. Bahnhof-Haspe 15 Pfg. pro Fahrt." zitiert, wonach es auch halbe 10-Pfg.-Fahrkarten zum Abknipsen gegeben haben müßte (eher natürlich 15-Pfennig-Karten!). Ein weiteres Zitat (auch S. 15) gemahnt an die heutige Flugverkehrspraxis:
Handgepäck über 5 Kilo 10 Pfg. pro Stück. (Mitnahme nur soweit gestattet, wie Platz auf dem Vorderperron vorhanden.)"

Nur Fliegen war (und ist) schöner, die Motoren waren bei den Flugapparaten aber noch recht schwach!

Die Stadtverwaltung erwarb am 6. Februar 1906 die Aktienanteile der Firma Siemens & Halske an der Hagener Straßenbahn AG und übernahm damit die maßgebliche Kontrolle über die weitere Entwicklung des Nahverkehrs im Raum Hagen.

Im Ersten Weltkrieg fand neben der Personen- auch eine Güterbeförderung auf dem Programm, wobei insbesondere Kohlenzüge verkehrten.

Im Jahr 1929 war die Hagener Straßenbahn AG im Besitz von insgesamt 54,49 Kilometern Strecke mit 74,05 Gleis-Kilometern. Auf diesem Netz betrieb sie elf Linien.

Anno 1931 ging die Kleinbahn Haspe-Voerde-Breckerfeld in den Besitz der Hagener Straßenbahn AG über. Nach dem Krieg galt diese unter der Nummer 11 geführte Linie als die schönste Straßenbahnstrecke Deutschlands. Nach ihrer Still-Legung als Bahnlinie im Jahr 1963 habe ich die Route im 1970er Jahrzehnt auf meinen ,Entdeckungstouren' als Jugendlicher nur noch per Fahrrad bereisen und dabei den Tram-Kiosk an der Hasper Talsperre bewundern können.

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs bestand das mehrfach umstrukturierte Netz der Hagener Straßenbahn AG aus neun Linien. Auf Grund kriegsbedingter Einschränkungen wurde nur die Strecke in Richtung Wengern 1942 eingestellt (diese diente dann als Ersatzteil-Reservoir). Zwei Bombenangriffe - am 1. Januar 1943 und am 15. März 1945 - zerstörten weite Teile des Gleisnetzes. Einzig die Linien in den Vororten wurden bis zum Einmarsch der Amerikaner am 14. April 1945 betrieben.

Eine Übersichtskarte von Walter K. B. Holz und Johann Janßen zeigt den Ausbau des Straßenbahnnetzes in Hagen bis zum Jahr 1947:
EU/D/NRW/HA/Sonderkarte_Strassenbahnen_Entwurf_Holz_Karte_JohannJanssen_(WalterHolz_RaumHagen_1947_Tafel20j)_DETAIL
(Quelle: Holz 1947 [siehe Lit.-Verz.], Tafel 20j)

Bis zum Jahr 1950 konnte das Straßenbahnliniennetz wiederhergestellt werden. Von in Angriff genommenen Neuplanungen wurden nur wenige umgesetzt. Ab dem 15. August 1949 begannen die Betreiber vielmehr, die Straßenbahn durch den Omnibus zu ersetzen. Zwar wurden weite Teile des Hauptnetzes modernisiert, und am 6. November 1966 konnte in Oberhagen sogar ein neuer und für damalige Verhältnisse moderner Straßenbahnbetriebshof eröffnet werden, doch die große Zeit des Schienennahverkehrs in Hagen neigte sich unweigerlich dem Ende zu! Anno 1971 war das Netz auf sechs Stadtlinien geschrumpft.

Um die Mitte des 1950er Jahrzehnts wurden von der Firma DüWag 27 Trieb- und 25 Beiwagen des sogenannten Verbandstyps beschafft (Nr. 314 - 340 und 110 - 134). Neben dem ,Langholz' prägten diese lange Zeit das Erscheinungsbild der Hagener Straßenbahn AG, zumal auf steileren und engeren Strecken wie die Linie 8. Dazu gibt es eine sehenswerte Bilderfolge bei Drehscheibe Online:
[HA] Die Verbandstyp-Triebwagen bei der Hagener Straßenbahn (13 B.) geschrieben von: bernd.duetsch

Im 1960er Jahrzehnt nahm das Interesse am Schienennahverkehr auf Grund des zunehmenden Autoverkehrs stark ab. Gegen Ende des Jahres 1973 war das Gleisnetz der Hagener Straßenbahnaktiengesellschaft bereits ziemlich ausgedünnt:
EU/D/NRW/HA/197312xx_EU_D_NW_HA_Hagener_Strassenbahn_AG_Gleisplan
(Quelle: Jubiläumsheft Hagener Straßenbahn AG 1884-1984, S. 50)

Der Film Hagener Straßenbahn AG. Bremsversuch. von YouTube-User ,triebwagen394' Manfred Streppelmann, einem ehemaligen Hagener Straßenbahner, zeigt Bremsversuche mit dem vierachsigen Triebwagen 55, welcher mit einer Federspeicheranlage ausgestattet worden war, um der anstrengenden ,Kurbelei' beim Bremsen vorzubeugen:

M. Streppelmanns Kommentar dazu: „Die 2 u 4achser Triebwagen der Hagener Straßenbahn hatten alle als Feststellbremse eine Kurbelhandbremse, die an Haltestellen in einer Steigung dem Fahrer, vor allem bei Beiwagenbetrieb, sehr viel Kraft abforderte. Triebwagen 55 erhielt als erster eine Federspeicheranlage. Die Sechsachser waren schon vom Herstellerwerk mit 24V Solenoidbremsanlagen ausgerüstet worden. "

Das Video Hagener Straßenbahn AG stellt 1974 Beiwagenbetrieb ein. stammt gleichfalls von Manfred Streppelmann. Sein Kommentar dazu: „[Der] Rückgang der Fahrgastzahlen zwang zur Einstellung des Beiwagenbetriebs. Alle Linien, außer der 1 u 8 fuhren bis Anfang der 70ger Jahre in der Hauptverkehrszeit mit Beiwagen. Alle 25 waren umgebaut für Schaffnerlosen Betrieb. Wg.131 ist bei der Bergischen Museumsbahn in den Auslieferungszustand zurückgebaut worden."

Am 23. Mai 1976 fand die letzte Fahrt der Bergischen Museumsbahnen (BMB) in Hagen statt - dazu gibt es eine Fotoserie im Forum von drehscheibe-online.de.

Am 29. Mai 1976 fuhr schließlich letztmalig fahrplanmäßig eine Hagener Straßenbahn (Linie 7 zwischen Markt und Kabel):


Hierzu hat Joachim Grimm ein Video veröffentlicht:

Seit diesem Tag ist die Hagener Straßenbahn AG eine reine Omnibus-AG!

Ein anderes Video bei YouTube.com von M. Streppelmann (Die Hagener Straßenbahn AG. Das Ende der Schienenbahn) zeigt - fast schon handgreiflich - das Ende:

Dazu sein Kommentar: „Wie sollte man die verkauften Triebwagen vom alten Depot Minervastraße zur Rampe im Güterbahnhof Kückelhausen bringen? Fahrleitung war nicht mehr vorhanden. Mit LKW die Rampe raufschieben? Da die Schienen und einige 2achser Triebwagen noch vorhanden waren, kam mir der Gedanke an einen Batteriewagen. Nach Absprache mit dem Betriebsleiter gab es grünes Licht. Die Batterien aus den Verkauften Wagen wurden in den Wg.327 gestellt, in Serie geschaltet und an den Hauptautomat angeschlossen. Mit 432 Volt fuhren ein Kollege und ich durch Hagens Innenstadt und wurden von Passanten ungläubig bestaunt, eine Straßenbahn ohne Fahrleitung? Der 327 hat sich bewährt und wird in Gera bei der GVB restauriert."
Für seine eindrucksvollen Filme (siehe auch weiter unten) danke ich Herrn Streppelmann sehr herzlich. Nicht nur die Tram, sondern auch die Szenen aus dem ,wilden Westen' Hagens der 1970er Jahre berühren mich tief!

Ein weiteres Video von M. Streppelmann (111 Jahre Hagener Straßenbahn AG) zeigt die (vorübergehende) Rückkehr der Hagener Tram 337 (dem mittlerweile wohl berühmtesten Fahrzeug aus dem Bestand der Hagener Straßenbahn AG) von der Kohlfurth nach Hagen:

Dazu sein Kommentar: „1995 feierte die Hagener Straßenbahn AG ihr 111 jähriges Bestehen. Wg.337 wurde eingeladen und an der Stelle aufgestellt, wo er 1976 auf einen Culemeyer geladen und zum Straßenbahnmuseum Wuppertal-Kohlfurt transportiert wurde. Der 337 ist von den Museumsbahnern restauriert und in den Auslieferungszustand von 1956 zurückgebaut worden. Beim 125 jährigen Jubiläum 2009, ist der 337 [in Hagen] nicht mehr ausgestellt worden."

