REGIONALES: Hagen: Wehringhausen

Die Pelmkestraße in Hagen-Wehringhausen. "Sta(i)rway to Heaven" 'rauf & 'runter.

von Detlef Rothe aus Hagen in Westfalen


There's a lady who's sure
All that glitters is gold
And she's buying a stairway
To heaven
"
(Led Zeppelin, Stairway to Heaven, November 1971)







Merkwürdigerweise gibt es zwei Straßen in Hagen-Wehringhausen, welche an den das Gemeinwesen bestimmenden Bach erinnern und auf diese Weise vermitteln, daß der Ort ohne diesen Wasserlauf undenkbar wäre: die Bachstraße und die Pelmkestraße. ,Pelmke' ist hier als verschliffene Form von ,Pelmeke' oder ,Pelmecke' zu verstehen. ,Eke' ist verwandt mit lateinisch ,aqua' und meint ein Fließgewässer. Was die vordere Silbe ,Pelm' bedeutet, wäre noch zu klären. Ich vermute dahinter die Anspielung auf eine gewisse Unberechenbarkeit. Entlang des Wehringhausener Baches (also der Pelmke) entwickelte sich die Pelmkestraße im 20. Jahrhundert stärker als die Bachstraße, welche ja zunächst auf den Wasserlauf Rücksicht zu nehmen hatte. Sie beginnt unten an der Augustastraße, da ein weiterer Verlauf durch die Bergisch-Märkische Eisenbahnstrecke versperrt wäre:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Augustastrasse/20190119w1241_DSC_0950_DSC_0951_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_Augustastrasse_Blick_zm_Bahnbereich_1200x0900
Die Eisenbahnstrecken an der Augustastraße (Foto: Detlef Rothe - 19. Januar 2019)

Das untere Ende der Pelmkestraße steht gewissermaßen im Zeichen des Fernverkehrs. Der Intercity Express auf dem Weg nach Wuppertal und Köln symbolisiert hier die Anbindung der Pelmkestraße und - etwas versetzt - des "Wehringhausener Baches" (dieser in Verlängerung über die Flüsse Ennepe, Volme, Ruhr und Rhein) an die "große Welt".

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Augustastrasse/Einmuendung Pelmkestrasse/20190119w1241_DSC_0951_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_Augustastrasse_Einmuendung_der_Pelmkestrasse_1200x0900
Einmündung der Pelmke- in die Augustastraße (Foto: Detlef Rothe - 19. Januar 2019)

Der untere Teil der Pelmkestraße bis zur Lange Straße ist steil und unscheinbar; hier gibt es nicht nur Wohnbebauung, sondern auch kleinere Gewerbebetriebe:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/Einmuendung Paschestrasse/20190119w1242_DSC_0952_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_Pelmkestrasse_aufwaerts_zur_Einmuendung_der_Paschestrasse_0675x0900
Einmündung der Pasche- in die Pelmkestraße (Foto: Detlef Rothe - 19. Januar 2019)

Hangaufwärts geht es von der Einmündung der Paschestraße weiter zur Lange Straße:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/20050528s1709_IMAG0124_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_Pelmkestrasse_oberhalb_Paschestrasse_0675x0900

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/KreuzungLangeStrasse/20050528s1708_IMAG0122_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_Pelmkestrasse_oberhalb_Paschestrasse_0675x0900
(2 Fotos: Detlef Rothe - 28. Mai 2005)

Das Gelände östlich der Pelmkestraße fällt zum ehemaligen Wehringhauser Bach (jetzt: Bachstraße) hin ab. Dazu ein "nicht mehr ganz frischer" Blick auf die Kreuzung Lange Straße:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/SW-AK_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_Lange_Strasse_mit_4_Motiven_um_1960_DETAIL_Pelmkestrasse
(Detail einer Ansichtskarte von etwa 1955/1960)

Zum Vergleich eine Aufnahme des Verfassers vom April 1975:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/KreuzungPelmkestrasse/197504(22)_05_03_Langestrasse_Ecke_Pelmkestrasse_1200x0802
(Foto: Detlef Rothe - ca. 22. April 1975)

An der Kreuzung steht die katholische Pfarrkirche St. Michael:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Langestrasse/Michaelkirche/20190602s1041_DSC_1664_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_LangeStrasse_Kreuzung_Pelmkestrasse_KircheStMichael_GERICHTET_0651x0900
(Foto: Detlef Rothe - 2. Juni 2019)

Hier spielten sich die von "Nena" im Zusammenhang mit ihrer Kommunion geschilderten Ereignisse ab (siehe Nena & Thesenfitz 2005).