Nach der Rückkehr der Hagener Tram 337 in die Kohlfurth ein eigenes Video mit Triebwagen 337 als ,Einsatzfahrzeug' an der Haltestelle Petrikshammer (24. Mai 2010 - ca. 4,5 MB):

Das restaurierte ,Teil' hat immer noch Schneid, siehe die Bergfahrt des Triebwagens ebendort (am 24. Mai 2010 zwischen den BMB-Haltestellen Petriks- und Friedrichshammer aufgenommen - ca. 3,5 MB ):


Hagener Straßenbahnen fahren noch als Museumsfahrzeuge fahrplanmäßig in Wuppertal:

Dazu mehr in meinem Artikel über das Bergische Straßenbahnfest zu Pfingsten 2010. Als Ergänzung (nicht nur für Nostalgiker!) empfehle ich das 16-Minuten-Video Hagener Straßenbahn AG. Sonderfahrt der Bergischen Museumsbahn 1975. von M. Streppelmann:

Sein Kommentar: „Vor der Verladung zum Wuppertaler Straßenbahnmuseum, befuhr Tw.329 mit Bw.131 und den Museumsbahnern noch einmal die Strecken der Linien 2,3 u 7. Tw.329 wird restauriert und bekommt seine alte Nummer 323 wieder, Bw.131 wird 2012/13 mit Tw.337 in Betrieb gehen."




LINIEN

Die Linien der Hagener Straßenbahn AG orientierten sich stark an den geographischen Gegebenheiten (Täler und Hauptstraßen); darüber hinaus ist ein Bestreben erkennbar, die Strecken tatsächlich linienförmig in einer Art Stern von einem Vorort durch das Stadtzentrum in einen gegenüberliegenden Stadtteil zu führen (L+R1989, S. 37).

Die Numerierung der Linien wechselte in den ersten drei Jahrzehnten wiederholt; es gab jedoch nie mehr als elf Nummern (L+R1989, S. 38). Eine Liste der Straßenbahn- und Autobuslinien vom Jahr 1928 bietet die Hagener Seite von bbbahn.eu (zu finden rechts von ,VERKEHRSWESEN').

Die Verlagsanstalt Thiebes & Co. veröffentlichte anno 1928 eine Tabelle der Straßenbahnlinien:
EU/D/NRW/HA/1928_EU_D_NW_HA_Tabelle_der_Linien_der_Hagener_Strassenbahn_AG_nach_Thiebes

Die bei den einzelnen Linien vorangestellten Tabellen basieren hinsichtlich der Jahre 1929, 1939 und 1962/63 auf Angaben von Löttgers und Reimann (1989, S. 37 ff.). Die Daten zur Betriebseinstellung der einzelnen Linien stammen im Wesentlichen von der erwähnten Hagener Seite von bbbahn.eu.



- 1 -

Einweihung: 13.11.1884 Pferdebahn: Hbf - Markt - Oberhagen (Bahnhof); 09.02.1885 Verlängerung Oberhagen - Eilpe; 18.11.1896 Elektrische: Verlängerung Kückelhausen - Haspe

Jahr Streckenverlauf Länge in km Fahrtdauer in min Wagenfolge in min
1898 Haspe - Kückelhausen - Schwenke (Elektrische) / Hbf - Kampstraße - Markt - Oberhagen - Eilpe (Pferdebahn)
1928 (Haspe (Schützenhof) -) Haspe (Rombergstraße) - Hbf - Körnerstraße - Markt - Eppenhausen - Emst 10/20
1929 Haspe (Schützenhof) - Emst 48 20
1939 Haspe (Corbacher Straße) - Emst (Emster Straße) 29 10
1962/63 - - - -

Einstellung: 1968 (Haßley - Hohenlimburg); 29.05.1976 (Eilpe - Loxbaum)

Das Video Linie 1 Haspe Corbacherstr - Gevelsberg Vogelsang eingestellt 1975 von Manfred Streppelmann (YouTube-User ,triebwagen394') zeigt Aufnahmen vom Anfang des 1970er Jahrzehnts aus Haspe und Westerbauer, sowie vom Straßenbahndepot in Oberhagen:

Das Video ist den Triebwagen 323 und 337 gewidmet. Kommentar des Autors (man vergleiche dazu das Porträtfoto am Filmende!): „DB Strecke Hagen-Altenvoerde, Hasper Hüttenwerk, Zwieback Brandt, sind längst Vergangenheit. Triebwagen 337 u 323 haben im BMB-Museum ein neues Zuhause gefunden."
Gezeigt wird unter anderem der beschrankte Bahnübergang in Niederhaspe, welcher auf Bahnfreunde wie ein Magnet wirkte.

Aus der Frühzeit der Straßenbahn - die Linie 1 in Niederhaspe (jeweils an der Einmündung der Haenelstraße bei dem großen Kandelaber):
EU/D/NRW/HA/Haspe/Niederhaspe/190x_EU_D_NW_HA-Haspe_KoelnerStrasse_Einmuendung_Haenelstrasse_Triebwagen_084
(Ansicht von etwa 1905 - mit Tram 84 der Hagener Straßenbahn AG - Quelle: Jubiläumsheft von 1984, S. 12)

EU/D/NRW/HA/Haspe/BahnuebergangNiederhaspeUm1910_KLEIN
(Ansichtskarte um 1910 - mit Triebwagen 83)

Dem aufmerksamen Beobachter wird nicht entgehen, daß die eigentlich zweigleisige Strecke zum Passieren der Reichsbahngleise auf eine Spur reduziert wurde:
EU/D/NRW/HA/Haspe/Niederhaspe/teilgemalte_Scherz-AK_DETAIL_EU_D_NW_HA-Haspe_KoelnerStrasse_Einmuendung_Haenelstrasse_um_1905
(Detail einer Scherzpostkarte aus der selben Zeit.)

Am Hauptbahnhof:

Straßenbahnhaltestelle am Hagener Hauptbahnhof, im Hintergrund die Hauptpost, fotografiert 1952 von Willi Lehmacher. Digitale Kopie vom Originalnegativ.

Posted by Hagen - Geschichte, Archäologie und Geologie on Montag, 21. Dezember 2015





- 2 -

Einweihung: 12.05.1894 Kückelhausen - Markt; 28.05.1899 Verlängerung Haspe - Gevelsberg

Jahr Streckenverlauf Länge in km Fahrtdauer in min Wagenfolge in min
1898 Kückelhausen - Hbf - Markt
1928 Gevelsberg - Vogelsang - Haspe - Hbf - Körnerstraße - Markt - Eppenhausen - Hohenlimburg 10
1929 Gevelsberg - Haspe - Hohenlimburg 84 10
1939 Gevelsberg - Haspe - Hohenlimburg 78 20
1962/63 Westerbauer (Nordstraße) - Haspe - Hohenlimburg 53 20

Einstellung: 31.05.1975 (Vogelsang - Haßley):

EU/D/NRW/HA/Haspe/19750531_WestrichtungBerlinerStrasseZumBunker
Zweimal die Zwei am letzten Tag - in Haspe an der Haltestelle Corbacher Straße (Foto: Detlef Rothe)

Das Video Hagener Straßenbahn AG eine eingerahmte Historie von Manfred Streppelmann steht gewissermaßen über der Linie 2:


Beginnen wir an der Endstation Hohenlimburg! Eines von vier Motiven auf einer Ansichtskarte um 1955/60:
EU/D/NRW/HA/Hohenlimburg/HagenerStrasse/SW-AK_EU_D_NW_HA-Hohenlimburg_mit_4_Motiven_etwa_um_1960_MOTIV_HagenerStrasse_mit_Schloss_1200

Ein Foto aus der Zeit um 1955 - aufgenommen bei Restarbeiten an der Ecke Badstraße/Körnerstraße nach Fertigstellung des Nachkriegsgebäudes der Sparkasse zeigt die Linie 2 der Hagener Straßenbahn AG mit dem Beiwagen 181 im damaligen Verkehrstrubel am noch nicht ,beruhigten' Friedrich-Ebert-Platz:
EU/D/NRW/HA/Hagen/Friedrich-Ebert-Platz/195xxxxx_EU_D_NW_HA-City_Koernerstrasse_Blick_von_der_Kamp-_zur_Badstrasse_um_1955_(Frenz+Reimann2008S8lu)_KLEIN
(Quelle: Eckehard Frenz u. Wolfgang Reimann, Tram-Tour Ruhr. Straßenbahnen im Ruhrgebiet der Nachkriegsjahre, Freiburg 2008, S. 8, Abb. links unten)

As time goes...:


Zum Vergleich eine Vorkriegsszene am Hauptbahnhof (eine anno 1930 gebrauchte Ansichtskarte):
EU/D/NRW/HA/Hagen/StrasseAmHauptbahnhof/SW-AK_EU_D_NW_HA-City_KoelnerStrasse_am_Hauptbahnhof_(heute_Strasse_Am_Hauptbahnhof)_1930_1200
(Die Straße Am Hauptbahnhof war damals Bestandteil der Kölner Straße).

Auch nicht eingerahmt, aber gleichfalls eine ,viereckige Erinnerung' - Sie sehen eine Aufnahme (Quelle) von Siegmar Peter (Schwerte) vom April 1975, ,geschossen' nahe der Einmündung der Wilhelmstraße (heute: Bergischer Ring) in die Wehringhauser Straße (unweit der Schwenke):
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/197504xx_SP_0920_00013_von_Siegmar_Peter

Ein Unfall in der Unterführung wurde gleichfalls unweit der Schwenke in der Wehringhauser Straße aufgenommen:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/HA-Wehringhausen_Wehringhauser_Strasse_Unterfuehrung_um_1970_(L+R1989-199)
(Pressefoto vom 2. Juli 1970 gemäß Göbel u. Rudat 2009, S. 197)

Dieses Presse-Foto erscheint mir nicht ohne symbolischen Reiz, verdrängte doch zunehmend der Linienbus die gute alte Tram, welche sich trotz einer gewissen Tendenz zum ,Größerwerden' im Nahverkehr immer weniger durchsetzen konnte. Busse waren einfach flexibler einzusetzen und Schwebebahnen wohl zu teuer, denn selbst das in Hagen-Vorhalle erprobte Cabinentaxi-Projekt scheiterte!

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/1962xxxx_D_NRW_HA_Wehringhausen_WehringhauserStrasse_Einmuendung_Weidestrasse_von_ReinhardtTodt(GoebelRudat2009S72unten)
Triebwagen 337 als Linie Zwei in der Wehringhauser Straße an der Einmündung der Weidestraße - aufgenommen anno 1962 vor dem Kahlschlag, welcher anläßlich der Verbreiterung der Bundesstraße 7 erfolgte, obwohl eine Verlegung derselben damals bereits sinnvoller gewesen wäre (Foto von Reinhardt Todt - bei Göbel u. Rudat 2009, S. 72, Abb. unten.

Eine Zwei zwischen Weidestraße und Bodelschwinghplatz:


Eine andere ,Großraumtram' an der Kreuzung der Rolandstraße mit der Berliner Straße - ein Blick zurück gen Hördenstraße mit der Rolandstraße vorne rechts im Bild:
D/NRW/HA/Kueckelhausen/BerlinerStrasse/19631101_EU_D_NRW_HA-Haspe_Berliner_Strasse_Einmuendung_Rolandstrasse_mit_Tram_(L+R1989-146)
(1. November 1963 - Quelle: L+R1989 [s. Lit.-Verz. unter ,Hagen'], S. 146)


- 3 -

Einweihung: 07.07.1895 als Eckeseyer Straßenbahn; 01.03.1901 Verlängerung Herdecke - Eckesey

Jahr Streckenverlauf Länge in km Fahrtdauer in min Wagenfolge in min
1898 Eckesey (Geitebrücke) - Bogen - Grüntaler Straße - Hbf
1928 Herdecke - Eckesey - Hbf - Elberfelder Straße - Markt - Eilpe - Oberdelstern 20
1929 Herdecke - Oberdelstern 51 20
1939 Breckerfeld - Emst 90 60
1962/63 Westerbauer (Nordstraße) - Emst (Bissingheim) 44 20

Einstellung: 26.07.1953 (Gevelsberg - Haspe); 31.05.1975 (Haspe - Bissingheim)

Aus der Mittelstraße verschwindet ,die Drei' anno 1925 in Richtung Körnerstraße:

Das Video Die Linien 2 u 3 der Hagener Straßenbahn AG 1975/73 von Manfred Streppelmann:

Sein Kommentar dazu: „Gevelsberg, Schützenhof und Emst wurden Anfang der 50ger Jahre mal von der L.2, mal von der L.3 angefahren. Einige Jahre bediente die L.3 auch Breckerfeld. Hohenlimburg war immer der L.2 vorbehalten. Eine L.2a verkehrte um 1950 kurzzeitig zwischen Hagen-Hauptbahnhof und Emst."

Am Bahnübergang in Niederhaspe:


Von der Linie 3 gibt es auch eine Aufnahme von Siegmar Peter vom März 1975, aufgenommen vor der Einmündung der Rehstraße in die Wehringhauser Straße:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/19750317_SP_0916_00014_von_Siegmar_Peter
(Quelle)
Das alte Straßenbahndepot (welches durch ein moderneres in Oberhagen ersetzt worden war) befand sich damals übrigens etwas links hinter der Bahnüberführung im Hintergrund.

Dank Siegmar Peter läßt sich hier auch eine kleine Retrospektive auf die Haltestelle Schwanenstraße vom November 1974 ergänzen:
D/NRW/HA/Wehringhausen/WehringhauserStrasse/197411xx_SP_0904_00009_von_Siegmar_Peter
(Quelle)
Die Haltestelle lag zwischen der Unterführung der Wehringhauser Straße und der Villa Post; die Einmündung der Fabrikhofstraße befindet sich im Hintergrund des Fotos.


- 4 -

Einweihung: 1920

Jahr Streckenverlauf Länge in km Fahrtdauer in min Wagenfolge in min
1928 Wengern - Wetter - Herdecke - Eckesey - Hbf - Elberfelder Straße - Markt - Eilpe - Oberdelstern 40
1929 Wengern - Wetter - Oberdelstern 51 20
1939 Wengern - Ambrock 77 60
1962/63 Herdecke - Selbecke 42 20

Einstellungen: 1943 Wengern - Wetter; 15.08.1949 Wetter - Herdecke (Kirche); 1956? Oberdelstern - Ambrock; 1959 Herdecke (Kirche) - Herdecke (Zweibrücker Hof); 1964 Eilpe (Felsenstraße) - Selbecke; 25.05.1974 Herdecke (Zweibrücker Hof) - Eilpe

Linktipp (bebildeter Artikel im Wochenkurier): Unterwegs mit Linie 4 - Spiegelbild der Hagener Stadtgeschichte

Das Ende der Linie 4 war ein Tod auf Raten. So hieß es in dem Artikel Straßenbahn-Reise durch Städte und Epochen bei Der Westen (28.10.2014) anläßlich von Vorträgen zu einem neuen Buch der bewährten Straßenbahn-Chronisten Dirk Göbel und Jörg Rudat über eben diese Hagener Linie. EINSTEIGEN BITTE!


Die Linien 7 und 4 in der Straße ,Am Hauptbahnhof' während des Dritten Reiches - von der Altenhagener Brücke aus gesehen:
EU/D/NRW/HA/Hagen/StrasseAmHauptbahnhof/193xxxxx_SW-AK_EU_D_NW_HA-City_MBK_Detail_Strasse_Am_Hauptbahnhof_von_der_Altenhagener_Bruecke_aus
(Die Straße Am Hauptbahnhof hieß damals Adolf-Hitler-Straße.)

Im 1950er Jahrzehnt wurde die Trasse in die Graf-von-Galen-Straße (heute: -Ring) verlegt - Winteraufnahme vom Februar 1969 (Manfred Streppelmann):


Zwei Aufnahmen 1951/1954 zeigen die Linie 4 in der Elberfelder Straße, und zwar neben der Rathauspassage (nicht ,Kaufhaus Neugebauer'!) und zwischen Karl-Marx-Straße und Spinngasse:

Straßenbahnhaltestelle an der Elberfelder Straße auf der Höhe Hausnummern 34 / 34a (Radio Schilling, Klimke), aufgenommen 1954 von Willy Lehmacher. Digitale Kopie vom originalen Negativ.

Posted by Hagen - Geschichte, Archäologie und Geologie on Dienstag, 31. März 2015


1964 ein Blick in die Frankfurter Straße:

Auf der Frankfurter Straße um 1964. Digitale Kopie vom originalen Agfa-Diafilm.

Posted by Hagen - Geschichte, Archäologie und Geologie on Montag, 6. April 2015


Etwa aus der Zeit um 1950 stammt ein Foto der Tram 84 nahe der Einmündung der Straße ,Mäckingerbachtal' in die Selbecker Straße (praktisch: mit kleinem Kiosk an der Haltestelle - deren heutiger Name: Freilichtmuseum):
EU/D/NRW/HA/Selbecke/SelbeckerStrasse/SW-Foto_EU_D_NW_HA_Selbecke_SelbeckerStrasse_Tram_84_Linie_4_etwa_um_1950_(EilpeDelsternSelbecke1978S22o)
(Foto bei Janßen 1978, S. 22 oben)

Dazu noch etwas Jüngeres:


Die Videos Linie 4 der Hagener Strassenbahn AG 1974 (1) und Linie 4 der Hagener Straßenbahn AG Fortsetzung von Manfred Streppelmann zeigen mehr als hier Worte besagen können:

Sein Kommentar: „Die Linien 4 + 5 wurden 1974 eingestellt. Es kamen 2achser mit Beiwagen, 4achser und 6achser zum Einsatz. Nachvertonte Szenen aus dem 30 Minuten Film: Die Linien 4 + 5 der Hagener Straßenbahn AG. Die Linien 4 + 5 befuhren ab Weststraße die selbe Strecke bis Eilper Denkmal. Die 5 kam von Vorhalle West, ab Eilpe dann weiter bis Oberdelstern ( Firma Wippermann)"


- 5 -

Einweihung: 15.07.1912(?)