Eindrucksvoll erhebt sich das Portal dieses Gotteshauses:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/KreuzungLangeStrasse/20050528s1707_IMAG0118_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_Pelmkestrasse_von_LangeStrasse_aufwaerts_GERICHTET_1200x0886
(Foto: Detlef Rothe - 28. Mai 2005)

Ein Blick auf die Häuser Buscheystraße 71 und Pelmkestraße 37 und 39 an der Kreuzung Buscheystraße / Eugen-Richter-Straße:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/EinmuendungBuscheystrasse/20180901s1112_DSC_2857_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_Buscheystrasse071+Pelmkestrasse037+039_1200x0900
(Foto: Detlef Rothe - 1. September 2018)

Ein Blick weiter südlich (= aufwärts) zeigt im Hintergrund den Kreuzungsbereich der Pelmke- mit der Dömbergstraße im Jahr 1966, als an der Westseite der Pelmkestraße im Bereich des Dreieckblocks "EuRiDömPel" noch keine Häuser standen (Foto: Wilhelm Rothe junior):
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/1966_Herbst_mit_Annette_und_Jutta_im_Hof

Der Goldberg befindet sich linkerhand - hier ein Blick vom elterlichen Balkon aus (Dömbergstraße 36):
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/KreuzungDoembergstrasse/198(2)xxxx_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_Doembergstrasse036_Goldberg_und_Pelmkestrasse_etwa_1982
(Foto: Wilhelm Rothe junior - etwa 1982)

Von der Kreuzung Dömbergstraße der eine oder andere Blick aufwärts in Richtung Waldlust:

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/KreuzungDoembergstrasse/20050528s1546_IMAG0055_Eu_D_NW_HA-Wehringhausen_Pelmkestrasse_oberhalb_der_Kreuzung_Doembergstrasse_1200x0900
(Foto: Detlef Rothe - 28. Mai 2005)

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/KreuzungDoembergstrasse/20050528s1547_IMAG0056_Eu_D_NW_HA-Wehringhausen_Pelmkestrasse_Haeuser_oberhalb_der_Kreuzung_Doembergstrasse_1200x0900
(Foto: Detlef Rothe - 28. Mai 2005)

Weiter oben wird es an der Pelmkestraße wieder ziemlich steil:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/20040628_1723_DSCI0010_Pelmkestrasse_aufwaerts

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/20040628_1722_DSCI0009_Pelmkestrasse_aufwaerts

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/SW-AK_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_Pelmkestrasse_aufwaerts_mit_Einmuendung_Nachtigallenstrasse_1928_DETAIL
(Ansicht auf einer im Jahr 1928 gelaufenen Postkarte)

Auf Grund von Jugenderinnerungen des Gründers der Turnmeyer-Werke, welcher in Wehringhausen zur Lehre ging, ist bekannt, daß die Pelmkestraße im oberen Bereich (etwa auf Höhe der Kleingartenanlage) noch im 19. Jahrhundert einen Hohlweg bildete; an den daran anschließenden Hecken hätten Nachtigallen gesungen (die Erinnerung daran hält bis heute die Nachtigallenstraße fest):
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/SW-Foto_EU_D_NW-Wehringhausen_Am_ollen_Dreisch_mit_Pelmkestrasse_von_der_Bachstrasse_aus_um_1900_DETAIL_(Meyer1979S20)
(Foto zum Wiederabdruck der Jugenderinnerungen von Heinrich Meyer 1979 - S. 20)