Jahr Streckenverlauf Länge in km Fahrtdauer in min Wagenfolge in min
1928 Vorhalle - Eckesey - Hbf - Elberfelder Straße - Markt - Eilpe - Delstern - Ambrock 20
1929 Vorhalle - Ambrock 57 20
1939 Vorhalle - Selbecke 40 20
1962/63 Vorhalle - Volmeburg (- Oberdelstern) 38 (40) 20

Einstellung: 1958 (Felsenstraße - Selbecke); 25.05.1974 (Oberdelstern - Vorhalle)

Auf nach Vorhalle (hier: Klopstockstraße)!


Die Linie 5 in der Elberfelder Straße - Ansicht auf einer im Jahr 1964 verwendeten, aber wohl etwas älteren (Wellenrand-)Postkarte:
EU/D/NRW/HA/Hagen/Elberfelderstrasse/SW-AK_EU_D_NW_HA-City_ElberfelderStrasse_Ecke_Karl-Marx-Strasse_1964

Weiter geht die Reise in die Mittelstraße:


Die Videos Linie 5 der Hagener Straßenbahn AG 1974 (1) und Linie 5 der Hagener Straßenbahn AG 1974 (2) von YouTube-User ,triebwagen394' Manfred Streppelmann halten Erinnerungen wach:

Dazu sein Kommentar: „Nach dem Beschluß der Hagener Straßenbahn AG von 1972, wurden 1974 die Linien 4 u 5 am 25.05.1974 eingestellt."

Eine Ansicht der Bildergalerie Historische Fotos der Hagener Straßenbahn von ,Der Westen' zeigt anno 1901 (1903??) die Endstation an der Waggon- und Lokomotivbeschlagteilefabrik Carl Steinhaus in Kabel, eine andere von Hans Wehner aus dem Jahr 1960 eine Straßenbahn der Linie 5 am Rathaus.


- 6 -

Einweihung: 23.11.1901(?)

Jahr Streckenverlauf Länge in km Fahrtdauer in min Wagenfolge in min
1928 Boele (Amtshaus) - Boelerheide - Altenhagen - Hbf - Elberfelder Straße - Markt - Eilpe - Selbecke 20
1929 Boele (Amtshaus) - Selbecke 53 20
1939 - - - -
1962/63 - - - -

Einstellung: ?


- 7 -

Einweihung: 14.06.1902 Kabel

Jahr Streckenverlauf Länge in km Fahrtdauer in min Wagenfolge in min
1928 Kabel - Boele (Amtshaus) - Boelerheide - Altenhagen - Hbf - Elberfelder Straße - Markt - Eilpe - Selbecke 20
1929 Kabel - Selbecke 58 20
1939 (Kabel -) Boele - Markt 32 20
1962/63 Kabel - Boele - Markt 31 10

Einstellung: 29.05.1976 (Markt - Kabel)

Bitte beachten Sie hierzu auch das oben zur Einstellung des Straßenbahnbetriebs in Hagen Gesagte!


Straßenbahn der Linie 7 um 1925 am Hagener Hauptbahnhof (damals ,Cölner Straße' oder bereits ,Ebertstraße' - heute ,Am Hauptbahnhof'):


Die Linie 7 in der nach dem 2. Weltkrieg bedeutend verbreiterten Mittelstraße (links im Hintergrund die Elberfelder Straße) - zunächst die Ansicht auf einer im Jahr 1954 verwendeten Postkarte:
EU/D/NRW/HA/Hagen/Mittelstrasse/SW-AK_EU_D_NW_HA-City_Mittelstrasse_19540824_KLEIN





Die Tram, wie wir (die Wirtschaftswunderkinder) sie kannten:
EU/D/NW/HA/197605xx_SP_1027_00015_EU_D_NW_HA-Boelerheide_Triebwagen_82_an_der_Haltestelle_Stennesufer_von_SiegmarPeter
Ansicht des Triebwagens 82 an der Haltestelle ,Stennesufer' in Boelerheide - Foto von Siegmar Peter (Schwerte) (Mai 1976) - Quelle.

Ebenfalls vom Mai 1976 gibt es dank KHW58097 bei YouTube einen an der Schwenke gedrehten Film mit der Linie 7:


Drei Filme von Manfred Streppelmann (,Die 1+7 letzte Linie der Straßenbahn in Hagen', ,Linie 7 der Hagener Straßenbahn AG Szenen mit Beiwagen 1973/74' und ,Die Linie 7 der Hagener Straßenbahn AG Mai 1976 - der Abschied') stehen hier herausragend für die Linie 7:



- 8 -

Einweihung: 03.08.1911 Hbf - Körnerstraße - Gneisenaustraße; 30.01.1922 Franklinstraße - Schwenke - Hbf

Jahr Streckenverlauf Länge in km Fahrtdauer in min Wagenfolge in min
1928 Wehringhausen (Franklinstraße) - Hbf - Körnerstraße - Höing (Gneisenaustraße, Landgericht) 10
1929 Haspe (Schützenhof) - Emst [?] 48 20
1939 Wehringhausen (Franklinstraße) - Schwenke - Hbf - Körnerstraße (Sparkasse) - Höing (Gneisenaustraße, Landgericht) 17 10
1962/63 Wehringhausen (Franklinstraße) - Schwenke - Hbf - Körnerstraße (Sparkasse) - Höing (Gneisenaustraße, Landgericht) 17 10

Einstellung: 1963 (Sparkasse - Gneisenaustraße); 25.05.1969 (Franklinstraße - Schwenke - Hbf)


Die Angaben zum Jahr 1929 stehen im Widerspruch zu denen von 1928, welche auf Grund der Zeitnähe der Quelle vorzuziehen sind. Merkwürdig erscheint mir noch etwas Anderes: Hans Brühl schrieb im Jahr 1980 (laut Angabe auf S. 14) in seinen Erinnerungen und Erkenntnisse eines Weinhändlers. Aus der guten, alten Zeit in Hagen (erschienen in Hagen im Selbstverlag) einen Absatz zur Straßenbahn in Hagen: „1934 wurde [...] das Hagener Straßenbahn-Netz innerhalb der Stadt weiter ausgebaut. Die Linie 8, von [dem] Buschey kommend, fuhr die Kleine Kampstraße zum Landgericht und wieder zurück durch die Badstraße, Hohenzollernstraße, Elberfelderstraße, Große Kampstraße nach Wehringhausen."
- Diese Angaben sind gleichfalls fragwürdig; zur Linie 9 - welche die beiden "Kampstraßen" und über die Buscheystraße befuhr und daher eventuell gemeint war - siehe weiter unten! Noch "unübersichtlicher" wird die Lage, wenn man Triebwagen Nummer 4 als Linie 8 von der Kölner Straße her kommend kurz vor der Haltestelle Corbacher Straße am Hasper Kreisel in die Berliner Straße einbiegen sieht und auf der Zieltafel „Remberg" liest (Ansichtskarte von etwa 1910):
EU/D/NRW/HA/Haspe/BerlinerStrasse/SW-AK_EU_D_NW_HA-Haspe_BerlinerStrasse_Ecke_VoerderStrasse_mit_Tram-Linie_8_um_1910_1200x0969


An der Franklinstraße:

Startpunkt einer nostalgischen Wanderung über die Lange Straße in Hagen-Wehringhausen wäre die Endhaltestelle Franklinstraße, von welcher ich aber kein eigenes Foto beisteuern kann. Hingewiesen sei vielmehr auf eine Ansicht der Bildergalerie Historische Fotos der Hagener Straßenbahn von ,Der Westen' (Foto von Manfred Krause).

Meine Bildreise führt uns von der Lange Straße aus über die Badstraße (Haltestelle Rathaus) bis zum Landgericht:


An der Pauluskirche:

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/1969xxxx_D_NRW_HA_Wehringhausen_LangeStrasse_Tram_vor_der_Pauluskirche_von_Helmut_Thunig(GoebelRudat2009S157)_Detail
(Ausschnitt eines Fotos von Helmut Thunig anno 1969 aus dem Buch BITTE EINSTEIGEN von D. Göbel u. J. Rudat, S. 156)

Die Strecke zwischen Franklinstraße - der etwas provisorisch wirkenden Endhaltestelle - und Pelmkestraße (Michaeliskirche) verlief eingleisig.

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/19660605_HA-Wehringhausen_Lange_Strasse_Tram_und_Pauluskirche_(L+R1989-149)
(zum Vergleich: anno 1966 - L+R1989-149 - s. Lit.-Verz.)

Man beachte: Je nach Fahrtrichtung hielt die Linie 8 an anderer Stelle!