Eine Ansichtskarte von etwa 1920 mit Blick zur Egge - im Hintergrund ein von mir im 1970er Jahrzehnt noch begangener Weg:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/colorierte_AK_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_Pelmkestrasse_mit_Eugen-Richter-Turm_auf_der_Egge_um_1920_1200x0779

Dazu bietet sich ein eigenes Vergleichsfoto vom Januar 2017 an, aufgenommen am unteren Goldberghangweg:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/20170127w1711_DSC_3572_EU_D_NW_HA-Wehringhausen-Blick_vom_unteren_Goldbergweg_zur_Pelmkestrasse_GERICHTET_1200x0864

Aufnahme vom 6. Januar 2019 straßenaufwärts auf Höhe Haus Nr. 79 (Foto: Detlef Rothe):
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/20190106w1321_DSC_0740_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_Pelmkestrasse_bei_Nr79_aufwaerts_1200x0900

Man achte - höflichst bitte, auch wenn's grad nicht regnet - auf den noch weitgehend intakten "Rinnstein" links :-)

In diesem Haus (Nummer 79) wohnte spätestens 1968 (siehe Adreßbuch 1968, Straßenteil, S. 194, Sp. 2) bis ca. 1975 Gabriele Susanne "Nena" Kerner - Deutschlands wohl bekannteste Popsängerin (geboren im März 1960), als sie noch zur Pelmkeschule (siehe unten) ging; mehr dazu hier). "Nena" in ihrem gemeinsamen Buch mit Claudia Thesenfitz: „Wir wohnten sehr schön, direkt am Waldrand in einer alten Villa, und teilten uns das große Haus mit zwei anderen Familien. Es war unser dritter Umzug seit Breckerfeld und die letzte gemeinsame Station, bevor meine Eltern sich trennten." (Nena & Thesenfitz 2005, S. 120, mittig). Im Jahr 1968 wurde das Haus sogar nur von einer weiteren Familie bewohnt: „Koetter, Friedhelm, Studienref.", und es gehörte „Koetter, Heinr., O.-Stud.-Rat" (Adreßbuch 1968, Straßenteil, S. 194, Sp. 2). 1976 war das schon anders, denn da lebte hier nach dem Auszug der Kerners neben 1.) der Lehrerfamile Kötter jetzt 2.) die Familie des Noch-Arbeitgebers von Rolf Brendel (dem späteren Drummer von The Stripes und Freund "Nenas"), nämlich des Speditionskaufmanns Peter Scharf, welcher vorher - noch als kaufmännischer Angestellter - in der Hindenburgstraße 20 gemeldet war, also unweit der Diskothek Pink's Place (Adreßbuch 1968, Straßenteil, S. 128, Sp. 2) - etwaige Zusammenhänge bleiben mir unklar (vgl. meinen FRAGEZEICHEN-Artikel) - und 3.) wohnte hier ein gewisser „Mersch Heinrich Arb[eiter]", wobei dieser eventuell bloß das "Studentenzimmer" gemietet hatte - das Haus gehörte jetzt übrigens der „Pens[ionärin]" „Hildegard Kötter", und der Friedhelm war jetzt „OStudRat" (Adreßbuch 1976, Straßenteil, S. 260, Sp. 4).

"Nena": „Unterm Dach des Mehrfamilienhauses Pelmkestraße 79 gab es eine Art Studentenzimmer [...]. Meine Eltern mieteten es für mich [Anfang 1973], und ich hatte mit fast dreizehn Jahren endlich mein eigenes Zimmer." (Nena & Thesenfitz 2005, S. 120, oben/mittig).

"Nena" spricht von „meinen heimlichen nächtlichen Spaziergängen" (Nena & Thesenfitz 2005, S. 120, mittig), welche sie zwei bis drei Jahre lang von dort aus unternahm - nicht in den schönen, unheimlichen Wald, sondern eher dahin, wo das Leben (und die Liebe) lockte: „Zwar wohnte ich [...] im selben Haus, aber außerhalb der elterlichen Wohnung, und das war das Entscheidende. Dort oben, dem Himmel viel näher, hatte ich jetzt mein eigenes kleines Paradies [...]." (Nena & Thesenfitz 2005, S. 120, oben/mittig) - „ganz oben, wo die Geister toben" (Nena, Songtext).

Hier entdeckte "Nena" dann ihre Liebe zur populären Musik: „Mein Vater schenkte mir seine alte Musiktruhe [...]. Es [= das „Möbelstück" (S. 120)] hatte ein eingebautes|Radio, einen Plattenspieler [...] und einen [sic - also alles, wie damals noch gängig, in Monophonie! (D.R.)] Lautsprecher, der einen ziemlich fetten Sound hatte. [...]
Stundenlang hab ich da oben
[...] Bob Dylan, Neil Young, Pink Floyd und die Rolling Stones gehört und manchmal auch Hausaufgaben gemacht." (Nena & Thesenfitz 2005, S. 120 f.)

Auf einer im Jahr 1911 genutzten Ansichtskarte mit dem Goldberg (im Hintergrund) ist dieses Haus rechts von einem etwas kleineren abgebildet:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/SW-AK_HA-Wehringhausen_Pelmkestrasse_mit_Bismarckturm_auf_dem_Goldberg_1911



Im Jahr 1975 (ungefähr - das heißt: etwa ein Jahr nach der Scheidung ihrer Eltern) zog "Nena" mit ihrer Mutter und den Geschwistern in die Geweke (Warburger Straße 59, siehe den Blankovertrag mit dem WM-Musikverlag bei Wahnbaeck 2018).

Weiter geht's in der "Pelmke-Alm". Hier wohnten der Drummer "Eroc" und der Gitarrist "Lupo" von der heimischen Rockband Grobschnitt, und ich liebe ihren "Vogelsound":


Aus dem Hagener Adreßbuch von 1976: "Lupo" wohnte in der Pelmkestraße Nr. 78 a (Adreßbuch 1976, Straßenteil, S. 260, Sp. 4: Gerd Kühn), der Forstamtmann Aloys Brinkmann (*1898 - †1987) in der Nr. 78 b (Adreßbuch 1976 ebenda); nach diesem Förster ist der Pfad vom Wanderparkplatz zum Rotwildgehege benannt. "Eroc" Joachim Ehrig ist im Adreßbuch 1976 (Namenteil, S. 70, Sp. 2) allerdings noch als Chemielaborant in der Heinitzstraße 22 vermerkt.

Weiter oberhalb führt eine Abzweigung von der Pelmkestraße zum Oberlauf des Wehringhauser Baches:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/20040628_1714_DSCI0004_Strassenabzweigung_zur_Waldlust

Hier erreicht man die Waldlust.

Auch das frühere Bürgerschützenheim (am Zufahrtsweg von Volkssternwarte und Aussichtsturm) gehört postalisch zur Pelmkestraße, und zwar hat es die schöne Hausnummer 100 (sofern die 1 nicht abfällt). Hier befand sich noch zu meiner Jugend (im 1970er Jahrzehnt) eine Minigolfanlage; diese ist auf der colorierten Ansichtskarte aber nicht zu sehen, sondern lag links vom Photographen:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/Schuetzenheim/colorierte_AK_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_Pelmkestrasse_Schuetzenheim_um_1960

Der romantisch gelegene Minigolfplatz wurde in einer Werbebroschüre der Stadt Hagen aus dem Jahr 1962 abgebildet:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/Schuetzenheim/SW-Foto_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_Waldlust_Schuetzenheim_Minigolf_(Hagen-Broschuere_1962_ohne_Angaben)_1200x0879
(undatiert - Photograph unbekannt)

Schon um 1900 war die Pelmkestraße in der Nähe der Waldlust straßenmäßig ausgebaut, was unter anderem darin begründet lag, daß er die Verbindung zur Waldlust und zum Eugen-Richter-Turm herstellte:
EU/D/NRW/HA/HagenerStadtwald/Egge/SW-AK_EU_D_NW_HA_Stadtwald_Egge_Eugen-Richter-Turm_1911
(Ansichtskarte von 1911)