Aus gebührendem Abstand ein etwa vierzig Jahre älterer Blick auf die evangelischen Pfarrkirche:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/SW-AK_Langestrasse_mit_Pauluskirche_und_Strassenbahn
(Ansichtskarte von 1935 - mit Dank an Siegmar Peter für den Scan!)


An der Michaeliskirche:

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/19660605_HA-Wehringhausen_Lange_Strasse_Tram_und_Michaeliskirche_(L+R1989-62)
(1966; L+R1989-62 - s. Lit.-Verz.)

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/KircheStMichael+Langestrasse_um_1950
(Nachkriegsüberblick mit Michaeliskirche im Focus)


An der Bachstraße:

Es folgt ein Blick von der Bachstraße her auf die Kreuzung der Lange Straße mit der Pelmkestraße (rechts liegt die Kohlenhandlung Fritz Grote; vor uns ,liegt' die Tram; man beachte auch links die gerade erneuerte Laterne und den Warenautomaten am Ladeneingang):
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/19660605_D_NRW_HA_Wehringhausen_Langestrasse_von_Bachstrasse_aus_aufwaerts_von_WRReimann(GoebelRudat2009S141unten)
(Foto: Wolfgang R. Reimann vom 5 Juni 1966 - Quelle: BITTE EINSTEIGEN von D. Göbel u. J. Rudat, S. 141, Abb. unten)

Die Kreuzung Bachstraße war bei den Straßenbahn-Photographen offenbar beliebt:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/19640905_D_NRW_HA_Wehringhausen_Langestrasse_Tram_passiert_Kreuzung_Bachstrasse_von_WolfgangRReimann(GoebelRudat2009Seite105oben)
September 1964 (Foto: Wolfgang R. Reimann - ein qualitätsreduziertes Bild aus dem hervorragenden Bildband BITTE EINSTEIGEN von Dirk Göbel und Jörg Rudat, S. 105)

An dieser Stelle kreuzten sich lange Zeit (was schon im Bild Geschichte war) die Linien 8 und 9 - hier die Linie 8.


An der Bleichstraße:

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/SW-AK_HA-Wehringhausen_Langestrasse_Kreuzung_Bachstrasse_mit_Michaeliskirche_um_1935
Rückperspektive (und Retrospektive) gen Bachstraße auf Grundlage einer Ansichtskarte von etwa 1935.


Am Wilhelmsplatz:

Sehen Sie Triebwagen 41 vor dem ursprünglich ,Heidelberger Faß', später kurz ,Im Fäßchen' genannten Lokal an der Einmündung der Roonstraße auf einer Ansichtskarte von etwa 1925 (rechts befindet sich heute die Viktoria-Apotheke):
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/SW-AK_Lange_Strasse_von_Wilhelmsplatz_westwaerts_etwa_um_1925


An der Feuerwache:

Nach den starken Zerstörungen im Krieg waren Instandsetzungen auch bei der Straßenbahn-Linie 8 erforderlich, wie hier vor der Feuerwache, wo der Dienstwagen Nr. 363 zum Einsatz kam:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/Hagen/Wehringhausen/Langestrasse/EU_D_NW_HA-Wehringhausen_LangeStrasse_Ost-Ende_um_1950_(Frenz+Reimann2008S10ul)
(Quelle: Eckehard Frenz u. Wolfgang Reimann, Tram-Tour Ruhr. Straßenbahnen im Ruhrgebiet der Nachkriegsjahre, Freiburg 2008, S. 10, Abb. unten links)

Man vergleiche dazu Bild 16 der Bildergalerie Historische Fotos der Hagener Straßenbahn von ,Der Westen' (Foto von Manfred Krause).

Am nordöstlichen Ende der Lange Straße, liegt auf der Bergseite die Feuerwache mit der unvergessenen ,heulenden Kurve' der Straßenbahnen davor, dort wo diese sich zur damaligen Wilhelmstraße - heute Teil des Bergischen Rings - hinabschwenkten, um wenig später die wahre ,Schwenke' zu erreichen:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/196905xx_D_NRW_HA_Wehringhausen_Langestrasse_von_der_Wilhelmsstrasse_aus_von_HelmutThunig(GoebelRudat2009S154mitte)
(Foto: Helmut Thunig - Mai 1969 - Quelle: Göbel u. Rudat 2009, S. 154)


An der Schwenke:

Hierzu gibt es eine Ansicht der Bildergalerie Historische Fotos der Hagener Straßenbahn von ,Der Westen' (Probefahrt einer Großraumtram anno 1963 mit der neuen Tankstelle - heute: Auto Brink - im Hintergrund).

Ein Blick vom Ende der Lange Straße die Wilhelmstraße hinab gen Schwenke:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/Hagen/BergischerRing/196905xx_D_NRW_HA_Wehringhausen_Wilhelmsstrasse_von_der_Langestrasse_aus_von_HelmutThunig(GoebelRudat2009S153oben)
(Foto: Helmut Thunig anno 1969 - Quelle: Göbel u. Rudat 2009, S. 153)

Hinweis: in dem als Bildquelle genutzten Band gibt es weitere hervorragende Aufnahmen von der Lange Straße zu sehen, darunter Fahrversuche mit einer Großraum-Tram!)


Am Hauptbahnhof:

Ein Triebwagen der Linie 8 in Fahrtrichtung Markt am Berliner Platz anno 1964:


Am Rathaus:

Dazu gibt es aus dem Jahr 1957 eine Ansicht in der Bildergalerie Historische Fotos der Hagener Straßenbahn von ,Der Westen', welche das Abbiegen der Linie-8-Tram von der Körnerstraße in die Badstraße zeigt.


In der Badstraße:

Das Gebäude der Sparkasse stand bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg unmittelbar an der Einmündung der Badstraße in die Körnerstraße, also dort, wo sich heutzutage wieder der Haupteingang befindet:


Am Landgericht:

Ein Foto vom Jahr 1952 zeigt die Tram vor dem Gerichtsgebäude in noch beschaulicher Umgebung - ein weiteres Foto wurde 1961 an der Endhaltestelle aufgenommen:





Die Tram der Linie 8 wurde längst durch moderne Stadtbusse (zunächst Linie {5}14 - jetzt {5}28) ersetzt; die Betreiberin heißt gleichwohl noch Hagener Straßenbahn AG (ob man sich auch hier die Bahn zurückwünscht?):
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/20100911s1310_PICT0258_EU_D_NRW_HA-Wehringhausen_LangeStrasse_an_der_Einmuendung_Sternstrasse_gen_Soedingstrasse
(September 2010 - Foto: Detlef Rothe)

Trotz alledem: die Linie 8 lebt - zumindest bei YouTube dank des Straßenbahners ,triebwagen394' Manfred Streppelmann. Herr Streppelmann hat eine erweiterte Fassung seines Linie-8-Videos (ursprünglich: n26uwE2W9iA) hochgeladen, welche auch die Fahrversuche mit der Sechsachser-Tram zeigt; den laufenden Bildern wurden Fotos von Dirk Göbel und Manfred Krause zugefügt:

Ein herzliches Dankeschön vom tramfrei gebliebenen Kuhlerkamp! (Da wäre schon 'ne Bergbahn erforderlich...)
Kommentare zur Linie 8 von M. Streppelmann: „Bis 1963 Gneisenau-Str - Franklin-Str. 1963 bis 1969 Hagen Markt - Franklin-Str. Teilweise Emster-Str - Franklin-Str." - „2 Probefahrten nutzte ich, mal mit einem 6achser die Langestrasse zu befahren. Nur 2 u 4achser wurden auf der Linie eing[e]setzt. Im Film sieht man einen 2achser durch die Innenkurve an der Feuerwache fahren. Das war eine Unbekannte für mich und einen 6achser. Es hat aber keine Probleme gegeben, so konnte mein Kollege Manfred Krause diese einmaligen Fahrten [vom Mai 1969] im Bild festhalten."


- 9 -

Einweihung: 23.11.1901 Alexanderstraße; 07.02.1927 Minervastraße

Jahr Streckenverlauf Länge in km Fahrtdauer in min Wagenfolge in min
1928 Wehringhausen (Franklinstraße) - Hbf - Altenhagen - Alexanderstraße 10
1929 Wehringhausen (Franklinstraße) - Hbf - Altenhagen - Alexanderstraße 22 10
1939 Wehringhausen (Minervastraße) - Buscheystraße - Kampstraße - Höing (Gneisenaustraße, Landgericht) 14 10
1962/63 - - - -

Einstellung: 09.10.1955 Minervastraße - Buscheystraße - Kampstraße

Die Hagener Straßenbahn Linie 9 existierte nur - von der Verbindung zur Endstation Alexanderstraße abgesehen - von 1927 bis 1955, war aber wegen ihrer Erschließung des Buscheyviertels von höherer ,Warte’ aus als die Linie 8 sehr wichtig. Häufig wird noch immer das Fehlen eines Nahverkehrsmittels beklagt, welches die Steigungen zwischen Lange Straße und Buscheystraße (und höher bis zum Waldrand) bewältigt. Leider haben zwei Unfälle um 1948 dem Ansehen dieser Linie schwer geschadet. Über sie wird leider gewöhnlich nur fehlerhaft berichtet, und es wäre eine nähere Betrachtung an Hand von Archivalien (u.a. Zeitungsartikel) notwendig. Auf Grund der Beschriftung endete die Strecke in der Nachkriegszeit an der Haltestelle Corbacher Straße, führte also durch die Minervastraße am Depot vorbei zur Wehringhauser Straße. Die Tram wurde von Schülern des Fichte-Gymnasiums und von Hasper Schulen stark frequentiert; das zeigen die Nachkriegsbilder deutlich – Trittbrettfahrer...