Auf der Egge besuchte ich schon als Jugendlicher die Volkssternwarte (Führung noch durch Albert Schäfer - die Aussichtsplattform des Turmes war damals leider unzugänglich), und auf dem Anmarsch bewunderte ich die Industrie und das lebendige Treiben (welches mich an eine Eisenbahnanlage erinnerte) im Tal der Ennepe. Die Volkssternwarte unweit des Eugen-Richter-Turms besteht seit 1956. Dazu heißt es in der „Chronik der Stadt Hagen" im Adreßbuch 1968:
1966 - Februar - 10.: „Die Arbeitsgemeinschaft ,Volkssternwarte Hagen', unter der Leitung von Albert Schäfer, kann auf ihr 10jähriges Bestehen zurückblicken."



Aus meinem Tagebuch N / 31.12.77 - 15.01.78, hier S. 5, zur Nacht vom 25. auf den 26. Dezember 1977: „[...] in dieser Nacht [hatte ich] einen Traum, der mir zu denken gibt. Das Mädchen, das in dem Film ,Berlinger' [= ,Berlinger - Ein deutsches Abenteuer' - Neuer Deutscher Film von 1975 - Buch und Regie: Bernhard Sinkel + Alf Brustellin (Wikipedia-Artikel, abgerufen am 5.5.2019) - Erstaufführung am 6.11.1975] spielte, schien auch mir im [= schien auch in meinem] Traum vorzukommen. Dort nämlich befand ich mich unweit der Sternwarte am Eugen-Richter-Turm, der sich mir gegenüber - wenn ich aus dem Fenster des Jugendzimmers blicke - auf dem Berg befindet, und ging einen schmalen Waldpfad entlang, den ich in meiner Kindheit häufig auf Spaziergängen betreten habe."

www.cinema.de/sites/default/files/styles/cin_portrait_250/public/sync/cms3.cinema.de/imgdb/moviedb/33/c5e40e6aa65754b5a309934b1af411f1.jpeg.jpg?itok=R1aGHNrH
(Filmplakat bei cinema.de)

Die erwähnten "Spaziergänge" unternehme ich seit 2014 wieder, allerdings in Form von Tagestouren, und der angesprochene Pfad am Eugen-Richter-Turm ist mittlerweile Bestandteil eines Premium-Wanderweges (Drei-Türme-Weg).

Polarlichter in Hagen ist ein Thema für sich (siehe Röttler 1983; darauf aufbauend schrieb ich einst einen wissenschaftlichen Aufsatz, siehe Rothe 1993) - sie wurden von der Volkssternwarte aus observiert (Quellenhinweise in meiner Studie!) und bestätigen in gewisser Weise das berühmt-berüchtigte ,Hohensyburger Flammenwunder' aus dem Jahr 776, dessen psychologische Bedeutung für die Entwicklung des christlichen Glaubens in der Region nicht unterschätzt werden sollte. Die Hagener Kultband Grobschnitt hat dazu ein Musikstück geschaffen, welches die Atmosphäre oben am Doppelturm meiner Ansicht nach treffend einfängt - zu gewissen Zeiten jedenfalls:


Es geht zurück - vorwärts jetzt!

Mit etwas Geschick läßt sich ein Anblick von Wehringhausen gewinnen:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/20040628_1713_DSCI0001_Panorama

Von einem erhöhtem Standpunkt aus läßt sich sogar ein Blick zur City erhaschen:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/20040628_1717_DSCI0006_Blick_ins_Stadtzentrum

Die Übersicht in Richtung Buschey wird durch eine dicke Hecke EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/20040628_1714_DSCI0005_oberer_Abschnitt_talwaerts oberhalb einer im Bachtal EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/20040628_1713_DSCI0003_WehringhauserBachtal liegenden Schrebergartenanlage EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/20040628_1713_DSCI0002_Kleingartenanlage erschwert.