Rolf Löttgers und Wolfgang Reimann bildeten im Jahr 1989 ein Foto in ihrem bekannten Buch Rund um Hagen ab (S. 26, Abb. 40), welches eine Straßenbahn der Linie 9 um das Jahr 1947 zeigt, wie sie ein rechtwinklig zu ihr verlaufendes Gleis - vermeintlich der Linie 8 an der Kreuzung der Bachstraße mit der Lange Straße - überquert:
EU/D/NRW/HA/Hagen/Kampstrasse/194(7)xxxx_D_NRW_HA_Kampstrasse_Kreuzung_ElberfelderStrasse_Strassenbahn_Linie_9_(LoettgersReimann1989S26or)

Anscheinend handelt es sich um eine Bilderserie, denn es ist ein zweites Motiv anscheinend von der selben Stelle - aber mit in Gegenrichtung verkehrender Tram - bekannt:


Hierbei handelt es sich um Ansichten der Kampstraße mit der Ecke des damaligen ,Hansahauses' zur Elberfelder Straße hin (nach dieser Straße war übrigens die Haltestelle benannt); zum Vergleich bietet sich eine Aufnahme aus dem Jahr 1935 an, welche neben dem abgebildeten Haus auch die Abzweigung der Straßenbahnschienen von der Elberfelder Straße aus zeigt:


Als Ergänzung hierzu ein Vergleich je einer Aufnahme der Kampstraße in Richtung Goldberg von der Kreuzung aus - mit den Fichte-Gymnasium im Hintergrund - vor und nach dem Zweiten Weltkrieg (um 1935 und um 1945):
EU/D/NRW/HA/Hagen/Kampstrasse/SW-AK_D_NRW_HA_Kampstrasse_von_der_Elberfelder_Strasse_aus_Detail_um_1935 EU/D/NRW/HA/Hagen/Kampstrasse/Kampstrasse_Ecke_Elberfelderstrasse_Richtung_Goldberg_um_1950_PaulClassen_bild28
(Krüger-Ansichtskarte und Foto Paul Classen)

Im linken Eckhaus befand sich vor dem Krieg das ,Hansa-Haus', im rechten das Kaufhaus Lampe (heute: Galeria Kaufhof). Zum Vergleich noch eine Aufnahme des Verfassers vom 18. Juli 2010:
EU/D/NRW/HA/Hagen/Kampstrasse/20100718s1109_PICT0053_D_NRW_HA_Kampstrasse_von_ElberfelderStrasse_aus_gen_Goldberg

In dem Hansa-Gebäude befinden sich ,randstad', ,Bijou Brigitte' und ein ,TUI Reisecenter'. Die Ruine dahinter im Straßenbahnfoto zeigt das heutige ,Reformhaus'. Gegenüber befindet sich auf breiter Front die Galeria Kaufhof.

Immerhin veranschaulicht das Straßenbahn-Foto aus der unmittelbaren Nachkriegszeit sehr ,schön', wie leicht es nach dem Zweiten Weltkrieg zu Unfällen kommen konnte!

In dem Buch ,Rund um Hagen’ ist übrigens auf Seite 46 ein weiteres Foto zu finden, welches den Triebwagen 358 der Linie 9 in der ,Kleinen’ Kampstraße (dem Verbindungsstück zwischen Elberfelderstraße und Friedrich-Ebert-Platz) zeigt:
EU/D/NRW/HA/Hagen/Kampstrasse/19500701_SW-Foto_EU_D_NW_HA-City_Kampstrasse_nahe_ElberfelderStrasse_Tram_Tw358_(L+R1989-61)_1200x0785.jpg
(Foto: N.N. - 1. Juli 1950 - Quelle: L+R1989-61)
Im Hintergrund ist die Ruine des Kaufhauses Lampe zu sehen, welche den Vorläufer des Kaufhofs darstellt. Diese Aufnahme verdeutlicht die Situation bei dem anderen, oben besprochenen Foto dieser Zeit. Mehr Bilder zu dieser Örtlichkeit finden Sie unter Hagens Spardose wurde geschlachtet!

Eine Aufnahme vom Sommer 1952 zeigt die Straßenbahnhaltestelle in der Kampstraße vom ,Hana-Haus' aus:

Blick in die Kampstraße im Sommer 1952. Fotografie von Willi Lehmacher. Digitale Kopie vom Originalnegativ.

Posted by Hagen - Geschichte, Archäologie und Geologie on Montag, 7. Dezember 2015


Die Straßenbahn Linie 9 vor der Gaststätte zu den drei Türmen an der Kreuzung (und Haltestelle) Bachstraße in der Buscheystraße - Detail einer im Jahr 1952 gebrauchten 4-Ansichten-Postkarte:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Buscheystrasse/SW-AK_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_Buscheystrasse_mit_4_Motiven_b19520613_a_Bild4_1200x0733

Eine Aufnahme Willy Lehmachers aus dem Jahr 1950 zeigt den Triebwagen 366 der Hagener Straßenbahn als Linie 9 an der Kreuzung Bachstraße / Buscheystraße mit dem Anfang der Eugen-Richter-Straße im Hintergrund (die vom Fichte-Gymnasium kommende und am Allgemeinen Krankenhaus am Buschey vorbeiführende Tram-Linie 9 führte über die Bachstraße in Richtung Lange Straße hinab):

Zwei Straßenbahn-Unfälle 1948/49 an dieser Kreuzung der Bachstraße mit der Buscheystraße erregten großes Aufsehen; die Straßenbahn krachte jeweils an die der Kreuzung zugewandte Ecke von Haus Bachstraße 40.

Der erste Unfall mit Wagen 77 der Hagener Straßenbahn AG vom 22. März 1948 (14:23 Uhr) verlief insofern glimpflich, da es bei zwanzig Verletzten (davon drei Schwerverletzte) blieb:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Buscheystrasse/19480322_D_NRW_HA_Wehringhausen_Buscheystrasse_Tram-Unfall_an_der_Kreuzung_Bachstrasse(GoebelRudert2009S29oben)
(Foto aus dem Erinnerungsbuch von D. Göbel und J. Rudat BITTE EINSTEIGEN, S. 29, Abb. oben)

Hinweisen mmöchte ich darauf, daß in den mir bislang bekannten Artikeln zum Thema mitunter nicht nur die Datierung, sondern auch die Bildzuordnung irritiert. Bedauerlich sind auch die ,Personenschäden'; ich bin Gerhard Naujok für folgende Zuschrift dankbar: „Einer der Unfälle der Linie 9 in der Kurve Buscheystraße - Bachstraße muß sich nach dem 22. März 1948 ereignet haben. Ich wurde nach Ostern 1948 in der damaligen Buschey-Schule in der Langestr. / Siemensstr. eingeschult. Einer meiner Lehrer, er hieß Strohmann, hatte mit der Linie 9 in der Kurve einen Unfall, so daß er längere Zeit krank war und wir einen anderen Lehrer bekamen."

Zehn Monate später - am 2. Februar 1949 (der gelegentlich genannte 2. Februar 1947 geht anscheinend auf einen Druckfehler zurück) - wiederholte sich der Vorgang weitgehend:

Aufnahme der am 01.02.1949 an der Ecke Buschey- / Bachstrasse verunglückten Straßenbahn (TW83) auf der Linie 9, fotografiert aus dem Haus Bachstrasse 40. Digitale Kopie vom originalen Negativ.

Posted by Hagen - Geschichte, Archäologie und Geologie on Donnerstag, 5. März 2015


EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Buscheystrasse/19470202_D_NRW_HA_Wehringhausen_Buscheystrasse_Ecke_Bachstrasse_Unfall_Linie9_WK19801016
(Foto aus dem Hagener Wochenkurier, Ausgabe vom 16. Oktober 1980)

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Buscheystrasse/19480322_D_NRW_HA-Wehringhausen_Buscheystrasse_Tramlinie9_Unfall_Ecke_Bachstrasse EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Buscheystrasse/19480322_D_NRW_HA-Wehringhausen_Buscheystrasse_Tram-Unfall_an_Bachstrasse40_Blick_bachabwaerts
(Fotos aus dem Hagener Wochenkurier, Ausgabe vom 22. März 2008)

Über die Wiedereinführung der Straßenbahnlinie 9, welche der für ,Tramverhältnisse' steilen Bachstraße (wir sind ja nicht in San Francisco) folgte, würde sich wahrscheinlich manche in Ehren ergraute Person freuen - und manches ,kurzbeinige' Kind wohl auch:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Bachstrasse/193(8)xxxx_SW-Foto_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_Bachstrasse_unterhalb_der_LangeStrasse_Tram_Linie_9_1200x0835
Dieses Foto entstand im Blick von unten aus der Bachstraße aufwärts in die Lange Straße, wo sich an der Westecke der Kreuzung mit der Bachstraße die Kohlenhandlung Fritz Grote befand. Das Bild stammt wohl aus der Vorkriegszeit, nicht aber aus dem Zweiten Weltkrieg selbst, da der Scheinwerfer nicht verdunkelt ist. Es stammt offensichtlich aus einer Zeitung und ist von sehr schlechter Qualität. Die Fortsetzung der Bachstraße gen Buscheystraße ist nicht zu sehen, da diese mehr links hinter der dortigen Gebäudeecke liegt, welche auf dem Foto gleichfalls fehlt. Die Kohlenhandlung Grote lag an der Westecke der Kreuzung, wo sich heute (seit vielleicht zwanzig Jahren) Wohnbebauung befindet. Schräg gegenüber der unteren Bachstraßeneinmündung befand sich in der Lange Straße eine Metzgerei mit wandgefliestem Geschäftsraum, welcher zuletzt leerstand. Das Geschäft ist zwischen Straßenbahn und Grote-Schild zu erkennen.



- 10 -

Einweihung:

Jahr Streckenverlauf Länge in km Fahrtdauer in min Wagenfolge in min
1928 Kückelhausen (Bahnhof) - Minervastraße - Buscheystraße - Kampstraße (Kreuzung Elberfelder Straße) 10
1929 Kückelhausen - Kampstraße 14 10
1939 - - - -
1962/63 Haspe (Schützenhof) - Haspe (Corbacher Straße) 8 10

Einstellung: ?


- 11 -

Einweihung: 30.09.1907 Breckerfeld - Haspe (Kleinbahnhof)

Jahr Streckenverlauf Länge in km Fahrtdauer in min Wagenfolge in min
1928 Breckerfeld - Voerde - Haspe (Rombergstraße) - Hbf - Körnerstraße - Markt 40
1929 Breckerfeld - Haspe - Markt 81 40
1939 - - - -
1962/63 Breckerfeld - Haspe - Markt - 76 60

Einstellung: 06.03.1963 Breckerfeld - Voerde - Haspe

Bei der Linie 11 handelte es sich ursprünglich um eine Kleinbahn mit Güter- und Personenverkehr, welche zwischen Haspe und Breckerfeld verkehrte. Am 20. April 1907 reichte das Gleis vom Kleinbahnhof Haspe aus bis Ennepetal-Oberbauer. Die Eröffnung der kompletten Trasse - bis zur Endstation Breckerfeld - fand am 30. September 1907 mit einem Sonderzug statt:
EU/D/NRW/19070930_EU_D_NW_EN_Breckerfeld_Kleinbahnhof_Sonderzug_zur_Einweihung
Sonderzug im Bahnhof Breckerfeld (30.09.1907 - Ansichtskarte aus diesem Anlaß)
(Quelle: Horst Hoffmann u.a., ZeitSPRÜNGE Breckerfeld, Erfurt 2008, S. 38)

45 Jahre später - ein gutes Jahrzehnt vor der Still-Legung der Strecke - ist im Bahnhof Breckerfeld allerhand los:


Dazu gibt es aus dem Jahr 1963 eine ähnliche Ansicht in der Bildergalerie Historische Fotos der Hagener Straßenbahn von ,Der Westen'.

Die Notwendigkeit zu einem preisgünstigen Warentransport motivierte einst wesentlich den Bau der Strecke durch die dünn besiedelten Gebiete; die Elektrifizierung erfolgte allerdings erst im Vorfeld der Weltwirtschaftskrise. Am 29. Mai 1931 ging die damals hoch verschuldete Kleinbahn Haspe-Voerde-Breckerfeld nach deren Liquidation in den Besitz der Hagener Straßenbahn AG über und wurde von ihr als Linie 11 weitergeführt. 12,6 Kilometer vom Hasper Bahnhof entfernt hat sich noch ein ,Kilometerstein' aus der Anfangszeit erhalten - siehe bei tramtracks.de. Zitat aus der dortigen Seite ennepetal_oberbauer.htm: „Besonders der Mangel an Fahrgästen machte der Kleinbahn zu schaffen. In der Wirtschaftskrise 1931 fuhren die Wagen nur noch alle zwei Stunden, was wiederum die Folge hatte, dass noch weniger Menschen die Bahn benutzten. Nach 1933, als die zuvor als eigenständige Gesellschaft geführte Vorortbahn in den Besitz der Hagener Straßenbahn AG übergegangen war, konnte der 40-Minuten-Takt die Nutzerzahlen wieder steigern. [...] Die Überlandbahn, die den Zweiten Weltkrieg ohne größere Schäden überstanden hatte, erlebte in der Notzeit nach 1945 einen ungeahnten Andrang. Die Hagener nutzten die Linie 11 intensiv für Hamsterfahrten, um bei den Bauern ihre Habseligkeiten gegen Essbares einzutauschen."
Im November 1963 wurde die Strecke aufgegeben, nachdem sich der Güterverkehr bereits zum 1. Juli 1954 in den Ruhestand versetzt sah und für die Personenbeförderung zuletzt (ab 1958) Großraumstraßenbahnwagen zum Einsatz gekommen waren. Anno 1964 wurden die Gleise demontiert. Auf der genannten Website werden die verbliebenen Relikte - wie zum Beispiel Fundamente von Strommasten - an Hand von Fotos vorgestellt. Wenn man den jeweils unten rechts angegebenen Links folgt, erhält man auch weitere Details zur Geschichte der Kleinbahn.

Das Video Linie 11 der Hagener Straßenbahn AG 1963 des Elektrikers und Fahrers Manfred Streppelmann zeigte die Bahn in ihrer Endzeit. Sein Kommentar dazu lautete: „Einen Dienst auf der L.11, das war der Hammer. Erst die Stadtfahrt vom Markt bis Haspe in dem Verkehrsgewühl, dann ab Schützenhof in die Natur, davon träume ich heute noch. Jede Jahreszeit hatte ihren Reiz, im Winter konnte es sehr ungemühtlich werden, die alten Triebwagen hatten keine Fahrerheizung, Filzstiefel und Mäntel bis auf die Schuhe waren angesagt, Salzbeutel und Eiskratzer für die Frontscheibe unbedingt erforderlich. Frühmorgens, bei vereister Fahrleitung, wurde das Hasperbachtal zum bläulichem Schauspiel. Im Sommer waren oft Rehe Standbilder am Gleis. Was soll ich noch berichten, der Dienst in der Werkstatt, der Fahrdienst, es war eine tolle Zeit, gerne erinnere ich mich an sie."
Ende Januar 2012 gab es bereits über tausend Aufrufe bei YouTube.com - Anfang August 2012 waren es schon deutlich mehr als 3000! Herzlichen Glückwunsch und besten Dank! Diese wie auch eine längere Fassung des Videos (fR9xB7x0KFk - hochgeladen am 24.12.2012 - die Kurzversion: -f-Ld1YXNQs) sind bei YouTube zwar seit dem Sommer 2013 nicht mehr verfügbar, aber glücklicherweise seit 20. November 2013 eine verbesserte Fassung:

Der Film ist meiner Meinung nach besonders sehenswert - zeigt er doch die Strecke, welche einst als schönste Straßenbahnlinie Deutschlands galt! Herzlichen Dank dafür!

An die Fahrzeuge und Fahrer der Tram-Linie 11 erinnere ich mich nicht mehr, aber auch ich habe die Linie 11 wahrscheinlich noch als kleines Kind bei Ausflügen benutzen dürfen. Fotos existieren leider nur aus etwas späterer Zeit (um 1965) von der Sperrmauer der Hasper Talsperre, wo ich mich mit kleinem Rucksack ,bewaffnet' wiedersehe (welchen ich noch besitze!).

In dem Magazin ,Junges altes HAGEN. Kostenlose Zeitung von Senioren (nicht nur) für Senioren', Heft Nr. 23 - 2/2012 [im Sommer 2012 in diversen Hagener Einrichtungen (nicht nur) für Senioren erhältlich], findet sich auf Seite 3 ein Foto der ,Straßenbahn-Trinkhalle' (Kiosk mit Sitzgelegenheiten an der Haltestelle Plessen) sowie auf den Seiten 8 - 9 ein Artikel zur Hasper Talsperre mit Darstellung einer Tram auf dem Plessener Viadukt. Der Kiosk hielt gemeinsam mit der daneben stehenden Brücke die Erinnerung an die beliebte Straßenbahnlinie nach deren Aufgabe wach. Im Herbst 2012 erschien dann (siehe Literaturverzeichnis) aus bewährter Hand (Dirk Göbel u. Jörg Rudat) ein Werk über diese frühe ,Vorortbahn', welches - wie das Video von Herrn Streppelmann - sicherlich noch viele Freunde finden wird!