Ein Blick gen Kirchen- und Schulzentren (mit Einmündung der Nachtigallenstraße rechts - eigenes Foto vom 6. Januar 2019)
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/EinmuendungNachtigallenstrasse/20190106w1321_DSC_0739_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_Pelmkestrasse_bei_Nr79_abwaerts_mit_Einmuendung_Nachtigalstrasse1200x0900

Das starke Gefälle brachte es mit sich, daß die Straße früher für Wettrennen genutzt wurde:


Weiter geht es (wieder ein Blick abwärts):
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/20040628_1725_DSCI0014_Pelmkestrasse_Ecke_Doembergstrasse)

Blick zum Ollen Dreisch oberhalb des Spielplatzes:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/20040628_1724_DSCI0013_Spielplatz_Am_ollen_Dreisch

Ausgehend von meinem früheren Domizil in der Dömbergstraße
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Doembergstrasse/20040628_1727_DSCI0017_mit_Mutter EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Doembergstrasse/20040628_1726_DSCI0016_von_Hauseingang_gegenueber
führt der Weg zur Kreuzung mit der Pelmkestraße:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Doembergstrasse/20040628_1726_DSCI0015_mit_Mutter

Blick von der Kreuzung Dömbergstraße talabwärts:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/20050528_1546_IMAG0054_Pelmkestrasse_von_Doembergstrasse_abwaerts

Die Kreuzung mit den ,Anschlußstellen' der Buscheystraße und - gegenüber liegend und diese gen Westen fortsetzend - der Eugen-Richter-Straße ist wegen der versetzten Winkel etwas unübersichtlich. Im oberen Winkel Buschey-/Pelmkestraße befand sich bis zum Jahr 1930 der Tackenhof:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Eugen-Richter-Strasse/193005xx_Tackenhof_an_der_Ecke_Eugen-Richter-Strasse_mit_der_Pelmkestrasse_beim_Abbruch

Weiter abwärts gerät der Kirchturm von St. Michael zunehmend in den Focus:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/SW-AK_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_Pelmkestrasse_von_der_Buscheystrasse_aus_abwaerts_19421108
Fotoansicht auf einer im November 1942 gebrauchten Postkarte.

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/EinmuendungSiemensstrasse/SW-AK_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_mit_4_Motiven_um_1950_Motiv2_Pelmkestrasse_mit_Einmuendung_Siemensstrasse_1200x0747
Detailansicht einer 4-Motive-Postkarte von 1950/1955.

Auch der Ausschnitt einer Ansichtskarte von etwa 1955/1960 hält die Perspektive zur Siemens- und Grummertstraße vom Anfang der Eugen-Richter-Straße aus fest:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/SW-AK_EU_D_NW_HA-Wehringhausen_mit_4_Motiven_um_1960_DETAIL_Pelmkestrasse_vom_Buscheystrassenende_abwaerts

Gundula Schubert-Bosch zeigte die Szenerie ein halbes Jahrhundert später von erhöhter Position aus (mit besten Dank für die Vorlagen!):
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/200405xx_Pelmkestr. in Richtung Lange Str._1+2_(GundulaSchubert-Bosch)_MONTAGE_1200x1072
(Eigene Montage auf Grund von zwei bereitgestellten Aufnahmen vom Mai 2004)

Unterhalb der Einmündung der Siemensstraße befand sich in unmittelbarer Nähe der evangelischen Hindenburg-Volksschule (heute: Emil-Schumacher-Schule) die katholische Volksschule Pelmkeschule, in deren Räumlichkeiten in meiner Grundschulzeit auch ich Unterricht fand (außerdem wurden wegen des Platzmangels auf dem gemeinsamen Schulhof zusätzliche Unterrichtsräume in Fertigbauweise erstellt, und zwar wohl im Jahr 1968). Nach Eröffnung des Schulkomplexes an der Henschelstraße (auf dem ehemaligen Schrebergarten-Gelände östlich des Rehsiepens) wurde das Schulgebäude (Pelmkestraße 14) in ein Kulturzentrum verwandelt.

EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/1948xxxx_D_HA_Wehringhausen_Pelmkeschule_Entlassungsjahrgang_1950_von_Lehrerin_Fraeulein_Ostermann
(Ein Klassenfoto des Abschlußjahrgangs 1950 (Lehrerin Fräulein Ostermann) aus dem Jahr 1948 - Quelle: Westfalenpost Hagen vom 13.03.2010)

Von der Lange Straße geht es entlang der Pelmkestraße weiter abwärts zur Einmündung in die Augustastraße; der Blick richtet sich dabei - über die Bahnanlagen und die Wehringhauser Straße hinweg - auf den Kuhlerkamp:
EU/D/NRW/HA/Wehringhausen/Pelmkestrasse/20050528_1708_IMAG0121_Pelmkestrasse_von_Paschestrasse_abwaerts



NUMERISCHES:


EU/D/NW/HA/CHinnerwisch_Adress-Buch_fuer_den_Stadtkreis_Hagen_i_W_1902_S78-80_Pelmkestrasse_1200x1204
(Hagener Adreß=Buch 1902, S. 78 - 80)


LINKS:


Neues Altes aus Hagen-Wehringhausen. (Artikel des Verfassers vom 7./9. Februar 2009)

Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestraße 14 (ehemalige Pelmkeschule; darin unter anderem das Kino 'Babylon')

Kultur- und Sportverein (KSV) Croatia Hagen e.V., Pelmkestraße 14

Artikel (als PDF-Datei) des Sauerländischen Gebirgsvereins zu Aloys Brinkmnn



LITERATUR:

Stadt 1962: Stadt Hagen - Verkehrs- und Presseamt (Hg.): HAGEN, o.O. 1962 (ohne ISBN-Nr.)

Adreßbuch 1968: Verlag Carl Hinnerwisch KG (Hg.): Adreßbuch der Stadt Hagen. Ausgabe 1968/69 / 42. Auflage, Hagen o.J. (ohne ISBN-Nr.)

Meyer 1979: Heinrich Meyer: Ein Spaziergang durch das alte Wehringhausen - aus den ,Jugenderinnerungen eines alten Mannes', in: Hagener Heimatbund e.V. (Hg.): Wehringhausen. Landschaft - Geschichte - Menschen (Schriftenreihe Hagen einst und jetzt, Sonderreihe Die Hagener Stadtbezirke, Band 5), Hagen 1979, S. 17 - 25

Röttler 1983: Günter Röttler: Polarlicht am Hagener Himmel, in: V. d. Linnepe Verlagsgesellschaft (Hg.), Heimatbuch Hagen + Mark. Hagener Heimatkalender 1984, 25. Jahrgang, Hagen 1983, S. 155 - 157

Rothe 1993: Detlef Rothe: Das Hohensyburger "Flammenwunder" vom Jahre 776, in: Hohenlimburger Heimatblätter e. V. (Hg.): HOHENLIMBURGER HEIMATBLÄTTER für den Raum Hagen und Iserlohn, 54. Jahrgang, Heft 3/93, Hagen 1993 (März), S. 91 - 92 u. 101 - 106

Nena & Thesenfitz 2005: Nena (= Gabriele Susanne Kerner) und Claudia Thesenfitz: Willst du mit mir gehn, 1. Aufl., Bergisch Gladbach 2005 [veröffentlicht am 17. Oktober 2005] (ISBN 3-7857-2135-8)

Wahnbaeck 2018: Heike Wahnbaeck (Hg.): Komm nach Hagen, werde Popstar, mach Dein Glück! ... sich trau'n, mal außer der Reihe die Zukunft zu bau'n. Ausstellung im Osthaus Museum Hagen 31. August bis 23. September 2018, Essen 2018 (ohne ISBN-Nr.)




DANKSAGUNG


DEN ENGAGIERTEN MITARBEITERN DES STADTARCHIVS HAGEN DANKE ICH FÜR DIE BEREITSTELLUNG SELTENER FOTOS BEI FACEBOOK, WELCHE AUCH MEINE ARBEIT IN VIELEM FÖRDERN!

Mit besonderem Dank an die Band Grobschnitt für ihre zeitlos schöne Musik!


Hinweis: Für die Aktualität, Funktionalität und Korrektheit der angegebenen Links erfolgt keine Gewähr!



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