FAZIT

Hagen ohne Straßenbahnen ist wie ein Vogel ohne Federn - Fliegen geht so nicht. Hagen ist nackig geworden, daher hier mein Traum: eine Akku-getriebene ,Bimmelbahn' à la Postojna innerhalb der Innenstadt:

Allerdings bevorzuge ich nach außen gedrehte Sitzbänke und eine durchsichtige Überdachung - am Besten zur freien Verfügung. Der Streckenverlauf müßte freilich noch ausbaldowert werden! Hagen hat Visionen und bewirkt brauchbare Umsetzungen - auch wenn's a bisserl länger dauert (siehe Bahnhofhinterfahrung). Wer macht mit?



LINKS

Allgemeines

Öffentlicher Verkehr (Busse, Bahnen, Züge) weltweit

Busse und Bahnen - Museumsbahnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz

tram-info.de - Die Straßenbahn-Website

tramtracks.de dokumentiert die Relikte stillgelegter Tram-Strecken an Rhein, Ruhr und Wupper

Bestandslisten über Busse und Straßenbahnen aus Nordrhein-Westfalen

tram-aktuell.info - Straßenbahnen hauptsächlich im Ruhrgebiet



Bergische Museumsbahnen e.V. - Straßenbahnmuseum Kohlfurth (BMB)


Homepage der Bergischen Museumsbahnen Wuppertal

Bergisches Straßenbahnmuseum (BSM) bei de.wikipedia.org

Museumsseite bei webmuseen.de

Bergisches Straßenbahnfest in Wuppertal zu Pfingsten 2010 (2. Juni 2010 - eigener Beitrag).

Seite Bergische Museumsbahn Wuppertal



Hagener Straßenbahn AG

Offizielle Website der Hagener Straßenbahn AG

Die Hagener Straßenbahn AG bei der wikipedia.org

Die Hagener Straßenbahn AG bei der uni-protokolle.de (eine Adresse für Ausbildung, Studium und Beruf).

Übersichtsseite zum Hagener Nahverkehr mit diversen Bilddokumenten und einer Tabelle der Linienstillegungen.

Bildergalerie Historische Fotos der Hagener Straßenbahn von ,Der Westen'.

Facebook-Gemeinschaft zur Hagener Straßenbahn.



LITERATUR

Ruhrgebiet


Hellmut Hartmann, Straßenbahnen im Ruhrgebiet. Das Netz, das 20 Städte verbindet, Düsseldorf, 1. Aufl. 1975 - ISBN 3-87094-312-2

Andreas Halwer, Torsten Haunert, Torsten Rack u. Jürgen Wischnewski, Eröffnung der Ruhrbrücke in Hattingen - Die Mülheimer Straßenbahn - Aktuelles aus dem Betriebsgebiet und der Umgebung - Reiseberichte, in: Verkehrshistorische Arbeitsgemeinschaft BOGESTRA e. V. (Hg.), Auf Draht, 7. Jahrgang, Heft 2, Bochum 2002 (Juni), S. 1 - 32. (Download-Link)

Eckehard Frenz u. Wolfgang Reimann, Tram-Tour Ruhr. Straßenbahnen im Ruhrgebiet der Nachkriegsjahre, Freiburg 2008 - ISBN 978-3-88255-849-4



Ennepetal

EU/D/NRW/DerLaufDerEnnepe_von_Korn+Herrmann_(1979)
Margret Korn u. Walter Herrmann, Der Lauf der Ennepe von der Quelle bis zur Mündung. Geschichte eines Flusses, Meinerzhagen 1979 (September).



Hagen


Gustav Stellhorn (Hg.), Führer durch Hagen, Altenhagen und Eckesey. Mit dem neuesten Plan, Hagen i. W. 1898 (Vorwort vom März 1898).

Gustav Stellhorn (Hg.), Führer durch * Hagen * und Umgegend. Mit dem neuesten Plan, Hagen i. W. 1907 (4. Auflage; Vorwort vom Juli 1907).

OffiziellerFuehrerHagen1911.png
Westfälische Verlagsanstalt Decker & Co. (Bearb. u. Hg.), Offizieller Führer durch Hagen i. W. und Umgegend, Hagen in Westfalen o. J. [erschienen Dezember 1910 / März 1911]

Walter K. B. Holz, Ein Jahrtausend Raum Hagen (Hagen einst und jetzt, hg. v. d. Stadt Hagen, Bd. 1, 5. Lieferung), Hagen 1947.

Johann Janßen, Der Raum Eilpe/Delstern im Schnittpunkt alter und neuer Verkehrswege, in: Hagener Heimatbund (Hg.), Eilpe - Delstern - Selbecke. Landschaft - Geschichte - Menschen (Band IV der Schriftenreihe Hagen einst und jetzt, Sonderreihe Die Hagener Stadtbezirke), Hagen 1978, S. 16 - 23.


Hans Brühl, Erinnerungen und Erkenntnisse eines Weinhändlers. Aus der guten, alten Zeit in Hagen, Hagen [Selbstverlag] o. J. [geschrieben im Jahr 1980 laut S. 14, enthält unter anderem Angaben zu den Firmen von Michael Brücken (S. 7), Willi Bulling - richtig: Willy Bülling (vgl. Liselotte Funcke) - (S. 8) und Wilhelm Quitmann (S. 14 f.).].


Alfons Rehkopp u. Michael Eckhoff (Red.), Haspe - Eine Stadt im Wandel (Band IX der Schriftenreihe „Hagen einst und jetzt", hg. v. Hagener Heimatbund e.V.), Hagen 1982.


Hagener Straßenbahn AG (Hg.), Hagener Straßenbahn AG 1884 - 1984, Hagen 1984.


Rolf Löttgers u. Wolfgang R. Reimann, Rund um Hagen, Wuppertal 1989 [Das bildreich ausgestattete Buch behandelt die Straßen- und Vorortbahnen im Raum Hagen bis zur Einstellung des Tram-Verkehrs. Hier verwendetes Kürzel "L+R1989", gefolgt von einem Bindestrich und der Abbildungsnummer.]

Axel Ladleif u. Wolfgang R. Reimann (Redaktion und Gestaltung), Lebendige Museumsstücke. Die Fahrzeuge der Bergischen Museumsbahnen e.V., Wuppertal 2007


Ralf Blank, Hagen im Zweiten Weltkrieg. Bombenkrieg, Kriegsalltag und Rüstung in einer westfälischen Großstadt 1939 - 1945, 1. Aufl., Essen 2008(November) (ISBN 978-3-8375-0009-7). [Diese Dissertation geht unter anderem intensiv auf die Rüstungsindustrie und das Verkehrswesen Hagens im Dritten Reich ein.]



Dirk Göbel u. Jörg Rudat, Mit der Straßenbahn quer durch Hagen. Bitte einsteigen [eigentlicher Titel: BITTE EINSTEIGEN - Mit der Straßenbahn quer durch Hagen], Hagen, 1. Aufl. 2009 (November)- (ISBN13 978-3-932070-95-2)

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/JuergenZarnke_Wehringhausen_Bilder_und_Dokumente_201011xx
Jürgen Zarnke, WEHRINGHAUSEN. BILDER und DOKUMENTE [so auf dem Deckblatt], Hagen 2010 (November), herausgegeben im Selbstverlag [enthält unter anderem zahlreiche Postkartenrepros - darunter solche mit Straßenbahndarstellungen]


Dirk Göbel u. Jörg Rudat, BITTE UMSTEIGEN - Mit der Linie 11 ins Grüne. Von Haspe über Voerde nach Breckerfeld, Hagen 2012 - (ISBN 978-3-942184-08-3) [Das bildreiche Buch behandelt auch den Anderthalbdecknahverkehrsbus, welcher früher liebevoll kurz ,Bulle' genannt wurde.]






Nachtrag: Auf die Versuchsanlage einer kombinierten Hoch- und Schwebebahn, welche im 1970er Jahrzehnt in Hagen-Vorhalle bestand, gehe ich hier nicht näher ein (siehe dazu: Wuppertaler Schwebebahn). In jüngerer Zeit ist dazu ein Aufsatz erschienen: Dirk Göbel u. Jörg Rudat, Träumen, erfinden, die Welt verbessern: Nahverkehrssystem Cabinentaxi, in: Hagener Heimatbund e.V. (Hg.), HagenBuch 2012. Impulse zur Stadt-, Heimat- und Kunstgeschichte [= Band 6], Hagen 1. Aufl. 2011 (November) [ISBN 978-3-942184-21-2], S. 39 - 47.


Hinweis: Für die Aktualität, Funktionalität und Korrektheit der angegebenen Links erfolgt keine Gewähr!



DANKSAGUNG


DEN ENGAGIERTEN MITARBEITERN DES STADTARCHIVS HAGEN DANKE ICH FÜR DIE BEREITSTELLUNG SELTENER FOTOS BEI FACEBOOK, WELCHE AUCH MEINE ARBEIT IN VIELEM FÖRDERN!



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28.01.2017 15:33